Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Der Hafen

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BeitragThema: Der Hafen   Di Apr 22, 2014 7:20 pm


Der Hafen

Der Hafen von Kamogawa erstreckt sich an der kompletten Flussseite der Stadt und bildet ein großes Handelsziel in Kangetsu no Kuni, im Besonderen auch für Händel aus anderen Ländern. Hier legen tagein tagaus alle Arten von Schiffen an. Geschäftiges Treiben herrscht eigentlich ununterbrochen, selbst während der Nacht kommen noch einige Schiffe an. Vor allem die Fischer fahren aus und ein. Tagsüber ist der Markt am ganzen Hafen aufgebaut. Die Tische sind beladen mit exotischen Waren und feinsten Köstlichkeiten. Fisch gibt es hier in rauen Mengen und auch die delikaten Entenbraten bekommt man. Wer etwas Besonderes sucht, ist am Markt von Kamogawa also genau richtig. Aber Vorsicht, lasst euch nicht über den Tisch ziehen! Auch hier gibt es Gauner, die Fälschungen verkaufen.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Apr 22, 2014 7:31 pm

First Post


Die Sonne stand bereits tief am Himmel und tauchte die Hafenstadt in ein sanftes rot-oranges Licht. Ein leises Lüftchen zog über  die steinernen Dächer und bewegte die auf gehangenen Tücher, die in den letzten Sonnenstrahlen trockneten, in sanften Wellen. Bloß ein paar winzige Wolken wanderten einsamen über den sonst so klaren Abendhimmel. Dafür warnen jedoch die Straßen und Gassen von Kamogawa noch reichlich besucht, nicht so voll wie mitten am Tag, aber immer noch herrschte geschäftiges Treiben. Die fleißigen Frauen sammelten ihre aufgespannten Tücher und Wäsche ein, Kinder huschten eilig in die Häuser und die letzten Händler packten ihre übrig gebliebenen Waren zurück in Kisten. Man sah den Leuten ihre Routine an. Tag für Tag, Woche für Woche das gleiche Spiel. Hier änderte sich selten etwas und so gefiel es den Bewohnern.
Kamui allerdings war äußert langweilig. Mit baumelnden Beinen saß er auf einem Brückengeländer hoch oben auf den Dächern. Seine blasse Haut verborgen unter weißen Bandagen, die sonst sogar sein Gesicht größtenteils verdeckten. Jetzt gerade reichte dem Rotschopf sein Schirm als Sonnenschutz, schien der Feuerball doch schon nicht mehr so kräftig, wie noch vor ein paar Stunden. Eine lästige Tatsache war, dass er zu viel von den wärmenden Strahlen einfach nicht vertrug. Ziemlich umständlich in Gegenden oder Jahreszeiten, in denen die Sonne ihre Präsents deutlich machte. Kamui kam sich dann immer vor wie ein Brathähnchen oder ein Backfisch, der langsam austrocknete. Lustig war die Angelegenheit allerdings ganz und gar nicht. Immerhin raubte sie ihm seine Kraft und schwächte ihn. Dann konnte man ihn wirklich den Enten zum Fraß vor werfen. Häufiger kam dem Jungen schon die Frage in den Sinn, ob er bei übermäßiger Bestrahlung wohl einfach zu kleinen Krümeln zerfallen würde. Sah bestimmt lustig aus, so zu zerbröckeln. Hier am Kamo fand man immerhin genug schwimmendes Federvieh und Hunger hatten die bestimmt auch. Er zog es dann allerdings doch vor auf eine blutigere Weise abzutreten und das auch nicht in absehbarer Zeit. So schwelgte der Rothaarige in Erinnerungen von blutigen Schlachten und fordernden Kämpfen, von denen er nicht gerade wenige bestritten hatten. In seinen jungen Jahren war der Knabe schon einige Male dem Tod auf der Nase herum getanzt. Zum Leidwesen anderer, war er gerade zu besessen von Kämpfen.

Aber momentan saß der Knirps ganz unschuldig auf kaltem Stein und blickte hinunter in die Gassen. Sah schweigend dem Treiben zu. Bis er plötzlich grinsend aufsprang. Über ein paar Dächer hüpfend, sah man ihn auf schmalen Vorsprüngen balkanisieren. Ein merkwürdiges Bild gab er ab, wie er dort seinen Schirm fröhlich in der Hand drehte und vor sich hin summte. Was summte er da eigentlich? „Mama, Mama, schau mal da oben! … Warum hat der denn einen Schirm, es regnet doch gar nicht? Oder ist das ein Straßenkünstler? Der ist ja mutig. Das ist doch voll hoch!“ Hallte es aus der Gasse unter Kamui. Ein kleiner Blondschopf zupfte fleißig an der Robe seiner Mutter, um ihre Aufmerksamkeit für seine neuste Entdeckung zu erlangen. Staunend und mit großen Augen zeigte er auf den rothaarigen Schirmträger. Kamui beugte sich währenddessen etwas nach vorne über und winkte dem Jungen mit einem breiten Grinsen. Die Mutter des Kleinen blickte entsetzt drein und zog ihren Sprössling eilig weiter. „Aber Mama!“ protestierte der Kleine, wurde allerdings sofort barsch zu Recht gewiesen. „Nicht jetzt Tatsuki!“ Kamui konnte sich ein kichern nicht verkneifen. Er fand die Reaktionen der Leute immer wieder amüsierend. Unbekümmert setzte er sein für manche waghalsig wirkendes Manöver fort und kam so dem Hafen der Stadt immer näher.
Der Rotschopf hopste von einem Bein aufs Andere und drehte sich ab und zu im Kreis, elegant streckte er dabei eins der Beine von sich und drehte lediglich auf den Zehenspitzen. Dabei hielt er den Schirm von sich, um besser die Balance halten zu können. Vergnügt sang er zu allem Überfluss auch noch: „Alle meine Entchen schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See. Köpfen in das Wasser, Schwänzen in die Höh‘ “ Ob man dahinter einen tieferen Sinn erwarten konnte? Fraglich. Interpretationen gab es wohl viele. Kamui jedenfalls fand dieses Lied ziemlich passend. Hier schwammen unzählige Wasservögel herum. Nervige Tiere, wenn ihr mich fragt. „Alle meine Hühner scharren in dem Stroh,  scharren in dem Stroh. Finden sie ein Körnchen, sind sie alle froh…“ Auf dem Markt, der immer entlang der Promenade aufgebaut war, lief so einiges an Getier oder lag schon tot auf den Aufstelltischen. Ein Brathähnchen wäre jetzt gar nicht so verkehrt, dachte sich der Rotschopf, als ihm die das Gackern der Hühner an die Ohren drang. Oder ein schöner dicker Fisch. Schweine waren auch nicht zu verpönen. Ein leckerer Braten, mit ein paar Fischen als Beilage und ein Huhn zum Nachtisch. Das wäre doch was. Allein die Vorstellung ließ ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen. Kamui aß sehr gern und vor allem viel, aber wählerisch war er nicht. Tierische Produkte sollten bei einem Festmahl allerdings schon überwiegen. Er wollte schließlich nicht vom Fleisch fallen. Von Gemüse und dem ganzen Pflanzenzeug wurde man ja nicht satt.

Obwohl Kamui Tsuchi no Kuni seit einigen Wochen verlassen hatte, war er nicht viel herum gekommen. Er kannte sich kaum aus, außerhalb seines Geburtslandes und hielt sich seit dem meist am Rande von Kangetsu no Kuni auf – bevorzugt hier in Kamogawa, hier gab es vorzügliche Ente. Selbst während der Zeit mit Ieyasu waren sie nie weit über die Grenzen des Erdlandes hinausgegangen und Kamui hatte sich stets auf die Orientierungsfähigkeiten seines Senseis verlassen. Kartenlesen war öde und auf den Weg achten genauso langweilig. Man beschäftigte sich doch lieber mit wichtigeren Dingen, als Karten studieren – Essen zum Beispiel oder Kämpfen. Wenn der Rotschopf sich verlaufen hatte, fragte er eben nach dem Weg. Irgendwer konnte immer helfen, ob nun freiwillig oder gezwungenermaßen.

Weiter vor sich hin summend sprang der Schirmträger vom Dach auf eine tiefer gelegene Mauer, auf dieser er dann gemächlich entlang schlenderte. Ab und zu trällerte er eine weitere Strophe seines Liedchens. Wäre doch nur jeder so unbeschwert – vermutlich keine gute Idee. Wäre jeder so wie Kamui, gäbe es wohl nur Chaos auf der Welt. Das breite Lächeln auf den Lippen ließ den Jungen auf gewisse Art beängstigend wirken.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Apr 22, 2014 9:16 pm

cf: Gemächer der Tsukikage

“Ich danke dir wie immer für deine Dienste, Fuba. Du kannst dich nun ausruhen gehen.“ Mit einem Lächeln entließ Eiji die große Wolfshündin aus seinem Dienst, welche wie immer erst den Kopf schief legte und aus ihren braunen Augen voller Treue musterte. Nur um sicher zu gehen, dass es ihrem „Herrchen“ auch gut ging – und das sogar, obwohl sie sich hier nahe der Hafenstadt, ergo dem Wasser, befanden. Für viele war das blaue Meer ein erbaulicher Anblick, doch was die feurige Hündin betraf, war es die Verkörperung ihrer größten Ängste. Natürlich würde sie nicht vollkommen panisch reagieren, bekäme sie einen Tropfen ab, doch Wasser – Suiton – tat ihr einfach nicht gut. Es kühlte sie aus. Kein Wunder also, dass sie nervös getänzelt hatte, als Eiji ihr den Halt befohlen hatte. Anstatt jedoch auf diese doch durchaus böse Schwäche seiner Tierpartnerin einzugehen, kraulte er eben diese nun am Hals und kurz darauf hinter den Ohren. Fuba stieß einen wohlwollenden Laut aus und schmiegte sich kurz darauf nochmals gegen seine Hand, ehe sie sich in Rauch auflöste.
Es hatte eine gewisse Zeit in Anspruch genommen, an diesen Ort zu gelangen – doch dafür war es wohl eine jener Städtchen, welche unter anderem am weitesten von der Residenz entfernt waren. Genug Zeit war vergangenen, um sich auf Fubas Rücken auszuruhen und über Dinge nachdenken zu können, ohne dass man sich hätte sorgenvoll beeilen müssen. Somit war eine gewisse Distanz gegeben und Eiji wäre wohl nicht der einzige von ihnen beiden, der diese willkommen heißen würde. Immerhin hatten sie sich alles andere als im Guten getrennt. Während Hikari diese merkwürdige Söldner-Vertrauten-Beziehung wohl auf eine neue Ebene hatte bringen wollen, hatte sich Eiji dieser Hochstufung versagt und war sachlich geblieben. Letzten Endes hatte das zum Bruch geführt. Etwas, was er selbstverständlich nicht gut fand, aber notwendig. Richtig, er verstand, dass es nicht die gefühlvollste Lösung oder der schönste Abschied gewesen war, dennoch aber richtig. Es gab nicht viel, was sie teilen konnten, wenn man von den gemeinschaftlichen Aufträgen einmal absah. Zwar hatte der Blonde im weiteren Verlauf auch ganz andere Gedanken, doch verstand er mit seinen 38 Jahren genug vom Leben, um diese anderweitig in seinem Hinterkopf verarbeiten zu können.
So kam es also, dass ein ehemaliges Mitglied der Spezialeinheit Konohas durch die auf Grund der bunten – und teilweise stinkenden – Märkte von Kamogawa gen Hafen schritt. Marktschreier priesen hier und da ihre Waren an, welche nicht nur seidene Tücher zählten, sondern auch scheinbar  antike Lehm- und Tonarbeiten sowie diversen Perlenschmuck umrissen. Fische wurden gegrillt, Enten gerupft und Gewürze benutzt. Kurzum war hier jemand mit einem extravaganten Geschmack – ob in Essen oder Waren – genau richtig. Eiji machte sich nicht einmal die Mühe, die angerpiesenen Dinge zu begutachten, sondern ging mit einer zielstrebigen Ausstrahlung die Marktstraße hinunter. Nur ab und an schweifte sein Blick auf jene Stände, in deren Nähe man vielleicht auch die ein oder andere Taverne finden würde. Anders als die Menschen um ihn herum, nahm Eiji die Szenerie auf eine geschultere Art und Weise wahr. Wo die einen auf Grund der Masse ihresgleichen das Gesicht verzogen, sah er die Möglichkeit sich unter die Leute zu mischen und zu entkommen. Sonst unbeachtete Gassen wurden zu durchaus sympathischen Fluchtwegen für Diebe – nicht nur deshalb, weil es teilweise wohl nur scheinbar Gassen waren, die sich an die Hauptstraße reihten. Zu sehr beladene Stände boten perfektes Material, um schnelle Hindernisse zu erschaffen... War man einmal in diesem Beruf gewesen oder ging ihm noch nach, konnte man sich dieses Sichtfeld nur schlecht abgewöhnen. Die Umgebung behielt man ihm Auge, ließ nicht zu, dass sie das Gemüt vereinnahmte. Immer war man wachsam, weil die Erfahrung lehrte, dass sonst womöglich das letzte Stündlein schlug. Oftmals war man nach fünfzig Dienstjahren schließlich paranoid und das ein oder andere Mal hatte Eiji sich auch gefragt, ob er bereits die ersten Anzeichen hierfür zeigte.
„Nicht jetzt Tatsuki!“ Ein kleiner Junge zeigte auf die Dächer und der Blonde folgte dem Blick, während ein Lächeln sich bereits um seine Mundwinkel gebildet hatte. Auch, wenn man es ihm nicht ansah – er mochte Kinder. Vor allem diese Neugierde. Er kannte sie selbst nicht nur von sich und seinen jungen Jahren, sondern auch von der eigenen Tochter. Anstatt nun jedoch noch wärmer zu lächeln, erstarb jene Gefühlsregung auf seinem Gesicht kurz darauf Schritt für Schritt, als er jenen Schirm ausmachte, mit dem man ein Bison erschlagen konnte. Ja, Eiji wusste, wie schwer der Schirm des „Knirpses“ war, welcher eben diesen schwang. Leichtfüßig seinen Weg fortsetzend. Kein gutes Vorbild darstellend. Eiji kannte diesen Jungen, hatte er doch selbst bei der Freilassung mitgewirkt. Er wusste teilweise mehr als er vorgab, doch behielt er das auch gedanklich für sich, konzentrierte sich lieber auf das wesentliche und war schließlich nicht überrascht, als sich die Wege kurz darauf wohl wirklich kreuzten. “Du könntest dich verhüllen wie eine Mumie und deinen Schirm wegstecken – man würde dich dennoch erkennen.“
Eiji strahlte keine natürliche Freundlichkeit aus, als er Kamui zur Begrüßung zunickte, doch war er auch nicht allzu reserviert. Wenn man ihn nicht kannte, würde man es als Anstand bezeichnen. Wenn man es tat, konnte man vielleicht den amüsierten Funken in seinen Augen erkennen, der nur ganz kurz bei der Begrüßung aufgeflackert war.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Apr 23, 2014 9:11 pm


