Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Trainingsplatz 1

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BeitragThema: Trainingsplatz 1   Sa Dez 22, 2012 1:37 am

das Eingangsposting lautete :



Dieses Übungsareal ist ein sehr großes, wo mehrere Trainingsplätze, die von Shinobis gut besucht werden, ineinander greifen und nur durch markante Eigenschaften mitunter abtrennbar sind, wie etwa einzelne Bäume, Büsche, Felsen oder einzelne Erdgräben, die aus Kämpfen resultieren. In der Dämmerung ist das Areal oft mit Nebel bedeckt und bietet einen mystischen Anblick, wie man ihn von Kirigakure gewohnt ist - die Stadt mit dem Nebel. Eingerahmt wird das Kampffeld von einer dichten Baumreihe. Es selbst besteht aus einer weiten leicht angehobenen Fläche mit teils hohen Gräsern und einzelnen Sträuchern. Viel Platz zum Verstecken gibt es nicht, wenn man kein Doton-Nutzer ist oder tarnende Genjutsus drauf hat.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   So Dez 23, 2012 3:00 pm

Du hättest schneller rennen sollen, ansonsten hätte ich jetzt nicht dieses reizvolle Kleidungsstück in der Fresse und würde über Kopf mit dir über seiner Schulter liegen. Du bist schuld, das ist deine Lektion, dass du deine Östrogene mal zügeln solltest! Beruhig dich mal, er war nun mal schnell. Ich wette, er hat irgendwie geschummelt und vielleicht Shunshin no Jutsu benutzt. Ansonsten wäre er gar nicht so schnell außen herum gekommen. Trotzdem schmollst du jetzt. Aua! Es folgte von Chiko ein aufgeschrecktes Anheben des Kopfes, als Jolinar auf den Klaps von Ren reagierte. Hatte er sie dort also schon wieder zu fassen gekriegt. Und nun lag sie so misslich auf ihm, leicht benommen aufgrund des Alkohols und konnte auch nicht wirklich weg, weil er seinen Arm um ihre Hüfte gelegt hatte. Die Lage nennst du misslich? Hast du dir einmal angeguckt, wie ich gerade positioniert bin?! Sorry, sorry~ Schlängel dich doch eben so, dass dein Körperende hinter dir liegt und nicht auf dein Köpfchen drückt, wenn du dich nicht losbeißen darfst. Wie einfach ihr Menschen euch das immer macht. Du hast keine Ahnung, was für ein hartes Leben es ist, eine Shisei-Larve zu sein! Vor allem, wenn man teilhaben muss, wie die Wirtin ihre Begattungsrituale vollführt. Bin ich froh, weder noch zu sein. Ja, weder weiblich noch männlich und auch nicht fortpflanzungsfähig. Das war Chiko klar, seit sie klein war. Allerdings wollte sie sich jetzt Ren widmen und nicht alten Erkenntnissen über ihre Larve. "Wehe, du lässt los und mich fallen!", drohte sie ihm mit schmollendem Unterton und zappelte widerstrebend mit den Füßen. Sollte er es wagen und sie auf der Erde landen, würde sie garantiert nicht warten und ihn runter zerren, um sein schönes Gesicht mit einem Schlag in die Erde zu donnern! Das wäre Rache vom feinsten. Ein Maulkorb aus Schlamm, darauf stand er doch bestimmt. Als sie natürlich nicht von ihm loskam, als sie sich störrisch bewegte, ließ sie locker und die Arme nach unten hängen. Man, die Situation war bescheuert. Nach ein paar Sekunden war sie aber stolz darauf, dass Ren ihr Gesicht nicht sah. Denn ein diabolisches Grinsen breitete sich auf ihren Lippen aus. Zwar nicht so angriffslustig wie das von Ren vor einigen Minuten, aber der Plan, den sie ausfeilte, war perverssicher. Oder pervers und sicher? Egal, er war beides. Tschick-Tschock, bitte- Können wir nicht einfach absteigen? Musst du weitermachen? Hey, das ist vielleicht die einzige Gelegenheit! Und die wird sowas von genutzt~ Okay, sie war immer noch froh, dass sie mit ihrem Arsch und Jolinar am Arsch war, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn was lag gerade eher in Reichweite als ebener von Ren-kun? Gaaanz genau, Chiko's aufblitzende Augen hatten sich auf die leichte Wölbung direkt vor sich fixiert. Wahrscheinlich wäre das der beste Tiefschlag, den sie Ren erteilen konnte, selbst wenn er glaubte, gerade Meister der Situation zu sein. Muhahaha! Sie zappelte nochmal mit den Füßen, aber eher gekünstelt, hielt sie dann elegant in die Luft, um sich noch ein wenig durch das verlagerte Gewicht gen Erde rutschen zu lassen und holte mit der rechten Hand langsam aus. "Drehe deinem Feind niemals den Rücken zu, Ren - oder sollte ich lieber süßen Hintern sagen?", wies sie ihn plötzlich drauf hin, was sie vorhatte, aber ließ ihm keine Zeit, sie von sich zu werfen. Mit einem letzten selbstgefälligen Grinsen und Jolinars Facepalm-Fresse legte sie ihre Hand auf seinen Hintern und drückte massierend zu. "Kompliment, wirklich ein toller Arsch~", warf Chiko noch mit einem wieder selbstbewussteren Ton hinterher. Ihr überlasst euch den Triumph wirklich nicht gegenseitig. Dir ist schon klar, dass er dich immer noch im vollsten Griff auf der Schulter hat?
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   So Dez 23, 2012 3:23 pm

Hachja. Es fehlte nur ein Sonnenschein und eine Blumenwiese, wenn er sie so den Hang hochtrug. Vielleicht sollten sie doch alle nach Konoha oder so auswandern? Dort fand man das immerhin vor und hier? Hier herrschte nur Nebel - ein wenig deprimierend, wenn er so darüber nachdachte. Aber hey... Immerhin zappelte sie wie auf Gedeih und Verderb. Wie war das nochmal? Er würde sie nicht kriegen? Er würde ihren Hintern nicht einmal in seinen Träumen zu fassen kriegen? Na, da sieh mal einer an: Träume wurden wirklich schnell wahr, oder etwa nicht? Durfte er sich nun was wünschen, weil er den Kessel mit Gold am Fuße des Chiyoko'schen Regenbogens gefunden hatte? Hm, er musste zugeben, dass sie doch ein paar ganz schöne Kurven besaß, doch das würde er ihr natürlich nicht sagen. Stattdessen hörte er auf sie zu patten und ging einfach weiter den Hang hinauf. Er hasste es Hänge hochzusteigen, wenn etwas auf seiner Schulter so einen Radau machte. Apropos: Hatte er jemals schon eine Frau so getragen? Ja, da hatte es Gelegenheiten gegeben, die er ausgenutzt hatte. "Dich fallen lassen? Nun verletze mich aber nicht in meinem Stolz- bisher habe ich noch keine Frau fallen lassen." Ein indirekter Hinweis darauf, dass sie sich nichts auf ihre Haltung einbilden sollte - abgehakt. Ein sarkastischer Unterton, der sie provozieren sollte - abgehakt. Ein wenig fröhlicher gestimmt, ging er also weiter - hielt dann aber mit aufgerissenen Augen im Schritt innen, als sie ihre nächste Tat ankündigte. Habedahabeda... Hatte sie gerade...? Nein... Tat sie gerade...? Das bildete er sich nicht... ein? Sie. tat. es. Ein wenig rot um die Nase wurde er dabei, als sie sich doch tatsächlich daran gemacht hatte, ihn zu begrapschen, was ihr offenbar sehr viel Spaß verlieh, da sie im nächsten Moment auch noch so ein süßes Kompliment säuselte und ganz selbstsicher klang. Nein. Er musste. Wieder ins Konzept finden. Wie viel Eier konnte eine Frau denn bitteschön haben? Aber gut, erneut nahm er diese Herausforderung an und machte keine Anstalten den Hang, den sie fast oben waren, weiter zu erklimmen. Stattdessen öffnete hauchzart seinen Mund und blickte sie über die Schulter an. "Aaaaah~ Ja bitte, mach weiter~~~ Es macht doch nichts, wenn Leute uns hören~~~" Mit einem breiten Grinsen nahm er nun wieder die Hand vor den Mund, welche er eben vor jener Aussage zur Lautstärkeverbesserung vor eben jenen gehalten hatte. Oh das wäre schon amüsant, wenn noch ein paar Leute auf dem Trainingsplatu wären. Sehr sogar. Kurz räusperte er sich. "Aber ich muss sagen, dass sie auch einen sehr süßen Knackarsch haben~..... Und ich schiebe das mal auf den Alkohol, dass du dich so verhältst. Unter anderem Umständen können wir jedoch gerne weitermachen." Im Nachhinein hatte er seinen Tonfall gegen Ende der Aussage wieder etwas herrischer gestaltet, nur um sie dann wirklich von seiner Schulter zu nehmen und sie wieder vor sich hinzustellen - wobei er die Hände an ihren Hüften sitzen lies und mit einem etwas drohenden Blick auf sie hinunterschaute. "Will das Häschen nun wieder laufen?"
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   So Dez 23, 2012 3:51 pm

Nun ja, Chiyoko war schon verhältnismäßig selbstsicher, als sie den Spieß umdrehte und Ren für einen Moment doch überrascht zu sein schien. Etwas, das sie selbstgefällig grinsen ließ. Dieser Mann war also für jegliche Spielchen zu haben, aber konnte in gewissen Situationen nun eben doch nicht verlieren. Aber wer konnte es ihm schon verübeln? Sie hatte es drauf angelegt und wollte diesen überhitzten Ren hinaus kitzeln, wieso auch immer. Als erste Bekanntschaft war das ganze doch relativ amüsant verlaufen, trotz der Yaoi-Show im Restaurant, einer kurzen frostigen Phase und ihre Erfindung des Messer-Rassismus. Ich glaube, ich könnte den ganzen Tag ... Nein. Was? Nein. Mit einem frustrierten inneren Blick brach Chiko ihr Kopfkino ab. Jolinar hatte offenbar genug von ihrem offensiven Flirtgehabe, diesem Begattungstheater und dass sie über Kopf gehangen hatte. Verständlich, sie war ja zwischendurch auch als Verletzung betitelt worden und fühlte sich beleidigt. Beleidigt war Chiyoko gerade aber alles als andere. Ihre Augen wurden nochmals groß nach der inneren Frage: Eh? Ich? Was? Sie und einen süßen Hintern? Hatte er das gerade ernsthaft ausgesprochen? Irgendwie ... er hatte doch gesagt, dass an ihr quasi nichts Weibliches wäre. Sie verstand gerade die Welt nicht. Ihre Wangen färbten sich schon ungewohnt rot über das wohl irgendwo doch ernst gemeinte Kompliment, aber im Gegensatz dazu, was er zu anderen Arealen gesagt hatte, runzelte sie verwirrt die Stirn. Na ja, wann war Chiyoko Teshima, eine 25-jährige Frau in Kiri, die keine Hemmungen im Ausleben ihrer unterdrückten Seiten hatte, schon mal rot? Allenfalls, wenn etwas wirklich Peinliches geschah, aber durch so etwas? Nicht nur süß, sondern auch ... knackig ... hat er ... gesagt. Jolinar nickte genervt, um sie zu beruhigen, aber das klappte kaum. Dann merkte sie, wie Ren sie absetzte, aber immer noch bei ihr stehen blieb und einen eigenartigen Blick drauf hatte. In dem Moment, wo er immer noch so aufbauend vor ihr war, stieg das Blut noch eher in ihre Wangen als in ihre Beine, wo es vorhin gebraucht worden war. Man, was musste er auch nur so gut aussehen und vom Sarkasmus her mit ihr auf einer Wellenlänge? Eventuell bildete sie sich aber auch zu viel auf den Kommentar ein. Bekam jede dritte Frau von ihm so etwas zu hören? Durch diese Frage fiel ihr gerade auf, dass sie ihn doch gerade erst kannte und schon so vertraut mit ihm umgesprungen war. Zumindestens ziemlich blind vertrauend. "Ähm ...", entfuhr es Chiko, die sich als Ablenkung das Haarband aus den Haaren zog und sie danach locker aufschüttelte mit geschlossenen Augen. Gut, das lockerte auch ihr gerade leicht angespanntes Gemüt auf. Ihre Gesichtsfarbe normalisierte sich und ein sanftes Lächeln erschien. "Ich hätte nichts dagegen, noch ein bisschen mehr Zeit auf der Schulter zu verbringen, aber ich laufe doch gern selbst." Danach verstaute sie das Zopfband in ihrer Hosentasche, bevor sie unschuldig die Arme verschränkte und versuchte, Rens drohenden Augen möglichst mit einem friedlichen Grinsen stand zu halten. "Sagen wir an dieser Stelle einfach mal, dass du ziemlich gut bist. Ich war ein wenig ... vorlaut, trotz des vielen Sakes, den ich momentan wohl immer noch intus habe." Nachdenklich über das Geständnis strich sie sich ein paar Haarsträhnen hinter das Ohr, obgleich sie sich auch nicht weiter drum scherte, wo Ren gerade seine Hände geparkt hatte. "Aber ich mag auch nur Chûnin sein, jedoch sagt der Rang nichts über meine Fähigkeiten aus. Schwertshinobi sein sagt vielleicht, dass man gut im Kenjutsu ist, aber das ist doch auch ein Sonderrang. Wenn ich dir sage, dass ich Chûnin bin und wir nun ohne Jutsus trainiert haben, weißt du immer noch nicht, was mein Fachgebiet ist. Naja, Taijutsu jedenfalls nicht. Ansonsten hätte ich wesentlich länger auf deinem Schoß gesessen und mich nicht umdrehen lassen." Bei der Erinnerungen lachte sie auf. Es war ein auflockerndes und zufrieden Kichern. Nicht so theatralisch wie bei einer Blondine, die über einen Flachwitz lachte, sondern völlig befriedigt und frei. Sie fühlte sich wohl.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Do Dez 27, 2012 2:45 pm

Na okay, dann antwortete sie eben nicht auf das, was er gerade von sich gegeben hatte. Wenn er auch gehofft hatte, dass sie es tat. War ihr etwa der Spaß am "Spielen" und "unernst"-sein vergangenen? Dabei hatte man doch als Shinobi so wenige Momente, in denen man einmal locker sein konnte. Ja genau. Schon als Kind wurde man in die Akademie geschickt und diejenigen, die es nicht schafften, gaben entweder selbst auf oder endeten mit 40 Jahren endlich als Genin - hatte es da nicht mal so einen gegeben? War der nicht sogar schon 50 oder 60 gewesen? Ach, das konnte ihm egal sein. Jedenfalls wurden sie tagtäglich auf gefährliche Missionen geschickt und die besonders psychisch labilen malten sich jeden Tag aus, dass morgen ihr letzter sein konnte. Klar, irgendwo war das auch so, aber darüber sollte man hinweg kommen, wenn man nicht vor lauter Angst das Kämpfen vergessen wollte. Dann starb man nämlich erst recht. Und die einfachste Möglichkeit, nicht daran zu denken, war mit einem lockeren Wesen durch die Welt zu gehen. Wenn Ren daran dachte, wie er selbst früher ruhig und eher ernst gewesen war, konnte er darüber nur den Kopf schütteln. So war das Leben viel einfacher und schöner. Aber offenbar hatte Chiyoko nun genug davon, mit diesen "lockeren" Handschuhen angepackt zu werden. Oder? Moment Mal... war sie da tatsächlich rot? Sie wirkte auf einmal nicht mehr so selbstbewusst, sondern eher... naja. Einfach nicht selbstbewusst, weshalb er kurz die Stirn runzelte. Es konnte nicht ernsthaft am Kompliment gelegen haben, oder? Insofern er dieses Kompliment überhaupt in erster Linie bezweckt hatte. Es war eine "normale" Aussage und allzu viel sollte sie sich nun nicht darauf einbilden - okay, gut. Sie kannte ihn nicht. Wobei... er musste schon sagen, dass das Kompliment sich bei ihr wirklich bewahrheitet hatte. Nun aber einmal gut. Eine Augenbraue hob sich, als sie ihren Haaren freien Lauf - oder Luft, wie man es eben nahm - ließ und sie wieder über ihre Schultern fielen. Mit Pferdeschwanz sah sie auch gut aus. Das wusste er jetzt. Vielleicht hatte er sie mit Pferdeschwanz sogar noch lieber - nur würde er ihr das niemals sagen. Pech gehabt. Ah, sie lächelte. Wollte sie wieder einen kleinen Wettkampf der Blicke austragen? Interessant. "Ach. Was du nicht sagst. Und außerdem weiß ich, dass ich gut bin." Nun wieder eher grinsend verschränkte er die Arme vor der Brust und beobachtete amüsiert, wie sie sich weiter anstrengen musste. Er wollte sie ja nicht den ganzen Tag an den Hüften halten... wäre auch merkwürdig. Es sei denn, sie musste torkeln. Da sie aber hatte kämpfen können, würde das wohl nicht so schnell der Fall sein. "Heh, du kannst dich auch gerne andersrum auf meinen Schoss setzen, aber keine Sorge - so viel weiß ich auch. Sagen wir also einfach ich bin ein Jônin mit dem Zusatztitel, kapiert? Außerdem: Wer sagt denn, dass Kenjutsu mein einziges Fachgebiet ist? Nur wenn man ein Schwertshinobi ist, muss das nicht heißen, dass man nichts anderes beherrscht. Und was das Taijutsu angeht, so können wir ja gemeinsam üben, denn das ist auch nicht mein Fachgebiet. Aber ich glaube, dass du das auch nicht geglaubt hast, sonst wäre ich ein lausiger Jô--" Na super, wieso lachte er? Und wieso musste er sich nun davon anstecken lassen und konnte nur mühsam ein Lachen unterdrücken. Er hatte länger nicht mehr befreit gelacht und nun würde er es auch nicht tun. Das käme doch total dumm, oder? Einfach so lachen. Wegen nichts oder wieder nichts. Kami, irgendwie nervte ihn das jetzt. Mit einem leicht verzogenen Gesicht, pattete er ihren Kopf leicht und ging dann an ihr vorbei. "Jaja, wende deinem Feind nie den Rücken zu. Schon klar, aber ich sehe dich nicht als Feind - wenn du mir das nun sagen möchtest. Ich könnt jetzt ein Nickerchen vertragen. Vielleicht solltest du auch nach Hause... oder bekommst du Ärger, wenn du betrunken bist?"
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Do Dez 27, 2012 4:40 pm

