Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Trainingsplatz 1

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BeitragThema: Trainingsplatz 1   Sa Dez 22, 2012 1:37 am

das Eingangsposting lautete :



Dieses Übungsareal ist ein sehr großes, wo mehrere Trainingsplätze, die von Shinobis gut besucht werden, ineinander greifen und nur durch markante Eigenschaften mitunter abtrennbar sind, wie etwa einzelne Bäume, Büsche, Felsen oder einzelne Erdgräben, die aus Kämpfen resultieren. In der Dämmerung ist das Areal oft mit Nebel bedeckt und bietet einen mystischen Anblick, wie man ihn von Kirigakure gewohnt ist - die Stadt mit dem Nebel. Eingerahmt wird das Kampffeld von einer dichten Baumreihe. Es selbst besteht aus einer weiten leicht angehobenen Fläche mit teils hohen Gräsern und einzelnen Sträuchern. Viel Platz zum Verstecken gibt es nicht, wenn man kein Doton-Nutzer ist oder tarnende Genjutsus drauf hat.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Sa Jul 06, 2013 5:43 pm

Es war immer so eine Sache mit den Frauen: Sie hörten das, was sie wollten. Genauso, wie das Gegenteil. Wahrheiten wurden nicht gerne entgegen genommen. Man wich ihnen aus – jedenfalls kratzte sich Ren nachdenklich am Hinterkopf, veränderte jedoch nicht seinen Gesichtsausdruck, als er zusehen musste, wie Chiyoko weiterhin ihre Hände kaputt schlug. Wenn er nun etwas sagte, würde es etwas bringen? Er wusste nicht wirklich, wie er mit diesem Moment umgehen sollte. Nein, er wusste, was er sagen sollte... Aber er wusste auch, dass er vielleicht etwas Dummes sagte. Wieso hatte ihm seine Mutter auch solche Andeutungen verraten, mit denen er nun klar kommen musste? Ganz in seiner eigenen Welt war er es nun, welcher die Worte Chiyokos ausblendete, nur ihren Hass wahrnahm und die ebenmäßigen Schläge auf die Rinde, welche in einem Ausstieß endeten, der ein tiefes Loch in jenem Baum hinterließ. Er sollte anerkennend pfeifen, tat es aber nicht und fragte sich, ob sie das nun weiter hinunter zog. Offensichtlich schien die Teshima gerade sehr große Probleme zu haben. Probleme, welche nicht leichter würden, würde er sie diese persönlichen Dinge fragen, welche auf seiner Zunge lagen. So lehnte er also immer noch neben ihr mit dieser nichtssagenden Miene und blickte sie einfach nur an. Musterte, beobachtete sie. Gott verdammt? Wieso sollte sie Gott verdammen, wenn es ihn denn gab? Was war ihr über die Leber gelaufen? Was war nach der Wohnung passiert? Hatte sie sich wieder von irgendetwas fertig machen lassen, dass so eine kleine Lappalie war? Ren hatte keine Ahnung, doch schien sie ihm hochgradig aggressiv, weshalb er sich vom Stamm abstieß. Was sollte er ihr groß sagen? Er wünschte sich, er wäre nicht gekommen, hätte diesen Anblick nicht gesehen und müsste ihr Auftreten in Anbetracht den Worten seiner Mutter auseinandernehmen, es analysieren. War gezwungen dazu, obwohl er es nie tat. Weil er neugierig war. Weil er sich um sie sorgte. Sie war ihm nicht egal. Deshalb war er her gekommen, doch er wusste, dass er ihr vermutlich nicht helfen konnte. Auch, wenn er es wollte, so sah er in ihrer Mimik, dass sie sich wie bei ihrem letzten Zusammentreffen wieder in etwas hineinsteigerte und wohl keine andere Meinung dulden würde. Abwenden konnte er sich jedoch nicht. Er würde stehen bleiben müssen, sonst würde er sie nur noch weiter hinunter ziehen. Am liebsten hätte er nun etwas wie eine Maske, wie es ein paar andere hatten. Vielleicht sollte er sich das ja angewöhnen. Zwar sah man ihm nicht an, was er dachte, aber hätte er eine Maske, könnte er nun aufziehend grinsen. Oder so. Scheiß drauf. "Was spielt das denn schon für eine Rolle, ob sie verletzt sind oder nicht? Du musst dich als Schwertshinobi auch schon oft genug verletzt haben, und da hat es dich sicher nicht einmal selbst gekümmert. Warum bist du eigentlich hier? Hat so eine blauhaarige dumme Kunoichi dich geschickt?" Noch während sie sprach, schritt er auf sie zu und packte die Handgelenke mit seinen Händen, hielt sie fest. Kurzzeitig war auf seinem Gesicht eine Genervtheit zu sehen. Oder Wut? Er hatte heute einfach keine gute Laune. “Mir ist es scheiß'egal, was so ne dumme blauhaarige Kunoichi sagt, aber wenn du immer auf andere hörst und dich damit runterziehst, dann bist du hier die Dumme! Verdammt, Chiko, reis dich zusammen! Schau dir deine Hände an: Willst du sie dir brechen oder sonstwas, damit sie voller Narben sind? Ich hab dir schon gesagt, dass es nicht immer nur auf Stärke ankommt, was kümmerts dich das zu lernen, in was du nicht gut bist? Konzentrier dich gefälligst auf das, worin du gut bist und mach das beste draus.“ Harte Worte, doch anders konnte er sich nicht helfen. Einerseits wollte er sie fragen und eine Distanz wahren, bis er die Antworten hatte. Andererseits war sie auch seine neue Bekanntschaft, nein sie war eine Freundin für ihn geworden seit der Mission und das in so kurzer Zeit. Freunden half man. Irgendwie. Auch, wenn er nicht glaubte, dass das eben Gesagte etwas gebracht hatte. Unweigerlich erwischte er sich dabei, wie seine Iriden kurz die Bauchgegend musterte, wo er sich an den Verband erinnerte. Sie hatte etwas von ihm verstecken wollen... war das der Gedanke hinter seiner Laune gewesen, der letztere dann auch verursacht hatte? Nicht nur Schutz, sondern auch Verstecken? Klar es gab Gerüchte... und das bedeutete, dass niemand die Wahrheit darüber wusste, man es also im Dunkeln hielt. Wieso fiel ihm das nicht gleich auf? Kopfschüttelnd schloss er kurz die Augen und ließ dann ihre Handgelenke los, fasste sich an den Kopf. “Okay okay... Ich bin heut selbst nicht gut drauf. Ja, ich hab mich oft verletzt. Schon klar, auf was du raus willst... Aber ich hab nur weiter gemacht, weil ich gesehen hab, dass ich darin gut bin... Ich würd nich auf die Idee kommen, auf einmal Ninjutsu oder Körperkraft zu trainieren... Viel zu anstrengend und nutzlos.“ Bei letzten Worten hatte er wieder seine typische, auf eine lustige Art genervte, Mimik aufgelegt und hatte die freie angewinkelte Hand flach in der Luft und bewegte die daher waagrecht in der Luft liegende Handfläche zu beiden Seiten, sodass eine Geste der Ablehnung entstand. Dann erst fuhr er sich mit der noch am Kopf liegenden Hand durch die Haare, ließ kurz eine Stille entstehen, in welcher er sich wieder sammelte. Hoffentlich hatte er davor nicht zu bekloppt reagiert. “Ich bin hier, weil ich trainiert habe... und zwar das, worin ich schon gut bin... schön, dass du dich so freust, einen Freund zu sehen~ Okay... Was hat denn die dumme blauhaarige Kunoichi gesagt?“
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Sa Jul 06, 2013 6:22 pm