Vergnügt summend balancierte der kleine Rotschopf über die schmale Mauer, die neben der Gasse entlang führte. Bei jedem Hüpfer, den er ab und zu mit einbaute, flog auch sein geflochtener Zopf in die Höhe. Völlig unvoreingenommen betrachtet, sah er aus wie ein unschuldiger gut gelaunter Junge. Sein Alter sah man ihm ohnehin nicht an und die vielen blutigen Taten – na ja, manches mal spiegelten sie sich in den rein blauen Seelenspiegeln. Das Blut, das so zahlreich an seinen Händen klebte, war schon seit Kindertagen ein ständiger Begleiter. Doch heute waren seine Bandagen ausnahmsweise unbefleckt. Der letzte Kampf lag bereits ein paar Tage zurück und hatte den Knaben wenig entzückt. Gegen Ninjutsuka trat er nie mit besonderer Freude an. Es verließ ihn gar die Motivation, wenn sich sein Gegner nur hinter Feuerbällen und Wasserwerfern versteckte, ebenso wie hinter Genjustsus. Bei solcher Art von Auseinandersetzungen hielt er sich nie lange auf, da hieß es kurzen Prozess machen und weiter ziehen.
Gelandet war Kamui nun also hier in Kamogawa, der wunderschönen Hafenstadt - in der alles lecker duftete und vielleicht ein bisschen nach Fisch stank - und ließ sich die Sonne auf die Rübe scheinen. Gemütlich in einem Liegestuhl oder noch besser einer Hängematte – in denen konnte man so schön hin und her schaukeln. Die leichte Brise im Haar und leckerer Drink in der Hand – mit Cocktailschirmchen versteht sich. Ein köstlicher Entenbraten in der anderen Hand. So schön hätte es sein können, aber momentan hatte der Rothaarige nichts von alle dem. Doch einen Schirm, der ihn vor der Abendsonne schütze. Auch wenn der rote Feuerball am Himmel nun schon nicht mehr so stark schien, dass er ihm schadete. Sein Schirmchen ließ Kamui niemals irgendwo achtlos liegen, rammte ihn vor einem Kampf zur Aufbewahrung höchsten in einen Baum. Diesen Gegenstand zu verniedlichen war wohl nicht sonderlich angebracht. Immerhin war die gebräuchliche Art ein Witz gegen Kamuis Schirm. Der Großteil seiner Gegner, die sich dachten den Schirm einfach selbst als Waffe zu nutzen, scheiterte schon beim Anheben kläglich. Diese Erinnerungen trieben dem Knirps ein noch breiteres Grinsen ins Gesicht.
Der Blick des Rotschopfes blieb an einem kleinen Dach hängen, auf dem ein Schwarm Tauben hockte. Die gefiederten Tiere tapsten mit tickenden Köpfen über die Schindeln und gurrten was das Zeug hielt. Als sich Kamui jedoch näherte, stoben sie alle in lautem Protest und mit schlagenden Flügeln auseinander. „Alle meine Täubchen gurren auf dem Dach, gurren auf dem Dach. Fliegt eins in die Lüfte, fliegen alle nach“ sang der Jüngling weiter sein Lied und grinste. Dabei drehte er sich ein paar mal im Kreis und streckte seinen Schirm von sich. Äußert elegant – und ziemlich kindisch. Den Rothaarigen kümmerte es allerdings nicht im Geringsten was andere von ihm dachten. Er pfiff auf die Meinung anderer Leute – im wahrsten Sinne des Wortes, denn er hopste fröhlich trällernd weiter auf der Mauer entlang.

Bis seine Aufmerksamkeit von einer ihm bekannten Stimme eingenommen wurde. „Du könntest dich verhüllen wie eine Mumie und deinen Schirm wegstecken – man würde dich dennoch erkennen“, sagte ein Mann unten in der Gasse und nickte dem Mauerakrobat zu. Kamui hielt prompt inne und drehte sich in Richtung des unerwarteten Besuchers. Sich nun hinhockend, blickte er aus einigen Metern Höhe auf den blonden Mann hinunter. Der Rotschopf grübelte einen Moment lang, aber nicht etwa über die Person unter ihm, sondern über die gesagten Worte. Mumie? Waren das nicht diese gruseligen vollbandagierten Typen, die einen mit erhobenen Armen in der Wüste hinterher liefen? Bww~ Wüste, er haste Wüsten. Da war es trocken, heiß und zu allem Überfluss fühlte man sich wie in einer Bratpfanne. Apropos, wo wir grad die Bratpfanne erwähnten. Ein Entenbraten wäre jetzt nicht schlecht. Der Duft kitzelte Kamui schon die ganze Zeit in der Nase. Ihm schwirrten die Enten quasi ständig in Gedanken um den Kopf.
Aber nun zurück zum eigentlich Geschehen.  „Hört sich für mich ganz praktisch an“, Kamui grinste Eiji an und drehte vergnügt den auf die Schulter gelehnten, aufgespannten Schirm. Der Junge war nicht die Art von Person, die verschlagen in den Schatten lauerte und hinterrücks seine Beute attackierte. Ein großer Unterschied zwischen den beiden Männern. Außerdem waren dem Älteren die Neigungen des Rotschopfes mit Sicherheit klar, zumal der Junge Konfrontationen geradezu suchte. Man konnte zwar nicht behaupten, dass sie jede Eigenart des anderen kannten, aber zumindest Kamui war in den meisten Fällen ein recht offenes Buch. Eiji dagegen war wohl eher das Buch mit sieben Siegeln. „Nun, was verschafft mir die Ehre dich hier wieder zusehen, Ojisan?“ legte er fragend den Kopf etwas schief. Dann klappte er den Schirm zu, stand auf und sprang von der Mauer direkt vor die Füße des Blonden. Sein Schirmchen bohrte sich geradewegs zwischen die Pflastersteine und steckte nun mit der Spitze neben dem Rotschopf im Boden. „Hast du es dir vielleicht anders überlegt und willst deine Befreiungsaktion rückgängig machen?“ er streckte demonstrativ die Hände nach vor, um sich bereitwillig Fesseln anlegen zu lassen – nicht das ihn solch einfache Einschränkungen wirklich aufhalten konnten. „Oder bist hier um deinen Ausgleich einzufordern?“ Eine Tatsache, die Kamui wahrlich Freude bereiten würde. Immerhin würde es heißen, dass er wohl möglich einen interessanten Kampf bestreifen durfte.

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Apr 27, 2014 5:54 pm

Situationen mit Kamui oder den Momenten, in denen man ihm begegnete, waren immer so eine Sache. Einerseits konnte man seine Launen regelrecht ablesen, andererseits musste man aber gerade wegen eben diesen auf der Hut sein. Sie konnten wechseln, die Straßen sich daraufhin rot färben und ein Junge mit Schirm im pupurnen und metallisch schmeckenden Regen riechen. Es war ein Bild der Grausamkeit und doch passte es perfekt zu diesem unschuldig drein blickenden Jungen, welcher eigentlich kein Junge mehr war. Wer wusste schon, wann genau es wieder so weit war und ein Tropfen, das Fass zum Überlaufen brachte. Es war nicht so, dass Eiji Kamui vollkommen misstrauisch gegenübertrat und jede Sekunde mit einem Fausthieb ins Gesicht oder dergleichen rechnete – es war einfach eine Vorsicht, die ihn dazu zwang, auf der Hut zu sein. Vielleicht nicht so sehr um seinetwillen, wie auf Grund der Umgebung um ihn herum. Die Händler. Die schönen engen Gassen, die den Rotschopf vielleicht fast schon zu Taten einluden, die für die anderen Beteiligten nicht so gut endeten. Dennoch war die Person, die mit einem Satz nun vor ihm landete, kein Monster – und das wusste Eiji. Im Endeffekt war sein jetziges Gegenüber ein Mensch, der einfach nicht so viel Glück in seinem Leben gehabt hatte, wie manch anderer – obwohl die meisten ihr Leben wohl dennoch als glücklos bezeichnen durften. Es waren Erfahrungen, die man machte und die eine Persönlichkeit heranzüchteten. Im Endeffekt sah man nie die Wurzeln eines Baumes, sondern beschränkte sich auf das Antlitz über der Erde.
“Oh, praktisch ist es bei gegebenen Anlässen allemal“, antwortete der Blonde mit einem nüchternen Kommentar, während die eisblauen Augen den Jungen vor ihm nicht aus den Augen ließen. Es gab viele Antworten auf seine Frage. Was machte er hier? Was trieb ihn hierher? Ein Auftrag? Mit Sicherheit würde er hier die ein oder andere Information bekommen können, um mit dieser seinen Lebensunterhalt außerhalb seiner ehemaligen Branche zu verdienen – nun ja, eigentlich war es eher der äußerste Rand seiner Branche. Ein Kratzen am Tellerrand. Eine Grauzone, wenn man so mochte, denn in gewisser Hinsicht stand er im ein oder anderen Bingo-Book – vermutlich, wenn man dieser Arbeit immer noch so erpicht nachging, wie zu seinen Zeiten -, was ihn immer noch zu einem Gesuchten machte. Obgleich er nicht gegen Konoha handelte. Genausogut konnte man aber auf das Schicksal anspielen, auf Verschwörungen, auf Launen... es gab vieles und alles führte wie ein Gleis zu einem Punkt hin. Im Gegensatz zu den meisten wünschte er sich aber nicht, seine Weichen verstellen zu können. Das oblag anderen, aber nicht der Person selbst. So, wie er damals auch Kamui befreit hatte und sein Schicksal neu bestimmt hatte. Wer weiß, vielleicht würden gewisse Herzen immer noch schlagen, wäre der Schirmträger immer noch in Ketten gelegt und würde das Amüsement seines moralisch fragwürdigen „Herrn“ erregen. Allerdings fand Eiji nicht, dass er jemand war, der sich anmaßen konnte, darüber zu richten. Immerhin war er kein Stück besser. Auch er tötete, um zu überleben – hatte nur weniger Spaß dabei. Es klang makaber, aber manch einer war deshalb in diesem Beruf gut, weil er Freude am Töten hatte. Er hatte sie alle gesehen, Vorbilder und Verbrecher. Irgendwo waren sie alle gleich, denn sie waren dazu bereit, Leben auszuhauchen. In diesem Sinne standen sie alle auf einer Ebene und es war eine Lektion, die sie lernen mussten. “Ich bereue vielleicht die ein oder andere Tat, aber nur deshalb heißt das nicht, dass ich nicht wieder so handeln würde. Dreh' die Zeit zurück zu jenem Punkt und ich würde dich nach meinem damaligen Wissen wohl wieder entketten und dich auf die Welt loslassen.“ Letzteren Teil unterstrich er mit einer Handbewegung, welche die Straße entlang gerichtet war. Danach fuhr er sich mit eben jener Hand an den Hinterkopf und schien in eine Ferne zu blicken, die man selbst nicht erkennen konnte. “Wer weiß, vielleicht werde ich irgendwann einen Gefallen von dir einfordern, aber so weit sind wir noch sein. Sei dir aber sicher, dass ich es dich wissen lassen werde, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.“
Eine kurze Pause entstand, in der Eiji zum ersten Mal seinen Blick von Kamui löste, aber weiter gewappnet war, sollte der Junge auf dumme Gedanken kommen. Der Blonde wusste um die Stärke von letzterem, doch war eben dieser wohl schon genug in der Vergangenheit gewarnt worden, sich nicht mit ihm zu messen. Vielleicht besaß Eiji keine so ausgeprägte Körperkraft wie der Junge, doch konnte man ihn ohne weiteres auch schon kräftige Extremitäten zuschreiben. Man musste sich nur an die Befreiungsaktion erinnern, bei welcher sie sich mehr oder weniger gemeinsam gewehrt hatten. Natürlich, nicht nur Shinobi waren ihre Gegner, aber dennoch waren sie in der Unterzahl gewesen. Dass sie nun hier standen, war Beweis genug dafür, dass sie beide in mancherlei Augen zu einem anderen Kaliber zählten, das es in diesem schönen Hafenstädten und sonstwo gab. “Nun, Kamui. Was treibt dich hierher? Willst du dich auf einem Schiff absetzen oder nur wieder die Menschen beobachten und dich deinen Vorstellungen hingeben? Was verschafft mir die Ehre, dich hier anzutreffen? Ich für meinen Teil hätte nun Lust etwas zwischen die Zähne zu bekommen – wie sieht es bei dir aus“
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Mai 25, 2014 6:35 pm