Also hat unser Ladyboy zur Besinnung gefunden. Er ist wieder halbwegs normal, unsere Oxytocin-Spiegel auch und er sagt sogar, dass er vielleicht gehen möchte. Was hast du gesagt? Dass sich alles normalisiert. Nein, das eine Wort ... Ladyboy? Ja ... ER IST JAWOHL KEIN FRAUENJUNGE! Was hast du denn jetzt? Komm mal runter, er hat sich im Restaurant benommen wie eine Frau, hat lange Haare wie eine Frau und als Geisha würde man sicher nicht mehr dran zweifeln, dass er weiblich ist. Ersteres leugne ich nicht, aber die Haare sind toll und männliche Geishas gibt es sogar! Fuck that nonsense ... Danach herrschte Stillschweigen zwischen Symbiont und Wirtin. Jolinar hatte es wohl mit ihren überspitzten Kommentaren ein wenig zu weit getrieben in Anbetracht der Tatsache, dass Chiko Ren gar nicht so unsüß fand, Jolinar dagegen die ganze Zeit über ihn herzog. Trotz des kleinen Streits verlor Chiyoko nun ihr Lächeln nicht. Sie ließ sich von einer Persönlichkeit, die sie mehr liebte, wie sich selbst, trotz allem nicht den Tag verderben, wenn er so schön gelaufen war bisher. Na ja, ausgenommen einiger verletzender Aussagen. Sie hörte dem Wortschwall des Haaradonis zu, verlagerte ihr Gewicht von einer Seite zur anderen und stemmte sachte eine Hand an ihre linke Hüfte, wobei sie den anderen hängen ließ. Es sah wohl so aus, als wäre sie über etwas lächeln, das offensichtlich sei. "Ärger kriege ich deswegen nun nicht. Ich bin erwachsen und kann mein Leben angepasst selbst in die Hand nehmen." Als sie das jedoch so sagte, legte sich ein sehnsüchtiger Ausdruck in ihre Augen. Ja, sie konnte machen, was sie wollte, solange es im Rahmen der Clanregeln war und es Takara nicht verärgerte. Sie hatte einmal davon geträumt, in Kirigakure bei ihrer Managerin zu bleiben, weil hier ihre kleine Gesangskarriere richtig Schwung bekommen hatte und auch Yosai sich wieder mehr öffnete, wenn die beiden zusammen übten, aber in fünf Jahren würden sie weiterwandern. Als hätte es Mizu no Kuni nie gegeben. Wahrscheinlich würden sie Tsukigakure oder ein anderes großes Dorf ziehen. Je mehr Menschen es gab, desto eher verteilte sich der Hass und desto besser konnte man wahrscheinlich auch untertauchen und kein Brennpunkt der Gesellschaft sein. Alles nach Strategie und Taktik, keine weiteren Familienmitglieder zu verlieren wie schon vor Jahrhunderten am laufenden Band. Schleunigst lenkte Chiyoko sich wieder davon ab. Ihr Gesichtsausdruck wurde wieder frischer und jugendlicher, nicht so melancholisch wie für den Bruchteil einer Sekunde von gerade eben. Inzwischen hoffte sie sogar, dass Ren das nicht gesehen hatte. Sie versuchte, diesen Blick nochmal zu kaschieren, indem sie leise lachte. "Ich könnte die ganze Nacht hier verbringen ohne etwas zu sagen, es wäre denen zu Hause im weitesten egal, solange ich irgendwann gesund zurückkomme und ..." Jolinar nicht schade. Aber das konnte sie ihm nicht so offen sagen. Schnell räusperte Chiko sich und beendete dann den Satz: "Und solange ich auch alle anderen um mich herum gesund lasse. Soll ja oft genug vorkommen, dass eine Frau wütend wird und dann zur Furie mutiert." Mit einem kleinen Grinsen über die Schulter und kurz hoch gezogenen Augenbrauen drehte Chiyoko sich nun um. Sie klopfte sich schnell den Schmutz vo ihrem Top, den sie noch vom Sturz durch Rens Tritt direkt auf der Stelle ihres Hautkreuzes hatte. Ein kleines Versöhnungsangebot an Jolinar, auch wenn die nicht drauf reagierte. Nach einem tiefen Seufzen wendete sie sich wieder zu ihrem Trainingspartner und hatte beide Hände an den Hüften. "Du scheinst schnell müde zu werden, wenn ich das unabhängig vom Sake mal so sagen darf. Wie wäre es, wenn wir - da du mich ja in diesem Übungskampf, so kurz er auch war, scheinbar besiegt hast - auf meine Weise mal üben?" Mit langsamen Schritten ging die Blonde auf Ren zu, reckte den Kopf, um ihm in die Augen zu sehen und zeigte ohne hinzusehen auf ihre beiden Füße. "Das wäre mein Training, in dem ich dich garantiert besiegen würde. Zumindestens, sofern du es überhaupt drauf hast. Ansonsten würde ich einfach mal gern so mit dir üben und mich nicht messen. Also: Kannst du tanzen?" Ein selbstsicheres Lächeln trat auf ihr Gesicht. Eine kleine letzte Herausforderung musste sein. Auch wenn Chiko insgeheim nur näher an Ren heran wollte und ganz vielleicht ein wenig selten auch an seine tollen Haare. Beim Tanzen war Körperkontakt nun mal wichtig. Dass man dies "ausnutzte", fiel einfach bewusst unter den Tisch.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   So Dez 30, 2012 10:28 pm

Hach, was erwartete ihn zu Hause? Ein schönes - ungemachtes und noch nicht neu überzogenes - Bett, eine - vielleicht mal aufzuräumende und mit Nahrungsmitteln auszustattende - Küche, ein - intaktes - Bad... kurzum: Ein bisschen Arbeit, die er auf den nächsten Tag verschieben konnte und... Ruhe. Endlich Ruhe an diesem Tag. Er war durch die Straßen gelaufen, hatte sich durch die Leute vielleicht ein wenig entspannen wollen. Dann hatte er seinen Bruder getroffen, sich über Shiemis möglichen Freund lustig gemacht, dann Chiyoko kennen gelernt und mit eben dieser "trainiert". Ach ja... zwischendurch hatte er seinem Bruder einen Schock fürs Leben beschert, aber das lies er mal galant - wie er nun einmal war - unter den Tisch fallen. Kurzum ein ereignisreicher Tag und wenn er so darüber nachdachte, dann konnte er auch abwägen, was das beste Ereignis an diesem Tag gewesen war. Oder vielmehr das interessanteste und amüsanteste. Eben dieses erhob nämlich nun wieder das Wort, nachdem er sich schon daran gemacht hatte, zu verschwinden. Ergo blieb er stehen und legte seinen Kopf seicht über die Schulter, sodass er sie anschauen konnte, wenn er ihr eine Antwort gab: "Sicher? Du scheinst doch ein wenig kindlich zu sein." Ein kleines Grinsen schob sich abermals auf sein Gesicht, doch verschwand es wieder und wurde ersetzt durch fragliche, gekräuselte Augenbrauen, als sich etwas im Blick seines "Gegenübers", beziehungsweise seiner Gesprächspartnerin, veränderte. Er wusste nicht genau, was es war, doch es lies sie unglücklich aussehen. So schnell dieser Ausdruck jedoch gekommen war, so schnell flog er auch wieder hinweg. Ren wusste nicht, ob das jeder bemerkt hätte, doch da er darin geschult war, auf alles Mögliche zu achten und sein Blick auch auf Kleinigkeiten achtete, war es ihm nicht entgangen. Hatte sie familiäre Probleme? Oder mit sich selbst? Naja... im Restaurant hatte sich so etwas angedeutet, als er keineswegs nett zu ihr gewesen war. Im Nachhinein kratzte er sich nun leicht nachdenklich am Kopf und verdrehte dabei die Augen. Sie würde es schon nicht so schlimm genommen haben - sonst hätte sie ihn angesprochen. Jedenfalls machte sie auf ihn den Eindruck, dass sie keinerlei Probleme damit gehabt hätte. Zumal sie einfach so weiter redete... also konnte es nichts schlimmes gewesen sein, oder? "Heh, du wirst dich wundern. Bei mir zu Hause flogen Tische und Stühle durch die Gegend - und das ist nicht mal ein Geheimnis. Wenn meine Familie offiziell ein Clan wäre, wäre sie der Clan der Schlägerbräute." Sein Blick wurde wieder ein wenig entrüstet, beziehungsweise genervt, wenn er so darüber nachdachte, was er alles als Teenager "durchgemacht" hatte. Tische waren da noch das kleinste Problem gewesen. Hatte seine Mutter nicht einmal seinen Vater fast kas-- nein, kein schöner Gedanke. Husch. Weg. Hinfort! Gut so. Denn nun folgte eine Provokation ihrerseits. "Schnell müde?" Nun drehte er sich ganz zu ihr um und hob die Augenbrauen. Sie hatte seine volle Aufmerksamkeit. Gut, das hatte sie vorher auch, doch nun achtete er allgemein auf sie und nicht nur noch auf ihr Gesicht oder das, was sie sagte. "Wenn du so einen Tag wie ich hinter dir hättest, dann würdest du dich nach seinem Bett sehnen oder schon schlafen." Langsam ging sie auf ihn zu. Wollte sie ihn jetzt verführen oder was? Immer noch die Augenbrauen hochgezogen sah er ein wenig ungläubig drein - wenn man es so interpretieren mochte. Schließlich stand sie vor ihm und zeigte auf die Füße. Was sollte das denn nun... Oh nein. Nein! Auf ihre Weise üben?! HALLO?! Das hier war ein Trainingsplatz. Naja, vielleicht konnte er sich einfach dumm stellen, dann verging ihr bestimmt die Lust. Aber sie sagte "üben". Also ging sie davon aus, dass er es nicht konnte? "Ich weiß nicht. Vielleicht kann ich tanzen, aber tu so, als ob ich es nicht kann. Oder vielleicht kann ich es überhaupt nicht." Nun rollte er wieder die Augen. "Gewisse Tänze beherrsche ich, wenn du das fragst, doch habe ich nicht die Absicht auf einem Trainingsplatz zu tanzen. Das ist eine Zweckentfremdung - oder wie würde es dir gefallen, wenn... Ach scheiß drauf. Du bringst mich nicht dazu, zu tanzen. Vergiss es."
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Dez 31, 2012 12:11 am

Ich bringe dich nicht dazu? Das wollen wir doch mal sehen. Training ist Training. Mit einem unterdrückten Lachen senkte Chiyoko den Kopf zu Boden und schloss kurz die Augen. Es schien für sie die übliche Naivität eines jeden Menschen zu sein, der das Wort Tanz hörte und sich sofort in die nächste Ecke quetschte, da er Angst hatte, sich zu blamieren. Was hatten diese Leute nur immer? Gut, sie selbst trainierte es richtig und kannte haufenweise Hüftbewegungen und Schritte sowie Richtungswechsel, aber selbst wenn man nur zappelte und seine Gliedmaßen den anderen ins Gesicht schleuderte ... es war Bewegung, auch wenn recht primitiv. Jedoch hatte niemand das Recht, auch nur den einfachsten Tanz zu verurteilen. Alles begann einmal, egal wie. Was sollten denn Menschen sagen, die gar nicht tanzen konnten? Die würden niemals in diesen Genuss kommen, sich frei bewegen zu können. Rein physisch gesehen, wenn es ihnen unmöglich war. "Denke einmal daran, was dir entgeht, wenn du jetzt ablehnst. Vielleicht brichst du dir in zwei Jahren so unglücklich den Fuß, dass du nie wieder ganz auftreten kannst und mit Krüken laufen musst. Wie willst du dann tanzen? Ich bin mir sicher, dass Menschen, die ein Leben im Rollstuhl fristen, auch gern mal tanzen würden, wenn sie es könnten. Und wie ich sehe, hast du zwei gesunde und auch trainierte Beine, die ja stark genug sind, sogar mich zu tragen. Also bist du fähig zu tanzen, du solltest es nutzen. Könnte ja sein, dass du es mehr bereust, wie wenn du es jetzt doch tust und dann nachher immer noch den Unfall hast. Das ist alles stinknormale Glücksethik. Lohnenswerte Momente sehen und wahrnehmen." Einen kurzen Moment zog Chiko die Luft ein, weil sie so viel gesagt hatte. Kaufte er ihr diese Philosophie ernsthaft ab? Ein Blick in seine Augen und sie hob unschuldig die Augenbrauen an. Natürlich meinte sie das nicht so wirklich ernst, auch wenn es doch einen wahren Kern inne hatte. Keinen Augenblick später lachte sie. Wieso war sie nur so amüsiert? Eigentlich hatte der Streit zwischen Katsura und Takara vor einigen Tagen wieder sämtliche Luft auf ihren Lungen gepresst. Vielleicht handelte es sich um eine Art Therapie. Möglichst schnell vergessen, was sie runter zog, sich selbst zum Lachen bringen und einen jungen Mann dabei anhimmeln, während Jolinar beleidigt vor sich hin schmollte. War sie ... Denk gar nicht erst dran! Ich bin doch nicht auf so 'ne blonde Wurstlocke eifersüchtig! Eventuell, aber niemand wollte darüber urteilen, da man sonst den nächsten Tag nicht mehr erlebte. "Okay, es liegt bei dir, ob du willst oder nicht. Lass mich dir nur mal ... demonstrieren, dass es gar nicht so schwer ist. Keine Angst vor Fehlern oder beurteilenden Blicken nicht vorhandener Personen. Ansonsten mach es wie jegliche Lehrer es ihren Schülern in der Akadamie sagen: Stell dir die Anwesenden in Unterwäsche vor." Ohne dabei zu ahnen, was diese Aussage vielleicht nach sich zog, trat Chiyoko einen Schritt zurück, richtete zum x-ten Mal ihr Oberteil und lächelte dann spielerisch. "Da wir keine Musik haben, werde ich einfach selbst Musik sein." Das klang wunderschön poetisch, wenn es nach ihr ging, aber sie war keine Dichterin. Eine Künstlerin, aber ihr lag die Kunst des Tanzes, des Gesangs und der äußerlichen Anspielung. Sie setzte somit nun ihr kleines Genjutsu ein, das die Grundlage für sämtliche andere Techniken in ihrem Reservoir bildete. Es war ja nichts Gefährliches, also musste sich niemand Sorgen machen. Schon gar nicht Ren, der das Ziel dieser Technik war. Das erste Lied, das sie anstimmte, war relativ durchschnittlich und wellenartig zu begleiten. Die ersten Wörter erklangen aus scheinbar allen Richtungen durch dieses Jutsu, während Chiyoko langsam begann zu singen. Sie schloss dabei die Augen und auch schaffte sie es, ein bisschen moderne Hintergrundmusik dabei aufkommen zu lassen. Nur zur eigenen Stimme zu tanzen wäre ja etwas gewöhnungsbedürftig. So begann sie auch mit einer Drehung zur Seite, streckte dabei die Hand zum Himmel, als würde sie nach einer Wolke greifen und drehte dabei grinsend den Kopf zu Ren. Vielleicht war es ihm peinlich, sie so statuenhaft zu sehen, aber zu so einem Lied tanzte man nun einmal so. Und ihre Jazz-Allüren gehörten in abendliche Etablissements. Nach ein paar weiteren Bewegungen und Drehungen sang Chiyoko einfach weiter, ging auf ihren Kandidaten zu und hielt ihm beide Hände hin. Zwischendrin flüsterte sie drängend: "Na mach schon." Also wenn er sie jetzt nicht begleitete, riss sie ihn zu sich. Ansonsten beleidigte er ihre Ehre als Tänzerin und Sängerin. Als kleine Unterstützung bot sie ihm einen Schmollmund der Extraklasse, neigte den Kopf und sah ihn leicht von unten an, damit ihre Augen noch größer und bettelnder wirkten. "Bitte~"