Überraschend war es alle Male, als Ren Chiko plötzlich an den Handgelenken packte und ihr ins Gesicht warf, dass sie die Dumme sei, wenn sie sich immer runter machte und solche Sachen mit Schmerz kompensierte. Sie war aber nicht erschrocken und hatte nun aufgerissene Augen, weil er sie so plötzlich angefasst hatte, sondern weil er sich im Vergleich zu seiner sonstigen Art so anders verhielt. Sicher hatte man mal schlechte Laune, aber dass Rens Zünder bis zu so etwas so kurz war, hatte Chiyoko nicht auf dem Zettel. Ihr Mund stand leicht offen, als sie sich in ihrer erzwungenen Haltung anhörte, was er sagte, dann schloss sie ihn und presste die Lippen aufeinander. Jolinar sagte auch kein Wort, und als Ren Chiko endlich los ließ, trat ein peinliches Schweigen ein. Letztlich lenkte er wohl aber doch ein, gestand die schlechte Laune und führte seine Meinung etwas gesitteter aus. Die ironische Aussage mitten drin entging ihr aber nicht. In der Sekunde verengte die Blonde missmutig die Augen, bevor das Gespräch auf diese Bekanntschaft gelenkt wurde, die für Chiyokos Laune und Zustand verantwortlich war. Beinahe instinktiv ging sie einen Schritt zurück, nachdem Ren gefragt hatte, weil sie nicht wollte, dass er sie nochmal so anpackte. "Nichts weiter", antwortete sie zunächst mit beleidigtem Ton, sah zur Seite und rieb sich das Handgelenk der Hand, mit der sie das Loch im Baum geschlagen hatte. Nach einem Augenverdrehen wollte sie aber doch nicht ganz schweigen. "Ich weiß nicht mal wie sie heißt. Hab' sie angerempelt und mich entschuldigt, dann kam sie mit 'nem komischen Spruch und ich habe sie gefragt, ob irgendwas nicht mit ihr stimmt. Das hat sie wohl als eine Art Kampfansage verstanden und mich keine Minute später als überflüssig betitelt. Und auch sowas gesagt wie, dass ich Ballast für die Leute um mich herum bin, weil ich so heftige Stimmungsschwankungen habe." Die restliche Erzählung spie die Teshima förmlich aus, ließ ihre Hände sinken und starrte hasserfüllt zu Boden. Sie hatte ... Stimmungsdifferenzen. Sie war empfindlich und reizbar, sie war einfach sie selbst. Auch wenn ihre eigene Mutter dem Psychologen aus Konoha Recht gegeben hatte, sie hätte ein Problem in ihrer Psyche. Das stimmte einfach nicht. Und so eine idiotische Frau aus Kiri, die sie nie zuvor gesehen hatte, ahnte gleich, was schon vor Jahren diagnostiziert worden war.
Mit einer kleinen Bewegung drehte Chiyoko sich zu dem Baum, lehnte sich mit dem Rücken dagegen und begann schweigend die Splitter aus ihren Fingerkuppen zu ziehen, wobei sie relativ verbissen und Schmerz unterdrückend aussah. Als sie alle raus hatte, ballte sie die Faust nochmals, um zu testen, ob es noch irgendwo piekte. Es brannte jedoch nur, was hieß, dass sie alle entfernt hatte. Beseitigt war ihre eigene Laune aber trotz allem immer noch nicht. Und mit seiner Ansage hatte Ren es verspielt, dass Chiyoko ihm vielleicht leise und um Hilfe bittend erzählte, was passiert war. Sie stieß sich mit dem rechten Fuß von dem Stamm ab, verschränkte die Arme vor der Brust und ging ein paar Schritte in dem hohen Gras, bevor sie stehen blieb, den Kopf hob und Ren mit gereiztem Gesicht anblickte. "Wenn du mir als Nuke gegenüber stehen würdest, Ren, hätte ich keine Chance. Nicht nur bist du der Nahkämpfer mit sicherlich einigen Ninjutsus, einem Shinobi-Schwert und einem Kuchiyose, sondern kannst auch sicher noch eine andere Jutsu-Disziplin. Genjutsu oder so. Das einzige, was ich könnte, wäre auf Distanz bleiben, dich mit Genjutsus verwirren und gegebenfalls mit einigen elementarlosen Sachen deinen Nahkampfattacken entfliehen, aber wirklich Schaden austeilen? Da bin ich überflüssig." Nach ihrer Analyse, um quasi zu demonstrieren was für eine schlechte Kunoichi sie doch sei, verschränkte Chiyoko die Arme und blieb zielsicher stehen. "Es ist ein Unterschied, ob man sich verbessern will, um sich selbst helfen zu können oder um einfach als starker Macker das Revier markieren zu können. Wenn ich laut dir das trainieren soll, worin ich gut bin, dann stell mich auf die Probe, und schau dir an, was es mir bringt - kaum etwas." Nun breitete Chiyoko die Arme links und rechts mit den Handinnenflächen zu Ren gerichtet aus und war quasi bereit auf eine Offensive einzugehen. "Greif mich an."
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Jul 08, 2013 4:51 pm

Er war zu weit gegangen. Ren wusste es, sobald er ihre geweiteten Augen gesehen hatte. Sobald sie ihn so angesehen hatte, hatte er es bereut. Nein, so hätte er sie nie anfassen dürfen, mit Gewalt. Normalerweise machte er so etwas ja auch nicht, aber seit zwei Tagen fühlte er sich nicht mehr wirklich... normal in ihrer Gegenwart. Passte das? Sich nicht mehr normal fühlen? Weil sie vermutlich nicht normal war? Andererseits: Wer war schon normal auf dieser Welt? Letzteres war eine Frage, mit der er alles in seinem Kopf relativieren wollte, doch konnte nur ein mattes Lächeln diese Gedanken hinter seiner Stirn verbergen. “Nichts gegen euch Frauen, aber nehmt ihr nicht immer gleich alles als Kampfansage?“ Ein versuchtes Schmunzeln folgte nun, als ob es ihn amüsierte. Doch in Wirklichkeit wollte er das Gespräch wieder in seichtere und sicherere Gewässer lenken – was ihm allerdings wohl nicht so gut zu gelingen schien, da sich Chiyoko scheinbar in den Kopf gesetzt hatte, sie wäre überflüssig. Und dabei erinnerte sie sich vermutlich gar nicht mehr an die Worte, welche er ihr in den vertrauen Minuten in den heißen Quellen gesagt hatte. Dass niemand perfekt war. Dass sie nicht die einzige war, die hatte kämpfen müssen und es immer noch Tag für Tag in ihrem Leben tat. Um nicht unter zu gehen. Um die Dämonen eines jeden Shinobi zu bezwingen, welche ihn vor allem in den ersten Jahren seiner Laufbahn nachts in Alpträumen heimsuchten. Doch ja, sie schien sie vergessen zu haben. Erinnerte sich nicht mehr daran. Seine Worte schienen in ihr wohl nicht mehr vorhanden zu sein, was ihn irgendwo enttäuschte. Andererseits: Hatte ihm je jemand versprochen, dass seine Worte einen Platz in ihrem Kopf und in ihrer Seele finden würden? Nicht wirklich. Er blickte auf die verwundeten Handgelenke, wünschte sich in diesem Moment er hätte etwas zum verbinden dabei. Stattdessen haftete nur Sakandae an der Hüfthalterung und wartete wohl auch schon seit Längerem wieder auf einen Einsatz. Furchen bildeten sich in der Stirn des Schwertshinobi, als er zusah, wie Chiyoko kurz ihre wunden Hände anspannte, um zu sehen, ob noch irgendwo etwas zwickte. Bei den Kami, er wünschte wirklich, er hätte andere Worte gewählt – und offenbar hatte sie auch gar nicht mit den Seinen gerechnet, was vielleicht auch ein Grund dafür war, dass sie sich nun ins hohe Gras begeben hatte, ihn auf ihre Art und Weise gereizt anblickte. Der Schaden war angerichtet. Er kratzte sich schon fast schuldbewusst am Kopf, unverhohlen.
“Das glaube ich nicht wirklich. Selbst wenn ich nämlich Jutsus wirke, habe ich nicht genug Chakra, um das lange durchzustehen...“ Eine beschwichtigende Antwort? Vielleicht. Und vielleicht erinnerte sich Chiyoko auch daran, wie er auf der Mission Baka und Kon beschworen hatte und man ihm kurzzeitig diesen Verbrauch angesehen hatte. Außerdem nahm er keine Rücksicht auf sich selbst im Kampf, wenn es wirklich darauf ankam, was auch ein Grund dafür war, dass seine Mutter wohl alle möglichen Wunden in den Jahren an ihm hatte aufzählen und operieren können. “Ich bin ein dummes Beispiel, da ich einer der wenigen Shinobi bin, die Genjutsu als Spezialbereich auserkoren haben...--- beziehst du den Macker gerade auf mich?“ Nun hob er aber wirklich die Augenbraue, denn für ihn hatte es sich fast so angehört, als ob sie das tat. Als ob sie ihm unterstellen würde, dass er nur trainiert hatte, um angeben zu können. Gut, ja... er hatte Aufmerksamkeit erregen wollen, aber auch deshalb, weil ihn sonst nie jemand gesehen hatte und er mit Ausnahme bei seiner Familie immer alleine gewesen war. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Chûnin-Examen. Ab da ging es bergauf. Er gab zu, dass er es manchmal genossen hatte, doch auch er hatte sich insgeheim immer nur verbessern wollen und war mittlerweile auf einem Niveau angelangt, auf dem er sich einfach nur Training halten wollte. Vielleicht fiel ihm hier und da ja auch noch etwas Besseres ein. Trotzdem. Chiyokos Aussage, wenn sie so gemeint war... “Ich greife dich nicht an. Du und ich, wir beide haben Training hinter uns und man sollte es nicht übertreiben.“ Die Arme vor der Brust verschränkend blickte ihr in die Augen, sah dass sie es ernst meinte. Sollte er wirklich bei letzterer Aussage bleiben? Würde sie sich dann nicht noch schlechter fühlen? Kurz verengten sich seine braunen Augen nachdenklich. Er glaubte nicht, dass er es machen sollte. Nein, dazu war er nicht in der Stimmung und so schüttelte er den Kopf, kehrte ihr den Rücken zu – hatte aber noch im Hinterkopf, dass sie wütend war und bei wütenden Shinobi wusste man nie..
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Jul 08, 2013 7:42 pm