Kamui ließ seine Hände wieder sinken, da sein Gegenüber keine Anstalten machte ihn festzunehmen. Gerechnet hatte er damit ohnehin nicht. Der Rotschopf lächelte, als Eiji seinen Standpunkt erläuterte.  „Bereuen sollten nur die Jenen, die ihre Taten leichtfertig ausführen. Es hätte mich gewundert, dich dazu zählen zu müssen“  erwiderte Kamui und stellte somit klar, dass er nichts anderes erwartete, aber auch nicht viel von Reue hielt. Für Bedauern war kein Platz in seinem Leben. Das überließ er jenen, die an sich selbst zweifelten. Die kleine Einschränkung in Eijis Worten, brachte ein noch breiteres Grinsen in das Gesicht des Rothaarigen. Nach seinen ‚damaligen‘ Kenntnissen würde der ältere Shinobi den Jungen erneut entketten. Nun kannte er ihn, trotz ihrer eher kürzeren Begegnung, um einiges besser. Schien aber dennoch keinen Grund zu haben, sein Handeln rückgängig machen zu wollen. Kamui war weder in den großen Shinobidörfers bekannt, noch stand er in irgendeinem Bingo-Book – zumindest noch nicht. Die Vorlieben seines ehemaligen Meisters Rokudo waren jedoch so manchem bekannt. Aus der Zeit mit Iyeasu waren lediglich Gerüchte im Umlauf, die so wage waren, dass sie Tsuchi no kunis Grenzen wohl kaum überquerten. Aber hatte man ihn einmal getroffen, vergas man diesen Knirps mit Schirm nicht so schnell.
Als Eiji nun die Frage über den Grund seiner Anwesenheit an Kamui zurückgab, antwortete dieser mit deutlichem Missmut: „Ich bin den eintönigen Felsen von Tsuchi überdrüssig geworden, aber am Wasser wollte ich eigentlich nicht landen.“  Ob er mit Felsen wirklich die steinernen Gebilde der Natur meinte, sei mal dahin gestellt. Aber er war kein Orientierungstalent soviel stand fest – und ebenfalls kein Wasserfreund. Die Navigation hatte stets Iyeasu übernommen. Der Rothaarige war da eher für’s Grobe zuständig gewesen. Doch trotz dem kurzen Anflug von Unzufriedenheit kehrte seine gar kindliche Freude unverzüglich wieder, als das Thema ‚Essen‘ zu Sprache kam. Alles andere war wie weg geblasen – eine typische Eigenschaft des Rotschopfes. „Hier soll es die vorzüglichste Ente im ganzen Land geben“  berichtete er dem Älteren mit purer Begeisterung „die sollten wir auf alle Fälle probieren.“  Kamui wirkte wie ein aufgeregtes Kind, welches gleich ein riesiges Geschenk aufreißen durfte. In diesen Momenten viel es schwer zu glauben, wie rücksichtslos er sein konnte. Doch mit dem gleichen Enthusiasmus für Essen, vollführte er seine Kämpfe – und tötete.
Ohne auf eine weitere Reaktion des Blonden zuwarten, zog der Junge seinen schwergewichtigen Schirm aus dem Boden, schwang ihn nach vorn –knapp an Eiji vorbei- und ließ ihn mit dieser kreisförmigen Bewegung auf seine eigene Schulter fallen. Kaum zu glauben, dass dieses Teil einige Kilos wog. Mit den Worten „Immer der Nase nach“  spazierte er die Gasse hinunter. Der Gänsebraten wartete immerhin schon auf ihn. Das Restaurant, in dem er sich über alle Maßen den Bauch voll schlagen würde, war nicht weit entfernt.


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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Mai 28, 2014 10:41 pm

Richtig, Kamui konnte nicht schwimmen. Wenn man ihn über die Dächer hüpfen sah oder lässig seinen Schirm schwenken, so dichtete man ihm auf Grund des manchmal theatralischen und vor allem akrobatischen Auftretens oft auch gute Schwimmkünste an. Allerdings hatte sich der Rothaarige niemals dazu entschlossen, wirklich das Schwimmen zu lernen und war eher wie ein Stein, anstatt ein Stück Holz, das sich zumindest irgendwo hin trieben ließ. Nun gut, vielleicht war er der Natur in der Hinsicht auf eine andere Art und Weise näher: So hatte es ihn schließlich hier in den Hafen getrieben – obgleich, wenn das Essen dabei auch eine wichtige Rolle gespielt hatte. Manch einer hätte allerdings im nächsten Moment auch behauptet, dass der Junge nur provozieren sollte. Warum sonst sollte man in anderen Augen einen Schirm so knapp an seinem Gegenüber vorüberstreifen? Die wenigsten hatten ja eine Ahnung, wie schwer das schiere Artefakt – in Kamuis Augen – wirklich war. Oder wie es modifiziert wurde, gewissen Elementen strotzte und Kamui wohl schon oftmals dabei geholfen hatte, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. “Wohl wahr, dann sollten wir diese Ente mal kosten, nehme ich an.“ Während sie sich auf den Weg zum nächstbesten Lokal am Hafen machten, musterte Eiji den Rücken des Jungen vor sich, der eigentlich gar kein Junge mehr war. Aber genauso wenig war er Erwachsen. Viele würden behaupten, der Rothaarige sei verrückt. Und ja, vermutlich war er das auch, aber Eiji sah es ein wenig anders: Für ihn war Eiji vielleicht kein Freund, aber auch kein Fremder. Er sah in ihm keinen Mörder, keinen verspielten Jungen, keinen Akrobaten. Nein, seine blauen Augen versuchten bei einer jeden Begegnung auf diese zarte Seele herunter zu blicken, die durch viele erniedrigende Jahre erst in die heutige Passform geschmiedet werden musste. Er wusste, was dieser Junge ertragen hatte, hatte er ihn doch mehr oder weniger befreit. Ihm war es zu Ohren gekommen und seine Intuition, seine Erfahrung und seine Moral hatten ihm alle zugleich impulsiv dirigiert, diesen jungen Mann von seinen Ketten zu befreien und auf die Welt loszulassen. Sicherlich, ein genervter Kreis und Leichen würden ihm mit größtem Vergnügen aus diesem Grund den Hals umdrehen, aber fand er, dass dieser Junge nicht eingesperrt gehörte – so makaber es auch klang. Richtig, er tat manchmal schreckliches, aber das war zum Teil auch nur deshalb so, weil er nie gelernt hatte, sich zu beherrschen. Er war sogar noch darin bestärkt worden, dass Gewalt die einzige Lösung war und ja... vielleicht würde er ihn gerade aus diesem Grund mit auf seinen nächsten Auftrag nehmen. Der Blonde wollte den Kleineren nicht erziehen oder dergleichen. Er wollte ihm eigentlich nur die Welt zeigen, sehen, was aus ihm wurde und wie er sich schlug. Wenn der Zeitpunkt kam, würde er aber dennoch nicht zurückschrecken und das dann unausweichliche tun. Auch, wenn er Kamui dabei das Genick brechen musste.
Es dauerte nicht allzu lange, bis sie eine entsprechende Einrichtung gefunden hatten – immerhin hatte es Kamui bereits richtig gesagt: Man rühmte sich für Enten. Genauso wie den Fisch, aber er musste gestehen, dass ihm erstere Tiere auch lieber waren. Nur würde er sie nun nicht essen. Er hatte nicht viel Hunger und außerdem noch einiges vor, weshalb sich ein voller Magen vielleicht nicht so sehr eignen würde. Ein wenig WOK-Gemüse und Reis genügten ihm da – genauso wie der Blick auf Kamui, der versuchte die Karte zu entziffern und dabei nur mehr schlecht als Recht voran kam. Es war dieser kleine Augenblick, welchen Eiji benötigte, um zu erkennen, dass der Rothaarige – wenn überhaupt – schlecht lesen und dann wohl auch entsprechend schreiben konnte. Insgeheim konnte er einem Leid tun, doch wie immer lies sich der ehemalige ANBU davon nichts anmerken. Stattdessen aß er zunächst fertig und teilte Kamui mit, dass er kurz auf ihn warten sollte, ehe er sich wieder irgendwohin auf den Weg machte. Wer weiß, vielleicht würde der Junge gar wirklich irgendwann ein Ziel im Leben finden, für das es sich lohnen würde, weite Schritte zurückzulegen. Wenig später kam er so mit einer kleinen Packung zurück, welche er an einem der vielen Stände erstanden hatte. Darin zu finden? Ein Buch mit Stift. Das Alphabet. “Was hältst du von diesem Vorschlag, Kamui: Wir beide werden uns nun auf den Weg zu einer Zielperson machen und während ich mich um eben diese kümmere, kannst du dich mit Worten und Schriften befassen.“

tbc: Dorf Kodaika
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Jul 20, 2014 12:56 pm

Cf-Timskip: Haus der Satonaka

Die Schritte des Mannes schallten dumpf über die Dächer der kleinen Stadt hinweg, während er auf direkten Weg den Hafen ansteuerte. Er war komplett in schwarz gekleidet. Ein langer schwarzer Mantel verdeckte seinen Körper und die Vielzahl an Schriftrollen die an seinem Gürtel hingegen. Sein Gesicht selbst wurde von einer Maske verdeckte und verbarg damit die Gesichtszüge um zu erkennen, dass er leicht lächelte. Der Auftrag verlief viel leichter als er dachte. Mit einem großen Sprung hob er von dem Dach ab und landete auf der nächsten Schräge. Er schlidderte gekonnt dort hinab und sprang an der Dachrinne zum nächsten Gebäude. Seine Füße trafen das nächste Dach, fanden jedoch keinen Halt, wodurch er überrascht die Augen weitete. Das erste Gebäude das kein Metalldach besaß. Mit einem leisen Fluch rutschte er ab und landete etwas ungelenk auf dem nächsten Balkon. Dort sah er kurz in ein Fenster hinein, wo ein Mann von dem Geräusch vom Sofa rollte. Der Mann tippte sich mit zwei Finger an die Stirn und salutierte damit lässig dem Kerl entgegen. Dann ließ er seinen Blick kurz über die Brüstung runter laufen und erkannte, dass er doch einige Meter weit oben stand. Mit einem bitteren Seufzen deutet er dem Mann an, dass er nach drinnen zur Haustür wollte. Der Kerl runzelte die Stirn und ergriff aus der Ecke einen Regenschirm um eine Verteidigungshaltung anzunehmen. Yahiko rollte mit den Augen und hob die Hände an, dass er friedlich war. Durch die Maske schien er wohl nicht gerade vertrauenserweckend zu sein. Dann deutete er mit einer wegwerfenden Handbewegung über die Schulter und wandte sich der Brüstung zu um sich dem Sprung zu widmen. Er kletterte auf das Geländer, atmete tief durch und formte lediglich zur übertriebenen Darstellung ein Fingerzeichen. Heute wollte er nicht schon wieder abstürzen. Dann tauchte um sein Körper ein Magnetfeld auf, weitete sich etwas aus wodurch seine Haare leicht sich aufstellten. Nicht sonderlich stark, aber es wirkte sicher merkwürdig. Dann machte er einen Schritt vor und segelte auf den Boden zu. Im Flug bremste er sich jedoch sich selbst ab und kam dann etwas unsanfter auf. Sein Blick ging kurz über die Schulter hoch. Guter Absprung! Gleich danach führte er seinen Weg fort und verschwand in der nächsten Gasse. Sein Ziel war der Hafen, dort stand zumindest ein kleines Boot für ihn zur Verfügung.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Jul 20, 2014 4:19 pm