Verwendetes Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Dez 31, 2012 2:10 pm

Wann hatte er eigentlich das letzte Mal... War das nicht auf dieser einen schrecklichen Mission gewesen, zu welcher er gezwungen worden war? Wo sie keine Kunoichi mehr zur Verfügung hatten und man dachte, dass man mal sein langes Haar ausnutzte? Ernsthaft? Hatte er da das letzte Mal wirklich getanzt? Naja, aber eigentlich konnte man doch Kämpfen auch als Tanz bezeichnen, oder? Die Wahrheit, dass es so lange her war, kotzte ihn nämlich mehr oder weniger an. Die Kraftausdrücke waren hier tatsächlich gerechtfertigt. Sollte er also doch tanzen nur um zu bewerkstelligen, dass er auf die Frage "Wann hast du das letzte Mal getanzt?" anders antworten könnte? Nein. Nein, nein, nein. Da musste sie sich schon etwas anderes einfallen lassen. Und es half auch nicht, dass sie so nah bei ihm stand und den Kopf auf den Boden richtete, die Augen schloss und offenbar Vorstellungen von Tanzschritten hatte... oder sich ihre nächsten Worte auf der Zunge zurechtlegte - welche dann auch schnurstracks kamen. "Vielleicht breche ich mir aber auch den Fuß beim Tanzen? Das kann genauso gut geschehen, wenn man umknackst oder dergleichen - alles schon gesehen und wenn das Fußgelenk einmal richtig hinüber ist, dann ist es hinüber. Was ich damit sagen will ist die Tatsache, dass du nicht wissen kannst, was kommt und um ehrlich zu sein, will ich das auch gar nicht. Was kümmert es mich jetzt, was in ein paar Jahren ist? Wenn ich mir ständig auf diese Art und Weise Sorgen machen würde, wo würde denn dann bitteschön der Spaß im Leben bleiben? Ich lebe lieber im Hier und Jetzt als in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Daher musst du dir wohl oder übel ein anderes Argument überlegen." Auch... Ach, ihre Augenbraue und dieser unschuldige Blick würde auch nichts an seiner Ansicht ändern: Nein, sie sollte sich bloß nicht so anstrengen. Das kostete ihr nur unnötige Energie. Hey! Wieso fing sie an zu lachen? Machte sie sich etwa über ihn lustig? Ernsthaft?! Hatte er irgendetwas lustiges gesagt oder hatte er irgendetwas im Gesicht? Nicht, dass er wüsste - immerhin hatte er nichts gegessen... Apropos: Vielleicht sollte er das mal. Wäre vielleicht besser, ja. Man... er musste sich anstrengen, nicht gleich mitzulachen - er wusste nicht, wieso sie lachte, aber ihr Lachen war irgendwie ansteckend. Aus einem unerfindlichen Grund machte sie das sympathisch. Nun aber musste er sich um ein Haar die Hand vors Gesicht nehmen. Unterwäsche. Ja, genau. Man sollte einem Schürzenjäger so etwas ins Gesicht sagen, wenn man so nahe vor ihm stand und vom Tanzen redete. Aber nein, das rief doch niemals im Leben diverse Kopfkinos hervor. Nein, wo dachten die heute hier versammelten Leser und Leserinnen denn nur hin. Ren spürte regelrecht, wie das Blut langsam in die Nase schoss, doch laufen würde es nicht. Keine Chance. //Ja, lächle nur so verführerisch wie du willst... da ist meine Oma ja noch attraktiver.// Guter Gedanke. Das brachte ihn wieder zurück in die Realität. "Du in Unterwäsche? Vielleicht solltest du das ja lieber tun, damit du mal anfängst... Derweil würde ich nämlich langsam gehen." Seine Mimik war dabei so begeistert wie ein Gartenzaun. Na super, nun fing sie auch noch an zu singen, das konnte ja etwas ganz tolles sein. Und oh, da tanzte sie schon. Sollte er nun applaudieren, oder was? Gut, sie tanzte nicht schlecht - soviel konnte sogar er sehen -, aber das würde ihn trotzdem nicht zum Mittanzen bringen. Auch, wenn sie dabei befreit aussah und ganz in ihrem Element. Zumal ihre Gesangsstimme wirklich erstklassig war. Vielleicht sollte er auch mitsingen? Nein, darauf lies er sich nicht ein. Als sie also seine Hände ihm entgegenstreckte, verschränkte er demonstrativ seine Arme vor der Brust, wobei er die Melodie ein wenig... kurz blickte er sich in der Umgebung um. Keine Felswände, von welchen der Schall widerhallen konnte. Wieso kam ihm das Lied dann so vor, als ob es von überall widerhallte? Sie war keine Taijutsuka, also war sie vielleicht...? Naja, das würde er schon sehen. Was er wusste war, dass sie unmöglich so eine gute Gesangsstimme haben konnte. Aber wenn sie wirklich eine Genjutsuka war, so würde sie bei ihm damit auf Sand setzen. "Gott, willst du so lange schmollen, bis ich dir die Lippen abbeiße?" Er rümpfte dabei leicht die Nase und hatte die Augenlider halb geschlossen, wodurch er nur noch genervter aussah. Er würde nicht tanzen. Oh nein. Dazu würde sie ihn nicht treiben. Nein, nein, nein. Also drehte er sich mit einer galanten Bewegung um, kehrte ihr den Rücken zu - war jedoch aus einem merkwürdigen Gefühl dessen heraus, was sie vorher mit seinem Hintern getan hatte - auf alles gefasst. Sie sollte ihm bloß nicht mit diesem Bettelblick vor Augen treten - vielleicht hatte er sich ja auch deshalb abgewandt. Naja, war ja nun auch egal...
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Dez 31, 2012 5:00 pm

Sie erhob sich aus ihrer Eigenstarre, hatte die Stirn schmollend gerunzelt und die Arme verschränkt; wie das weibliche Ebenbild von Ren. Jolinar wandte sich wieder an ihre Wirtin: Wenn du einen Mann zu etwas bringen willst, appeliere an seine Männlichkeit und Selbstlosigkeit. Das sage ich immer bei Paschern, aber der hier ist ja noch engstirniger wie Cordesh, wenn es um Takara geht. Ich glaube, du musst ihn ... na ja, was du die ganze Zeit anhimmelst. Du weißt schon. Fürs Erste beendete Chiyoko ihr Gesangsjutsu, sodass die Umgebung wieder verstummte. Sie schloss die Augen, als Ren sich umdrehte, und atmete angestrengt aus. Er war gerade anstrengender als ein kleiner Junge, dem man seinen Spielzeug-Hokage weggenommen hatte und heulend auf dem Boden saß. Selbst so ein schwieriger Fall wäre einfacher für die Teshima zu regeln, als ein bockiger Kitoku, der sich mit seinen Hörnern in seine Willenswand bohrte und nicht herausgezogen werden wollte. Bevor er einen Schritt davon setzen konnte, griff sie mit einer Hand nach vorne und - ja, sie tat es mit voller Absicht - griff in seine Haare, um eine volle Strähne zu finden und festzuhalten. "Na na, so schnell nun auch wieder nicht", tadelte sie Ren mit gespielter mütterlicher Bosheit. Chiko zog nicht allzu sehr an seinem Haar, es tat nicht weh, aber ein Ziehen machte sich eben doch bemerkbar, dass da jemand eine gewisse bockige Person am Gehen hindern wollte. Die andere Hand, die keine Haare umklammerte, stemmte die 25-Jährige in die Hüfte und zog eine Augenbraue zweifelnd hoch. "Du verletzt mich, wenn du jetzt einfach gehst.", brach sie stumpf heraus. "Keine Ahnung, wie viel du eigentlich von körperlichen Künsten verstehst, aber sie so mit den Füßen zu treten kommt dem gleich, was ich über die Schwertshinobis denke. Pascher, die nur einen Titel haben, weil sie cool sein wollen, interessieren mich nicht. Und trotzdem bemühe ich mich gerade. Also sei doch fair und hau jetzt nicht ab, wie wenn der große Bruder deines Erzfeindes dir deinen Lieblingsball kaputt gemacht." Danach ließ sie seine Haare los und nahm eine vorwurfsvolle, jedoch auch erwartungsvolle Haltung ein. Vielleicht war er doch jünger wie er aussah und die jugendliche Naivität, die sich gerade an den Tag legte, war völlig altersgemäß. Mit über 22 Jahren sollte man sie jedoch längst abgelegt haben. Chiko hatte dies jedenfalls schon getan. Nach einem ehrlich leicht genervten Seufzen blickte sie zu Boden, weil ihre kindliche Hoffnung, ein wenig Spaß zu haben, von seiner Sturheit zermalmt wurde wie eine Gazelle von einem umkippenden Gnu. "Wenn du dir zu stolz bist, selbst zu tanzen, dann lass mich dir wenigstens eine Art Einladung aussprechen. Ich bin kein Typ für Flyer und sonstigen Kram, deswegen mache ich es entwender persönlich oder hoffe auf Mundpropaganda. Besuch' morgen Abend einmal die Bar Kirigakures Sonnenbucht. Um 22 Uhr in etwa. Keine Sorge, das ist keine schäbige Lokalität. Da kommt man nur herein, wenn man über 18 Jahre alt ist. Es ist eher so etwas wie ein ... Etablissement, ein gewisses Niveau. Ich hoffe mal, dass du dich wenigstens dazu überreden lässt, weil ich dich dort gern als Besucher sehen würde. Zieh dir ein Hemd oder so etwas an, denn in Kimonos werden kaum Leute da sein. Klar?" Klar, aber wusste sie, wozu sie ihn gerade eingeladen hatte? Zu einem ihrer persönlichen Konzerte in einer Bar, die von wenigen Frauen und endlos vielen Männern besucht wurde. Sie musste mit Asuka nur noch einige Details besprechen, der Auftritt stand schon fest. Glücklicherweise hatte Chiyoko es in ihren Augen auch so formuliert, dass er sie dort nicht sofort als Sängerin vermuten würde. Ja, sie würde ihn gern als Besucher dort sehen, aber nicht, während sie an der Bar wartete, sondern während sie in umschmeichelnden Licht- und Schattenspielen auf der Bühne stand, sang und ihr Cousin Klavier spielte. Hoffentlich war diese kleine unbedachte Überraschung eine nette Idee und Chiko hatte wenigstens eins seiner Stierhörner aus der Wand ziehen können.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Dez 31, 2012 5:39 pm

Was würde nun kommen? Würde sie ihm versuchen in seine Weichteile zu treten, wie Kagome damals immer? Würde sie ihm ein falsches Kibaku Satsu an den Rücken kleben, wie Tenshi? Oder würde sie ihn einfach mit Kulleraugen, denen er einfach nicht widerstehen konnte, anflehen - wie es Shiemi immer tat? Oder aber würde sie doch die Mutter raushängen lassen, wie es die seine immer machte und.. "Argh..." Sie hatte doch tatsächlich ein paar Strähnen seines wohl gemerkt dichten Haares gepackt und daran gezogen. Eindeutig. Sie war wie seine Mutter. Zu ungern erinnerte er sich daran, wie er als kleiner Junge desinteressiert aus den Räumlichkeiten gehen wollte und dann so wieder zu Tisch gezogen wurde. "Trainiert wird nachher!", hatte es immer gehießen. Jaja... seine Mutter, das Essen, seine Tischmanieren,.... und der sichere Tod, wenn er ein Widerwort geben würde. Eine kleine Zornesfalte landete somit auf seiner Stirn, die er gewohnter Weise unterdrückte. Nur seine Mutter hatte ihn bisher an den Haaren gezogen. Klar, er war es irgendwo auch auf Grund seines Charakters gewohnt, an den Haaren gezogen zu werden, aber nicht auf dem Trainingsplatz. Von einer Frau, die nicht seine Mutter war und doch ernsthaft gefragt hatte, ob er mit ihr tanzen üben wollte. Sollte das ein dummer Scherz sein?! Man könnte gerade, wenn man viel Fantasie besaß, einen Donner im Hintergrund hören, oder ein unheilvolles Geräusch, als Ren über die Schulter zu ihr blickte. Man sah ihm an, dass er nicht erpicht darauf gewesen war, sich an den Haaren ziehen zu lassen. Allerdings weiteten sich kurz seine Augen, als sie sagte, dass er sie verletzen würde, würde er denn nun gehen und sie folglich stehen lassen. Ren wusste nicht warum, aber irgendwie führte das dazu, dass er einen weicheren Ausdruck in den Augen bekam und seicht lächeln musste. Wahrscheinlich erinnerte sie ihn damit an Shiemi oder auch an sich selbst, als er noch klein war und des Öfteren alleine gelassen wurde. Daher nahm er schließlich ihre Hand und drehte sich wieder um. Ob sie es gemerkt hatte? Er wusste es nicht, denn sie schien ihm so, als ob sie in ihre Rede vertieft wäre. "Hm...", kam es nur gespielt nachdenklich von ihm, doch lies er ihre Hand nicht los, als sie dennoch seine Haare losließ. "Die Einladung nehme ich sehr gerne an, aber wenn ich so darüber nachdenke... ein Hemd ist doch ziemlich ungewohnt." Bei dem Gedanken daran, rollte er nur die Augen. "Aber gut.... Also?" Immer noch ihre Hand in seiner haltend, nahm er eben diese hoch und legte sie auf seine Schulter. "Tanzen wir. Aber nur, wenn ich danach meine Ruhe habe, kapiert?" Man, er hatte was dagegen, wenn man ihm offen sagte, dass er andere verletzte. UNd wenn er davor noch zu eben dieser Person etwas nicht nettes gesagt hatte, fühlte er sich umso schuldiger. Und wenn man dann noch der süßen Shiemi in der Hinsicht ähnelte, sowie man ihn auch an seine nicht vorhandenen sozialen Kontakte damals erinnerte... da konnte er nicht anders. Und da eben dies ihn ein wenig aufregte, war er es nun, der sich leicht auf die Unterlippe biss, um diverse Kommentare von der Aussprache zu trennen, ergo nicht zuzulassen, dass eben diese ausgesprochen wurden. "Wobei. Ich glaube..." Er trat einen Schritt zurück und wollte ihre Hand doch wieder von seiner Schulter nehmen. "...du bezweckst eine andere Art von Tanz, oder?"
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Dez 31, 2012 6:13 pm

Siehst du? Ehrlichkeit zahlt sich meistens mehr aus als irgendwelche üblen Versuche, seine männliche Aufmerksamkeit zu erregen. Innerlich schürzte Chiyoko darauf die Lippen, aber ja, Jolinar hatte schon gut beobachtet, dass das offene Geständnis, sie wäre beleidigt, wenn er ginge, eine ziemlich gute Wirkung hatte. Zumindestens für ihre kleinen Hoffnungen. Als er sich dann umdrehte und sagte, Hemden seien ungewohnt, musste sie zärtlich lächeln. Das war es doch für die meisten Männer. Naja, ausgenommen von Yosai und vielleicht ihrem Vater. Kotaro war ziemlich schräg im alltäglichen Leben. Der dachte über solche Unterschiede und Regelmäßigkeiten so sehr nach wie über das Haarwachstum von Bisamratten. Und Yosai trug erstaunlich oft ziemlich noble Sachen, da er sich erstens oft als Begleiter von Chiyokos Auftritten blicken ließ und zweitens kaum andere Kleider als jene besaß. Vielleicht hing es mit seiner mentalen Störung zusammen, dass er sich nur in Hemden und Anzügen wohlfühlte, aus welchen Gründen auch immer. "Viele finden das ungewohnt. Ich würde es jetzt auch nicht als üblich ansehen, mir eine Bluse anzuziehen, was ja das bekannte Gegenstück zum Hemd ist. Aber ich bin mir sicher, auch wenn es ungewohnt ist, steht es dir hervorragend." So schnell dieses leise Kompliment über ihre Lippen gehuscht war, bemühte sie sich darum, auf etwas anderes umzulenken, weil Chiyoko nicht unangenehm lange auf solchen Vermutungen und Vorstellungen herumkauen wollte. Sie hatte es geäußert, aber wollte nicht darüber diskutieren. Manche Deppen stellten dann Fragen wie Ach, findest du? und so etwas hasste sie wirklich. Immer noch mit diesem gemütlichen Grinsen bestückt beobachtete Chiyoko leicht nostalgisch, wie Ren ihre Hand festhielt und sie zu seiner Schulter führte. Auch eine interessante Geste für das heutige Kennenlernen. Etwas vorschnell mitunter, aber es ging ja im Prinzip um's Tanzen, nicht ums Händchenhalten. Das ginge dann auch wesentlich zu schnell, wenn Jolinar das mal notieren dürfte. Sie machte keine Anstalten, ihm ihre Hand zu entziehen, weil sie es doch ganz schön fand, aber als er darauf kam, dass ein langsamer Tanz in dieser Umgebung vielleicht unangebracht war, lachte sie leise auf und eignete sich ihre Hand wieder an. "Ich habe nicht das Recht, dich zu nerven bis du blau anläufst, keine Sorge. So weit treibe ich es garantiert nicht", lächelte sie noch über seine Frage, ob er dann seine Ruhe haben dürfte. Es schwang ein leichter selbstkritischer Unterton mit, der wieder darauf deutete, dass Chiko sich selbst nie ganz akzeptierte und auch mitunter von sich selbst angekotzt war. Also ein hörbares Verständnis für Ren, dass sie es nachvollziehen konnte, sollte sie ihm missfallen. "Ja, du hast Recht. Einen Walzer auf einer feuchten Wiese zu tanzen, eignet sich nicht gut. Ich wäre da eher für was Schnelleres, was nur mitunter Partnerkontakt erfordert." Chiyoko holte Luft, begann erst einmal in ihrem kleinen Genjutsu Musik anzuspielen und holte dann gut gelaunt mit einem sportlichen Ton aus. Die Bewegungen dazu glichen eher einen Sportübung, aber das passte nun einmal zu dieser Musik. Sie stellte sich neben Ren und blickte noch mit einem letzten zumutenden Nicken zu ihm, bevor sie anfing sich zu bewegen.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Di Jan 01, 2013 2:36 pm