Den Rücken. Das war alles, was Ren für Chiyoko übrig hatte? Sie betrachtete seine Rückseite unverhohlen, spannte wütend die Hände an, biss sich auf die Unterlippe und war umso gereizter, als er nur noch meinte, dass man es nicht übertreiben dürfe, da beide bereits trainiert hätten. Klar war sie nicht erst seit fünf Minuten hier, aber was sie gerade an Training gemacht hatte, war nur der verzweifelte Versuch gewesen, irgendwas erreichen zu können. Das hatte nicht viel Chakra gekostet. Und die halbe Stunde, die sie dafür gebraucht hatte, waren auch nicht wirklich nennenswert. Ren hatte vielleicht schon mehr trainiert, Chiyoko dagegen war noch ziemlich gut dabei. Auch mit ihrem Chakra. So überlegte sie sich, wie sie die Session, die sie wollte, anfing. Zunächst einmal drehte man seinem Gegner, Trainingspartner oder was auch immer nie den Rücken zu. Fehler Nummer 1 war schon von dem Kitoku begangen worden. Zudem war die Teshima angefressen, aber für die Idee am meisten zählte, die sie gerade im Kopf entwickelte, war, dass Ren sie nicht genau kannte. Er wusste nicht um ihr Geheimnis. Er wusste nicht um Jolinar, er wusste nicht um das Hautkreuz und die Art zweite Gebärmutter, die jeder Teshima hatte, und auch nicht um die entsprechenden Vor- und Nachteile. So war vielleicht sogar ein D-Rang Jutsu etwas glaubwürdiger, obwohl Ren ein Jônin war. Schließlich konnte ihr Kekkei Genkai alles sein, oder nicht? Manche konnten sich ja wegen so etwas sogar in Tiere verwandeln. Und dieses sollten nun bei Beginn des Kampfes, wie Chiyoko ihn wollte, eine zentrale Rolle spielen.
"Ach, Ren", sagte sie mit bewusst verstellter Stimme, als wäre sie eine Nuke, die ihn gerade beurteilte und wegen seiner mangelnden Fähigkeiten mit diesen Worten bemitleiden wollte. Kurz darauf fing Chiyoko schon so an, wie ihre Illusion es vorsah. Sie fing leise an zu lachen, boshaft und verzerrt. Ihr Gesicht sah dementsprechend auch aus. Sie hatte den Mund leicht grinsend geöffnet und die Augen diabolisch zu Schlitzen verengt. Ihr Lachen wurde etwas lauter, wobei es aber doch anfing gleitender zu klingen, als wäre es nur Gelächter. Es klang beinahe schön, weil es fließender wurde. In der Sekunde, wo das ganze Hörtirara in Rens Ohren drang, erwartete Chiyoko, dass er sich umdrehte, obwohl er wusste, dass sie Genjutsus beherrschte. Sie hatte ja keinerlei Anstalten gemacht, nun den Kampf anzufangen oder nicht anzufangen, weswegen mindestens Verwunderung über dieses Lachen übrig sein musste, dachte sie. So verzerrte Chiyoko in der Hoffnung, dass Ren sich umgedreht hatte, das Gesicht; als würde sie plötzlich erstarren, von etwas überrascht und geschockt zugleich sein. Die Pupillen geweitet starrte sie einfach in den verhangenen Himmel. Das Lachen hörte auf, ihre Mundwinkel sackten wortlos nach unten. Dann waren die ersten falschen Sehenswürdigkeiten vorhanden. Chiyoko simulierte ein starkes Würggeräusch, als würde es ihr äußerst schlecht gehen, wobei sie auch den Kopf entsprechend kurz nach vorn bewegte, als würde sie ein Schlucken unterdrücken. Mit panischem Gesichtsausdruck senkte sie den Blick, sah auf ihre Hände und beobachtete, wie auf ihrer Handfläche ein grünlicher Käfer landete. Nun hob die Blonde den Blick wieder zu Ren, wobei sie mit merklichen Halsgeräuschen den Mund öffnete und einen Schwall Insekten ausspuckte. Die Käfer krabbelten von da an, wo sie herunter gefallen waren, über den Körper der 25-Jährigen, unter die Kleidung, über die Haut, ins Haar. Kurz darauf kamen nicht nur aus dem Mund welche, sondern auch die Nase, die Ohren und die Augen sollten als Ausgangslöcher für die charmanten Besucher gelten. Sobald war Chiyokos gesamtes Gesicht von den Käfern bedeckt, sie nahmen weiter und weiter ihren Körper ein, sie war schon längst zu Boden auf die Seite gefallen und ließ sich ungehemmt bedecken. Und als kleine Zugabe hob die von Käfern Besessene einen der Arme und sagte kratzig: "Ren." Während dieses simple Genjutsu anfing auf Ren zu wirken, hatte die echte Chiyoko sich schon von der Stelle bewegt, sodass sie nicht mehr da war, wo ihr Illusions-Ich von Insekten verdeckt und verspeist wurde. Für sie hatte das Training begonnen. Egal, ob Ren wollte oder nicht.

Jutsu:
 

Out: Wäre "gut", wenn du schreibst, dass Ren sich doch umdreht ^^ Es soll aber kein Autoplay sein, dass ich das Gen schon soweit ausgeschrieben habe. Eher eine Kampfeinladung, wenn du magst.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Jul 08, 2013 10:29 pm

Was hinderte ihn daran, einfach zu gehen? Er hatte keine Lust, keinen Ansporn, wirklich gegen sie zu kämpfen. Weil er um ihre Stärke wusste. Weil sie sie gerade nochmals betont hatte und er wusste, worauf er achten musste. Auf die kleinste Unnatürlichkeit in den Sinnen. Es war, als ob man jemanden ein Leben lang geschult hatte und ihm dann einen einfachen Test aufpfläumte. Ren wusste, dass er nicht von Genjutsu in die Knie gehen würde, wie andere Shinobi und Kunoichi. Nein, selbst wenn es keines seiner Spezialgebiete wäre, so wäre er dafür wohl auch zu scharfsinnig. Nun... er könnte diesen Kampf mit guten Aussichten bestreiten... doch, was hielt ihn davon ab? Er erinnerte sich an das Gespräch. Wie eine Teshima empfindlich war. Empfindlich in ihrer Magengegend. Er wusste, wohin er schlagen müsste, würde er den Kampf mit einem Mal beenden wollen, doch irgendwo brachte er es nicht übers Herz, ihr weh zu tun. Vor allem deshalb, weil sie zuvor schon genug durch gemacht hatte. Wenn diese Blauhaarige für die Psyche verantwortlich war, dann wollte er jene Verantwortung nicht für die Physik des weiblichen Körpers der Blonden tragen. Mit Nichten. Und dennoch drehte er sich um. Warum also? Weil er sie ansehen wollte? Nein, eher weil er ihr sagen wollte, sie sollte ihn nicht mit diesem Ton anreden. Dass er nicht kämpfen würde und dass sie auch eine Pause einlegen sollte. Nur... es war nicht die Sicht, welche er erwartet hatte. Er hatte erwartet, dass sie die Arme verschränkt hatte, vor ihm stünde und ihn angiftete. Doch stattdessen beugte sie sich vornüber, als ob sie Würgen müsste. Doch was würgte sie? Hatte sie sich im Training etwas getan? Nein, Ren rechnete in diesem einen Moment nicht damit, dass es ein Genjutsu war, denn er sah nur eine Chiyoko, welche... Probleme hatte. Um ein Haar wäre er zu ihr geeilt, hätte sie gefragt was los war – nur dann erblickte er die ersten Käfer, welche aus ihrem Munde kamen. In der Realität stand er wahrscheinlich mehr oder minder fassungslos auf einem Fleck, im Genjutsu selbst blinzelte er ein paarmal, wusste nicht, wie er es einordnen sollte. Was er aber wusste war die Tatsache, dass sie keine Aburame war und somit konnte es unmöglich ein Bluterbe oder dergleichen sein, wie es seine Mutter angedeutet hatte. Oder hatte sie etwa Käfer, welche sich in ihrem Bauch einnisteten? Nein, diese Idee war grotesk. Das konnte nicht sein. Es war ein Genjutsu. Sie hatte angedeutet, dass sie sich nur mit Genjutsu verteidigen konnte – verteidigen gegen was? Gegen seine Drehung? Gegen seine Person? Gegen heiße Luft? Merklich verzog er seine Mundwinkel und schüttelte den Gedanken einer leidenden Chiyoko ab, formte das Kai und spürte, wie die Illusion, die Person, vor ihm langsam zu flimmern begann *. Spürte, weil etwas nicht mehr auf ihn einwirkte, weil seine Sinne ich klärten... und sehen? Was sah er? Oh ja, er sah einen Hauch von... nichts. Da war keine Chiyoko mehr. Auch keine Käfer. Da stand nur er, doch glaubte er ein Geräusch im Gras zu vernehmen, woraus er schloss, dass er nicht lange in diesem Genjutsu gefangen gewesen war. Angestrengt seufzte er. “Chiyoko.... ernsthaft?“ Er wollte nicht kämpfen, wollte sich auf absolut gar nicht einlassen, doch hatte sie es sich wohl so ausgesucht, dass sie kämpfen wollte. Kämpfen gegen ihn. Als ob sie ihm beweisen wollte, wie unnütz sie war. Sollte er vielleicht extra verlieren? Damit sie sich nicht so schlecht fühlte? Es würde verdammt an seiner Ehre kratzen... und ihn dumm aussehen lassen... Außerdem wäre es für sie nichts gutes. Nichts schönes. Wenn sie wissen oder merken würde, dass er absichtlich...  Das konnte er nicht machen, nein. Er musste es tun. Er musste mit ihr kämpfen und hoffen, dass sie hierbei einfach gut abschnitt. Eine andere Möglichkeit für sie beide schien es keinesfalls zu geben.
Wenn Ren ernst machte, so würde er mit Sakanade kämpfen, allerdings handelte es sich hierbei um ein Schwert und er hatte keine große Lust Chiyoko zu verletzen. Nur würde sie ihn anders nicht als ernst machend akzeptieren – zumal sie ihn sowieso noch nie ein Schwert hatte schwingen sehen – geschweige denn das seine. Allerdings... müsste er nun er aus dieser offenen Fläche weg, wobei... er würde sich auf seine Reaktion verlassen. Auf seine Geschwindigkeit. Das konnte er auch. Wenn sie ihm schaden wollte, musste sie angreifen. So behielt Ren konzentriert die Umgebung im Auge und achtete auf jeden einzelnen verräterischen Laut, wo ihm vor allem seine Spezialausbildung in der Fallenkunde entgegen kam. Vorsorglich lud er derweil Fûton-Chakra in seinen Handflächen** “Komm schon... Was bringt dir denn jetzt ein Kampf?“, fragte er nochmal, vielleicht kam ja eine Antwort. Er hatte gerade echt keinen Bock auf sowas.
Verwendete(s) Jutsu(s):
 