cf: Konoha Timeskip von drei Tagen

Ihr Weg hatte sie gemeinsam Richtung Tsukigakure geführt. Dort, wo Selvarias 2. Leben mit ihrer Amnesie begonnen hatte. Sie war zwar versorgt worden, doch hatte durch Hiroakis geleitete Hand den Hinweis, dass sie dort nicht hatte bleiben dürfen. Nach ihrer Flucht war sie eine holprige und gefährliche Reise mit ihren Erinnerungslücken angetreten, die sie nicht selten sehr emotional belastet hatten. Nun hatte sich das Puzzle wieder zu großen Teilen zusammengefügt und die schüchterne, reine Frau, die nur ein ruhiges Leben führen wollte, hatte sich schlafen gelegt. Die alte Persönlichkeit war wieder aufgeblüht, hatte sich zu einem Drittel mit der Amnesie-Version vermischt, aber war ansonsten so wie früher. Das typische Mitleid für andere Menschen nahm drastisch ab, das Selbstbewusstsein war gefestigter und das Gefühl ausgeliefert in der Welt zu stehen war endlich verschwunden. Nach all diesen Monaten besaß das Hauptdorf dieses jungen Reiches aber immer noch etwas, was ihr gehörte, das sie wiederhaben wollte. Ihr Stirnband aus Kumogakure. Um es sich zu besorgen, planten Hiroaki und Selvaria für die kommende Nacht Tsuki zu unterwandern und das Stirnband wiederzuholen. Sie waren sich noch unschlüssig, ob sie es wirklich so machten, oder ob Hiroaki vielleicht selbst ging und dafür geschützt am Tag ohne Verdacht danach fragen und suchen konnte, aber Selvaria wollte nicht tatenlos zusehen. Er hatte schon so viel für sie gemacht, dass sie ihm nicht unnötig viel aufbürden wollte. Nun war es gerade früh morgens, allerdings noch dunkel und die Schwärze schützte ihre Anwesenheit in dieser Hafenstadt, um anschließend irgendwann nach Tsuki aufzubrechen. Sie waren nah genug. Beide trugen graue Mäntel, die ihre Körper bis zu den Waden einhüllten, allerdings waren die Kapuzen unten, sodass die Köpfe einsehbar waren. Selvarias Schuhe sorgten für ein damenhaftes Klacken auf dem Asphalt, während sie durch die Straßen der Stadt marschierten. Ziel war irgendein Hotel, das es wahrscheinlich nur im Stadtzentrum beim Hafengebiet selbst gab. Dennoch ließen sie sich's nicht nehmen sich zu unterhalten. Egal ob nun Gestalten umher huschten oder Ratten in diesen Löchern schliefen. Man konnte sie in der morgendliche Stille recht gut hören. "Du erinnerst dich nicht wirklich an den Kerl, der dir das Band abgenommen hat oder?" "Nein, es ist zu lange her und ich war zu stark verletzt. Es bringt nichts nach ihm zu suchen." "Dein Stirnband erkenne ich ja daran, dass du das Symbol des Dorfes wie ein Nuke-Nin durchgekratzt hast. Sonst noch irgendwelche Eigenschaften?" "Das Band ist schon Jahre alt. Der Stoff ist schäbig. Am Protektor selbst fehlt allerdings eine Schraube. Oben links. Ich habe sie nie ersetzt." "Ich frage mich, wo sie so etwas horten. Es ist nicht sonderlich wichtig, du bist verschwunden - sie hätten es auch wegwerfen können." "Wenn sie das getan haben, werde ich jeden Mülleimer eigenhändig danach absuchen. Niemand schmeißt einfach meine Erinnerungen weg als wäre es nichts. Egal wie schäbig sie auch sein mögen." Die Unterhaltung ging weiter und weiter, war nicht unbedingt persönlich, sondern pragmatisch und auf das Ziel ausgerichtet. Die Dunkelhäutige und ihr Partner liefen etliche Minuten bis zum Hafen, wo sie nach ein paar Augenblicken des Lesens eine Aufschrift für ein Hotel gefunden hatten. Es hatte zwei obere Etagen, war eher hoch als breit, aber genügte für einen ruhigen Tagen, an dem man sich ausruhen musste. Selvaria ging zusammen mit Hiroaki rein, checkte auf einen falschen Namen ein und spazierte schließlich in die erste Etage. Sie hatte ein Zimmer, das zur Gasse neben dem Hotel zeigte, während das von Hiroaki direkt gegenüber war und Fenster zum Hafen hin besaß. Sie trennten sich dort voneinander, packten ihren Kram zurecht und widmeten sich unterschiedlichsten Dingen. Selvaria genoss die Ruhe und schob ihre Sachen unter das Bett ehe sie sich auszog, die Klamotten faltete und auf das Bett drauf legte, um sich eine Dusche zu genehmigen. In dem kleinen Bad, dessen Tür sie verschloss, schminkte sie sich erst ab, öffnete dann das silberne Haar und betrachtete sich anschließend mit kühlem Blick. Die Narbe an der Schulter, die verheilte Wunde an ihrem Kopf. Zwei schwerwiegende Zeichen der Vergangenheit. Schließlich drehte sie sich weg und stieg in die Dusche, die sie lauwarm laufen ließ. Die Gedanken konnte man dabei schweifen lassen. Natürlich nur in Richtung wichtiger Dinge. Was war mit Honoka? Wie erging es dem gemeinsamen Meister? Würde die Sache in Tsuki gut laufen?
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Jul 20, 2014 6:33 pm

Mit raschen Schritten bewegte sich der Jônin aus Tsukigakure weiter, bevor er in einer Seitengasse stehen blieb und sein Blick auf den Hafen hinaus lief. Der Mond hing über dem Wasser und spiegelte sich hell in den kleinen Wellen wieder. Es war absolut Luftstill heute Morgen. Dennoch würde der Tag bald schon einbrechen und die ersten Angestellten des Hafen würden ihre Arbeit aufnehmen. Yahiko wusste das er sich beeilen musste um pünktlich abzulegen, damit er keine Gebühren zahlen musste. Er zog seinen Kopf wieder ein, nahm die Maske von seinem Gesicht und rollte eine Schriftrolle auf dem Boden aus. Seine Tarnung, sowie die Beute wurden daraufhin versiegelt. Dann erhob er sich wieder und wollte gerade auf das Hafengelände hinaus treten als ihm zwei Gestalten auffielen. Sie waren grau angezogen und wirkte dadurch zuerst einmal völlig unscheinbar. Dennoch reagierte der Mann seit einer bestimmten Begegnung etwas empfindlich auf dunkelhäutige Frauen. Er blieb stehen und verengte sein eines sehende Auge etwas um ein wenig mehr zu erkennen. Eigentlich rechnete er nicht damit, dass es sich dabei um die Person handelte, die seine Schwester entführte, aber er täuschte sich. Eine kalte Hand schien nach seinem Herz zu greifen und es zwischen den Fingern zu zerquetschen. Ihm lief es warm und kalt zu gleich den Rücken entlang. Sein Herz, sowie seine Atmung setzten für Sekunden aus. Da lief sie. Die Frau die seine Schwester entführte, verwickelt in einen Smalltalk mit einem Mann. Von weiten erkannte Yahiko nicht wer es war, aber es würde ihn gerade nicht einmal wunden, wenn er die Person kannte.

Sekunden verstrichen und wurden zu Minuten in denen der Jônin wie versteinert an Ort und Stelle stand ohne das er wusste was er tun sollte. Jahre lang suchte er diese Frau und in dem Augenblick wo er sie ZUFÄLLIG sah, fiel ihm nichts ein? Kurz ballte er seine Hände zu Fäusten, zog seine Kapuze über seine weißen Haare und verfolgte kurz mit wachsamen Augen wohin die Leute verschwanden. Dann schlich er ihnen langsam nach. Was würde er sie fragen? Und was bekam er für Antworten? Vor lauter Aufregung zitterten ihm förmlich die Hände. Was war, wenn er erfuhr das seine Schwester Tod war? Tausend Gedanken schossen ihm quälend durch den Kopf und gaben ihm das Gefühl etwas überfordert mit der Situation zu sein. Durchatmen! Alles Easy. Sie wird dafür bezahlen. Er nickte über seine Gedanken etwas und verfolgte sein Ziel dann mit höchster Vorsicht. Innerlich malte er sich bereits aus, dass die beide irgendwelche Krummen Dinge planten oder waren sie damit wohl schon fertig? Nach etwa 15 Minuten erreichten die beiden dann ein Haus durch dessen Tür sie nach drinnen traten. Als Yahiko in einer Seitengasse stehen blieb und von weiten sie beobachtete, erkannte er das es sich um ein Hotel handeln musste. Kein wirklich großes oder teures, aber auch nicht unbedingt die schlimmste Absteige. Eine Falte tauchte auf der Stirn des Mannes auf, während er sich einen Plan zu Recht legte raus zu finden in welches Zimmer die beiden wohl gingen. Konnte er sie nachts überfallen? Mehrere Sekunden verstrichen wieder, während er langsam dem Hotel näher kam. Sollte er einfach nachfragen? Zu auffällig. Sollte er einfach in jedes Fenster sehen? Ziemlich pervers… wenn dich wer erwischt… du hast nur eine Chance. Er sah sich das Gebäude näher an und bemerkte, dass es gar nicht so viele Fenster gab wie gedacht. Als er zurück trat und durch die Dunkelheit spähte, erkannte er auch prompt wie das Licht irgendwo anging. Er atmete tief durch, nickte und trat dann nach drinnen in das Hotel. Mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen zog er sich seine Kapuze ab und trat an die Theke. »Guten Abend, Ma’am. Ich hätte gerne ein Zimmer, am besten in der 2. Etage und ein Blick auf die Gasse. Sie erinnert mich irgendwie an mein zu Hause… ach es ist wirklich… «, erklärte er und wurde im selben Moment jedoch schon wieder unterbrochen. Wortlos nahm man sein Geld, reichte ihm den Schlüssel. Es ging beachtlich einfach.

Nachdem der Jônin die obere Wohnung betrat, sah er sich nur kurz um und ging weiter zum Fenster. Genau jenes blickte er sich genauer an, betrachten den Mechanismus und fand ein Weg das Fenster auf einfache Weise zu öffnen. Billig Fenster eben! Er kletterte raus, schloss die Augen und konzentrierte sein Chakra wieder in seinem Körper. Das Magnetfeld konnte er so manipulieren das er nach unten gleiten konnte. Langsam glitt er neben dem Fenster lang und starrte dann vorsichtig von der Seite rein. Dort erkannte er, dass die Frau gerade im Badezimmer verschwand. Sehr gut… das lief einfach fast schon zu gut. Das Fenster war schnell geöffnet und er zog sich schwerfällig nach drinnen. Drinnen lauschte er dann nach der Dusche und lächelte irgendwie leicht. Zunächst griff er sich dann den Stuhl vom Tisch und drückte jenen direkt unter die Türklinke, damit niemand rein kam. Dann schob er sich direkt neben die Badezimmertür und wartete. Sollte er sofort reingehen und sie beim Duschen überfallen? War das wirklich nötig? Nein, er wartete.. er würde ihr auflauern und sie von hinten dann angreifen. Vermutlich würde er mit der Hand ihren Mund zu halten und sie somit tan sich drücken, damit sie kein Wort sagen konnte… oh… ja.

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Jul 20, 2014 7:55 pm

Es war beinahe ein durchschnittlicher Abend wie in alten Tagen, an die Selvaria sich größtenteils wieder erinnerte. Natürlich war nicht direkt alles wieder da, aber gut zwei Drittel ihrer Vergangenheit blitzten wieder in alter Frische auf, wirkten vertraut und wahr. Nicht falsch angedichtet oder manipuliert. Mehrere dieser Momente ließ sie sich unter der Dusche durch den Kopf gehen. Während das Wasser in schnellen Rinnsalen ihre Kurven hinab floss, ihr Haar benetzte und in feuchte Strähnen verdickte und sie die Augen geschlossen zur Decke richtete. Dass gerade jemand in ihr Zimmer eingedrungen war, konnte sie kaum ahnen. Irgendwann kam sie dazu sich die Haare mit dem zu waschen, was an Lotionen hier angeboten wurde. Es dauerte etliche Minuten, da sie die Dusche zur Entspannung benutzte, während der Stress in Konoha Revue passierte. Die Treffen mit skeptischen Bewohnern, dann jene, die gutgläubig waren. Die Angelegenheiten mit Daizen, den Brief, den sie ihm hinterlassen hatte mit dem Wunsch sie in Ruhe zu lassen, weil sie Konohas Loyalität im Herzen behalten und das Dorf nicht missen würde. Damit sie gewaltlos ihre Wege trennen und gehen konnten. Es war eine schöne, recht sichere Zeit gewesen. Es tat weh diese kurzzeitige Heimat loszulassen, aber es war fast schon ihre Pflicht gewesen sich der Vergangenheit und dem Leben zu stellen, das ihr angehörte.
Nun trat sie nass und nackt wieder aus der Duschkabine, ließ sie offen stehen, damit der Nebel ausziehen konnte, und öffnete kurz darauf ein hohes Fenster, das keine Einblicke bot, aber für genug Luftzirkulation sorgte. Sonst müsste man hier ja größte Sorge vor Schimmel haben. Mit Seelenruhe tapste die Sakiyurai durch das bescheidene Bad, griff sich ein weißes Handtuch, worin sie ihr langes Haar wickelte, um schließlich einen Turban zu tragen. Dann hing noch ein anderes weißes Handtuch auf einer Stange, das sie sich griff und in seiner bescheidenden Fläche um den Körper band. Es war wohl eher dafür da, um sich schnell abzutrocknen, nicht, um als Bademantel zu fungieren. Was sollten die Zweifel? Sie war theoretisch alleine - und wenn Hiroaki sie so sah, sollte es nicht zu ihrem Leidwesen sein. Daraufhin stellte Sel sich vor den Spiegel, der beschlagen war und wischte davon genervt mit der Handkante über die reflektierende Fläche, um sich zu betrachten. Soweit schien alles zu passen. Die gelben Augen hatten keine verqueren Wimpern, die eventuell drohten ins Auge zu geraten, sonst war auch nichts wirklich Aufmerksamkeit erregendes dabei. Außer der Tatsache, dass sie nackt in ein Handtuch eingewickelt war.
Schließlich entfernte sie sich von dem Spiegel und ging zur Heizung, wo sie eine Bürste abgelegt hatte. Als sie diese ergriff, ertönte ein kleines Klappern durch Berührung von Plastik und Keramik. Keine Sekunde später hatte sie die Türklinke in der anderen Hand, sah darauf hinab und drückte sie sorglos hinunter. Kurz wich der Wasserdampf aus dem Badezimmer, das Licht erhellte den Schlafbereich, wo nur eine Nachttischlampe brannte. Entspannt setzte sie die Füße auf den Teppich, hatte die Bürste in der linken Hand und griff mit der rechten an die Außenklinke, um die Tür wieder zu schließen.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Jul 20, 2014 11:22 pm