Irgendwann sollte er in dieser Hinsicht vielleicht "stärker" werden: Einfach nicht mehr so einlenken, wenn er Mitleid verspürte und er vorher nicht so... gute Dinge getan hatte. Vielleicht sollte er einfach einmal darüber hinwegsehen und weiterhin seinen Weg gehen. Einfach ein wenig ignoranter sein und dem ein oder anderen dadurch zeigen, dass das Leben nie so ging, wie man es erwartete. Ja, vielleicht wäre das sogar besser, aber er konnte es einfach nicht. Nach außen hin war ihm so vieles egal - auch von innen eigentlich - , aber wenn er den Eindruck hatte Menschen wirklich verletzt zu haben, dann würde er diese Dinge auch wieder gut machen. Das gehörte zu ihm, wie sein Schwert. Selbst, wenn er so etwas nie gerne zugab. Selbst, wenn er lieber den Bösen spielte und nicht den Kerl, der eigentlich doch ganz in Ordnung war. Jedenfalls beschloss er, dass er Chiyoko damit für heute einen Gefallen genug getan hatte - aber hey, die Einladung war auch nicht schlecht. Er müsste nur irgendwo herumkramen und sich ein Hemd heraussuchen, um dann dort aufzukreuzen... Seine Mutter würde Stoßgebete sprechen und allen Göttern, an welche man irgendwie glauben konnte, wohl danken, dass sie so etwas noch erleben durfte. Sein Onkel würde hingegen heulend in der Ecke sitzen, da er ja die "Uniform" seines so tollen Dôjos ausgezogen hatte (wahrscheinlich sollte er auch noch darin schlafen). Hey, apropos schlafen: Das wäre auch keine schlechte Idee, doch hatte er immerhin gerade seiner Gesprächspartnerin den nächsten Tanz zugesagt. Meh. Nun hatte er aber nicht mit ihren nächsten Worten gerechnet, woraufhin er eine Augenbraue hob. Hatte sie ihm gerade ein Kompliment gemacht? Moment, wollte sie sich dadurch einschleimen? Interessante These. "Ich weiß, dass mir Hemden stehen - ich musste als Teenager mal sowas anziehen...." Als er noch keine langen Haare hatte - aber das murmelte er daraufhin nur vor sich hin. "Allerdings finde ich, dass dir eine Bluse doch durchaus stehen würde. So in weiß - würde sehr gut zu deinen Augen passen. Hätte etwas Gebildetes und so - du weißt schon, die Farbe "weiß"... heh, das kann in vielen Köpfen auch als Unschuld interpretiert werden... da ich aber kein Modeberater bin, solltest du das nun nicht so eng sehen." Man merkte an seinem lockeren Ton, dass er frei heraus sprach, einfach das sagte was er dachte. Aber das war in gewisser Hinsicht vielleicht auch gar nicht so schlecht. Irgendwie mochte er es, wenn sie lächelte oder grinste. Oder einfach lachte, wie jetzt. Ren bemerkte einen leichten Unterton, doch ging nicht weiter darauf an - immerhin konnte man sich ja auch einmal verhört haben. Daher las er nichts weiter daraus, ließ das unter den Tisch fallen, unterdrückte aber abermals das Verlangen, seinen Finger zur Nase zu führen. Etwas, welches andere anekelte und er auch vielleicht deshalb des Öfteren tat. Einfach um andere zu nerven. "Nicht das Recht, mich zu nerven? Aber das Recht meinen Hintern zu begrapschen und ihn zu versohlen? Hey, ich weiß genau, dass du dir das vorstellst." Gespielt ernst sah er sie nun an, als ob er mit seinem Blick eine Antwort aus ihr herausbohren konnte - sie wusste hoffentlich, dass es nur gespielt war und nicht sein voller Ernst. Dennoch legte er den Kopf schief und versuchte ihre Aussage mit der Unterwäsche aus eben diesem zu bekommen, wenn sie erwähnte, dass es nun "Partnerkontakt" erfordern würde. Das würde mit Sicherheit sehr interessant werden. Und amüsant. Überhaupt eigentlich. Dennoch hatte er diese Art von Tanz noch nicht so wirklich bezweckt - naja, es gab immerhin stets ein erstes Mal. Ah, da kam sie wieder. Die Musik, welche von allen Seiten kam. Wollte sie es also doch sportlich haben? Nun musste er erneut eine Augenbraue heben. Ein wenig gemächlich mit einem eher weniger begeisterten Gesichtsausdruck bemühte er sich nun neben sie und beobachtete ihre Bewegungen. Vielleicht hätte er ihr sagen sollen, dass er ein sehr schlechter Lerner wäre? Nun denn... Man konnte es mal versuchen... oder etwa nicht? Daher versuchte er sich nun einmal daran, die ihren in etwa nachzumachen - nur, dass sie nicht so weiblich aussahen. Was auch irgendwo gut war, nicht wahr? Wenn es aber peinlicher werden sollte, würde er sich dann doch einmal des Nebels bedienen... aber von eben diesem war erfreulicher Weise ausreichend da.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Di Jan 01, 2013 4:08 pm

Sie in einer weißen Bluse? Wie stellte er sich das bitte vor? Sie besaß nicht mal einer in der Richtung. Im Notfall konnte sie sich immer noch was von ihren Schwestern leihen, aber sie war doch eher der Top-Fan, einfache Shirts, leger und praktisch. Wie sie es gesagt hatte, war es auch für sie nicht üblich, mal so etwas zu tragen. Wenn sie sich für ihre Auftritte zurecht machte, dann wählte sie immer irgendeine Art von Kleidern, aber niemals zweiteilige Sachen, die eher büromäßig wirkten. Blusen erinnerten sie immer an Sekretärinnen, die nichts anderes als Papierkram zu erledigen hatten. Und sie war Sängerin, also eher für Kleider zu haben. Trotzdem war sie innerlich gerührt, als Ren meinte, dass eine weiße Bluse zu ihren Augen passen würden. Das war schon irgendwie süß, aber wieso ausgerechnet zu ihren Augen? Bewundernswert waren die ganz sicher nicht. Die waren grauer als zwei graue Stare parallel auf beiden Augen. Grau wie Granit, grau wie ein regnerischer Himmel, grau wie die Haare aler Großmütter in Kiri. Er sollte sein Kompliment nicht übertreiben, da sie es nicht für sich selbst als wahr ansehen konnte. Aus jeder Perspektive sah eine Tatsache anders aus. Ihm gefiel vielleicht dieses Grau; Chiyoko würde dafür morden, wenn sie nur so ein Blau in ihren Augen wie Katsura hätte. Dieses wundervolle Blau konnte sogar als eigene Lichtquelle dienen, wenn man in einem stockdunklen Raum stand. So sehr verehrte sie die Iriden ihrer jüngeren Schwester. "Sagte der blonde Kerl, der zuerst mein Hinterteil berührt hat", erwiderte Chiyoko danach kleinlaut auf Rens Aussage, sie hätte ihn begraptscht. Das war Rettung in letzter Sekunde für ihren Sieg in einer kniffligen Lage gewesen, kein Begrapschen. Berühren, ja, aber nicht aus egoistischen Gründen. Na ja ... vielleicht ein wenig, aber das wollte niemand laut aussprechen. Als die beiden dann dabei waren, dem flinken Rhythmus, Chiyokos Stimme und Ren ihren Bewegungen zu folgen, amüsierte sie sich köstlich. Die Hüftausschwenkungen fielen einer Frau wahrscheinlich einfacher als einenm Mann. Zumindestens wenn es darum ging, vorgeführten Drehungen hinterher zu kommen. Chiko holte mit links aus, folgte sogleich mit rechts und lächelte darüber, als Ren versuchte, dieser Bewegung zu folgen. Sie wollte es aber auch nicht überziehen und übertreiben. Immerhin war es schon ein eisiger Weg gewesen, ihn dazu zu bewegen, von bockig auf tanzend zu schalten. Den letzten Sprung nach rechts mit einem Griff nach oben, dasselbe spiegelverkehrt und dann eine Drehung, sodass sie direkt vor ihrem Mittänzer endete, dann war die kleine Session vorbei. Es waren nicht einmal sechs Minuten, die sie so nun zugebracht hatten. Würde ihn das so sehr ermüden und an seinen Nerven zehren? Sie schüttelte innerlich wissend den Kopf. Selbst für Anfänger war es doch nicht so schlimm, wie er vielleicht dachte. Mit leicht beschleunigter Atmung warf sie ihre Haare nach hinten, die über ihre Schultern gefallen waren, und strich sich kaum merklich über den Bauch. Für Chiyoko eher eine typische Geste, um Anspannung in ihren Hautkreuzlappen zu beseitigen, die von flinken Bewegungen her rührte. Für Fremde wirkte das meist jedoch, als wäre sie schwanger und würde behutsam über ihr Ungeborenes streicheln. Deswegen nahm sie die Hand auch wieder weg, verschränkte die Arme und bohrte mit der Hacke ihres rechten Fußes unbewusst im Boden. "So schlimm war es doch nicht oder? Und vier Minuten Tanz sind doch nichts im Vergleich zu über zehn Minuten Vor-Ren-Flüchten-Sich-Schnappen-Und-Über-Die-Schulter-Legen-Lassen. Aus meiner Sicht." Ein amüsiertes Grinsen breitete sich wieder aus, als sie ihre Atmung letztlich runter gefahren hatte. "Du wärst dann nun auch wieder ein freier Mann, du hast ja mitgemacht. Ich belästige dich nicht weiter. Vorerst."
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Di Jan 01, 2013 5:34 pm

Die Skepsis auf ihrem Blick, als er den Vorschlag mit der weißen Bluse gemacht hatte, war kaum verkennbar: Ja, sie hatte gesagt, dass sie nicht wirklich Blusen anzog, aber bei den Kami: Hatte er jemals gesagt, dass er Frauenkleider oder diesen dummen Haori anziehen würde? Ebendrum: Das hatte er nicht und ersteres würde er sowieso lieber vermeiden. Apropos Haori: Es wäre doch wirklich recht unpassend, wenn sich eben dieser noch auf seiner Schulter befunden hätte, hätten sie angefangen zu tanzen. Daher war es vielleicht eine gute Idee, eben diesen auf den Boden gleiten zu lassen und sich dann weiter den Tanzschritten zu widmen. "Erwiderte die junge Dame, welche es provoziert hat, als sie - mir nicht widerstehen könnend - auf mich warf~" Es war nicht leicht ihren Schritten zu folgen und Ren war froh, dass er kein Neuling im Tanz war. Es war wirklich nicht leicht und so bewunderte er ihre flinken und schnellen Schritte - okay, vielleicht nicht allzu schnell, wie sich das nun anhörte, doch wenn man versuchte, ihnen zu folgen... hätte man es gerne langsamer. Oder man wäre gern einer dieser arroganten Rot-- Nein. Das wäre er trotzdem nicht. Also versuchte er sich weiterhin auf ihre Bewegungen zu konzentrieren, wobei die seinen doch wahrlich nicht genauso schnell und fließend waren. Aber was sollte man auch von ihm erwarten? Dass er von Null auf Hundert gleich alles konnte? Ja, nach zwei Minuten glaubte er in etwa, dass er sich nun nicht mehr ganz so unpassend bewegte und dass er sich ganz gut schlug, wenn er das mal sagen würde... Aber an den Stellen, wo sie sich dann doch ein wenig näher kamen, als vielleicht von beiden gewollt, merkte er erst recht, dass Chiyoko auf einem ganz anderen Level in dieser Art tanzte. Wo sie das wohl gelernt hatte? Oder hatte sie das Kämpfen durch den Kampf gelernt? Solche Methoden gab es hier und da immer wieder: Man sagte den Kindern, die Bewegungen seien wie ein Tanz. Oder einem Taijutsuka sagte man, dass das Ausweichen wie das Aufheben einer Jacke war und dergleichen. Einfach, um ihnen einen gewissen Grundüberblick zu verschaffen und es ihnen näher zu bringen. Wobei er das bei Chiyoko ausschließen konnte, denn immerhin hatte sie unter Beweis gestellt, dass sie nun wirklich keine Taijutsuka war. Als er kurz einen Moment nicht aufpasste, da er sich selbst auf eine Bewegung konzentrierte, landete sie schließlich auch vor ihm... und das nach einem sehr galanten Sprung, der nicht wie ein Sprung ausgesehen hatte. Eher hatte er etwas "Gutes" und Fließendes gehabt. Daher hob er anerkennend eine Augenbraue. Chiyoko schien nun allerdings leicht außer Atem zu sein und strich sich über... den Bauch? Was war das? War sie schwanger? Nein, das glaubte er nicht. Wer schwanger war, der trank kein Alkohol... dafür müsste sie schon ziemlich unverantwortlich sein und das war sie seiner Ansicht nach nicht. Naja, er musste nicht alles hinterfragen, oder? Sonst würde man ihn noch als Stalker bezeichnen. Doch würde er sich diese Begebenheit merken. Vielleicht kam sie selbst einmal darauf zu sprechen - oder es war gar nichts. Dennoch: Wenn sie dachte, sie sei zu dick oder dergleichen, sollte sie sich gleich irgendwo hinstellen, wo er sie zu Boden ringen könnte. Das war sie nämlich nicht. "Oh, du gibst dem, was wir gemacht haben, einen passenden Namen. Ergo hat es dir wohl Spaß gemacht. Aber nein, es ist nichts im Vergleich dazu - und doch bin ich nicht außer Atem. Es war nur ein wenig... neu." Neu war wohl der neutralste Begriff, den er hatte finden können und um ehrlich zu sein, hatte es ihm gar nicht so wenig gefallen. Schließlich schien sich ihre Atmung wieder beruhigt zu haben, was sie jedoch nur noch amüsierter grinsen lassen schien, weshalb er es ihr gleich tat. Jaja, das Grinsen war schon etwas schönes, oder? Nur war es nun das seine, welches bei ihrer Aussage noch breiter wurde. "Ein freier Mann? Was veranlasst dich zu der Annahme, dass zu Hause keine Freundin auf mich wartet, die mich zu anderen Dingen nötigt? Vielleicht war ich ja gerade freier denn je?" Säuselnd kamen die Worte über seinen Mund und er kratzte sich am Kinn. "Vielleicht war diese Belästigung ja eine wunderbare Erholung für mich. Apropos Erholung: Wie gehts dem Alkoholspiegel?"
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Di Jan 01, 2013 8:17 pm