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Jul 08, 2013 11:13 pm

Es ging schnell genug, dass Ren sich umgedreht hatte, während das Genjutsu noch auf ihn wirkte, wobei Chiyoko mehr oder minder die Beine hin die Hand nahm, sich beeilte vom Fleck zu kommen und Jolinar dabei ignorierte, wie diese ihr Folgendes empfahl: Wenn du wirklich so weiter machst, Chiko, dann wird er nicht vor einer physischen Attacke scheuen, die mich durchaus treffen kann. Und DAS werde ich dir und ihm auch übel nehmen. Selbst wenn er vorsichtig ist. Du treibst es zu weit. Ob Jolinar wirklich so mies zu ihrer Wirtin sein konnte, wie sie es gerade angekündigt hatte, schoss die Teshima einfach in den Wind. Es war ihre Entscheidung, was sie tat, und in dieser Sekunde war es ihr durchaus egal, ob etwas ihren Oberkörper derart traf, dass Jolinar davon betroffen sein könnte. Sie selbst war während des Genjutsu in Richtung Ren gerannt, aber um ihn herum und hinter den Baum, an dem sie sich vorher ausgeschlagen hatte, wo jetzt ihr Blut geronn. Dann ertönte eine Frage, als sie hinter dem Stamm stand. Ob der Kampf nötig sei in etwa, wozu sie ihn brauche. Bevor es eine Antwort gab, leitete Chiyoko aber Chakra in ihren Rachen, wobei sie bewusst sprach, um für Ren die Stimme aus allen Richtungen und leicht melodisch klingen zu lassen. So war sie nicht direkt lokalisierbar. "Es ist ein Trainingskampf unter Kameraden - sieh es so, Ren. Ein Jônin gegen einen Chûnin, der wissen möchte, ob er überhaupt auf höherrangigen Missionen angebracht wäre. Wer nämlich nicht einmal gegen die eigenen Leute mit höheren Rängen ankommt, ist da draußen doch sowieso viel zu leichtes Futter." Sie versuchte sich zu erinnern, ob sie ihm schon einmal etwas über Elemente erzählt hatte. Ob sie eines beherrschte. Unsicher war sie, aber vielleicht brachte ein Wortwechselspiel falsche Vermutungen zu Tage: "Konzentrier dich gefälligst auf dich! Sonst könnte es heiß werden!" Die Teshima formte Fingerzeichen, schloss kurz die Augen, um in Gedanken Katon-Jutsus durchzugehen und lief dann mit Chakra in den Fußsohlen und den gehaltenen Zeichen den Baum hoch. Dabei ging sie auf einem der Äste in die Hocke und rief nun, nachdem die Gesangsillusion aufgehört hatte: "Hier!" Kurz darauf sprang sie ab, und sobald Ren ihre Fingerzeichen sah, war er auch schon in dem Genjutsu gefangen. Chiyoko holte Luft in der Illusion, so weit es ging, konzentrierte Chakra und schoss dann zwischen ihren kreisförmig geformten Lippen einen Katon-Strahl heraus, welcher direkt auf Ren zueilte. Dabei befand sich die Anwenderin sowohl in der Illusion als auch in der Realität dort, wo sie wirklich war: In der Luft nach dem Sprung. Sie folgte dem Strahl quasi direkt auf Ren zu und wollte dann dort stehen bleiben, wo er vermeintlich nun stand und dann wegen des Feuers ausweichen würde. Wich er nicht aus, sondern blieb stehen, musste Chiyoko sich was einfallen lassen, wie sie ihn im Nahkampf ansatzweise berühren konnte. Sie wollte sich erst gar nicht daran erinnern wie leichtfertig es ihm beim ersten Mal hier gefallen war ihren Hintern anzufassen. Und was er ihr für ein Kompliment gemacht hatte. Mit dem Strahl vor dem Mund leitete Chiyoko derweil in der Realität Chakra in beide Hände direkt in alle Fingerspitzen, wobei sie spürte, wie dies an ihren Nägel krallenartig sofort austrat. Eins ihrer Lieblingstechniken, da es sie an ihre Kuchiyose erinnerte. Und würde Ren nun wirklich von einer dieser Krallen getroffen werden, konnte das ernsthaft blutende Schnittwunden geben. Und damit würde Chiyoko sich verteidigen, falls er stehen blieb und eine Nahkampfattacke ausführte.

Jutsus:
 
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Do Jul 11, 2013 9:38 pm

Wo sie recht hatte, hatte sie recht: Wenn man nichts konnte, dann war man dort draußen in der „großen weiten Welt“ der Shinobi vermutlich wirklich fehl am Platze. Wenn man nicht stark genug war, wurde man irgendwann von einem größeren Fuß zertreten und umso schwächer man war, desto mehr größere Füße fand man vor, die einem dann über den Weg laufen konnten. Irgendwie war es ernüchternd, wenn man so an die ganze Sache. Es gab ja auch immer jemanden, der stärker als man selbst war. So war das nun einmal in der großen weiten Welt, weshalb Ren sich auch nie über die eigene Stärke Gedanken gemacht hatte. Apropos Gedanken... er sollte die seinen auf den Kampf richten, abwägen, was als nächstes geschehen würde: Am besten so viel Platz zwischen sie beide bringen, wie möglich. Sich irgendwo im Unterholz des angrenzenden Waldes oder dergleichen verstecken, um ihr den Sichtkontakt zu rauben – wie schade, dass er keine wirklichen Doppelgänger erzeugen konnte. Vielleicht sollte er sich genau diesem Jutsu wirklich einmal widmen. Andererseits... Nein, weg davon, er hatte einen Kampf und auch, wenn es sich hierbei um Chiyoko handelte, welche er keinesfalls verletzen wollte, musste er ernst machen. Musste er ernst bleiben. Wie würde sie agieren? Sie kämpfte mit Genjutsu, das wusste er. Folglich würde sie wieder versuchen irgendeinen Blickkontakt festzustellen, oder? Ein Fingerzeichen später hatte er seine Handfläche auf dem Boden und eine Staubwolke erschien.* Um ein Haar hätte er es nicht geschafft, da ihn ihr Gesang so abgelenkt hatte... wie schade, dass sie es überhaupt benutzt hatte, denn dann hätte er sie gegebenenfalls orten können – von wegen sie war dumm. Sie war klug... und dieser Gedanke ließ ihn leicht amüsiert lächeln. “Ren!“, stieß Kon hervor, als er durch das Kuchiyose-no Jutsu auf den Platz gerufen worden war. “Halt mir den Rücken frei Kleiner, wenn was ist, da--“ Und dann kam er schon. Ren hatte mit Absicht seine Augen geschlossen gehalten, um nicht wieder in ein Genjutsu gefangen zu werden – doch wie er später erfahren würde, hatte der arme kleine Lemur direkt in jenes Feuer geblickt, was eigentlich nur eine Illusion war. Ren spürte, wie der Lemur sich an sein Bein krallte, dann sprang er zur Seite, allerdings genau auf Chiyoko zu, Kon schrie weiter – es schmerzte in den Ohren.** Allerdings landete er etwas ungünstig, Kon nochmals heller aufschrie, weshalb Ren seine Augen öffnete – wohl nicht weit genug gesprungen war – und mit einem in der noch verbleibenden Handfläche das Chakra nutzte. Nutzte, in dem er der ersten Kralle reflexartig auswich, die zweite ihn ein wenig an der Hüfte streifte und jene seiner Handflächen schließlich auf dem Rücken von Chiyoko zu landen gedachte. Gewiss, er hätte ihr es einfachheitshalber natürlich auf den Bauch abgeben können, doch hatte er sich in letzter Sekunde gerade noch an die Worte seiner Mutter erinnert. Folglich bekam Chiyko den Luftstoß in ihrem Hohlkreuz ab, beziehungsweise in etwa über ihren Nieren, würde wohl aus dem Gleichgewicht geraten, während Ren sich allerdings darauf gefasst machte, dass im nächsten Moment etwas geschah. *** Kon hatte derweil aufgehört zu schreien, klammerte sich aber immer noch an das Hosenbein, während Ren hörbar Sakanade aus der Scheide zog und die Klinge zwischen die beiden hielt. Immer noch versiegelt. Es war das erste Mal, dass er es in ihrer Gegenwart überhaupt in einem Kampf herausgezogen hatte. Die feine Klinge blitzte kurz auf, schuf eine Wand zwischen ihnen, eine symbolische – wie es schien. “Heiß? Och, mir ist eigentlich nur warm. Wie sieht es bei dir aus? Ach ja... ich hoffe dein Trommelfell lebt noch – Kons Geschrei ist... sehr... gewöhnungsbedürftig. Ich kanns auch nie lange ertragen.“