Die Zeit verging nur sehr langsam und schien irgendwann stehen geblieben zu sein. Natürlich war es eigentlich ein unmöglicher Umstand, aber Yahiko hatte das Gefühl das bereits einige Stunden verstrichen. Die Frau schien unglaublich lange zum Duschen zu gebrauchen. Es machte ihn innerlich wütend, dass sie in aller Ruhe sich derartig gehen zu lassen, während irgendwo seine Schwester als Sklavin ihr Leben verschwendete. Die blanke Wut der Jahre staute sich förmlich in seinem Magen zu einem dicken Klumpen zusammen, wodurch ihm gleichzeitig schlecht war aber auch eine gewisse Aggression sich aufbaute. In dem Badezimmer wurde die Dusche abgestellt und man konnte leise Geräusche hören. Dennoch schien eine weitere Ewigkeit zu vergehen in der Yahiko einfach dastand und die Luft anhielt. Nach gefühlten Minuten musste er dann jedoch wieder atmen, weil keine Person auftauchte. Was zum Teufel tut sie dort drinnen? Innerlich entschloss sich der Jônin bereits die Frau persönlich aus dem Bad zu ziehen als die Tür dann schlussendlich aufging. Warmer Dunst stieg empor und Licht drang nach draußen. Yahiko presste sich schweigend an die Wand und wartete zunächst ab. Es half nicht überstürzt die Frau von vorne anzugreifen und damit Fehler zu machen. Die Beste Taktik würde noch immer von hinten funktionieren. Er wartete ab, schweigend und ruhig. Erst als sie langsam ein paar Schritte weitervor machte, trat er dich von hinten an sie heran. Eine Kunai Klinge wurde unmittelbar an ihren Hals gehalten, während seine Hand sich fest auf ihre Mund presste. Sein Körper besaß eine bemerkenswerte Körperspannung wodurch es schwer sein durfte sofort fliehen zu können. Bisweilen hielt er sie jedoch fest im Griff verankert. Man durfte diese Person nicht unterschätzen. Diesen Fehler hatte er bereits begannen und seine Schwester zahlte mit kostbaren Lebensjahren. »Kein Mux… wenn dir dein Leben lieb ist«, flüsterte er leise an ihr Ohr heran und drückte ihren Körper ein kleinwenig dichter an sie, damit sie nicht vor ihm fliehen konnte. »Schön dich wieder zu sehen. Ich hatte bereits den Glauben aufgegeben dich zu finden, aber es ist ein Wunder das du so plötzlich auftauchtest. Machen wir uns jedoch das alles nicht so schwer. Wenn du nicht den Drang hast zu sterben, dann gibst du mir die nötigen Informationen die ich will. Jede Lüge die du mir auftischt endete mit einem Schnitt. Wusstest du das viele kleine Wunden auch zum Tod führen können?« Seine Klinge drückte sich fester an ihren Hals, sodass er in ihre Haut rein schnitt. »Sie sind vor sechs Jahre in ein Dorf von Kaze no Kuni eingedrungen und haben ein Kawajiki-Mädchen mitgenommen. Wo befindet sie sich und was haben sie mit ihr getan?«, fragte er dann und spannte nur erneut seinen Körper an um ihr damit etwas zu drohen.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo Jul 21, 2014 12:04 am

Wer dachte schon daran, dass er nach einer Dusche und beim Schließen einer Tür plötzlich Gesellschaft bekam? Selvaria schob lediglich die Tür des Badezimmers zu, sodass der Lichtstrahl kleiner wurde, der auf den Teppich des Hotelzimmers leuchtete. In dem Moment sah sie aus dem Augenwinkel etwas Dunkles, das sie nicht sofort einordnen konnte. Einen Moment später drückte sich ein Kunai an ihre Kehle und eine Hand auf ihren Mund. Vor Überraschung ließ sie die Bürste achtlos auf den Boden fallen, umfasste sofort das fremde Handgelenk und zog störrisch daran. Ihre Stimme ertönte ebenso dumpf, aber dann sprach der Mann auch schon, der sie hier überrascht hatte und sie in ihrem kaum verhüllten Dasein an sich drückte. Er war größer als sie und besaß alles andere als einen schmächtigen Körper. Vertraut war davon allerdings nichts. Weder die Präsenz des Kerls noch seine Stimme. Beinahe nervte es die 33-Jährige, dass sie, kaum war sie aus Konoha geflüchtet, schon wieder irgendwelchen feindseligen Menschen begegnete, die sie umbringen wollten oder ihr drohten. Mittlerweile war sie allerdings wieder selbstsicherer geworden und ließ sich davon nicht in pure Panik bringen. So schwieg sie mit boshaftem Gesicht, während das Kunai kaum sichtbar ihren Freiraum einschränkte. Ihre Gegenwehr ebbte ab, während der Fremde sprach. Offenbar kannte er sie. Wie auch sonst? Ein Kopfgeldjäger schien er nicht zu sein. Er jagte offenbar nicht nach ihrem Kopf im konkreten Sinn, sondern nach Informationen über eine Frau. Und drohte mit Schnitten. Der erste folgte sogleich wie eine Untermalung als wäre er der Herrscher dieser Situation. In der Sekunde, wo er ihr in die Haut schnitt, umklammerte Sel das Handgelenk des Kerls und rüttelte daran. Dann drangen Informationen an ihr Ohr, die wohl etwas mit ihr zu tun hatten, auch wenn sie sich nicht daran erinnerte. In ein Dorf eingedrungen und ein Mädchen entführt? Ihr Verbleib? Spontan erinnerte Selvaria sich an einige Szenen mit Menschen, die sie gepeinigt hatte. Wenn stimmte, was der Typ sagte, dann war sie sicherlich eine von ihnen gewesen. Auch wenn sie sich nicht an ihr Gesicht oder den Namen Kawajiki erinnerte. Nur daran, dass die Untergebenen zu gehorchen hatten. Sie verdienten keine Namen. Nur die Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse, damit sie arbeiten konnten. Wer auch immer er hier war, dass er sie so überwältigte und meinte sie verletzen zu müssen - sie würde das Ganze nicht mit sich machen lassen, als wäre sie das Lamm. Immerhin hatte sie Jahre als Leibwache gearbeitet. Da wusste man mit Nahkampfkonflikten und Sofortreaktionen umzugehen, um jemanden und sich selbst zu beschützen. Sie dachte nicht daran ihm auch nur irgendwas zu sagen. Stattdessen löste sie eine Hand von seinem Handgelenk, das ihr den Mund verbot, sammelte Chakra in ihr und formte sie daraufhin zu einer soliden Faust. Binnen eines Augenaufschlags schlug sie auf die Hand des Fremden, die das Kunai gegen sie drückte. Der Schlag brach ihm nun nicht die Knochen, sondern war durchschnittlich stark. Dafür leuchtete bei dem Treffer allerdings Raiton auf, das übersprang und paralysierte, was ihm unterkam. Danach trat Selvaria ihrem Zielobjekt mit einem Fuß auf seinen eigenen und schlug den Ellbogen nach hinten, um möglichst seine Eingeweide zu treffen. Nach diesem Moment der Gegenwehr hechtete sie nach vorne, wobei der schön zusammengefaltete Turban sich löste und das Handtuch zur Erde segelte. Ihr nasses Haar ergoss sich über ihre Schultern und fiel ihr ins Gesicht, während sie sich neben das Bett stellte, mit einer Hand das andere Tuch festhielt und den Fremden betrachtete. Er hatte, wie es schien, nur ein Auge, weißes Haar, war recht muskulös und kampfbegabt gekleidet. Schon wieder einer von diesen ausgebildeten Ninjas, das erkannte man. Selvaria deutete mit ihrer freien Hand ein Fingerzeichen an. Bereit sich sofort mit einem ihrer Elemente oder einem Genjutsu zu wehren, das sie bereit hatte. Allerdings wollte sie nicht wortlos handeln. Misstrauisch musterte sie den Weißhaarigen, ehe sie ihn gereizt fragte: "Was zur Hölle willst du von mir? Ich gebe so jemandem wie dir ganz bestimmt keine Informationen. Woher weiß ich, dass dieser Scheiß, den du sagst, nicht erfunden ist?"

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo Jul 21, 2014 3:55 pm

Unvorsichtigkeit oder war es Übermut? Yahiko hätte wissen müssen, dass sich die Frau wehrte, aber diese Erkenntnis kam leider zu spät. In dem Augenblick wo er realisierte, dass sie offensichtlich etwas plante, war es schon zu spät. Seine Hand wurde von etwas getroffen, wodurch ein kurzer Schmerz hindurch jagte und sie zu erschlaffen schien. Ein betäubtes Kribbeln zog in seinen Arm hoch, wodurch er seine Lippen kurz verzog. Gleich daraufhin schoss ein Schmerz durch seinen Fuß und wenige Augenblicke später traf ihn ein spitzer Ellbogen in der Rippe. Der Jônin keuchte kurz auf und trat mehrere Schritte zurück. Sein Auge heftete sich auf die Frau zurück und beobachtete ob sie irgendwelche Jutsu formte. Mit ihrer Hand deutete sie zumindest ein Fingerzeichen an, sodass er nach hinten griff und einen Metallstab mit seiner freien Hand hervorzog. Er richtete die Spitze geradezu auf die Frau und wartete ab ob sie einen Angriff starten wollte. Nach dem kleinen Moment der Stille in dem nichts passierte, fing seine Gegenüber jedoch zu sprechen an. Ihre Worte waren irgendwie verwirrend, wenn nicht sogar ziemlich dreist. Wie konnte sie es wagen solche Fragen zu stellen? Der Kawajiki verengte sein eines Auge und spannte seine Körperhaltung deutlich mehr an. Das sie gerade so halbwegs ihr Handtuch verlor, schien ihn weniger zu interessieren. »Ja, so sind die Sklavenhändler. Wissen nicht einmal mehr mit wen sie zusammenarbeiten und erdreisten sich zu fragen was ich will. Ich will meine Schwester wieder. Du hast damals das Dorf mit deinen Leuten angegriffen und glaub mir ich weiß genau wer du bist – hör also auf so zu tun als wüsstest du von nichts«, knurrte er leise und versuchte langsam seine andere Hand wieder zu bewegen, aber sie schien keinesfalls mehr nutzbar gerade. Nach mehreren Sekunden bemerkte er jedoch ebenfalls, dass die beiden Sätze von Selvaria keinen Sinn ergaben. Sie würde ihm keine Informationen geben, gleichermaßen fragte sie ob der Scheiß erfunden war. Er wirkte kurz trotzig und blickte sie mit einer herablassenden Miene an. »Ich habe wirklich besseres zu tun als mir so ein Scheiß auszudenken… also… wo ist meine Schwester? Wo bringt ihr die Sklaven aus Kaze no Kuni hin?« Was würde er tun wenn sie weiterhin einen auf Scheinheilig tat? Konnte er sie dann überhaupt umbringen? Möglicherweise musste er sie dann gefangen nehmen und eine Zeit mitschleppen. Vielleicht lieferte die Frau auch seinem Clan aus? Sie könnten dann etwas mehr herausfinden. Yahiko wusste es gerade nicht und hoffte inständig das sie endlich die Zähne auseinander bekam.


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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Jul 22, 2014 2:48 pm

Die Feindseligkeit in der Luft stieg rapide an, nachdem Selvaria es gewagt hatte sich zu wehren, Abstand nahm und den Fremden beäugte, dem selbst ein Auge fehlte. Irgendwo schien das wohl ein Markenzeichen zu sein, denn solche Menschen rannten nicht gerade mit unverdeckten, geöffneten Lidern herum. Es löste allerdings nichts in ihr aus. Dafür war sie gerade zu angespannt und darauf fokussiert, was er von ihr wollte. Woher hätte sie ahnen sollen, dass sie ihm vor etlichen Jahren dieses Auge geraubt hatte, indem sie es zerstörte? Für die alte Selvaria war er wohl nur einer von vielen Unruhestiftern gewesen, die das Geschäft ihres Meisters behindert hatten.
Dann rückte er mit weiteren Tatsachen heraus. Er behauptete, dass er sie kannte, nannte sie Sklavenhändler und beschrieb einen Überfall, an den die junge Frau sich spontan überhaupt nicht erinnerte. Weder an das Dorf, noch irgendein Mädchen, Menschen oder einen Raubzug, um Sklaven einzusacken. Er schien davon überzeugt zu sein, sodass auch Sels Augen sich verengten. Nicht zweifelnd, sondern eher ernst und bedrückt, dass es die pure Wahrheit zu sein schien, die allerdings bei ihr auf leere Lücken stieß. Sie wollte ihm einerseits nichts über sich sagen, weil er sie so angegangen war, andererseits konnte sie es nicht einmal, denn das Puzzle ihrer Vergangenheit hatte diese Stelle noch nicht wieder ausgebessert. Misstrauisch hielt sie weiterhin das Handtuch fest, aber richtete sich dann respektvoll auf, verließ ihre Kampfhaltung und löste das Fingerzeichen, das sie gehalten hatte. Kurz schloss sie die Augen, seufzte schwer und hob dann wieder das Gesicht, um dem Fremden direkt in die Augen zu sehen, damit er erkannte, dass sie ihn in diesem Moment nicht anlog. "Auch wenn ich dir nichts schuldig bin aus meiner Sicht, ist das einzige, was ich dir sagen kann, dass du von mir nichts erfahren wirst." Im ersten Moment schien das nichts Neues zu sein, da sie vorher auch schon geäußert hatte, dass sie so jemandem keine Infos gab, aber ausnahmsweise würde sie darlegen, was es mit ihrer momentanen Situation auf sich hatte, damit vielleicht ein Kampf vermieden werden konnte. Es regierte eine Mischung aus junger Vernunft und alter Selbstbeherrschung. "Dass ich früher für jemanden gearbeitet habe, der ein Sklavengeschäft betrieb, ist richtig. Aber sieh mich an - sehe ich so aus, als wäre ich gerade bei diesem jemand? Es war eine meiner Aufgaben diese Personen zu kontrollieren. Dem kann ich bestimmt nicht nachkommen, indem ich in der Weltgeschichte herumreise." Selvaria wagte es sich soweit zu bewegen, dass sie sich auf ihr eigenes Bett setzte, die nackten Beine überschlug und kurz ihre Uniform betrachtete, bevor sie wieder zu Yahiko sah. "Es gibt eine Frau, die mein Leben zerstört hat. Sie hat den Ort, an dem ich gearbeitet habe, vor einigen Monaten mit ihren Männern überfallen. Ich habe in erster Linie versucht die Sklaven an der Flucht zu hindern, jene waren allerdings das Ziel dieser Frau. Sie hat die befreit, die nicht von mir und meinen Kollegen getötet worden sind. Ob deine Schwester lebt, weiß ich nicht. Mich interessierten die Menschen nicht, die meinem Meister dienten. Solange sie funktionierten. Schließlich trieb mich dieses Weib bis hierhin in den Norden, bekämpfte mich und meinen Partner, bis ich von einem schweren Jutsu getroffen wurde. Doton, um genau zu sein. Sauber gegen's Köpfchen." Schwerlich ironisch tippte Selvaria sich mit ihrer freien Hand gegen die Schläfe, die verletzt worden war. "Seitdem litt ich an eine Amnesie. Alles war weg. Über Monate habe ich mich durchgekämpft, bis mich mein Partner vor einigen Tagen fand und mir viele Erinnerungen wiedergeben konnte. Aber an diesen Überfall, von dem du erzählst, erinnere ich mich nicht. Das einzige, was ich dir sagen kann, ist, dass Sklaven meines Meisters eine Markierung erhalten haben, damit man sie wiedererkennen kann. Es handelt sich um ein S auf ihrem Rücken mit einem Schlangenkopf an der Spitze, der ein offenes Maul hat. Wenn du Leute mit dieser Markierung findest, sind es Sklaven meines Meisters gewesen. Um sie allerdings zu finden, musst du die Frau finden, die mein Leben zerstört hat. Denn sie hat sich um die Flüchtigen gekümmert." Nun stand Selvaria wieder auf, strich sich ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht und blickte für einen Moment geschäftsmäßig drein. Sie überlegte etwas, um den Fremden einzuwickeln, der etwas von ihr wollte - so war er auf sie angewiesen. Sie konnte ihn nach ihrer Nase tanzen lassen. "Ich schlage dir etwas vor. Wenn du es nicht annimmst, besteht deine Option in diesem Zimmer lediglich daraus, dass ich meinen Partner rufe, der direkt gegenüber sein Zimmer hat. Zwei gegen einen ist doch unfair, oder? Also, du solltest es annehmen. Ich persönlich würde es begrüßen, wenn du dich in Tsukigakure auskennst. Immerhin hast du mich hier gesehen. Warum solltest du sonst hier sein, wenn du von einem Reich sprichst, das am westlichen Ende der Weltkarte liegt? Ich suche nämlich etwas, das diese Stadt mir weggenommen hat. Das wäre Teilaufgabe a. Hilf mir bei der Suche. Teilaufgabe b wäre, dass du mir und meinem Partner hilfst diese Frau zu finden, die unseren Meister überfallen hat. Wir haben das nötige Wissen über diese Frau, sie hat womöglich deine Schwester gerettet und weiß, wo sie ist. Ich möchte sie tot sehen. Allerdings wäre nichts dagegen einzuwenden ihrem Ableben einen Sinn zu geben, indem sie dir sagt, was du wissen willst. Also?"
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Jul 23, 2014 12:36 am