Chiyoko wurde eigenartig hellhörig, als plötzlich dieses Staatsfeindnummer-Eins-Wort mit F fiel. F wie verdammt!? F wie verflucht!? F wie Das-kann-nicht-sein - Moment, so falsche Grammatik hatte selbst die Teshima nicht inne. Wieso denn Freundin? Freundin, hä? Wer war diese hässliche Bestie, die sich diesen Status erschlafen hatte? Innerlich blitzte in Chiko eine kleine Zornesflamme auf. Aus irgendwelchen unnatürlichen Gründen störte dieser Gedanke sie immens, dass da bei Ren zu Hause irgendso ein scheinheiliges Weib sitzen könnte, das ... na ja. Schneller war, attraktiver, Chiyoko zuvor gekommen? Warum hatten ausgerechnet immer gutaussehende, eklig hochrrangige Männer schon ein Verhältnis? Irgendwo stimmte der Spruch dann wohl: Männer sind wie Toiletten, entweder besetzt oder scheiße. Entsprechend war Chiyokos Gesichtsausdruck gerade sehr angesäuert. Obwohl sie es nicht zeigen wollte, verzog ihr Antlitz sich doch schon sehr skeptisch. Freundin ... Die will ich mal sehen. Das ist bestimmt nur so 'ne angeknackste Platinblondine mit roten Nägeln, nuttenroten Lippen, künstlichen Brüsten und nadeldünnen High Heels. Eigentlich würde ich ihm so einen Geschmack ja nicht zutrauen, aber na ja. Solche Weiber konnten die Männer am besten herum kriegen. Nur ein bisschen mit den Wimpern klimpern genau wie mit dem Dekolleté. Ätzend. Hast du das kleine Wörtchen "vielleicht" überhört? Chiko, er sagt doch gerade keine Tatsachen, sondern nur Annahmen, um dich zu ärgern. Reg dich nicht so auf. Ich bin sicher, er ist alleinstehender, als er es vielleicht sogar will oder sich selbst zugestehen würde. Psychologie und so. Pfeif auf Logik! Was unterbreitet er mir hier diese Vorstellung, dass zu Hause irgendein Weib mit gespreizten Beinen auf ihn wartet?! Wow, so neidisch habe ich dich ja noch nie erlebt. Nicht einmal wegen deinen Augen oder deinen Haaren. Chiko ist verlieeebt, Chiko ist verlieeebt. Ren und Chiko sitzen auf 'nem Baum, sie ...Ach, sei still. Ich bin weder das eine noch sitze ich auf irgendnem Baumstamm. Ich sitze morgen höchstens in Einzelhaft, wenn sich meine manikürten Klauen um den Hals dieses Weibs schließen. Unbewusst biss Chiyoko sich auf ihre Unterlippe. Ja, Ren hatte eindeutig eine sehr eifersüchtige Ader angeschnitten, aus der gerade jegliche Abneigung gegen diese fiktive Frau heraus quoll wie dickflüssiges Blut aus einer klaffenden Halswunde. Chiyoko. Komm mal runter, sonst muss ich mir gleich wieder anhören, dass Ren dir die Lippe abbeißen will. Ich habe mir das heute schon zweimal vorgestellt, es ist echt ekelhaft. Kennst du das denn nicht? Jemandem eine Lippe abkauen? Das heißt: Jemandem ein Ohr abkauen. Ach, stimmt. Mist. Sie hatte zwar immer noch die Arme verschränkt, aber sich nun merklich mit ihren Fingern in jene verkrallt. Diese Andeutung des Kitoku hinterließ eine saure Wunde. Nicht tief, aber genug, um für eine eifersüchtig zuckende Augenbraue zu sorgen. "Dem Alkoholgehalt geht's vergleichsweise gut. Danke der herzlichen Nachfrage", spuckte sie ihm trotzig entgegen. Zwar ohne Speichel - das wäre ja eklig gewesen -, aber vom Tonfall her. Wie konnte er es wagen, wenn sie ihm unterschwellig ein paar Avancen gemacht hatte? Dann hätte er es früher sagen sollen und nicht erst, wenn sie schon seine Haare als ihren persönlichen Schatz auserkoren hatte!
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mi Jan 02, 2013 8:57 pm

Aug um Aug. Zahn um Zahn. Blickphase um Blickphase. Letzteres passte wohl am besten dazu, was Ren nun doch ein wenig perplex jede weiter fortschreitende Millisekunde hier beobachten konnte: Chiyokos Mimik wurde so säuerlich wie ein noch nicht reifer Apfel und hinter eben dieser konnte man, wenn es sich so dachte, ein wahres Gefecht erahnen. Ayee, was hatte er da nur in die Welt gesetzt mit seiner Aussage? "Chiko?", hätte er sagen können. "Das war nur ein dummer Scherz", hätte er sofort hinzufügen können. "Komm mal wieder runter, ich bin niemand für feste Beziehungen", hätte er sogar nicht lügen müssen. Aber nein, er antwortete nicht. Stattdessen kratzte er sich nachdenklich am Kinn und legte schließlich Zeigefinger und Daumen an eben diesen an (vielleicht sollte er sich irgendwann einen Philosophenbart wachsen lassen). Eigentlich hätte er das ja wirklich gleich sagen können und somit vielleicht auch Chiyokos psychischer Gesundheit gut getan, in dem sie sich nicht aufregen musste... aber dennoch genoss wohl ein jeder Mann zu sehen, wie Frauen bei der bloßen Erwähnung einer möglichen Freundin schier bleich anliefen. Oder rot. Das kam ganz darauf an. Chiyokos Reaktion war jedenfalls... irgendetwas zwischendrin. "Chiko-Chan?" Nun hob er aber wirklich eine Augenbraue. Eigentlich mochte er es, wenn man eifersüchtig war, weil er eine andere Frau haben konnte anstatt einem selbst, aber a) wusste jeder, dass er sowieso keine feste Bindung eingehen würde; b) musste man sich dann, wenn es denn einmal so käme, dem Kitoku'schen Tribunal stellen und c)... wollte er dann doch lieber nicht so gemein sein und eine andere Frau auf diese Art und Wiese kränken. Er war nicht der Typ, der sich in andere hineinversetzte, doch alleine bei der Vorstellung, dass man zum Beispiel wenig Selbstvertrauen hat und einem so etwas ins Gesicht gesagt wurde, wo man sich doch eben ausgemalt hatte, dass man vielleicht doch irgendwo im Leben einmal Glück haben könnte... nein, das war nicht sein Stil. Obgleich er nicht glaubte, dass es bei Chiyoko wirklich so schlimm war. Immerhin war sie eine attraktive - auch, wenn er es ihr nicht ins Gesicht sagte - Frau und demnach sollte sie doch eigentlich keinerlei solcher Probleme haben. Beschwichtigend hob er nun die Hände. "...du weißt, dass ich das nicht so ernst genommen habe, oder?" Eine seiner Augenbrauen glitt in die Höhe, sein Blick war musternd. Ernsthaft. Sie interpretierte sofort zu viel hinein. War sie krankhaft eifersüchtig? "Keine Sorge, ich bin niemand, der sich so schnell bindet~" Ein wenig verrucht war der Unterton und amüsiert... das, was viele Frauen auch in diesem Zusammenhang aufregen konnte, aber es entsprach der Wahrheit. Nun sollte sie aber auch aufhören, sich die Finger so in die Arme zu krallen. Auf Dauer würde das eben diesen sicherlich nicht gut tun. Ein breites Grinsen schlich sich nun über sein Gesicht. "Vergleichsweise? Sag Bescheid, wenn du in die Ausnüchterungszelle musst... Aber tu mir einen Gefallen und hack dir nicht mit den bloßen Fingernägeln die Arme ab. Bleib mal wieder locker, okay?" Hatte der Tonfall wieder amüsiert begonnen, war er bis zum Ende hin doch ein wenig ernster geworden.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Sa Jan 05, 2013 11:41 am

"Er ... Idiot ... ja ... Dusseldumm ... -kopf." Knopfs Gedanken waren eindeutig, als er synchron mit Krümel von seinem kleinen Felsen sprang. Es war langweilig geworden. Chiyoko und Ren hatten aufgehört zu kämpfen, das kleine schöne Gesangsjutsu war auch vorbei und nun quatschten sie - wie lahm. Konnte Ren Chiyoko wenigstens nicht nochmal über die Schulter nehmen? Den beiden Katern hatte es so sehr gefallen zu sehen wie gewisse Kurven ihrer Partnerin einerseits in die Höhe ragten, andererseits an den Rücken des jungen Mannes gedrückt worden waren. Dass es sich um zwei perverse Spannerkater handelte, war ja wohl nun klar. Da war deren Vertragspartnerin sicher keine Ausnahme. Die indirekte Stripshow hatte aufgehört, also kamen die beiden auch auf Ren und seine neue Freundin zu. Zumindest war sie es in den Augen von Knopf. Krümel war auf den Schoß von dem Blondschopf gesprungen und hatte Knopf erzählt: "Er hat für einen Menschen zufriedenstellende Weichteile. Natürlich geben sie unter meiner Würde und meinem Wesen nach, weil sie mir nicht gewachsen waren, aber ich glaube, unsere Chiko-chan würde sehr glücklich damit werden. Ich wette mit dir um 10 Fotos von den Brüsten von Chiyokos Tante, dass sie ihre erste mündliche Eins bei diesem Typen abholt. Gilt die Wette?" Knopf hatte eingewilligt. Nun stand zwischen den beiden der Wettbewerb, dass Chiyoko bewies, diesen Kandidaten der Wette mit gewissen Arealen zufriedenstellen zu können. Knopf hatte gewettet, dass das noch Jahre dauern würde, falls es überhaupt vorkam, weil die 25-Jährige viel zu beschäftigt mit ihrem Clan war und Jolinar auch noch da war. Er glaubte, Ren würde sich seinen Spaß schier woanders holen. Krümel war sicher, dass Chiko den Typen schneller bei sich im Bett hatte, als die Wette überhaupt beglichen war mit 10 Fotos gewisser Hügellandschaften. Abgesehen davon, dass Kaiya Teshima die beiden Kater eigenhändig töten würde, sollten sie sich mit einer Kamera an sie heran schleichen, während sie nackt ist. Aber das hatten Krümel und Knopf schon tausendfach getan. Auf dem Gebiet waren sie Experten und nicht zu unterschätzen. Während die zwei Kater weiter auf das ungleiche Pärchen zugingen, war Chiyoko damit beschäftigt ihre aufschäumende Eifersucht niederzubrennen. Die leise Bestätigung, dass Ren kein vergebener Mann war, beruhigte sie etwas, aber trotzdem: Der Gedanke war extrem frustrierend gewesen. Sie ließ die Arme hängen, legte die Hände an die Hüften und seufzte, um davon abzulenken, dass sie sich gerade ziemlich in ihr Fleisch verkrallt hatte. "Verliebte Chiyokos sind niedliche Chiyokos. Hallo, Oxytocin, wie geht's dir? Hast schon lange nicht mehr vorbei geschaut. Hab dich schon fast vermisst seit Chiko ihre letzte Verknalltheit gekonnt vergessen hat." Mit einem inneren Gesicht einer depressiven Seekuh gleich hörte Chiko Jolinar zu. Ihre letzte Verknalltheit war Jahre her, das war noch in Hi no Kuni gewesen, als sie 17 oder so gewesen war. Jolinar sollte bloß den Rand halten, während sie gerade wieder solche ähnlichen Gefühle wie damals hatte mit einem Gedanken: Ist der süß! Sie schürzte in Gedanken die Lippen. Mein Oxytocin-Spiegel geht dich nichts an, meine Liebe. Außerdem ... Deine feuchten Träume zählen nicht. Und eigene Handarbeit ebenso wenig. Ich lerne mich nur selbst ... kennen. Seit so ein paar Jahren. Dafür, dass ich in dir sitze und fast deinen gesamten Leib regulieren kann, wie's mir passt, brauchst du aber verdammt lange, um dich kennenzulernen. Ehrlich, Chiko. Wärst du ein Mann, würde ich mir Sorgen um verfrühte Potenzschädigung machen. Ihr klappte die Kinnlade runter. Was wagte ihr Symbiont da? Mutmaßungen über ihr... persönliches Sexualverhalten, das war die Höhe! Außerdem war sie jung, stand in ihrer Blüte. Sie war keine 50-Jährige mit Wechseljahren. Mit zerknirschtem Gesichtsausdruck und dennoch rot anlaufenden Wangen blickte sie nun Ren an. Wenn er wüsste, was direkt vor ihm für Dialoge stattfanden ... "Ich lasse mich eher von dir und deinen Geschwistern als unmoralische Trinkerin bezeichnen, als in eine Zelle zu gehen nur wegen ein bisschen Sake. Sorry, aber das bisschen Alkohol ist das echt nicht wert." Mit einem erschöpften Seufzen über das Thema Übertreibung bei Alkoholkonsum zog Chiko nachdenklich die Augenbrauen in die Höhe. "Denkst du ernsthaft, ich wäre eine Alkoholikerin? Damit gefährde ich nur meinen Körper und jegliches Leben, das ich in mir trage." War das zu deutlich? Also den Eindruck habe ich jetzt nicht. Es lässt sich vermuten, was du meinst. Dass du etwas in deinem Bauch hast, aber er wird nicht auf den Gedanken einer Symbiose kommen, wenn er nicht dein Kreuz sieht. Er wird höchstens Glückwunsch! sagen, weil man nun denken könnte, du wärst schwanger. Das wünsche ich mir zwar auch seit Jahren, aber man kann ja nichts alles haben. So süße kleine Teshimas mit einem meiner Brüder oder Schwestern, das wäre so toll~ Fortpflanzungsgedanken bitte zur Seite, Jolinar. Wenn ich es gleich erklären muss ... Ah nein, die Ablenkung kommt gerade. Mit einem sanften Lächeln wandte Chiyoko sich von Ren ab, kniete sich neben ihm auf den Boden und empfing ihre beiden Kater. Knopf nahm sie auf den Arm, während Krümel sich an ihren Hinterkopf hing. Er war leicht genug, um sich da platzieren zu können und die Pfoten bis zu Chiyokos Stirn liegen zu haben. Fünf Kilo Kampfkatze war Knopf, nicht Krümel. Dieser miaute glücklich, als er an einem seiner Lieblingsorte war: Dem Ausschnitt einer Frau. Krümel grinste derweil Ren an, als die Dame mit ihm sich erhob und an ihn heran trat. "Gut gekämpft und auch nicht schlecht getanzt, Blondchen. Ich hoffe, deine Weichteile können auch so viel Sport." Mit einem empörten Keuchen blickte Chiyoko nach oben, wobei ihr Kater ihrem Blick begegnete, als er seinen Kopf nach vorne hängen ließ. "Krümel! Benimm dich!" "Tu ich doch. Ich setze Hoffnungen auf männliche Organe eines Menschen. Ist das nicht vertrauenswürdig genug? Immerhin bist DU meine Vertragspartnerin." Mit nun wirklich roten Wagen stach Chiko mit ihrem Zeigefinger der linken Hand in Krümels Bauch auf ihrem Kopf. Dies kitzelte ihn nicht nur, sondern piekste auch unangenehm. "Du fliegst gleich einen Kilometer in Richtung Horizont, mein Lieber. Und diesen Schuss darf Ren vollführen als Belohnung deiner Weissagungen." Mit einem Blick auf den Angesprochenen legte Krümel den Kopf schief. "Eher bringe ich die Körbchengrößen seiner Schwestern, Cousinen und seiner Mutter in Erfahrung, als mich von Blondy Banana durch die Luft schleudern zu lassen."
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   So Jan 06, 2013 12:02 pm