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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Fr Jul 12, 2013 1:06 pm

Das Ganze nahm nicht wirklich die Ausmaße an, die Chiyoko sich gewünscht hätte. Ren hielt keinen Sichtkontakt, den sie gebraucht hätte, um ihn mit einem Element zu täuschen. Stattdessen rief er einen seiner Lemuren, der sie mit seinen Augen umso mehr panisch anzusehen schien, von dem falschen Endan Gen-technisch vollends erwischt wurde und sich dann zu Ren flüchtete mit einem Geschrei, das es der Teshima schwer machte, genauer auf Kons Partner zuzuhalten. Zwar waren ihre beiden Hände mit langen Chakra-Krallen überseht, wovon eine auch definitiv Ren berührt hatte, als er einen Ausweichversuch unternahm, aber Chiko kniff die Augen sehr zusammen und verzog das Gesicht, als sie dieser Kreischerei so unsäglich nahe kam. Ihr Kiefer spannte sich an, sie presste die Zähne aufeinander und stoppte mit einem Fuß auf dem Rasen ab, bevor sie aufgrund ihres Sprunges noch weiterrutschte. Aber es brachte nichts mehr. Die Hand ihres Kampfpartners war schon in Reichweite, sie spürte etwas an ihrem Rücken, riss die Augen auf, als sie über den Kopf über die Schulter drehte und bekam dann nur noch ein Geräusch mit, das an Fûton erinnerte. Chiyoko war rund herum empfindlich. Die wichtigste Stelle ihres Oberkörpers war natürlich vorne, dort war der direkte Eingang zu Jolinar, aber am Rücken kam man bekanntlich auch bei Operationen am besten an die Eingeweide heran. Das Gefühl diesen Stoß der Luft abzubekommen leitete sich für die Blonde quasi um ihre Taille herum. Vielleicht war es der Schock am Körper getroffen worden zu sein oder wirklich so, jedenfalls zog Jolinar reflexartig die Hautlappen ihrer Heimat zusammen, während Chiyokos Krallen flimmernd verschwanden. Sie wurde mindestens zwei Meter von Ren wegbefördert und kam dabei zuerst mit den Händen auf, bevor ihre Beine und ihr Gesäß hinterher sackten wie betäubt. Auf einem Unterarm und einer Hand gestützt blieb sie zunächst so liegen. Zwar sagte Ren irgendwas von Kons Geschrei, aber dem schenkte sie keine Aufmerksamkeit. Das konnte sie auch gar nicht, weil in der nächsten Sekunde Jolinar anfing Terror zu treiben. Chiko spürte wie in ihrem Bewusstsein eine treibende Kraft entstand. Sie blinzelte kräftig. Lass mich jetzt endlich diesen Mist beenden, Chiyoko! Ich habe dir gesagt, wenn es um meine Reichweite geht und nur einer von euch mich anrührt, habe ich genug von diesen Albernheiten und deinen unnötigen Beweisversuchen! Willst du mich verletzen oder was zur Hölle stimmt nicht mit dir?! Sowohl die Wirtin als auch die Larve hatten sich während des Disputs merklich angespannt. Chiyoko lag nach wie vor wie ein weggetretenes Hundebaby im Rasen, nun hustete sie kurz auf, wobei sie sich auf eine innere Antwort zu konzentrieren versuchte. Ich will dich nicht verletzen, das solltest du kapiert haben. Hier geht's nicht um dich. Aber es geht um dich und deinen Geist. Und du bist gerade mehr denn je bereit einfach ins offene Feuer zu laufen, meine Liebe. Offenes Feuer. Die Wortwiederholung ließ Chiyoko stutzig werden. Sie starrte das Gras unter sich an. Ihr Albtraum. Warum erinnerte Jolinar sie jetzt daran? Eine Metapher war ihr Gesagtes kaum gewesen. Sie rannte ins offene Feuer. Sie hatte im Traum ihrer Mutter nicht mehr helfen können. Würde Jolinar ihr nicht mehr helfen können oder umgekehrt, wenn Chiyoko es so weiter trieb, wie sie es tat? So emotional, unwissend und einfach von der klaren Sicht und entsprechenden Bahn abgekommen? Nun mach schon. Ich werde den Kampf für dich zu Ende bringen ohne uns beide zu verraten. Auch wenn ich immer noch wütend auf euch bin. Chiyoko krallte sich ins Gras, biss die Zähne erneut zusammen und zitterte kurz. Ihr Kampf sollte Jolinars Kampf werden? Was ging hier schief? Aber warum? Was machst du, was ich nicht mache? Jolinar, ich ... Du bist eine Gefahr für dich selbst und somit auch für mich. Als Larve unserer Familie habe ich die Pflicht so etwas zu unterbinden, damit du der Gruppe nicht schadest, weil du dir selbst schadest. Du würdest erstens unnötig verletzt werden, Cordesh wäre extrem wütend auf dich und würde dich gewaltsam bestrafen und ich selbst müsste das alles mit ertragen. Daraufhin sagte Chiyoko nichts mehr. Sie hatte in diesem Moment nur Takara vor Augen, wie diese wutentbrannt davon erfuhr, dass Chiyoko einen Kampf provoziert hatte, den sie verloren hatte. Und am allerwenigsten wollte sie die Faust ihres Oberhauptes in ihrem Bauch haben. Takara wäre zu vielem bereit, um zu verdeutlichen, was man durfte und was nicht. Die Teshima schloss die Augen, ließ sich aus ihrer Körperkontrolle verdrängen und übergab Jolinar das geforderte Kommando. Nun dauerte es nicht lange, bis die 25-Jährige aufgestanden war, mit dem Rücken zu Ren. Jolinar öffnete die grauen Augen ihrer Wirtin, gewöhnte sich kurz ein, indem sie tief einatmete und die Hände anspannte. Sie würde kein Wort verlieren. Nur das war sie ihrer Meinung nach Chiyoko schuldig. Sie durfte durch eine andere Stimmlage und Wortwahl Ren noch nicht verraten, dass er nun nicht mehr seiner süßen Blonden gegenüberstand. Jolinar bewegte den blonden Schopf über die Schulter, fixierte Ren mit einem klaren, ernsten Blick und machte somit klar, dass nun etwas zwischen ihnen stand, dass erst nach einer Weile wieder beseitigt werden konnte. Der Larve war klar, dass er sich nicht zurückgehalten hatte, was einen Treffer von Chiyoko anging im Bereich von Jolinars Aufenthalt. Sie war selbst gegen diesen Kampf gewesen, da sie so etwas hatte kommen sehen. Sie konnte Ren natürlich nicht verurteilen, aber sollte er einmal von ihr erfahren, würde Jolinar von ihm verlangen, dass er sich entschuldigt dafür ihr solche Angst um seine Wirtin bereitet zu haben. Dass er die Larve beinahe etwas wach gerüttelt hatte, war eher nebensächlich.
So griff die Larve nun auf Chiyokos Chakra-Haushalt zurück, formte mit erstaunlichem Tempo Fingerzeichen, drehte sich zu Ren um und wirkte eine Illusion auf ihn, welche keinen Blickkontakt einforderte. Kigakari: Sanchûdoku!, äußerte sie das Jutsu innerlich, um es besser auf ihr Zielobjekt fixieren zu können. Zunächst sollte das Chakra in der Bauchgegend des Kitoku beeinflusst werden, damit er ein deutliches Übelkeitsgefühl wahrnahm. Vielleicht dachte er ja, dass er dann derjenige war, welcher nun Insekten ausspucken würde, die ihn dann fraßen. Jolinar hielt das letzte Zeichen, konzentrierte sich mit verengten Augen und blieb einfach da stehen, wo sie aufgestanden war. Ihr Einfluss wanderte ein Stück höher zur Speiseröhre. Es sollte darin enden, dass ihr Gegner sich heftigst übergab. Zwar nicht mit Käfern, aber mit ätzender grüner Säure, die danach auf ihm selbst landen würde. Und bei einmal Spucken würde es nach Erfolg dann auch nicht bleiben. Neben der Tatsache, dass diese Technik mit brennenden Schmerzen, die gar nicht existieren, arbeitete, dürfte Ren also dabei zusehen wie er sich selbst verätzt. Jolinar war froh um dieses Jutsu, da die Fingerzeichen auch den Eindruck erweckten, es wäre ein Ninjutsu. Berührt hatte Chiyoko Ren ja bereits durch ihre Krallen. Das konnte ja auch eine Möglichkeit für das sein, was geschehen sollte. Die Larve jedenfalls würde nicht so schnell aufgeben und vor allem auf Distanz bleiben, weil sie nicht wollte, dass Ren ihr noch einmal zu nahe kam. Da konnte er sagen, was er wollte. Sie würde rein gar nichts erwidern.