Die Kampfhaltung von Selvaria löste sich, auch wenn Yahiko dadurch nicht entspannter wirkte. Er kannte diese Frau und wusste einfach wozu sie fähig war. Vertrauen tat er ihr schon seit damals nicht mehr, sodass der Howaki-Stab noch immer auf sie gerichtet blieb. Wachsam verfolgte er ihre Bewegungen und verengte dann sein sehendes Auge. Sie behauptet tatsächlich sie wäre ihm nichts schuldig und er würde von ihr nichts erfahren. In seinem Inneren staute sich eine merkwürdige Wut zusammen. Wie konnte diese Frau nach so langer Zeit solche Worte aussprechen? Der Jônin aus Tsukigakure spürte förmlich wie ein zittern durch seinen Körper ging als er versuchte seine Wut unter Kontrolle zu bekommen. Er ließ Selvaria aussprechen, aber seine Faust schloss sich immer fester um den Metallstab. Sie machte es keinesfalls besser mit ihren Worten. Auf ihre rhetorische Frage über das Sklavengeschäft und ob sie gerade bei diesem jemand war, ließ er unbeantwortet. Vermutlich wollte sie darauf nicht mal etwas von ihm hören. Weiterhin musterte er sie jedoch herablassend. Nicht weil er sich für was Besseres hielt, sondern weil er keinerlei Respekt für diese Person aufbringen konnte. Sie verfolgte ihn in seinen Träumen… überall sah er ihr Gesicht und er wurde es einfach nicht los. Seine Gedanken driften kurz zu alten Erinnerungen zurück – Bilder die ihn nicht schlafen ließen. Aus diesem Abend entstand eine schwere Schlafstörung, wodurch er stets müde war und in allen möglichen Situation einschlief. Dann hörte er jedoch nur zwei Worte um schlagartig in die Realität zurück zu kommen. Jemand hatte ihr Leben zerstört. Ernsthaft? Jemand hat IHR Leben zerstört. Der Mann wurde schlagartig noch finsterer. Ihre gesamte Erklärung über den Vorfall fraß sich mit so einer Macht in seinen Körper hinein, dass er das Gefühl bekam sie auf der Stelle zerreißen zu müssen. Mit ihrer Handlung zerstörte sie nicht nur das Leben von ihm, sondern auch das seiner Familie. Sie interessierte sich nicht für die Sklaven oder deren Geschichten, aber Hauptsache jemand sollte sich für ihre einsetzen? Trotz der Tatsache das Yahiko gerade kurz davor war, die halbe Einrichtung zu zerlegen und die Menschliche Gestalt dazu, blieb er einfach stehen. Denn ihre Story endete noch nicht. Offensichtlich hatte sie ihr Gedächtnis verloren und war jetzt auf der Suche nach der Frau, die die Sklaven befreit hat. Eine Heldin nannte man solche Menschen. Schlussendlich unterbreite Selvaria ihm ein Angebot…

»Mir kommen die Tränen«, presste er dann zwischen seinen Zähnen hervor und spuckte ihr direkt vor die Füße. »Einen Scheißdreck werde ich tun. Ich helfe deinem verlogenen Hintern nicht eine Frau zu finden, die meiner Schwester womöglich das Leben gerettet hat«, sagte er und bemerkte das seine tauben Finger noch immer nicht richtig funktionierten. »Aber schrei nur nach deinem Freund. Du hast es ja nötig die Hilfe von anderen in Anspruch zu nehmen - so arm wie du derzeit dran bist. Ich kann Euch beide auch hier und jetzt umbringen. Mir ist das gleich. Wenn du dich eh nicht erinnerst, bist du nichts Wert für mich. Ich habe meine Informationen soweit erhalten und ich werde höchstens die Frau beschützen, die dir das angetan hat. Weil dein minderes Leben nichts Besseres verdient. Ich verachte dich… nein… mehr noch… kein Wort dieser Welt drückt aus was ich empfinde wenn ich dich hier sitzen sehe und darüber spreche höre das man DEIN Leben zerstört hat. Du hast keinerlei Ahnung was du jedes Mal zerstörst wenn du die Sklaven holst. Aber das wirst du auch nie wieder erfahren… ich werde dich töten. Jemand der sich nicht um das Leben anderer schärt hat es nicht einmal verdient das ihr eignes Leben wieder in Ordnung kommt. Schmorr in der Hölle Schlampe« Daraufhin griff er in seine Tasche, öffnete einen Geldbeutel und ließ ihn zu Boden fallen. Die Münzen vielen heraus und zerstreuten sich auf dem Boden. Er selbst ging ein paar Schritte rückwärts und formte die ersten Fingerzeichen. Gleich danach erhoben sich die ersten Münzen und schossen auf direkten Weg zu der Frau.

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Jul 23, 2014 1:59 am

In einem Moment hoffte Selvaria beinahe, dass dieser Kerl keine Verbindungen zu Konoha hatte, damit man sie nicht für die Verletzung oder Tötung eines Dorf-Shinobi verantwortlich machte. Sie wollte alles andere als Stress mit dem Dorf, das ihr gegenüber Loyalität und Humanität präsentiert hatte. Auch wenn der Fremde nicht wirklich irgendwas über sich preisgab, so merkte man doch, das mit jeder Minute und jedem Wort Selvarias seine Wut anwuchs. Die Muskeln und Fäuste spannten sich an, während sie leger auf dem Bett saß und sich nicht daran störte ihm das alles in Form eines Angebots mit einem Handtuch zu unterbreiten. Natürlich musste er sich wehren, nachdem er diese biestigen Worte ausgesprochen hatte. Selten hatten Gegner ein Niveau oder die Ruhe, die Selvaria besaß. Was sie auch nur hatte, weil sie egoistisch war wie keine Zweite und auch kein Mitleid für andere besaß. Solchiges hatte man ihr selbst früher ja nie gegeben, weswegen die Fertigkeit dafür verkümmerte.
Yahiko drohte also damit, dass er sie töten wollte und beleidigte sie sogar in einem nicht geraden zärtlichen Ton mit blumiger Wortwahl. Ihre Augen verengten sich misstrauisch, was sogleich berechtigt war. Der liebe Eindringling, der sie am Hals geschnitten hatte, ließ Geld auf den Boden fallen, was an den einzelnen Münzen sofort zu erkennen war. Sie klimperten ganz dumpf, als sie auf dem Teppich zu Teilen aufkamen, wurden dann allerdings für einen Angriff genutzt. Für was auch sonst? Warum hätte er sonst zu Geld greifen sollen? Selvaria stieß sich im selben Moment, wo er das Geld herausholte, vom Bett ab, stellte sich aufrecht hin und wendete ihm ihre Vorderseite zu, um Gegenwehr aufzuzeigen. Spaßen würde sie sicherlich nicht und sie ließ sich auch nicht so einfach drohen, dass man sie tötete. Das hatten genug Parteien in den letzten Monaten vergeblich versucht - genau wie etliche Jahre davor. Die Dunkelhäutige leitete Chakra in ihre Unterarme und platzierte sie so, dass sie sich schützen konnte. Ihr freier Arm schütze ihr Gesicht, den anderen hielt sie quer vor ihre Brust, sodass das Handtuch sich löste und nur dürfte von der Faust gehalten vor ihrem Körper hing. In dem Moment, wo die Münzen auf ihre Haut trafen und ihre Funktion als Geschosse etablieren sollten, lösten sie das Jutsu Selvarias aus. Blitze wurden gleißend hell frei und wuchsen auf eine Höhe von fast zwei Metern an, sodass sie den Körper der Anwenderin sowohl verbargen und schützten als auch Yahiko in ihrer kurzzeitigen, aber extrem hellen Fläche stark zu blenden hatten. Die Geschosse wurden in verschiedene Richtungen abgelenkt, nahmen sogar ein wenig an Geschwindigkeit zu. Eine Vase wurde zerstört, einige blieben in der Tür des Badezimmers stecken, andere kamen laut an der Wand auf und rutschten dann daran herunter. Schließlich stieß Sel ihre Arme mehr oder minder von sich, sodass das Raiton von dort auf Yahiko überspringen konnte, um ihn möglichst gut zu schädigen. Sie hoffte wenigstens auf Verbrennungen und dass Bewegungen ihn durch stellenweise Paralyse schmerzen würden. Nach der Armbewegung kümmerte sie sich wenig um ihre Nacktheit, sondern formte gleich wieder Fingerzeichen und konzentrierte sich auf das Chakra im feindlichen Körper, welches glücklicherweise nahe genug war. Sentō Jōbu no Kaminari Kyōfushō no Jutsu. Sie manipulierte den Kreislauf so, dass der Fremde sich als nächstes ein Kekkia-Jutsu vorstelte, das ihn gefangennehmen würde. Eine nette Pyramide, die ihn mit Raiton-Flächen in sich einschloss, damit er es nicht wagte sie auch nur mit der Fingerspitze anzurühren. Dabei rief Selvaria lautstark aus ihrem Zimmer: "Hiroaki, Hilfe!" Es brauchte auch nicht viel länger, man hörte eine Art Scheppern im anderen Zimmer, eine Tür wurde aufgerissen und die zu Selvarias Zimmer öffnete sich sogleich. Der Türkishaarige stand in normalen Klamotten ohne Schuhe in der Tür und betrachtete das Szenario mit erschrockenem Gesicht. Ein Eindringling, ganz klar. Mit einem bloßen Kopfnicken deutete seine Partnerin auf den Feind, dass er ihn gefälligst fesselte. Mit einem wütendem Blick zog Hiroaki einen feinen, reißfesten Draht an einer Rolle aus der Jacke, den alle Shinobi benutzten, um sich ab und an beispielsweise an Bäumen Halt zu verschaffen. Ohne Worte band der Matsuoka Yahiko diesen Draht in mindestens 10 Umwickelungen um die Handgelenke am Rücken und dann auch noch um die Füße, bevor er sich aufrichtete und wartete, bis Selvaria mit ihren Tätigkeiten fertig war. Sie zog sich eilig Unterwäsche an, darüber einen gemütlichen türkisen Pullover, der gerade so lang war wie ein Mini-Rock selbst. Da sie geduscht hatte, wollte sie es trotz der Situation bequem halten. Schließlich stand sie vor dem Kawajiki und verschränkte die Arme mit einem boshaften Blick. "Erbärmlicher Haufen Ungeziefer", zischte sie abfällig und sah dann zu Hiroaki, der sie ernst betrachtete. "Was macht er hier?" "Er hat sich in meinem Zimmer versteckt, bis ich mit Duschen fertig war. Dann hat er mich überrascht, weil er angeblich seine liebe Schwester sucht, die wohl einst eine Sklavin unseres Meisters war. Ich war sogar recht ehrlich und habe ihm erzählt, dass ich ihm nichts über sie sagen kann, und habe ihm ein Angebot wegen unserer lieben Freundin gemacht, die uns das Ganze eingebrockt hat, aber er musste mich angreifen, statt Ja zu sagen." Hiroaki nickte und ging neben Yahiko in die Hocke, woraufhin er grob dessen Haar packte und seinen Kopf rüttelte. "Na, haben wir hier eine kleine Heldenfigur, die für das Leben ihrer Schwester kämpft? Oh wie süß." Von Hiroakis zynischer Ader ließ Selvaria sich nicht wirklich ablenken. Sie hob die Bürste auf, die sie vorhin hatte fallen lassen, und fing an sich wieder auf dem Bett sitzend die Haare zu kämmen. "Du siehst, was du davon hast. So kommst du ihr nicht näher. Aber vielleicht sparst du dir die Mühen auch einfach. Ich würde dazu tendieren, dass ich diese Hure schon längst umgebracht habe." Die feuchten Strähnen glitten sanft durch die Bürste und Selvaria ließ sich von nichts beirren, während sie ihre Beine überschlug. "Versuchen wir es nochmal, aber fangen dieses Mal anders an. Wie heißt du?"