Sie schien ja wirklich ziemlich eifersüchtig geworden zu sein. Vielleicht sollte er in Zukunft Andeutungen in Sachen einer Freundin vermeiden, wobei es natürlich schon sehr interessant war, dass jemand nach einer so kurzen "Kennenlernphase" auf diese Art und Weise reagierte. Nein, er war nicht dumm und ihm wurde eine diverse Idee bewusst - nur wollte er hier natürlich nichts hinein interpretieren. Vielleicht erinnerte er sie auch einfach nur an jemanden und wenn er nun einfach verschwinden würde, wäre ihr daran auch kein Herz gebrochen. Hey, vielleicht sollte er das sogar, denn immerhin fühlte er sich mitunter doch ein wenig schlapp. Sein Tag war alles andere als nicht anstregend gewesen, also wer könnte es ihm verübeln, wenn er sich nun einfach auf den Weg in die heißen Quellen oder so machte. Oder einfach nach Hause ins Bett. Einfach schlafen. Bis zum morgigen Mittag oder Nachmittag durch. Mit Sicherheit würde es ihm gut tun und alle wären sich einig, dass das durchaus zu seiner faulen Seite passen würde. Aber gut, vielleicht sollte er sich ein wenig mehr auf sein Gegenüber konzentrieren und nicht so sehr seinen eigenen Gedanken nachhängen - als da wären: Schlafen legen. Ausruhen. Oder irgendetwas erfrischendes. Keine Kämpfe mehr. Nichts mehr, das ihn noch weiter ermüden würde. Klar, er hatte eine hohe körperliche Ausdauer, aber irgendwann lechzten seine Glieder auch danach irgendwo Ruhe zu finden. "Eh?" Etwas anderes wusste er nun nicht zu sagen, als Chiyoko mit einem Mal rot wurde. Irgendwie war das ja schon süß, wenn die Röte in die Wangen stieg, aber hatte er irgendetwas peinliches gesagt? Doch eigentlich nur das mit dem Alkohol... war sie also wirklich eine "Abhängige" oder trank sie öfter? War ihr das peinlich? Nein, er traute ihr nicht zu, dass es sich darum handelte... oder doch? Für eine Überraschung war sie ja immer gut - jedenfalls konnte er das vermeidlich so gut beurteilen. Siehe Umwerfen. Siehe "Begrapschen". Siehe Tanz. Kami, das klang alles wie eine schlechte Gute-Nacht Geschichte für "große Jungs". Vielleicht sollte er sich einmal weiter aus dem Fenster lehnen und sie necken? Oder auch nicht. Soeben war ihre Kinnlade herunter gefallen. Überrascht und skeptisch zugleich hob er eine seiner Augenbrauen und fuhr sich mit der Hand ins Genick, strich ein paar Haarsträhnen dabei wieder zur Seite und über seine Schulter. "Okay... Aber ich glaube kaum, dass meine Familie dich als so etwas bezeichnen würde. Sie sind im Grunde genommen alle ziemlich offen und halten nichts von Vorurteilen - es sei denn du lieferst ihnen das entsprechende Benehmen." Eine kleine Pause folgte, in der er den Kopf schüttelnd lächelte, wobei er kurz die Augen schloss. "Es ist eine sehr gute Einstellung, wenn man keinen Alkohol trinkt, aber irgendwo ist es manchmal auch nicht schlecht... Nein, ich denke nicht, dass du eine Alkoholikerin bist - du machst mir echt nicht den Eindruck... und... uhm... du bist... schwanger?" Nun musste er doch ein paarmal blinzeln und sah wie ein Elch auf der Straße aus, der gerade überfahren werden sollte. Sie war schwanger?! Hätte er nun lieber "Glückwunsch" sagen sollen? Seinen Kopf legte er schief und kratzte sich nun am Kinn, schien nachzudenken. "Du... hättest was sagen sollen... bevor ich dich so ruckartig... über die Schulter gelegt habe..." Das war bestimmt nicht so gut, oder? Er hatte sich nie mit Schwangerschaften befasst - zum Glück. Diese Aussage immer noch verdauend musste er als nächstes mit fadem Beigeschmack die Rückkehr der Super-Perversen-Ausschnittskatzen beobachten, von denen sich gleich eine von der lieben Partnerin an eben jenen kutschieren ließ und die andere... autsch. Hoffentlich war die Katze nicht so schwer, als sie sich daran machte, dort hochzuklettern.... Da Chiyoko aber keine Miene verzog, glaubte er das einmal...... Aber was zur Hölle redeten diese Viecher da schon wieder?! Naja.... Er musste bei Baka ja gerade etwas sagen. Der Kerl tanzte auch über jedes Nebelfeld und wollte die lachende Sonne, viele bunte Farben und natürlich seine Gänseblümchen sehen. Kami, bei dem Gedanken könnte er seinen Kopf immer noch gegen den nächsten Baum hier hauen. "Och, er benimmt sich doch schon. Er scheint ernsthaftes Interesse zu hegen, aber leider bin ich für Kater nicht zu haben. Oder er will einen Kuppler spielen, weil er denkt, du bekommst keinen Mann ab - dafür würde ich ihn nebenbei nicht in meinen Ausschnitt glotzen lassen." Mit einem zufriedenen Grinsen widerstand er dem Verlangen nach einem Blickduell mit dem unteren der beiden. Aber hey, die Tatsache, sich endlich einmal dazu zu bewegen, diesen kleinen Tierchen in den Hintern....-- Seine Miene verfinsterte sich merklich und wurde ernster. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen, als der nächste Kommentar fiel. Nein, hier verstand er wirklich keinen Spaß. "Ein falsches Kommentar über meine Schwestern und ich ziehe dir bei lebendigem Leib das Fell über die Ohren, nachdem ich die kastriert und jenes Geschlechsteil in einem Rahmen an der Wand im Altersheim bei den alten Damen aufgehängt habe. Die werden daran bestimmt sehr viel Spaß haben." Bei dieser Aussage hob er seine linke Hand, welche schon gefährlich zur Tatbereitschaft zuckten. Missmutig ging er dann ein paar Schritte zurück. "Die Warnung ist ausgesprochen. Ich werde denke ich nun ein wenig in die Quellen entspannen gehen. Du kannst ja mitkommen wenn du willst - aber stopp. Die Kater hassen ja das Wasser... wie schade..." Ein "Im watching you"-Blick auf beide Tiere folgte und er kehrte der kleinen Gruppe sichtlich ernster den Rücken zu. Nein, bei seinen Schwestern verstand er keinen Spaß und wahrscheinlich konnte man daran auch sehen, dass er ein "guter" Bruder war - wenngleich er das bei Kagome auch niemals offen zugeben würde... so oft sich die beiden stritten.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   So Jan 06, 2013 12:54 pm

Chikoooo, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte! Lass mich nur für ein paar Sekunden! Ich will lachen und ihm was sagen! Bitte! Jolinar kugelte sich fast schon an ihrer Plazenta, weil Ren ernsthaft geglaubt hatte, ihre Wirtin wäre schwanger. So sehr dies auch ein Schock für ihn zu sein schien, konnte die Shisei-Larve noch mit Verlaub sagen, dass Chiko gewisse Blutungen hatte, die darauf schließen ließen, dass kein Kind bald Wirt einer weiteren Larve werden würde. Zudem das Tor zu diesem Schicksal noch immer unangetastet vor sich hin vegetierte. Mit einem inneren Nicken gewährte die scheinbare Schwangere ihrem Symbionten ein paar Minuten der Kontrolle, weil sie unbedingt mit Ren reden wollte. Jolinar bemühte sich jedoch mit allen Mitteln, wie Chiyoko zu sein, damit er noch nicht verfrüht merkte, dass in diesem Körper zwei Leben saßen. Sogleich folgte ein fettes Grinsen auf Chiyokos Gesicht, das von Jolinar stammte. Der Tonfall war nicht so unschuldig amüsiert wie zuvor, sondern merklich über eine einfache Tatsache erheitert, aber das sollte dadurch kaschiert werden, dass Jolinar erst mal lachte, bevor sie sprach. "Ren, glaubst du ernsthaft, ich wäre schwanger? Meine Güte, ist das göttlich. Tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen, aber ich habe weder Braten außerhalb noch in der Röhre~ Also ich bin weder Mutter noch werde ich eine. Ich würde niemals trinken, mich so verausgaben und übermäßig viel Chakra verbrauchen, wenn ich Kinder erwarten würde. Dann wäre ich ja schlimmer wie Kotaro mit einem Küchenmesser in der Hand und der Pflicht, für die gesamte Familie zu kochen." Okay, langsam hatte Jolinar genug gesagt, fand Chiko. Es wurde richtig gestellt, dass hier keiner schwanger war, sie hatte gelacht und sogar mit Ren gesprochen, ohne dass dieser die Indizien für einen Bewusstseinstausch gemerkt haben dürfte. Nach einem kurzen Augenschließen, aber immer noch grinsend, übernahm Chiyoko wieder. Sie zögerte kurz und wurde wieder ruhiger, nicht so ausgelassen wie Jolinar gerade. "Tut mir leid, aber es hat noch nie jemand gedacht, ich wäre schwanger. Zumindestens hat's niemand gesagt. Es wäre schön, aber nein, ich fürchte, ich muss noch warten, bis sich irgendwer für die letzte in der Reihe erbarmt. Vorher sind alle anderen Blondinen dran, die leuchtendere Augen haben." Ja, da war schon wieder diese selbsthassende Seite und sie sah es wirklich so: Zuerst würde Haruka Kinder bekommen, dann wäre Katsura an der Reihe, wenn sie so alt wie Chiko wäre und in ein paar Jahrzehten, wenn ihre jüngste Schwester alt genug wäre, würde auch sie Nachkommen gebären, die sich mit Larven vereinen. Nur Chiyoko würde sogar noch hinter ihren Cousins stehen, bevor sich jemand an sie heran wagen würde. Eher würde Yosai noch Vater werden mit seiner psychischen Krankheit, als so eine Frau wie sie, die die scheußlichsten Augen und Haare des gesamten Teshima-Clans hatte. Abgelenkt wurde die junge Frau nun aber wieder durch einen ihrer Kater. Knopf fauchte feindselig mit nach hinten gelegten Ohren. Ren hatte soeben gesagt, dass er Krümel kastrieren würde, zwar ernst, aber überhaupt. Das rief in dem besten Freund des Katers eine gewisse Wut hervor. Niemand drohte Krümel, sonst gab es Kekse! "Baka", murmelte Knopf, weil er nicht fähig war, volle Sätze zu sprechen. Er war nun auch nicht darauf konzentriert, arrogante Blicke Richtung Ren schweifen zu lassen, weil er im Rücken zwei weiche Hügelchen hatte, sondern war ernsthaft angesäuert. Wie Chiko bei der Erwähnung einer Freundin. Krümel hatte auch die Ohren hach hinten gelegt, als er das entgegen bekam, fauchte aber nicht. "Ich werd's ihm sagen, Chiko. Denk dran, wenn du ihn rufst, dass er wahrscheinlich nicht zögern wird, eine Kralle krumm zu machen, sobald er diese Flitzpiepe hier sieht. Guten Tag noch, XS Banana." Es machte puff, eine kleine Wolke entstand und Krümel war verschwunden. Knopf tat es ihm gleich, und verschwand ebenfalls, sodass er erst wieder durch das Kuchiyose no Jutsu gerufen werden konnte. Die Message war bei Chiko angekommen. Krümel würde Zartan und Jojen sagen, was Ren für ein Kerl war, und sobald sie ihr Kuchiyose mal rufen würde, würden beide mit ihren Genjutsus auf ihn losgehen. Am meisten Zartan. Und Zartanismus war nur schwer zu ertragen, vor allem bei Todesdrohungen gegen Kuchiyose-Kater. Nun saß aber weder auf ihrem Kopf noch in ihren Armen einer ihrer geliebten Kater. Sie stand da, als hätte man ihr einen Eimer Kuhmist ins Gesicht geschüttet und hatte einen dicken im Kloß im Hals. Chiko? Haben die beiden etwa zu viel gesagt? Ach, geht schon. Sie machen mir nur alles kaputt, indem sie die Leute aus Eigensucht für ein bisschen Spaß beleidigen, die ich gerade kennenlernen möchte. Und jetzt muss ich mich dafür auch noch entschuldigen, als hätte ich diese Streckbank der Würdefolter betätigt, in die sie Ren sperren wollten. Tolle Scheiße. Du musst dich nicht entschuldigen, ich kann das auch für dich machen. Es ist MEIN Kuchiyose und ich trage die Verantwortung für das, was es tut. Und du hast heute schon genug geholfen. Der letzte Satz klang ein wenig bitter, Jolinar sagte darauf nichts mehr. Sie wusste genau, was gemeint war. Sie hatte Ren als Ladyboy bezeichnet und ihn auch ein wenig in den Dreck gezogen, um sich zu amüsieren. Manches war auch aus Sarkasmus heraus witzig gewesen, das leugnete ihre Wirtin nicht, aber es war zusammen mit den Katern zu viel. Manchmal wünschte Chiyoko sich ehrlich, eine Katze als Kuchiyose zu haben und nicht nur unkastrierte Kater. Als Ren sich dann auch noch umdrehte, weil ihn das mit seiner Familie getroffen hatte - wofür er auch Chikos Verständnis hatte -, schluckte sie mit einem Blick auf den Boden gerichtet. Die Situation war zwar peinlich, aber am meisten war sie erniedrigend. Vielleicht wurde aus ihr gerade die kleine Chiyoko in Konoha, die versuchte, während sie sich zum ersten Mal schminkte, ihre Tränen zu benutzen, um sich den Kram ans Gesicht zu heften. Wie ein Clown, der sich sein Lächeln mit den Farben vermischt mit den eigenen Tränen anmalte. Die kleine Teshima von damals, die angeblich eine Störung hatte, weil sie es nicht verarbeiten konnte, als eklige Ausgeburt betitelt zu werden. Damals hatten sich alle weggedreht, nun drehte er sich auch weg. Ganz kurz begann Chiyokos Sichtfeld schwummerig zu werden, sie kniff die Lider zusammen und wischte sich unelegant mit dem Handrücken einmal über beide Augen. Bloß nicht jetzt, das war nur noch demütigender. Trotz dessen blieb sie aber stehen und wollte Ren nicht aufhalten zu gehen. Sie hatte ihn schon lange genug ... übertrieben mit ihrer störenden Gegenwart belästigt, bis er angewidert und vollkommen desinteressiert war. Jap, so dachte sie gerade. Mit der nervösen Geste, sich ein paar wirre Haarsträhnen hinters Ohr zu streichen hatte sie gerade nicht mal mehr den Mut, Rens Rücken anzusehen. Der feuchte Boden war wesentlich besser, da er gerade auf dem Niveau ihres Selbstwertgefühls lag. Als wäre der Rücken dieses Mannes eine Wand, die sie mit ihren scheußlichen Augen nicht ansehen durfte, da sie von allen die Letzte war, die jemals Teil der Gesellschaft eines Nicht-Teshimas sein durfte. "Tut mir leid, was die beiden gesagt haben", begann sie bemüht leise, um nicht durch einen zu lauten Tonfall ihre zittrige Stimme zu verraten. "Ich mag mein Kuchiyose, aber sie ... können ganz schön beschissen zu anderen sein. Sind sie eigentlich ... na ja, zu mir kaum. Zu anderen ... öfters. Sie machen sich einen Spaß daraus. Ich wollte nicht, dass sie deine Schwester und die anderen Frauen in der ... Familie ... beleidigen." Au ja, Schuldkomplexe for the win. Mit einem tiefen Atemnzug versuchte Chiyoko, sich zu beruhigen. Vielleicht war sie melodramatisch, aber das brach immer durch, sobald sich jemand durch irgendwelche Sachen, an denen sie schuld war, von ihr wegdrehte. Takara tat dies oft genug, aber sie war auch Oberhaupt. Mit einer leisen Bewegung legte die Blondine ihre linke Hand auf ihren Bauch, wie so oft. Heiße Quellen? Na ja. Ich kann mich ja nicht mal im Bikini sehen lassen. Badeanzug, wer will das schon? Dann sehe ich aus wie eine 60-Jährige, die ihre an ihrer Schlammkur teilnimmt, um die Illusion aufrecht zu erhalten, sie wäre schön. Oder, Jolinar? Du hast zu Hause doch den einen, den du mal mit deiner Mutter und Haruka gekauft hast. Als ihr Urlaub machen wolltet, brauchtest du einen, der staubt da immer noch im Schrank herum. Ich finde dich echt bezaubernd darin und keiner würde mich sehen. Es sei denn, ich mache klopf klopf, aber dann rennen sie schreiend weg. Ein ersticktes Lachen ertönte in Chiyokos Kehle bei dem Gedanken. Ja, oft suchten die Menschen das Weite und bezeichneten sie dann noch als Nicht-Mensch, wenn Jolinar mal ... rausguckte. Was den Badeanzug anging, hatte ihr Symbiont vielleicht Recht. Das Stück war extrem rückenfrei und die Seite zeigte Chiko den Menschen vielleicht lieber, um sich nicht so hässlich zu fühlen, als ihre Vorderseite. Aber wehe du gehst zu den Sprudelbänken! Das ist ein Gefühl, als wäre ich high, wenn diese Blubberblasen gegen deinen Bauch strömen. Wie ne Rüttelmassage von Kopf bis Schwanzende. Ich habe dann immer Mühe, mich festzuhalten. Innerlich bestätigte sie ihrem Symbionten, dass sie dort nicht hingehen würde, wenn sie überhaupt mit durfte. Na ja, die Hoffnung lag ja eh schon im Dreck wie Chiyokos Eigenbewusstsein. "Wenn es dich nun nicht mehr ganz so stört ... komme ich gerne mit", erwiderte sie ungewohnt leise, aber mit blasser gewordenem Gesicht.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   So Jan 06, 2013 2:37 pm