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Jul 15, 2013 6:09 pm

Scheiße. Er hatte sie verletzt, oder? Jedenfalls verharrte man im Kampf nicht einfach so in einer solchen Haltung – sehr unvorteilhaft. “Uhm... Tz, du wolltest kämpfen, so beschwer dich nicht, okay?“ Wenn sie jetzt so verharrte, wie wäre es dann erst mit einem Hieb in den Magen geworden. Es war zwar nur ein Stoßen, aber wenn es wirklich so sehr empfindlich war, dann wollte er sich die darauffolgenden Dinge gar nicht vorstellen. Nein, wirklich nicht. Daher würde er sich davor hüten, irgendwie und wenn auch nur aus Versehen ihren Bauch zum Objekt des Kampfes zu machen. Sakanade ein wenig lockerer haltend legte er den Kopf schief, dennoch wüsste er nur allzu gerne, wie sein schäbiges Gehirn gerade darauf kam, sich schuldig zu fühlen. Hallo? Er hatte nichts getan! Sie wollte kämpfen und er hatte reagiert! Da musste er sich hier nun wirklich nicht die Schuld dafür geben. Ernsthaft. Seine Mundwinkel verzogen sich. Für ihn war der Kampf damit eigentlich so gut wie beendet, denn wäre er ernst gewesen, hätte er sie nun einfach töten können – falls sie ein Feind gewesen wäre. Kampfunfähig wäre sie im Ernstfall nach weniger als ein paar Sekunden sowieso durch ihn gewesen. Folglich ging der Sieg wohl an ihn, weshalb er auch seine Deckung wieder vernachlässigte. “Gut. Kampf been....det?“ Mehr oder minder überrascht war er, als die junge Dame doch noch auf einmal einen gewissen Kampfwillen zeigte, Kon sich reflexartig seitlich davon machte und er auf einmal ein Gefühl in seiner Magengegend spürte, welches man normalerweise in solchen Kämpfen nicht spüren sollte. Was sehr ungelegen kam und ihn dazu zwang, sich leicht zu krümmen. Was er nicht sehr gerne hatte. Wieso? Weil er zu spüren glaubte, wie ihm die Galle und sein Mageninhalt von seinem Frühstück langsam nach oben kamen und er sie bald auskotzte, wenn man so mochte. Beziehungsweise es würde – und das wurde eindeutig gepaart von einem brennenden Reiz in seinem Rachen, von dem er glaubte, er würde diesen zersetzen. Okay! Was war hier los?! Ren hielt sich angestrengt seinen Hals und versuchte alles in sich zu behalten, was sich da angeblich anbahnte, glaubte zu spüren, wie ihm das kaum gelang. Was hatte sie getan? Hatte sie ihm ein Gift verabreicht? Aber mit was? Sie hatte ihn vorhin berührt.. die Klauen etwa? War da ein Gift gewesen? Sie waren aus Chakra, oder? Ach verdammt, er hatte nicht genau aufgepasst. Es könnte ein Gift sein, aber genauso gut auch wieder nur ein weiteres Genjutsu. Ein Genjutsu, welches keinen Augenkontakt erforderte, was aber nicht hieße, dass man es nicht auflösen könnte. Es sei denn es war wie ein Kreislauf durch ihr Chakra. Dann müsste fremdartiges Chakra in seinen Körper geleitet werden, um diesen Kreislauf zu stoppen, ihn durcheinander zu bringen. Tolle Scheiße. Er spürte das Brennen immer mehr, wusste, dass sie jederzeit nun zum Schlag ausholen konnte, weshalb er sich darauf besann, weg von ihr zu kommen. Ob die Umgebung um ihn herum nun auch eine Illusion war, wusste er nicht, doch wünschte er sich in diesem Moment, er hätte Ikaku gerufen, um einen Konter anzusetzen. Nur hatte er keinen Bock auf diesen Müll gehabt, wie.... was machte Kon denn da?! “Chiko....chan... habe Aua gemacht...“ Was sollte das denn jetzt sein?! Kon war vor die Blonde gesprintet und sah ihn nun aus den großen braunen Augen heraus wie ein Kleinkind an.* Diese Kulleraugen, in denen sich so manche Frauen verlieren konnten und welche gerade gefährlich funkelten, als ob der Kleine gleich fast in Tränen ausbrechen würde. Ren spieh derweil in seinem Genjutsu den ersten Schwall aus, spürte wie dieser sich um seinen Mund zu legen und seine Haut zu verätzen schien. Das war kein Gift. Das war ein Genjutsu, oder? Er hielt sich seinen Magen, ging in die Knie und ersuchte mit zitternden Händen ein Fingerzeichen zu formen. Wenn es ein Genjutsu war, dann würde das jetzt auch klappen, weshalb er Chiyoko angestrengt anblickte, hoffte, dass sie kurzzeitig von dem süßen Kon abgelenkt werden konnte. “Genjutsu: Kagami.“**  Wenn es klappen würde... ja... Das war die Voraussetzung. Dann würde er aus diesem Genjutsu entschwinden, in dem er sich aus Chiyokos Sicht in Blüten auflöste, welche dann auch sie „empfingen“ und dafür Sorge tragen würden, sie zu ersticken. Und tatsächlich war es ein Genjutsu, doch auf Grund dessen, dass es ein ziemlich „unartiges“ gewesen war, kippte Ren unweigerlich gerade seitlich weg, als er die Übelkeit nicht mehr spürte. Ein dumpfes Gefühl war geblieben und auch er musste sich danach mal sammeln. Vor allem deshalb, weil es ihn unvorbereitet erwischt hatte. Doch wie erging es Chiyoko?

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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Jul 15, 2013 7:15 pm

Die Beeinflussung seines Chakra-Haushaltes zeigte Erfolg. Mitunter war Chiyoko einfach zu zimperlich - oder wusste nicht genau, wann man welche Jutsus nicht einsetzte. Es brachte nichts darauf zu bauen, dass Ren von so einfachen Sachen wie einem Illusionsendan getroffen werden würde, wenn er sie dafür ansehen musste. Dass es Kon getroffen hatte, war nicht einmal Absicht gewesen. Jolinar beobachtete seine Reaktion mit einer kühlen Distanz. Sie stand da, erblickte den Übelkeitsanfall, der sich in der Illusion abspielte, und ihr war klar, dass kleine Kinder-Genjutsus hier nichts brachten. Chiyokos Techniken waren nicht die Schlechtesten. Man konnte sie im Kampf so gut platzieren, dass sie einfach nur echt wirkten, aber hier war das nicht sonderlich gut, weil Ren auch im Genjutsu bewandert war. "Hm?" Ihre Wirtin wurde von diesem kleinen Fellknäuel angesprochen, welches anscheinend darauf baute, dass man seiner Erscheinung wie einer tödlichen Krankheit erlag. Die Larve hatte aber ein anderes Empfinden in diesem Moment. Ihr waren diese heulenden Augen egal. Sie vergaß nur wegen diesem Anblick sicher nicht, dass Ren sie mit einem Fûton-Jutsu beinahe erwischt hatte, wenn er nicht den Rücken genommen hätte. Selbst da hatte sie es aber noch gespürt. Und das saß die ganze Zeit in ihrem Kopf. "Geh mir aus dem Weg", sagte Jolinar hartherzig, hob das Gesicht wieder an, runzelte die Stirn und musterte den Kitoku, der sich gerade aus der Illusion zu fangen schien. Kon war nicht wichtig in dieser Sekunde. Nicht für die Larve, auch wenn Chiyoko im Inneren kurzzeitig weich geworden war. Skeptisch beobachteten aber dann beide, wie der Blonde plötzlich von irgendwelchen Blumenstücken umrundet wurde, die ihn dann mehr oder minder gleich umhüllten. Was sollte das? Ich will ja nichts sagen, aber das passt nicht so recht zu einem Schwertshinobi. Selbst wenn das ein Shunshin no Jutsu wäre - welcher Mann löst sich bitte in Blüten auf? Er ist keine Frau. So absurd dieser Gedanke auch war, gab er Jolinar den Anstoß zu einer Reaktion. Es war unsinnig und darin erkannte sie auch die geplante Finte, denn als Ren nicht mehr dort war, wo er war, steuerten diese fliegenden Blättchen auf die Teshima zu. Kokkyō no Tetsudzuki! Jolinar schloss die Augen und fing an Chiyokos Chakra zu manipulieren. Infolgedessen übernahm sie zu einem gewissen Teil wieder das Bewusstsein, aber erhielt nicht die Kontrolle über ihren Körper zurück. Die Larve trennte sich mit einer gewissen Anstrengung von dem Kreislauf ihrer Wirtin, während sie Fingerzeichen für irgendeine kleine Illusion wirkte, in die sie Chiyoko steckte, um der Illusion zu entgehen, welche Ren gewirkt hatte. Kurz keuchte Jolinar, weil es sie Kraft kostete, ihren eigenen Chakra-Kreislauf zu beherrschen und gleichzeitig als Chiyoko zu agieren. Das gegnerische Genjutsu prallte ab. Jolinar war im Wirtskörper ein wenig nach vorne gebeugt, weil sie sich ein wenig sammeln musste. Ren war wieder zu sehen, während sie durch den Mund atmete. Und ihr Gesicht war merkwürdig feindselig. Chiyoko, die trotz des Genjutsus mitbekam, was geschah, hoffte insgeheim, dass Ren dieses Gesicht nicht sah. Shisei-Larven nahmen es einem sehr übel, wenn man den Wirt angriff und sie dabei auch anvisierte oder in Reichweite hatte. Kurz gesagt war sie einfach beleidigt. Aber dafür war jetzt keine Zeit. Jolinar seufzte, schloss die Augen und ihr Gesicht entspannte sich. Aus ihrer gebückten Haltung machte sie eine Angriffshaltung. Sie hatte nun ca. 15 Minuten. Solange hielt ihre Genjutsu-Immunität, bevor ein ziemlicher Erschöpfungsschwall auf die Larve niederkommen würde. Sie griff auf Chiyokos Chakra zurück und formte die Finger so, dass sie gespreizt und zu Krallen geformt waren. Wieder derselbe Angriff. An jedem Finger bildete sich eine blaue Kralle. Jolinar stieß sich vom Boden ab und rannte damit auf Ren zu, welcher falsch gedacht hatte, dass man eine Genjutsuka so einfach lahm legen konnte. Ohne ein Wort zu verlieren, sprang sie kurz vor ihm in die Luft, hob den Arm an und kam dann frontal von oben auf ihn zu, um mit der Pranke nach ihm zu schlagen.