Jutsus:
 
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Jul 23, 2014 12:06 pm

Heute lief einfach alles schief. Sein Angriff blieb nicht sonderlich erfolgreich, auch wenn die Münzen eigentlich auch Pfeilgeschossen sein könnten. Dennoch traf er Selvaria nicht wirklich. Seine Wut machte ihn unkonzentriert und ließ seine Technik unpräziser werden. Gleichzeitig schien auch die Frau noch Zeit zu finden ein Jutsu zu formen, das wenige Augenblicke später sich als stärkere Raiton herausstellte. Zuerst empfand der Mann eine gewisse Hohn als er feststellte, dass Selvaria einfach nur ihre Arme hochriss um sich zu schützen, aber tatsächlich konnte erst jetzt den Ausmaß der Technik feststellen. Das Raiton sprang auf ihn über, erwischte seinen Körper und ließ ihn ungelenk nach hinten taumeln. Die noch schwebenden Münzen fielen zu Boden und rollten von ihm weg. Yahiko spürte wie die freien Körperstellen von ihm stark schmerzten. Vor allem seine rechte Hand schien es übel erwischt zu haben, gleichzeitig zeigte sich auch in seinem Gesicht eine verbrannte Stelle die sich in Richtung Hals zog. Es blieb jedoch nicht bei diesem einen Angriff. Ein Genjutsu wurde gewirkt, dass ihm vorgaukelte er würde in eine Pyramide gesteckt werden durch die Ration lief. Natürlich nahm er an, dass es wirklich geschah und zuckte dementsprechend heftig zusammen, auch wenn es bei weiten schlimmere Schmerzen in seinem Leben bereits gab. Merkwürdig lange wirkte das Genjutsu auf ihn und er kam erst in die Realität zurück als er grob in den Haaren gepackt wurde. Blinzelnd starrte er einem Mann entgegen und wirkte für Sekunden unglaublich überrascht. Im nächsten Moment wurde ihm jedoch bewusst, dass er tatsächlich auf ein Genjutsu reingefallen sein musste. Für ihn war dieses Gebiet völlig fremd. Er hatte sich nie mit solchen Mindfucking-Tricks auseinandergesetzt.

Der Tsukigakure Shinobi starrte also einem Mann entgegen, der ihn als Heldenfigur bezeichnete der für das Leben seiner Schwester kämpfte. Sollte er glauben was er wollte! Yahiko versuchte ihm einen Stoß mit der Schulter zu versetzen, aber tatsächlich konnte er sich gerade nicht sonderlich gut bewegen. Sein eines verbliebenes Auge richtete sich auf Selvaria, die erwähnte das sie dazu tendier das er seine Schwester längst umgebracht hatte. In seinem Blick tauchte ein merkwürdiger Schmerz auf, selbst wenn es nicht so wäre, allein der Gedanke zerfraß ihn bereits. Er fing seine Hände zu bewegen um sie von seinen Fesseln zu befreien. Dabei schnitt der Metalldraht in seine Handgelenke und biss sich wie ein Hund tiefer in sein Fleisch. Sie wollte seinen Namen wissen, aber statt ihn zu sagen spuckte er noch einmal in ihre Richtung. »Es ist einfach sich hinter anderen zu verstecken nicht wahr? Ich werde dir einen Scheißdreck nennen.« Der Mann versuchte erneut seine Hände zu befreien, aber tatsächlich war es schwerer als gedacht. »Die einzige die hier in dem Zimmer eine Hure ist, bist du. Du hast weder Ehrgefühl noch Scham. Du setzt dich hier hin und bemitleidest dich selbst, dass man Dir dein ach so schönes Leben zerstört hat. Dabei versteckst du dich hinter deinen Leuten wie ein kleines Mädchen.« Ja, eine große Klappe hatte er tatsächlich schon immer, aber er sah es überhaupt nicht ein ihr irgendetwas von sich preiszugeben. Geschweige denn das er im Moment kooperieren wollte. Möglicherweise lag das an seinem Dickkopf. Für ihn war sie eine Feindin. Er sah das Bild der brutalen Frau vor sich und irgendwie hatte sich nichts geändert an ihr.



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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Jul 23, 2014 12:51 pm

Man pflegte mitunter gerne zu sagen, dass man in solchen Momenten nicht die Hand beißen sollte, die einen füttert. Zwar wurde niemand gefüttert, aber Selvaria hatte das Zepter der Situation schon recht schnell wieder an sich gerissen. Wer sich von Gefühlen beirren ließ, wurde unvorsichtig und übereilte alle möglichen Handlungen. Das wurde ihr umso klarer, je mehr sie über sie selbst wusste. Während sie sich so die Haare bürstete und hörte, was Yahiko sagte, zuckte kein einziger Muskel in ihrem Gesicht. Seine Gefühle, Motivationen und Ziele ließen sie kalt. Er hatte ihr Angebot ausgeschlagen und zeigte sich nicht sonderlich kooperativ. Er antwortete nicht auf ihre Frage, sondern erwiderte nur, dass sie sich hinter anderen verstecken würde. In diesem Moment hielt Selvaria in ihrer kämmenden Bewegung inne und schloss und öffnete einmal langsam die Augen, um den Gefangenen aus dem Augenwinkel heraus zu betrachten. Diese Anschuldigung würde sie ihm noch austreiben. In gemütlicher Ruhe zog sie die Bürste daraufhin ein letztes Mal durch das Haar, welches nun geordnet war, legte sie auf den Nachtschrank und stand langsam auf. Seine scharfe Wortwahl riss nicht ab, er kehrte das Blatt um und bezichtigte sie eine Hure zu sein. Vorwürfe über Vorwürfe ohne dass er sie kannte. Ein reizender junger Mann.
Hiroaki hielt ihn derweil immer noch an seinen Haaren fest, und als er Selvaria beleidigte, packte er Yahikos Kinn, um seinen Kopf zu fixieren und zischte ihm wütend ins Ohr: "Sag das noch einmal und schneid dir dein Auge raus, du-" "Lass gut sein, mein Lieber", unterbrach die Silberhaarige ihn und kam in ihrer beider Richtung. Sie sah auf den vor Wut schäumenden Fremdling hinab, verengte die Augen und zog die Augenbrauen sauer zusammen. "Ja, ich habe kein Ehrgefühl und keine Scham, da stimme ich dir zu. Andere Menschen sind mir egal und ich würde auch deine Leiche zum Verkauf anbieten, wenn Kinder davon einen Monat lang etwas zu essen hätten. Aber wie du siehst, bringt mich das eher voran als dich. Du bist gerade gefesselt und deinen Gefühlen ausgeliefert. Mir ist meine Familie so scheiß egal wie deine Schwester. Also behindert sie mich auch nicht. Was das mit der Hure angeht ... Widerspreche ich dir allerdings." Im Bruchteil der nächsten Sekunde hatte Selvaria den Arm angespannt, angewinkelt und die Hand zur Faust geballt. Ihre nicht zu unterschätzende Körperkraft sorgte nun für die nötige Unterstützung, dass saß, was sie vorhatte. Sie schlug Yahiko mit der Faust mitten ins Gesicht. Daraufhin zog sie sie wieder zurück und wischte sie sich am Pullover ab als hätte sie einen Haufen Dreck berühren müssen. "Wenn du nicht reden willst, dann zwinge ich dich eben dazu. Halt ihn fest." Hiroaki packte daraufhin mit einer Hand Yahikos Hals und mit der anderen eines einer Handgelenke und drückte zu. Selvaria beugte sich vor ihm leicht nach vorne, legte dem Weißhaarigen eine Hand auf die Stirn und beeinflusste somit seinen Chakra-Haushalt, um ihn in ein weiteres Genjutsu zu hüllen. Es war keine so beengende Technik wie die mit der Pyramide, aber sie dürfte ihn entspannen und beruhigen, auch wenn es nur eine erzwungene Trance war. So warteten sie einen Moment, Hiroaki lockerte den Griff um den Hals ein wenig und Selvaria fragte mit samtiger Stimme nochmal: "Magst du mir jetzt verraten wie du heißt und wo du herkommst?"

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Do Jul 24, 2014 10:42 pm

Seine Staffel von Beleidigungen schienen gegen eine Wand zu laufen oder besser gesagt gegen den Aufpasser von Selvaria. Oder hatte sie ihn nicht Meister genannt? Derzeit schienen ihre Rollen etwas vertauscht zu sein. Er griff grob nach seinem Kinn und bewegte sein Mund dicht an das Ohr von Yahiko. Dunkel raunte er ihm ein paar Worte zu und drohte ihm sein letztes verbliebenes Auge raus zu schneiden. Der Jônin aus Tsukigakure schien derzeit in einer mir-egal-Haltung zu sein, sodass er wirklich mühe hatte seine Wut einfach runterzuschlucken um den Mann nicht weiter zu provozieren. Immerhin wollte er sein Auge nicht einfach so durch eine Dummheit verlieren. Er wandte jedoch seine Aufmerksamkeit zurück auf die Dunkelhäutige Frau, die in aller Ruhe ihren Wachhund zurückpfiff. Gleich danach konterte sie auf seine Beleidigungen mit einer längeren Erklärung oder war es eher einfach eine dahergeredete Aussage? Eigentlich spielte es keine Rolle welche Meinung Selvaria dazu hatte. Für ihn war klar, dass er lieber starb als ihr Informationen preiszugeben. Das die Frau dazu einen anderen Plan besaß, wusste er natürlich auch nicht. Er konnte nur beobachten wie sie ihren Arm anspannte, anwinkelte und ihre Hand zu einer Faust ballte. Was hatte sie vor? Im nächsten Moment verpasste sie ihm einen Schlag ins Gesicht, der ihn kurz leicht zurück stieß. Yahiko sank kurz etwas nach vorne und lehnte seine Stirn auf den Boden ab, während ein eiserner Blutgeschmack sich in seinem Mund ausbreitete.

Wie er aus der Situation tatsächlich wieder kommen sollte, wusste der Jônin nicht. Er hatte niemand gesagt wo er war, geschweige denn das er damit rechnen konnte Verstärkung zu bekommen. Das hieß wohl schlussendlich das er sich selbst aus der Situation befreien musste… wenn dort nicht der nächste Schritt von Selvaria wäre. Sie befahl ihrem Aufpasser ihn festzuhalten und erklärte das sie ihn dazu zwingen würde zu reden. Womit wohl? Eigentlich war der Weißhaarige sich sicher, dass er jeden Schmerz standhalten würde. Selbst den Tod. In den letzten Jahren verlor er nicht nur seine Zugehörigkeit zu seinem Clan, auch seine Schwester kam nie zurück oder seine damalige Freundin. Er hatte lediglich zwei Frauen vererbt bekommen, die ihn lieber umbringen würden als ihm jemals zu retten. Schlussendlich wäre der Tod also eigentlich gar nicht so schlimm. Die Hand des Aufpasser vergrub sich in seinem Hals, während die andere an seinem Handgelenk zum ruhen kam. Dann legte die Frau ihre Hand auf seine Stirn und hüllte ihn in ein Genjutsu. Die Augen des Mannes schienen einen benommen Schimmer zu bekommen und etwas Leben schien dort drinnen zu verblassen. Man konnte sehen das er in einer Art Delirium hing. Er war völlig neben der Spur, frei von Hass und völlig entspannt. Kurz herrschte eine angenehme Stille um ihn herum. Auch das Luft holen wurde ihm wieder erleichtert. Yahiko schloss kurz die Augen und gähnte leise. Dann wurde er wieder was gefragt. Diesmal verband er damit keiner böses. Es fühlte sich eher wie ein nettes Gespräch an. »Hartnäckig. Man könnte meinen das du auf mich stehst«, säuselte er leise vor sich hin und lächelte langsam in ihre Richtung. »Kawajiki Yahiko, ich komme aus Tsukigakure. Wobei Kaze no Kuni mein Geburtsort ist«, erklärte er weiter und starte irgendwo an einen Punkt der Wand. Völlig ruhig und entspannt.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Fr Jul 25, 2014 2:01 pm