Na immerhin hatte sich geklärt, dass sie nicht schwanger war. War ja auch gut so, denn sonst wäre einer dieser eifersüchtigen Kater vielleicht noch auf den Kopf des Babys gesprungen und ja, er wollte nicht wissen, was diese Teile noch alles getan hätten. Nein, er war nicht nachtragend und nein, er wurde auch nicht leicht laut. Aber sauer dann schon öfter und man wusste genau, wenn es denn soweit war. Eigentlich hatte er ja etwas erwidern wollen, als Chiyoko meinte, sie hasste ihre Augen, aber da kurz darauf jene Aussage dieser verdammten Tiere gekommen war, hatte er es dabei belassen. Wahrscheinlich ahndete sie das wohl gerade als Zustimmung, obgleich dies nicht der Fall war. Im Gegenteil: Ren mochte das Grau. Grau war die Farbe der Steine und Steine waren weise und nicht so leicht zerstörbar. Sie konnten ein "Fels in der Brandung" sein, aber auch eine starke Waffe. Daher fand er sogar, dass sie auf diese Farbe stolz sein sollte... Gott, er sollte diese philosophische Ader ermorden - vielleicht ging dann auch die Mordlustigkeit zurück, die er gerade für diesen Kater verspürte, der es sich doch tatsächlich herausgenommen hatte seine Familie zu beleidigen. Ja, er konnte viel aushalten und er stritt sich ja auch vor allem immer mit Kagome, aber ein Außenstehender hatte keineswegs das Recht, eben jene zu beleidigen. Denn insgeheim wusste er ganz genau, dass seine ganze Familie aus liebenswerten und zuvorkommenden Menschen bestand, die ein jeder gerne seine Freunde nennen möchte. Weil sie auch für eben jene eintraten - sei es nun gegen Feinde, gegen Dorftrottel oder den Mizukagen persönlich. Sie alle hatten dieses gewisse Rückgrad und ja, das hatte sogar Tenshi. Auch, wenn Ren ihm dies ebenfalls niemals sagte. Er mochte seine Familie, sie war für ihn wie ein Schatz - auch, wenn er an den Kopf geworfen bekam, dass er sich gefälligst wieder ein wenig zu seinem alten "Ich" versetzen könnte (aber bitteschön mit dem Selbstbewusstsein). Oder wenn bei den Abendessen Teller durch die Luft flogen. Speisen inklusive. Oder wenn Kagome und er sich gegenseitig an den Haaren zogen und Tenshi grinsend ein Foto davon machte.... oder Shiemi ihre Gabel versuchte aus seinen Haaren zu ziehen, die sich samt Spaghetti in eben diesen verfangen hatten... All das waren Erinnerungen, die es wert machten, diese liebenswerte und verrückte Familie zu verteidigen und wenn so ein kleiner Kater nun daher kam und auch nur die Andeutung machte, sie in den Dreck zu ziehen, dann konnte er das nicht ab haben. Er wurde nicht laut, nein, aber er ließ eine gewisse kühle Distanz entstehen und bei ihm wollte man diese Distanz nun wirklich nicht verspüren. Daher hatte er sich also umgedreht, seinen Haori wieder über gezogen und noch einmal Sakanade zurechtgerückt, nachdem er sich dann in Bewegung gesetzt hatte. Er hörte zwar noch ein Murren der Katzen und ein kleines Puffen, doch interessierte ihn das herzlichst wenig. Sollten sie doch wieder in ihre dunkle Höhle der Masturbation - wenn sie es denn so nötig hatten - verschwinden. Das war ihm sowas von verdammt egal. Also "stapfte" er einfach weiter und überlegte sich unterdessen, ob er gleich in die Quellen gehen oder lieber nach Hause sollte. Schlafen oder Entspannen. Naja, bei Schlafen ging beides ... aber so alt war der Tag auch wieder noch nicht. Folglich wäre das sicherlich keine so gute Idee. Also heiße Quellen. Ob Chiyoko mitkommen würde, wusste er nicht. Er hatte keinerlei Ahnung. Die Kater waren immerhin verschwunden, was etwas Gutes hatte, doch war es hinter ihm merkwürdig still, weshalb er dazu angehalten war, hinter sich zu blicken. Obgleich er total wütend war. Bevor er dies jedoch in die Tat umsetzen konnte, ertönte hinter ihm eine leise und verletzte Stimme, die ihn irgendwie an die eines kleinen Kindes erinnerte. Folglich blieb er stehen: "Ja, sie können manchmal wirklich beschissen sein, wobei dieses manchmal bei mir in der Quote 100% gleich kommt." Noch immer drehte er sich nun nicht zu ihr um, sondern nahm gestikulierend seinen rechten Arm hoch, als ob er einen Teller butler-like tragen würde. "Entschuldigst du dich immer so für andere? Du hörst sich nicht gerade fröhlich an, also hör auf damit. Ich bin nicht auf dich sauer. Ich bin nur ausgelaugt vom Tag. Also denk nicht, dass ich mich von dir abwende, weil ich dich nicht leiden kann... 'Hab nur keinen Bock gehabt mir die Kater weiter anzutun. Und die saßen nun einmal bei dir." Sie sollte bloß nicht so verdammt verletzlich klingen. Irgendwie traf das bei ihm immer auf eine schwache Ader, weil er einfach kein schlechter Mensch war - obwohl er sich das ein ums andere Mal noch so viel Mühe gab. Und er hasste es, ihr das nun zu zeigen, denn irgendwie fühlte er sich dann immer so, als ob es seine Autorität untergraben würde. "Und außerdem finde ich, dass graue Iriden durchaus schöner sind als manch andere... und beim Strahlen kommt es sowieso immer auf die Person an, oder etwa nicht?" Ja, er hatte ihr gerade ein Kompliment gemacht, doch nun drehte er seinen Kopf über die Schulter zu ihr, sich immer noch nicht von der Stelle rührend - und die Errötung um die Nase bei letzterem Kommentar seinerseits erfolgreich verdrängend. "Zur Hölle- mich hats davor auch nich' gestört, dass du mitkommst. Worauf wartest du noch? Ich will hier nicht wirklich wurzeln schlagen." Nun hörte man wieder die Gereiztheit heraus, doch es war offenkundig, dass er damit nur das zuletzt gesagte überspielen und nicht als Weichei gelten wollte. Wie Männer eben so waren...

tbc: Heiße Quellen
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   So Jan 06, 2013 3:29 pm

Hm, okay, vielleicht hatte sie sich mit ihren Gefühlen und Erinnerungen ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt. Das konnte schon einmal vorkommen, wenn man sich an vergangene Zeit zurückerinnerte und sich fühlte wie das Kind, das man einmal war, und von anderen davon gestoßen wurde. Dass die Kater Mist gebaut hatten, würde Chiyoko ihnen noch nachtragen. Eigentlich war sie relativ lieb, naiv und liebte die Kater, aber an dem Tag hatten sie es definitiv zu weit getrieben. Von Jolinar erwartete sie auch noch eine Entschuldigung. Die eigenartige Antwort von Ren, dass er einfach keine Lust auf die Kater gehabt hatte, kam ihr seltsam flach vor. Wie konnte es denn nur daran liegen? Sie verstand das nicht. Gerade noch darüber grübelnd, dass Chiko angeblich kein störender Aspekte an der ganzen Sache war, zuckte sie nun kaum merklich zusammen. Graue Regenbogenhaut. Schön. Is he fucking kidding her? Als Kompliment konnte sie das zwar anhören, aber nicht annehmen. Dafür war sie selbst viel zu verfahren darauf, dass ihre Augen scheußlich seien. Eigenartig grübelnd, still und in die Schranken gewiesen verschränkte Chiyoko die Arme. Sie brachte ein kleines, zerbrechliches "Okay" hervor, bevor sie allmählich Schritte machte, um deutlich hinter Ren mit ihm zu den Quellen zu gehen. Her gekommen war sie in deutlichem Vormarsch. Jetzt hielt sie einen unbewussten Abstand, als hätte die Emanzipation auf andere Länder, nur nicht Mizu no Kuni übergriffen. Aber warum störte sie ihn nicht? Das fragte sie sich seit den Minuten, als er meinte, sie täte es eben nicht. Eigentlich waren die meisten Menschen bisher relativ einfach zu bemessen, aber bei Ren hatte Chiko es eigenartig schwer. Vielleicht würde sie noch Sweety rufen, bevor sie zu Ren ins Bad der Quellen stieg. Nur, um nochmal mit jemandem zu sprechen, der ein wenig ... anders war. Aber sie musste wohl auch ohne Badeanzug klar kommen, wenn sie so über die Quellen nachdachte. Im seltenen Falle, wenn mehrere Teshimas hingingen, wurde die Ausnahme gemacht, und sie durften Badekleidung tragen. Für eine Person alleine wurde das aber sicher nicht mehr gestattet.

tbc: Heiße Quellen
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Sa Jan 12, 2013 1:43 pm



Die kalte Luft umschmeichelte ihr Gesicht und das kühle nass des eisigen Nebels benetzte die Haut der jungen Frau. Still stand sie dort auf einem der Bäume. Der Stamm unter ihr war nicht viel dicker als ein Streichholz, einer der wenigen Bäume hier die durch das Training der vielen Shinobi beinah bis zur Unkenntlichkeit verarbeitet wurde, doch für die Hôzuki war dieser Baum schon immer etwas Besonderes gewesen. Er war anders, hatte wundervolle Muster in seiner Rinde die von Tritten und Schlägen her rührten, er war dünn und zerbrechlich wie so viele Menschen auf dieser Welt, jene die das Leid und die Qual der Gesellschaft nicht ertragen konnten, Menschen wie Aimi es einst gewesen war. Ihre Füße standen still, rührten sich kein Stück, sie meditierte, sammelte Chakra in jedem Millimeter ihres Körpers. Die Hände hatte sie dicht an ihrer Brust zu einem Fingerzeichen verbunden. Die Hände waren aneinandergelegt, Zeige und Mittelfinger zeigten nach oben und die restlichen Finger ballten die Faust. Ein typisches Zeichen beim Meditieren, zumindest bei ihr. Alles um sie herum verschwamm in diesem Moment, in diesem kleinen Moment voller Leere und Kälte. Ihr Atem verlangsamte sich, die Beine wurden ruhiger bis sie keinerlei Bewegung mehr vollführten, nicht einmal mehr ein leichtes Zittern. Ihre Augenlieder senkten sich, verschlossen die Augen vor dem Licht des Tages und brachten die vollendete Dunkelheit über das Dasein der jungen Konouchi. Gerüche, Tastsinn, Hörsinn. Alles wurde auf ein minimum heruntergesenkt, bis nichts mehr um sie herum nur ansatzweise an sie herandringen konnte und sie in eine Welt fiel in der es nichts gab. Keine Gedanken, keine Bewegung keine Welt, sie war vollkommen in sich gekehrt, fühlte nichts, sah nichts, hörte nichts, dachte nichts. Die braunen Augen waren unter den Augenliedern zu einem langen Schlaf verfallen und sie regte sich nicht mehr. Erst eine geschlagene Stunde später, die Nebel war noch dichter geworden als er zuvor gewesen war, öffnete sie die Augen langsam. Ihr Atem war ruhig und gleichmäßig. Tiefes ein und ausatmen. Aimi löste die Hände voneinander und fuhr sich durch die langen braunen Haare, die im Wind und dem Nebel feucht geworden waren. Sie blickte gen Himmel und lächelte leicht. So gut hatte sie sich schon lange nicht mehr gefühlt. Eine Meditation verschaffte ihr die Ruhe, welche ihr am Tage genommen wurde, das Training konnte sie nun endlich beginnen, nun wo Körper und Geist bereit waren für die harte Arbeit die vor ihr lag.

Ein kräftiger Sprung und sie wirbelte durch die Luft. Mehrfache Überschläge, bei denen sie Shuriken aus ihrer Tasche zog und in einen nahegelegenden Baum warf. Sie zielte und traf eines der Ziele. Zwei der Shuriken trafen das schwarze Innere, die anderen 3 verfehlten dieses knapp und bohrten sich in den äußeren Bereich der Zielscheibe, ein leichtes Zähneknirchen war zu hören. Der Nebel wurde immer dichter und nahm ihr einen Teil der Sicht. In Kiri Gakure gewöhnte man sich an dieses Wetter und lernte die Augen zu schulen um selbst bei dieser Witterung gut zu sehen und zu kämpfen, doch auch für Shinobi von hier war es nicht sonderlich einfach bei so dichtem Nebel richtig zu agieren und zu reagieren. Sie landete leichtfüßig auf dem Boden, senkte die Knie etwas um den Aufprall abzufangen und lief auf eine der Trainingspuppen aus Holz zu. Das Gesicht auf der Puppe war lehr, keine Augen, keine Nase, kein Mund nichts menschliches und dies störte Aimi. Wie sollte sie lernen zu töten, wenn sie mit Spielzeug trainieren musste? Doch sie blieb ruhig, allein ihrer Medtitation von zuvor zu verdanken. Sie nahm ihren Dolch aus der Halterung an ihrem Gürtel, vollführte eine Drehung um sich selbst und schlug von der Seite aus zu. Der Dolch krachte gegen das Holz und schnitt eine lange Wunde in den leblosen Leib der Puppe. Einen Menschen hätte dieser Schlag war die Leber gekostet. Sie hielt kurz inne, sah sich Wunde und Klinge an. Der Geruch der Bäume in der Umgebung kam ihr plötzlich furchtbar intensiv vor. Der Nebel, das nasse Gras, alles vermischte sich mit dem Geruch der Bäume, der Umfeld, ihrem eigenen und ergab einen unverwechselbaren einzigartigen Geruch, welchen sie nie wieder wahrnehmen würde, er würde sich morgen verändert haben und am darauffolgendem Tag wieder. Ein weiterer Stich, diesmal ein exakter Schlag gegen das Herz. Der Dolch bohrte sich so tief in das hölzerne Fleisch, das lediglich ein Griff noch zu erkennen war. Der Blick der heranwachsenden Hôzuki verrieht puren Hass und dennoch eine so leidenschaftliche Ruhe, das es beängstigend war. Diese golden strahlenden Augen waren wahrlich die Spiegel ihrer Seele, sie konnte gefühle einfach nicht gut verstecken und dies war eine ihrer größten Schwächen, der Grund wieso sie sich bisher weigerte zu den Oinin zu gehen, auch wenn sie die Qualifikationen besäße. Heute war dieser eine Tag, einer der Tage an dem sie sich wünschte nie geboren worden zu sein, nie unfähig zugesehen zu haben als sie starb...

Ein wutentbrannter Aufschrei ließ sie jäh aufzucken und losschlagen, es war ihr eigener und Wasser formte sich um ihre Klinge und durchtrennte den Hals der Puppe, leblos fiel der Kopf zu Boden und Aimi atmete schwer, starr auf ihre Klinge blickend. Was war das gewesen? Das Wasser verschwand wieder und sie spürte die Erschöpfung in ihre Glieder fließen. Ein kurzer aber kräftiger Schlug aus ihrer Wasserflasche und sie war leer, na toll. Merkwürdig. Nie zuvor hatte ihr Dolch sowas...nein nie zuvor hatte sie so etwas mit ihrem Dolch gemacht und sie wusste nicht einmal was sie gemacht hatte. "Vielleicht....frage ich Mama heute Abend mal ob sie was darüber weiß...hm...ich muss..zum Friedhof.." sagte sie leise zu Sich selbst und steckte den Dolch in die Scheide zurück, sah sich kurz um und verbeugte sich vor der Puppe, wobei sie auf ihre Füße hinab blickte und nichts weiter sagte, doch sie musste noch etwas bleiben. "Eine halbe Stunde genügt..." dachte sie sich und sprintete an der Puppe vorbei in Richtung des kleinen Sees, kaum bei diesem angekommen entkleidete sie sich komplett und sprang nackt hinein, löste sich im Flug in Wasser auf und man hörte ein Plätchern, wie von einem Wal erzeugt der ins Wasser fiel und dabei unmengen an Flutwellen erschaffte. im Wasser erkannte man nur ihre Augen und hin und wieder erkannte man Tritte und Schläge. Langsamer als an Land aber dies war eine ihrer Trainingsmethoden. Andere nutzten Gewichte um ihren Körper fit zu halten und ihn zu trainieren. Sie trainierte oftmals unter Wasser. Sie konnte hier unten genauso atmen wie an Land, doch auch bei ihr waren die Bewegungen eingeschränkt. Vielleicht schwächer als bei Nicht Hôzuki, aber dennoch nicht so schnell wie es ihr gerne gefiele, sie musste schneller werden, stärker, gelenkiger, kräftiger, mächtiger! Die Bewegungen wurden schneller. Ihre Schläge und Tritte galten einem nicht sichtbaren Feind, den sie nach allen Regeln des Hasses und des Krieges vernichten wollte. Sie zielte auf unsichtbare Stellen, Herz, Lunge, Beine, die Nase, Halsschlagader, Akupunkturstellen von denen sie wusste das sie an bestimmten Körperstellen saßen und den Tod herbeiführen konnten, auch wenn sie die genauen Methoden nicht kannte....