Jutsus:
 
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mi Jul 17, 2013 6:43 pm

Ren befand sich noch auf dem Boden, als er Kon vor Chiyoko das Weite suchen sah. Etwas, was er nach der Mission nicht gedacht hatte.... womit er nicht gerechnet hatte, dass er es sehen würde. Hatte Chiyoko sich nicht so lieblich um den kleinen Hosenscheißer gekümmert? Hatte sie nicht auch Kon für süß befunden? Wieso also nun auf einmal das? Ren wusste, dass ein Weibchen – ob Hund, Katze oder Mensch – oftmals dem Kindchenschema zum Opfer fiel: Große Augen, geweitet, bettelnd... es war ein Anblick, welcher zumeist etwas in jenen auslöste. Und wie er Chiyoko bisher eigentlich eingeschätzt hatte, glaubte er auch, dass sie darauf hereinfallen würde. So war er ein wenig perplex, als er sich das Schwert krallen und sich zur Seite rammen musste, wonach sich Chakrakrallen allerdings in den Ärmel seines Kimono bohrten. Er war festgenagelt, weshalb es galt, den Status Quo herzustellen. So war Sakanade reflexartig angewinkelt worden, sodass es auf ihren Hals zeigte. Er sagte nichts, sondern blickte sie einfach nur an. Nicht nur war sie sehr schweigsam geworden, hatte irgendwie Kon verjagt und merkwürdig reagiert, nein er war sich sicher, dass sie mit diesem Angriff nicht vor seiner Brust zurückgeschreckt wäre. Rein in der Theorie hätte sie also durchgezogen und ihn dann entweder umgebracht oder wochenlang ins Krankenhaus befördert. Eine Augenbraue hob sich, während er versuchte den schwarzen Stoff unter den Krallen zu lösen – was nicht so klappen wollte, wie er es sich erhoffte. Nein, das bekam er so nicht heraus. “Du bist ganz schön wütend was? Wie hast dus geschafft, aus Kagami zu entkommen? Hat bisher noch niemand geschafft bei mir.“ Der Schwertshinobi versuchte amüsiert zu klingen, doch er wurde das Gefühl nicht los, dass sich irgendetwas in ihr verändert hatte. Irgendetwas und das nicht gerade zum Guten. Eher zum Schlechteren, doch konnte er nicht sagen, was es denn nun genau war. Sakandes Klinge wurde immer noch auf Chiyoko gehalten, als er sie anblickte. Würde sie sich nun wieder entfernen? Stieße sie zu, würde er die Klinge sausen lassen und umgekehrt... Okay, er würde es nicht machen, aber es reichte, wenn sie es glaubte. Würde sie ihn umbringen? Nein, das war ein Trainingskampf und mehr oder minder war er unentschieden ausgegangen, wenn man so mochte. Einerseits etwas, was man sich vorhalten konnte, doch wusste Ren, dass er nicht hundertprozentig ernst gemacht hatte. Bestes Beispiel hierfür war jene Klinge, die auf die Teshima zeigte. Teshima, Teshima.... Schwert... Klinge... Da war doch etwas gewesen, oder? Hatte sein Onkel nicht mal etwas erzählt? Nein, das war hier fehl am Platze. Es kam nun darauf an, ob Chiyoko zurückspringen würde oder ob sie es dabei belassen würden. Er hatte keine große Lust einen Trainingskampf fortzusetzen, wenn er sich schon jetzt mehr oder minder ausgelaugt fühlte. Eine unschöne Sache. Vor allem, wo er gerade viel lieber etwas essen wollte oder dergleichen. “Bist du immer noch wütend auf diese blauhaarige Frau?“, versuchte er nun das Thema zu wechseln. Vielleicht wollte sie ja nun darüber reden? Okay, dumme Situation, aber immerhin verschaffte es ihm Ablenkung, während... Wo steckte Kon eigentlich? Mit Sicherheit war er nicht zurückgekehrt, sonst müsste er sich wieder merkwürdigen Experimenten unterziehen...
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mi Jul 17, 2013 7:50 pm

Jolinar war nicht verwundert von Rens Reflexen, auch wenn er wohl zugab, überrascht zu sein, dass Kagami nicht gewirkt hatte. Immerhin war da so etwas wie Anerkennung so hören, was auch auf Chiyoko eine gewisse Wirkung hatte. Dennoch biss die Larve im Wirtskörper die Zähne zusammen, während sie misstrauisch die Augenbrauen zusammenzog, Ren gepackt hielt, und das Metall des Schwertes ein paar entscheidende Zentimeter vor ihrem Hals musterte. Das war immerhin ein besserer Ort als der Bauch. Selbst wenn Ren dort ein Fûton-Jutsu gewirkt hatte auf der Rückseite und nicht irgendeien Technik mit dem Schwert vollzogen hatte. Als dann die Frage ertönte, ob Jolinars Wirtin noch wütend wäre, horchte jene nach. Bist du es? Ich weiß nicht. Schon irgendwie, aber nach diesem Trainingskampf ist es wohl was anderes. Ich hab' mich eher von dir mitreißen lassen, dass Ren dir zu nahe gekommen ist. Aber explizit wütend nicht. Die Abwesenheit meines eigenen Körpers hat gut getan. Jolinar behielt zunächst die Kontrolle, nachdem Chiyoko ihr geantwortet hatte, aber packte Ren bewusst fester trotz des Schwertes vor ihrem Gesicht. Ihr Gesicht war nach wie vor metaphorisch angesäuert, genervt, ernst, wütend, irgendeine krasse Mischung aus allen diesen Zutaten. Sollte sie antworten? Vielleicht verriet das zu viel. Vielleicht war es noch zu früh. Eventuell sagte sie etwas, was das Verhältnis zwischen den beiden Shinobi massiv schädigte. Daran wollte Jolinar nicht schuld sein. Sie lockerte den Griff durch ihre Hände wieder ein wenig, schloss beide Augen für ein paar Sekunden und bereitete alles für die Bewusstseinsübergabe vor. Sie vermischte die Chakra-Kreisläufe wieder, sodass es einzig und allein Chiyokos wurde, zog sich zurück in ihren eigenen kleinen Larvenkörper und Chiko selbst sah wieder durch ihre Augen, nachdem diese aufgeschlagen worden waren. Ihr Gesicht war weitaus weniger zerfurcht, als sie Ren ansah, sondern eher melancholisch, enttäuscht von sich selbst und ein wenig reumütig. Sie ließ den Jônin los, ignorierte die Klinge, ließ ihre Chakra-Krallen verschwinden und setzte sich auf den Knien neben den gefallenen Kitoku aufs Gras. Sie atmete ein paar Sekunden lang immer noch wortlos ein und aus, wobei sie ziellos nach vorne sah. Ihr Kreislauf musste sich ein paar Minütchen von dem Grenzverfahren erholen, wobei es nicht so anstrengend war, wenn man es 15 Minuten durchzog. Das hier waren maximal drei Minuten gewesen. Aber was sollte sie nun sagen? Einfach die Frage beantworten? Sie konnte schlecht erwidern, wie ihr Grenzverfahren in Bezug auf andere Genjutsus funktionierte. Das wäre zu viel der Wahrheit. Nach einem schweren Seufzer rieb Chiyoko sich den Hals, während die andere Hand auf ihrem Oberschenkel ruhte. Die Augen waren gestresst geschlossen, bevor sie ihre Stimme wiederfand. "Nein ... Nein, nicht wirklich wütend." Dann waren ihre grauen Iriden wieder zu sehen, nachdem sie das Gesicht zu Ren gedreht hatte, ihre Arme vor der Brust verschränkte und ein wenig erschöpft war. Nicht nur durch den Kampf, auch durch den Stress, den sie sich wieder daraus machte. "Wie's in mir aussieht und funktioniert, weißt du schon ziemlich genau. Ich hab mir wieder zehn Mal so viel Stress gemacht wegen diesen bekloppten Aussagen, wie nötig. Aber was mir nicht aus dem Kopf geht - was auch nichts mit Reizbarkeit zu tun hat -, ist, dass ich anderen nicht mit meinen Launen zur Last fallen soll. Aber täglich ... stündlich ist das Fall. Ich mag's nicht, wenn so daher gelaufene Fremde einfach mal 'n Spruch ablassen, aber damit ins Schwarze treffen." Chiyoko setzte sich so hin, dass sie im Schneidersitz saß, krümmte den Rücken ein wenig, stützte ihre Ellbogen auf den Knien ab und mit den Händen dann ihr Kinn sowie Kopf. Rätselnd starrte sie ins Gras und murmelte weiter. "Klingt blöd, aber ich weiß einfach nicht, wie ich mich manchmal verhalten soll. Ich reagiere schnell über oder einfach falsch." Ein wenig wimmernd stieß die Teshima einen Seufzer aus, schlug sich gegen die Stirn, schloss dabei die Augen und fluchte: "Gott verdammt, wenn's ihn gäbe." Dann stellte sie sich auf, ging zu Ren und sah ihn wieder an. "Tut mir leid ... Das mit diesem - naja, Pseudo-Kampf. Du hast mich mitten in meiner Rage erwischt, das geht bei mir nie gut aus. Ich hoffe, dass man diese Reaktion Besinnung nennen kann, damit ich nicht wieder was Dummes tue. Hab' ich dich irgendwo verletzt. An den Schultern oder Oberarmen? Wenn's schmerzt, dann könnte ich meine Schwester fragen. Die müsste in der Nähe der Stadtklinik sein, weil sie da auch arbeitet. Also wenn du was brauchst, dann ..." Und weiter und weiter verhaspelte sie sich in ihren Worten, wobei sie einfach nur merkte, wie dumm es gewesen war, jemanden bewusst anzugreifen, weil man mit sich selbst nicht klar kam, er einem aber hatte helfen wollen. Mit vor Scham geröteten Wangen bedeckte Chiyoko ihr Gesicht mit beiden Händen, stapfte mädchenhaft auf und jammerte unter ihren Fingern: "Ach, verdammt! Es tut mir leid. Ich bin so ein Trampel."
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Fr Jul 19, 2013 9:29 pm