Er war zu Boden gedrückt worden und Hiroaki hielt ihn zur Sicherheit fest, während Selvaria ihre Hand auf Yahikos Stirn ließ und ihn abfällig betrachtete. Bei dem Kommentar, den er in der Genjutus-Trance abließ, rollte sie lediglich die Augen und deutete damit an, dass man ihn nun nicht grob anpacken sollte. Das könnte das Jutsu erheblich stören und diese Entspannung, die der Ältere jetzt fühlte, abbrechen lassen, sodass eine Befragung nicht mehr möglich war. Nach einem Augenblick lächelte Selvaria allerdings siegessicher, als sich Name und Herkunft enthüllten. Eine nette Identität, die er dort hatte. Geboren im Wüstenreich, das ebenso verlassen und verrottet war wie das Blitzreich, welches ihre eigene Heimat bildete. Sie machte sich einen Reim darauf, dass er nach etlichen Jahren irgendwann nach Tsuki gegangen war, um hier so etwas wie eine Lebensbasis zu haben. Unwahrscheinlich schien es nicht, und wenn er nun von dort kam, konnte er ihr sicherlich einiges verraten, was sonst nicht ans Außenlicht drang. Auch wenn Informationen über Shinobi-Dörfer den beiden Sklaventreibern sonst egal waren, konnte man sie jetzt zu einem günstigen Preis bekommen. Also stellte Selvaria ihre nächste Frage und sah Yahiko dabei direkt in die Augen, damit er auch deutlich verstand, was sie wollte. "Aus Tsuki, ja? Dann hast du uns doch sicherlich einiges mitzuteilen, Yahiko. Erzähle mir, was du weißt. Über die Dorfleitung, die Ninjas und ihre Clans, aber auch dein eigenes Leben dort." Hiroaki sah kurzzeitig etwas unsicher aus, während er den Kawajiki festhielt. Den fragenden Blick bemerkte Selvaria, aber mit einem Fingerdeut meinte sie, dass es schon okay war, was sie fragte. Einfach nur den Moment zu nutzen, um nach ihrem Stirnband zu fragen, war recht unnötig, denn diese Fragen brächten gravierende Antworten. Sie hatte auch immer noch ihre Hand auf seiner Stirn und manipulierte das Chakra in seinem Kopf, sodass seine Zunge so locker sitzen durfte wie bei seinem Namen. Und wer genoss nicht Ruhe, Entspannung und Friedseligkeit? Das war das schöne an diesem Genjutsu, dass es die Menschen hypnotisierte, indem es sie tiefenentspannte.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Sa Jul 26, 2014 9:18 pm

Vermutlich würde sich Yahiko später für seine Worte hassen oder zumindest genervt sein, dass er von einer Frau derartig ausgenutzt wurde. Er bekam in dem Augenblick jedoch nicht sonderlich viel mit. Mehr noch schien er derzeit weiterhin in dem entspannten Trance zu schweben und es fast schon zu genießen. In den letzten Monaten hatte er kaum Möglichkeit sich zu entspannen, geschweige denn das er wirklich schlaf fand. Dennoch gerade genoss er diesen Moment der völligen Betretenheit. Die Welt konnte ihn mal Kreuzweise. In dem benommenen Schleier war jedoch eine Stimme zu hören, die ihn erneut ansprach. Er war genervt davon. Immerhin wollte er die Ruhe endlich genießen können ohne das irgendwer ihn blöd von der Seite anquatschte. Die Frage ging er jedoch in seinen Gedanken noch einmal durch und überlegte was wohl dahinter steckte. Sie wollte mehr über Tsuki wissen? Was wusste er darüber schon, abgesehen davon das er dort eine Menge Geld versteckte. »Es ist eigentlich ziemlich uninteressant… wer will schon etwas über die Dorfleitung wissen? Es ist irgendein Kerl an der Macht. Ich weiß nicht einmal seinen Namen«, erklärte er und wusste natürlich nicht das Hikari eigentlich die Vorherrschaft hatte und sich hinter Saphier nur versteckte. Ein Detail das eben nicht jeder kannte, sondern nur die eng Vertrauten. Das war Yahiko immerhin keinesfalls. Dennoch interessierte es ihn auch einfach gar nicht, wer derzeit die Dorfleitung hatte. Tsukigakure war für ihn nur ein Mittelweg, sonst nichts. Er hatte dort Zuflucht gefunden und lebte sein Leben. »Die Ninjas? Es sind viele von draußen dazu gekommen… Tsukigakure ist ein Dorf das noch nicht lange existiert. Von den Clans habe ich keine Ahnung… seien wir ehrlich wen interessiert das schon? Es gibt dort so viele Techniken… Taijutsuka, irgendwelche Bäume die wachsen, der Haar-Clan… das ist alles uninteressant.« Kurz gähnte er tatsächlich. Wie so oft überkam ihn diese lähmende Müdigkeit, aber er war noch immer wach genug um zu sprechen.

Dann überlegte er etwas über sein Leben und bewegte sich leicht. Nicht viel, aber er wirkte kurz unruhig. »Was soll ich sagen? Ich bin von meinem Clan verstoßen worden, sitze in Tsuki auf scheiß viel Geld und finde den Schlüssel dazu nicht um es nutzen zu können. Mein bester Freund ist abgekratzt und hat mir seine zwei Ehefrauen vermacht.« Das war so in etwa das Grundgerüst seines Lebens dort. Die Diebarbeit gehört einfach irgendwie dazu. »Noch was? Das Gespräch langweilt mich irgendwie… es ist uninteressant über mich zu reden.«
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo Jul 28, 2014 2:08 pm

Yahiko erwöhnte öfter, dass das, was er sagte, uninteressant war, als dass er einfach antwortete, sodass Selvaria irgendwann genervt mit den Augen rollte. Auch wenn zwischendurch einige Informationen erwähnt wurden, fügte er so viel Unnötiges an. Über die Leitung konnte er nichts sagen, was wohl hieß, dass das werte Dorf aufgrund seiner jämmerlich kurzen Existenz nicht den Mut hatte zu offenbaren von wem es regiert wurde. Eventuell war man ja enttäuscht oder stürzte die Person an der Spitze, weil man jemand Besseren erwartet hatte. Wundersam wäre es nicht gewesen, wenn man so ein Versteckspiel vollziehen musste. Offensichtlich hatten die Partner hier den falschen Kandidaten, um Infos über Tsuki zu kriegen. Auch wenn sie etwas von Clans hörten, war es nicht recht überzeugend. Wen interessierte es, es war uninteressant. Letztlich kam er dann mal zu sich selbst und offenbarte, dass er ein Verstoßener war. Wahrscheinlich von einem Kawajiki-Clan, wenn seine Schwester so hieß nach der er suchte. Irgendwer war tot und er hatte Weiber von ihm geerbt, was für ein komisches Testament der gehabt haben musste. Nun ja, Selvaria hätte von Shoraku auch Menschen erben können, wenn sie es sich recht überlegte. Immerhin war sie wie eine Tochter und kümmerte sich um seine Leibeigenen - auf eine unfreundliche Art und Weise. Schließlich meinte Yahiko, dass ihn das Gespräch langweilte. Selvaria ging es genauso. Das wäre wohl auch der einzige Moment im Leben, wo sie dieselbe Meinung teilten.
"Du hast Recht. Deine ganzen sinnlosen Gegenfragen sind genauso langweilig", seufzte sie nur und nah nach einer Weile die Hand von seinem Kopf, um sich aufzurichten. "Wir lassen ihn gefesselt und hier liegen. Mal sehen, ob irgendwer ihn sucht oder er vielleicht abhaut. Aber ich möchte ihm auch den Gefallen erwidern, den er mir mit seinem überraschenden Besuch gemacht hat." Hiroaki hielt Yahiko weiterhin fest, während das Genjutsu sich abbaute, das ihn in eine Tiefenentspannung versetzt hatte. Selvaria ging zu ihrer Uniform und zog eine Schriftrolle hervor, die sie entsiegelte. Aus dem Krempel zog sie vier Stäbe hervor, die sie mit jedem Fingerspalt der linken Hand umklammerte, während sie um den Zeigefinger der anderen ein Kunai drehte. "Du sagtest, dass genug Schnitte töten könnten." Sie kniete sich wieder vor Yahiko, legte die Stäbe ab und zog ihn an seinen Haaren hoch, während sie das Kunai festhielt. "Ich erwidere diesen Countdown." Daraufhin schnitt sie ihm sanft mit der Spitze der Waffe über die Kehle, um ihm einen genauso leichten, aber feinen Schnitt zu verpassen wie er ihr zu Beginn. Dann erhob sie sich wieder, schmiss das Kunai auf das Bett und griff sich dann die Metallstäbe. Mit einem gehörigen Rummsen stach sie sie in den Zimmerboden um Yahiko herum, sodass er in einem Quadrat saß, das aus vier Stäben bestand. Hiroaki ließ ihn im passenden Moment los, woraufhin er ein Fingerzeichen bei Sel entdeckte, das schließlich für ein letztes Jutsu sorgte. Man hörte ein statisches Vibrieren, da sich Raiton als Kekkai zwischen die Stäbe schaltete und Boden und Decke des Zimmers nutzte, um einen kompletten Käfig zu bilden. Die elektrischen Wände waren bläulich und surrten. Bemühungen hindurch zu kommen würden schmerzhaft enden. Selvaria betrachtete Yahiko abfällig und deutete Hiroaki mit einem Finger an ihre Sachen zu packen. "Es hat mich gefreut, dass wir uns getroffen haben, du Narr. Deine Schwester kannst du vergessen. Wenn ich sie auf meinem Weg wiedersehe, richte ich dir ihren Gruß aus." Daraufhin nahm Sel von Hiroaki ihre Sachen entgegen, störte sich nicht an ihrer straßenuntauglichen Montur und verließ mit dem Blauhaarigen das Zimmer. Sie würden sich in irgendeinem Dorf eine andere Bleibe suchen und die Sache um das Stirnband noch einmal überdenken. Lebensnotwendig war es schließlich nicht.

tbc: wird noch ergänzt

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Jul 29, 2014 8:29 am

Bestätigende Worte, die Yahiko jedoch nur am Rande wahrnahm. Er war derartig im Trance Zustand, dass ihm so ziemlich alles egal war. Selbst die Tatsache das man ihn gefesselt hier lassen wollte. Erst sich jedoch die Hand von seiner Stirn entfernte, kam er zurück in die Realität und blinzelte benommen. Irritiert von der Situation ließ er seinen Blick umher schweifen und runzelte angestrengt die Stirn. Was war passiert? Seine Augen erblickten den Rücken von Selvaria und blieben auf ihr hängen. Ihm wurde sofort klar, dass er gerade ziemlich freudig geplaudert hatte, aber ob da irgendetwas nützliches bei war, konnte er beim besten Willen nicht sagen. Als nächstes merkte er den Mann der ihn noch immer festhielt. »Ich werde Euch beim nächsten Mal töten«, raunte er bissig und beobachtete die beiden grimmig. Natürlich war er nicht bester Laune. Die dunkelhäutige Frau schien irgendetwas vorzuhaben von dem er nicht einmal ansatzweise wusste, was. Dann kniete sie sich wieder vor ihn, ergriff seinen Kopf und hielt ihm eine Waffe an den Hals. Sie schnitt ihm dort entlang. Ein scharfer Schmerz zog durch seinen Körper und ließ ihn kurz die Zähne aufeinander pressen. Natürlich würden genug Schnitte umbringen, aber in dem Fall würde ein so leichter Schnitt eher sich selbst verschließen. Yahiko sagte jedoch nichts, sondern beobachtet die Frau einfach nur. Jene schien noch eins drauf setzen zu wollen und stellte um ihn herum mehrere Stäbe auf. Ein Kekkai tauchte auf und sperrte ihn ein. Er hob seinen Kopf etwas an – inzwischen los gelassen von Hiroki. Mit dem Fuß berührte er kurz nur die Barriere und spürte einen hässlichen kurzen Schmerz. Grummelnd zog er seine Beine wieder an und beobachtete dann Selvaria. Diesmal bekam sie nicht einmal einen Abschiedsgruß hinterher geworfen. Schweigend sah er einfach nur ihr hinterher und richtete sich dann schwerfällig nach oben. Sein Hals schmerzte und blutete noch immer. Die Metallfesseln waren so fest um seine Handgelenke gewickelt, dass seine Finger bereits Taub wurden. Er bewegte sie, spürte den unangenehmen Schmerz hindurchgehen und war sich sicher, wenn das so weiter ging, schnitt er sich eher die Hände ab als das er hier frei kam. Zumindest behielt er jedoch eine Sache bei sich, seinen Schatz!



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Satonaka Amaiko

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Aug 17, 2014 2:58 pm

cf: Haus von Kuraiko und Amaiko Satonaka

Hotelzimmer besaßen die nette Eigenschaft, dass ab und an mal eine Putzfrau vorbeischaute, wenn man kein "Bitte nicht stören"-Schild draußen an die Klinke hängte. Und so geschah es, dass Yahikos missliche Lage alsbald entdeckt wurde. Nicht wirklich in der Lage, ihn zu befreien, alarmierte man umgehend die Experten schlechthin: Tsukigakure! Und prompt - soweit man in Einbezugnahme der ganzen Wartezeit von prompt sprechen konnte - kam auch schon die Rettungs-Truppe.
"Holla." Amaiko betrat zuerst das Hotelzimmer, hereingebeten von einem Hotelangestellten. Und blieb zunächst mal wie angewurzelt im Türrahmen stehen, sodass Kuraiko unter Umständen auflaufen würde. "Hollala. Haha." Sie lächelte. "Hahaha." Kicherte. "Hahahaha." Brach schlussendlich in schallendes Gelächter aus. "Hahahahaha! Von allen... Von allen... Haha... Von allen Kerlen... mein Bauch tut weh, ich kann nicht mehr... Sie wandte sich scharf zur Seite, um Kuraiko durch zu lassen, marschierte zuallererst zur Mini-Bar des Zimmers und griff hinein. Musterte den armen Gefangenen im Inneren der würfeligen Kekkai und kam zum Schluss, dass er wirklich nicht zuuuu sehr in Lebensgefahr schwebte. Griente wie eine Katze in der Sahne und nahm dann einen tiefen Zug aus der Flasche, die sie gefischt hatte.
"Welch bedauernswertes Pechvögelchen du doch bist" zwitscherte sie Yahiko zu. Warf Kuraiko einen scheelen Blick zu. Hatte der Kleinkrieg schon gleich hier begonnen? "Schau mal, Raiko-chan. Da hat er sich aber ne echt harte Nuss zum Knacken gefangen, meinst du nicht auch?"
Eigentlich war die Kekkai gar nicht so schwer von außen zu durchbrechen. Doch das würde Amaiko Yahiko nicht auf die Nase binden. Warum etwas einfach lösen, wenn man dasselbe doch auch kompliziert und spektakulär erreichen konnte?

_________________
VA von Yamanaka Epona

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