Erst eine gute dreiviertel Stunde später kam sie keuchend aus dem Wasser und hielt sich, lediglich den Oberkörper wieder in Menschenform am Ufer fest und atmete die kühle reine Luft des Tages der Oberfläche ein. "Gutes Training" Sagte sie leise und erhob sich, jedes Stück ihres Körpers, triefend vor Nässe kam aus dem Wasser und festigte sich, wurde wieder zu Fleisch und Blut und sog das Wasser welches an ihr hinablief auf. Hôzuki brauchten Wasser und der Körper nahm was er bekommen konnte. Sie zog sich ihre Sachen wieder an, BH, Höschen, Hose, Schuhe, Oberteil. Sie band sich die Stiefel zu und rückte ihren Schal um den Hals zurecht. Die Waffen an ihrem Gürtel hingen genau so wie sie es sollten als Aimi den Ausgang des Trainingsplatzes erreichte und noch einmal hinter sich sah. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Züge und ein letztes Mal nahm sie diesen einzigartigen Geruch des heutigen Tages auf und verschwand dann wieder ins Dorf, in Richtung des Friedhofs.


tbc: Friedhof im Nebel
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mi Jul 03, 2013 10:27 pm

cf: Straßen von Kiri (nach TS)

Der Himmel war bedeckt, verhangen wie ein aus Spinnenseide gewebter Teppich. Etwas mehr als 2 Tage waren nun vergangen, seit Chiyokos Cousin den Bericht der vollbrachten Mission zum Kagegebäude gebracht hatte. Dies war aber kaum mehr von Bedeutung. Die Mission war gut honoriert gewesen, Namika Ashikaga zufrieden, jedoch hatte sich jemand in Chiyokos Kopf gesellt, der dort aufgrund seiner Unwichtigkeit eigentlich nichts verloren hatte. Diese blauhaarige Frau, die mit ihren Augen wohl Bäume spalten konnte, immer wieder kamen der Blonden diese ekligen Schlangenworte in den Kopf. Überflüssig, eine Last wegen ihren Launen. Sie hatte kaum geschlafen seitdem. Es beschäftigte die 25-Jährige wieder viel zu sehr, obwohl sie eigentlich kaum Wert darauf legte, was andere dachten. Nur wenn diese sie bezichtigten und zur Hälfte ins Schwarze trafen sowie einen alten Feind aus Konoha bestärkten - diesen verdammten Psychologen -, dann war es zu viel für die mitunter doch ziemlich zarte Seele.
Mit geballten Fäusten und nassen Schuhen lief Chiyoko über den Rasen, welcher noch von dem Regen glänzte, der gerade seinen Weg zu Boden suchte. Doch es war nur unbedeutender Niesel, welcher Training keinen Abbruch tat. Die Kunoichi versuchte sich an diesem Tag, wo sie auf dem Trainingsplatz war, sich an ihre jüngere Schwester zu erinnern. Wie diese mit Taijutsu umging, wie sie einfach ohne zu fragen zuschlug. Sie war offensiv, kraftvoll und spontan. Chiyoko konnte mit ihren Genjutsus gefühlt nichts. Selbst Ren, der welche beherrschte, hatte noch sein Schwert. Sie? Sie hatte nichts daraufhin. Nur ein jämmerlichs Kuchiyose und ein paar Ninjutsus, mit denen sie vielleicht in der Luft herumfuchteln konnte. Wütend biss sie die Zähne aufeinander. Es schien zu stimmen. Allem voran war sie im Kampf überflüssig. Wenn es keine Missionen gab, die große Gefahren versprachen, oder nur dazu dienten beispielsweise etwas Kleines zu bewachen, dann war sie gefragt. Dann war sie eine würdige Aushilfskraft. Aber kein Jônin, den man auf A-Rang-Missionen schickte. Niemand, den man wegen seiner Fähigkeiten respektierte. Selbst ihr Kekkei Genkai - es brachte ihr nichts. Sie hatte Jolinar, sie hatte sie einfach. Aber Vorteile wie durch ein Dôjutsu? Eigentlich nicht. So sprach die Larve auch kein Wort zu Chiyoko. Sie wusste, was ihre Wirtin dachte. Und war sogar etwas verletzt, da ihre Wirtin so materialistisch über sie urteilte, als wäre es das wichtigste Vorteile aus einer Beziehung ziehen zu können.
"Nargh!", schrie Chiyoko aufgebracht auf, ballte ihre Faust und rammte sie in den Baum vor sich, welcher einsam und verlassen auf der Wiese stand. Der Baum, auf den sie geflüchtet war, als sie mit Ren mehr oder weniger Jagen oder Fangen gespielt hatte. Mit einem ermüdeten Blick zog sie ihre Faust zurück, welche von einem Handschuh ummantelt war, und sah sie an. Ihre Fingerenden waren wund von der groben Rinde, die sie getroffen hatte. War sie so schlecht? Es tat nicht wirklich weh, aber trotz guter Chakra-Kontrolle hatte sie keinen wirklichen Schlag setzen können.
Sie biss erneut die Zähne zusammen, fauchte sich selbst an, hob die andere Hand und begann nun im Wechsel rücksichtslos mit Chakra in den Händen zirkulierend auf den Baum einzuhämmern. Nach und nach blätterte Rinde ab, aber auch die Schmerzen an ihren Händen wuchsen, da die Haut begann abzuperlen wie Satin von einer Modestange. Sie war so ein verdammtes überflüssiges Weichei! "Komm schon, du Mistding! Zer - platze!" Sie schlug weiter. Einfach weiter, bis helles Unterholz zu sehen war. Nach einigen Minuten musste Chiyoko ihre Unterarme an den Baum drücken, um sich schneller atmend abzustützen. Sie starrte die getroffene Stelle am Baum missmutig an. "Ist das wirklich alles?", fragte sie in diese Richtung. Im Inneren erklang jedoch eine weitere Frage: Hast du nicht mehr zu bieten, du dummes Stück?! Die Beine. Chiyoko gingn einen Schritt zurück, stellte sich seitlich, hob ein Bein an und vollführte eine Drehung, um mit ihrem Schienbein gegen die offen gelegte Rinde zu treten. Mehrfach mit demselben Bein. Sie hatte zwar gute Chakra-Kontrolle für ihre Jutsus, aber für Kraft und Power mit Chakra brauchte sie Training. Einen Sensei. Das konnte sie nicht alleine. Was kann ich schon alleine? Nach einer weiteren Zeit ließ sie auch das Bein sinken, stützte sich auf den Knien ab und atmete schwer. "Verdammte Scheiße", entwich es dem Mund der Blonden. Nun staute sich der Selbsthass wirklich. Sie erhob sich wieder, ballte Fäuste, hob die Arme und schlug im Wechsel wieder zu mit verbissenem Gesichtsausdruck. Ihre Fingerkuppen bluteten bereits, aber darum kümmerte sie sich kein Stück. Wenn Schmerz Erfolg hieß, war das so. Und die Kleine wollte nicht überflüssig sein.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Fr Jul 05, 2013 9:14 pm

cf: ??? [vorher: Ren's Wohnung] nach Mini-TS

“Was mit ihr ist? Das ist die vollkommen falsche Herangehensweise... aber zimperlich warst du ja noch nie, mein Lieber“ Kurisas Worte, die Worte seiner Mutter hallten in seinem Kopf wider, als er das Schwert am anderen Ende des Trainingsplatzes in dem dafür vorgesehenen Bereich zurück in die Scheide steckte. Normalerweise hätte er es mal wieder entsiegeln und mit der Übergröße kämpfen können, doch irgendwie war ihm seit zwei Tagen die Lust darauf vergangen. Er konnte sich ohnehin nicht konzentrieren. Nicht konzentrieren, weil ihn die Worte seiner Mutter zu verfolgen schienen. “Du hast mit Sicherheit bereits auch die Gerüchte gehört.“ Nein, er hatte nichts von Gerüchten vernommen und selbst wenn, dann gab er nie etwas auf so einen Müll, bildete sich lieber selbst seine verdammte Meinung. Ja, er war aufgebracht gewesen. Weil seine Mutter so lange und nachdenklich geschwiegen hatte, als ob sie die Worte nicht bereitliegen hätte. Etwas, was bei ihr äußerst selten war und einen umso nervöser machte. So war es nicht verwunderlich, dass Rens miese Laune an die Oberfläche gekommen war. “Ich meine nun nicht die Geschichten über Chimären und zweiköpfige Schlangen und was weiß ich alles... ich meine eher ein gewisses Familiengerücht, dass man einen besonderen Körperbau aufweist, wie zum Beispiel ein zweites Herz... in der Magengegend. Wie ich sehe, sagen dir meine Worte was?“ Oh ja, sie hatten ihm so einiges gesagt. Weil er sogleich wusste, auf wen sie anspielte. Er war nicht dumm. War scharfsinnig und hatte eins und eins zusammengezählt. Ein Verband. Um die Magengegend. Das empfindlich Sein. Wie bei einem zweiten Herzen, doch hatte er nur ungläubig den Kopf geschüttelt. “Ja, der Teshima-Clan, wobei ihn die meisten wohl nicht als Clan bezeichnen, sondern eher als Außenseiter – sie bewohnen ein Viertel hier im Dorf. Chiyoko stammt auch dorther, vielleicht erkennst du gewisse Andeutungen?“ Fragend hatte er seine Mutter angeblickt, welche sich dann jedoch bereits erhob, ein versuchter Themenwechsel war zwischenzeitlich missglückt. Ren hatte gefragt, was es mit all dem auf sich hat, doch eine ernüchternde Antwort bekommen. “Sagen wir es einmal so. Sie ist sehr empfindlich und ein Raufbold wie du, sollte aufpassen, Ren. Es steht mir nicht zu mehr Worte darüber zu verlieren, da es ihre Privatsphäre ist und sie selbst entscheiden sollte, ob und wann sie es dir sagen möchte. Da greife ich nicht über sie hinweg, mein Lieber.“ Und mit diesen Worten war sie schließlich wieder gegangen, hatte ihn mit so vielen Fragen zurückgelassen, was sie wohl als vollkommen in Ordnung verbuchte. Für sie war es das wahrscheinlich auch und ja, sie hatte irgendwo recht, aber auf der anderen Seite, hasste er es nur die halbe beschissene Wahrheit zu erfahren. Aus irgendeinem Grund wollte er nämlich alles über die Blonde wissen, bekam jedoch nicht das Bild mit ihrem Verband aus seinem Kopf. Eine empfindliche Magengegend. Ein zweites Herz. Was schloss man daraus? Sollte er sie einfach beim nächsten Treffen darauf ansprechen?
Keine Stunde später, schritt der Schwertshinobi über den Trainingsplatz, sah ein paar Anwesenden beim Training zu, befand es jedoch als laaaangweilig. Allerdings blieb er bald stehen, als er ein Kichern vernahm und danach einen leicht frustrierenden Laut. Zwei Genin kamen ihm entgegen, welche sogleich verstummten, als sie seine schlecht gelaunte Mimik erblicken und er das Kinn gefährlich hervorreckte. Sofort liefen sie an ihm vorbei, doch hinderte ihn das nicht daran, in jene Richtung zu gehen, aus der sie gekommen waren... und dann einen ganz bestimmten Anblick zu entdecken: Blutige Hände. Anstrengung. Ein bebender Körper. Haare, die sich bei jedem Schlag im Wind des Schlages bewegten. Vor zwei Tagen noch, hätte er sogleich etwas gesagt, doch nun stand er mehr oder minder ein paar Sekunden ruhig da, seinen Blick auf ihren Rücken gerichtet. Seine Mutter hatte gesagt, dass sie sehr empfindlich war. Dass es ihr jedoch auch nicht zustünde, darüber zu sprechen. Was war denn so anders an dieser Frau? Seine Mutter hatte seine Lebensweise nie gut geheißen, doch noch nie hatte sie so agiert. Nicht wissend, was er von allem halten sollte, schritt er schließlich auf sie zu, lehnte sich in etwa drei Meter neben ihr gegen eine weitere Rinde. Ob man ihm ansah, dass er reservierter war? Vermutlich ein wenig, doch musste man ja nicht unbedingt gleich wissen, dass sie der Grund dafür war. Eher konnte man zwar sehen, dass ihn etwas beschäftigte, doch nicht, was er dachte. “Hat dir der Baum etwas getan?“, fragte er daher einfach nur und bemühte sich um ein mattes Lächeln. “Hör schon auf, du machst deine Hände ja kaputt... 'Ist ziemlich ungesund, auch wenn meine Mutter in solchen Behandlungen echt gut ist.“ Wieso redete er in ihrer Gegenwart nun von seiner Mutter? Ach verdammt!
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Fr Jul 05, 2013 9:47 pm

Kampfschreie schenkte sie sich. Es reichte der Schlag pro Hand, die abflatternde Haut, die seichten roten Spuren auf der hellen Rinde und der brennende Schmerz an den Fingerkuppen, welcher sich immer weiter verstärkte. Es mochte sein, dass sie sich mal wieder in etwas hineinsteigerte, aber aber zig Leute um Chiyoko herum waren so offensive Shinobi, während sie hinten dran stand und nichts alleine konnte. Selbst, dass sie eine veränderte DNS hatte, ein sogenanntes Kekkei Genkai ... es brachte nichts Großes. Andere Clans, die ein Hiden oder ein Erbe hatten, waren große Krieger mit einem bestimmten Ruf. Mehr und mehr glaubte sie allmählich, dass ihr Clan gar nichts war. Dass sie nichts war. Was muss man denn noch tun, bis du endlich verstehst, dass du kein wertloser Haufen menschlicher Zellen bist?! Die Stimme des Symbionten donnerte so laut durch Chiyokos Kopf, dass sie gerade dann aufhörte gegen den Baum zu schlagen, als Ren sich überraschenderweise zu ihr gesellt hatte und an dem Stamm lehnte. Sie hatte die Faust gegen ihn gedrückt, hielt inne, hatte die Augen aufgerissen und war wie erschrocken. Es nervt auch mich ehrlich gesagt langsam von dir immer wieder hören zu müssen, wie du dich selbst fertig machst. Ich will dir ein Symbiont sein, der dich bis in den Tod begleitet, und kein Parasit, welcher deinem Organismus vorschreibt, was zu tun ist, weil du dir nur selbst schadet. Und somit letztlich auch mir. Cha'hai, Chiyoko. Kree tal shal mak! Kurz darauf biss die Blonde die Zähne zusammen. Sie wurde beinahe wütend darüber, was Jolinar ihr gerade entgegen gebracht hatte. Sie solle sich selbst finden. Hör schon auf, du machst deine Hände ja kaputt. Der Blick der grauen Augen wendete sich unter den zerfurchten Haarsträhnen in Richtung des Kitoku, während die Teshima immer noch in Angriffshaltung vor dem Bauch stand. Unter keinen Umständen wusste sie gerade, was sie tun sollte, geschweige denn sagen. Ihre aufgerissenen Augen richtete sie kurz darauf auf ihre Finger, nachdem sie sich aufgerichtet hatte und die Unterarme angewinkelt. Sie waren durch die Schlägerei wirklich blutig geworden. Bei Katsura sah das nie so aus. Aber bei ihr kamen auch noch Elemente mit ins Spiel. Ihre Schwester war eine Nin-Taijutsuka. Sie beherrschte auch diese zweite Disziplin nicht. Kein Element, kein Taijutsu. Chiyoko ließ ihre Kiefer aufeinander mahlen, während sie die Hände zusammendrückte, sodass ihre schwarzen Handschuhe leise Dehngeräusche von sich gaben. Eine Art Schatten legte sich über ihre Augen. "Ich muss irgendwas tun", entgegnete sie mit fester, beinahe kalter Stimme. Dies war sogar auch an Jolinar gerichtet. "Ich muss irgendwas dagegen tun, dass ich im Vergleich zu allen anderen so ein Schwächling bin, der es nicht einmal verdient hätte, seine Chûnin-Prüfung zu bestehen." Irgendwie musste es auch einfach mit Chakra gehen. Nur ein einziger Schlag, der bis in die Mitte des Baumes ging. So schwach konnte sie doch nicht sein. Chakra-Kontrolle war eine ihrer stärken. Nicht umsonst hatte sie ein Genjutsu, mit denen sie Gefangene psychisch foltern konnte wie sie wollte. Obwohl sie es bisher noch kein einziges Mal angewendet hatte. Ein letztes Mal hob sie den Arm, winkelte ihn an, ballte die Faust, hämmerte so viel Chakra wie ging in ihre wunden Fingerbereiche, und ließ die Faust nach vorne in den Baum sausen. "Rin nok!", schrie sie dabei, was in Jolinars Sprache für einen Ausruf nach Ruhe und Stille stand. Die Rinde und das freigelegte Holz splitterten augenblicklich, Chiyoko spürte den Schmerz in ihrer Hand aufpochen und wie diese von mehreren Splittern angebohrt wurde. Dennoch war das Resultat nicht das Schlechteste. Sie hatte ihre Hand ziemlich weit in den Baum befördert und ein faustgroßes Loch hinterlassen, was einem Kind wohl locker den Kiefer gebrochen hätte. Chakra und Taijutsu ... vielleicht war Chakra einfach die bessere Alternative als ein Element. Skeptisch zog die Teshima ihre Hand aus dem Baum, sah sie an und entdeckte mehrere längliche Holzfragmente in ihren Fingern. Erst als sie das sah, umfasste sie mit ihrer anderen blutigen Hand das Handgelenk, hielt ihre verletzte Hand gegen die Brust, legte den Kopf in den Nacken und zischte vor Schmerz, biss aber bemüht die Zähne zusammen. "Gott verdammt!" Nach einigen Sekunden drehte Chiyoko sich von dem malträtierten Holz weg, hielt sich weiterhin ihre Hand, aber sah Ren mit ihrem verbissenen Gesichtsausdruck an. "Was spielt das denn schon für eine Rolle, ob sie verletzt sind oder nicht? Du musst dich als Schwertshinobi auch schon oft genug verletzt haben, und da hat es dich sicher nicht einmal selbst gekümmert. Warum bist du eigentlich hier? Hat so eine blauhaarige dumme Kunoichi dich geschickt?"
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