Na endlich, sie ließ los. Ren hatte schon befürchtet, er hätte Sakanades Klinge noch länger an ihren Hals halten müssen – vor allem als sie kurzzeitig den Druck verstärkt hatte. Ja, das war wirklich sehr... ermutigend, wenn man plante, den „Gegner“ nicht zu verletzen. Nein, er hatte ihr wirklich nicht irgendwie etwas angetan, ihr gar in den Hals geschnitten – aber er wusste ja nicht, dass er ihr bereits Schmerzen zugefügt hatte. Woher sollte der Kitoku jedoch auch wissen, was sich in Chiyokos Magengegend befand? Er hatte Andeutungen von seiner Mutter erhalten, aber natürlich reichten eben solche Andeutungen nicht aus, um auf so etwas zu kommen. Selbst wenn man scharfsinnig wie unser Kitoku war. Eben dieser lehnte sich also nur zurück, lag somit praktisch wieder auf dem Trainingsplatz und hatte Sakanade neben sich, wiegte den Griff ins einer Hand, welchen er in den letzten Minuten enger umschlungen hatte, da der Kampf eine gewisse ernstere Wendung genommen hatte. Er wollte gar nicht Chiyoko hinterfragen, doch ihr Gesichtsaudruck vor der fast schon wehmütigen Veränderung hatte einen Ernst erkennen lassen, den er nicht vermutet hatte. Wahrscheinlich saß alles so viel tiefer, als es den Anschein hatte und jede einzelne Behauptung, Beschimpfung – was auch immer – führte dazu, dass die Teshima sich weiter zurückzog in sich hinein. Allerdings auch, weil es zum Teil hin ihre Entscheidung war, wie er fand. Sie entschied, was sie an sich heranließ. Sie entschied, was in ihrem Kopf blieb von einem Tag und welche Ereignisse sie ausschloss. Wahrscheinlich tat sie letzteres genau in der Hinsicht, wie man es nicht tun sollte. Beleidigungen blieben, fröhliches Lachen wurde verjagt, oder gar in ein auslachen verändert, obwohl es gar nicht stimmte. So seufzte Ren angestrengt, nachdem sie geendet hatte, fasste sich an die Stirn und strich sich die ins Gesicht gefallenen, langen blonden Strähnen über das Haupt zurück. “Dann lass dich von ihren Sprüchen nicht so mitziehen. Es sind Sprüche, keine Lebensweisheiten. Manche Personen müssen andre' verletzen, damit sie nicht merken, wie beschränkt sie eigentlich selbst sind.“ Eine Pause entstand, nun setzte er sich auf, in dem er sich mit beiden Armen nach hinten abstützte. Sein Kopf neigte sich zur Seite, er lächelte sie an, bevor sie kurz darauf aufstehen würde. “Und du weißt auch ziemlich genau, was ich dir schon seit unserer ersten Begegnung predige, oder? Willst du es denn nicht mal versuchen? Einfach etwas an dir abprallen lassen?“ Sein Blick folgte ihr, als sie aufstand. Ja, sie reagierte manchmal über. Ja, des Öfteren war es falsch... andererseits war Ren der Meinung, dass das Falsche immer Ansichtssache war. Wie so vieles im Leben. Aber dass sie manchmal überreagierte... er musste nur an den Abend denken, als er was nicht allzu nettes über den Jungen verloren hatte – er war aber auch... „anders“ gewesen. Anders. Allerdings was meinte sie damit? Wenn es wen gäbe? Eine Augenbraue hob sich, senkte sich, weil ihm keine Zeit blieb darüber nachzudenken, weshalb er es einfach unbeantwortet ließ – vermutlich kam am Ende sowieso die Neugierde irgendwann irgendwo wieder raus. Es war ja irgendwie immer so. Oder? “Mich? Verletzt?“ Okay, dass sie sich entschuldigt hatte, konnte er mit einem verstehenden Nicken beantworten. Aber … irgendwie verletzte es einen Schwertshinobi in der Würde, wenn man ihn fragte, ob er sich bei einem einfachen Kämpflein verletzt hatte. Irgendwo wäre das... bedauernswert. Aus diesem Grund verengten sich kurz unsicher seine Augen zu Schlitzen, als ob sie erörterten, als ob es nun Ablenkung, ehrliche Sorge oder... Spott sein sollte. Letzteres glaubte er nicht und da sie einfach die Personifikation des Hibbelismus – yes, er hatte ein Wort neu erschaffen – war, glaubte er einfach mal, es war ihr wirklich peinlich und sie hoffte, ihn nicht verletzt zu haben. Nachdenklich blickte er mit einem lauten “Hmmm....“ an sich herunter. Als ob er wirklich erst einmal Nachdenken müsste – natürlich mehr aus Ironie und Necken seinerseits, damit sie ihm gleich irgendetwas zurückpeffern konnte, was sie wiederum auf andere Gedanken brachte. “Ja, also Chiyoko. Der Elefant im Porzellanladen. Nein, ich hänge dir keine Medaille um, dem armen Adonis eines Schwertshinobi geht es gut. Mission failed~“ Amüsiert grinste er, ehe er sich erhob. Allein seine Psyche war noch leicht mitgenommen, da er immer noch glaubte eine vergehende Übelkeit in seinem Magen wahrzunehmen. Das war... wirklich kein schönes Jutsu. Wirklich nicht. “So und nun hört die feine Dame mal auf, ihr Gesicht hinter der Pampa zu verstecken, schaut wieder gerade aus und sagt mir, was genau sie an diesem Tag so fertig gemacht hat. Weil dann können wir dafür sorgen, dass sie sich heute Abend nicht mehr daran erinnert. Na, wie wärs?“
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Sa Jul 20, 2013 12:44 pm

Es war vielleicht nicht so, dass nichts war. Immerhin hatte Chiyoko Ren zwei Mal mit den Chakra-Krallen erwischt, aber es war nichts Ernstes gewesen, was hieß, dass es nichts gab, was ihn allzu sehr verletzte. Das beruhigte sie zunächst aber nur sekundär. Die roten Wangen und das gepeinigte Gesicht hinter den Händen versteckend hörte Chiko sich dann aber an, wie Ren zu fordern schien, dass sie dies eben nicht länger tat. Ein wenig Aussprache war der Vorschlag, um das Problem ein wenig zu besänftigen, das sich wieder hochgeschaukelt hatte. Kurz öffnete die Blonde ihre Finger, um mit dem linken Auge hindurch zu luschern, um zu schauen, was Ren tat, wo er hinsah und ob er ihr überhaupt den Augenkontakt gewidmet hatte, welchen sie gerade so verdächtig im Rücken spürte, als stünde er dort und würde seufzend sagen Mädchen, nimm doch die Hände vom Gesicht. Okay, aber die Situation schien ganz passabel. Mit einem etwas kindlichen Gesichtsausdruck, als hätte sie etwas verbrochen, ließ Chiyoko ihre Hände dann aber sinken und verschränkte sie schützend vor der Brust, während der Blick nach unten gerichtet blieb. Sie wollten nun also dafür sorgen, dass sie heute Abend nicht mehr an das dachte, was sie so beschäftigte? Irgendwie fiel ihr der Gedanke schwer, dass das so einfach klappen würde. Zunächst einmal war es 2 Tage her, dass der Grund für diesen kleinen Ausbruch seinen Anfang genommen hatte. Dann bestand doch noch immer die Gefahr, dass mit Ren irgendwas schief lief. Immerhin war er derjenige gewesen, der sie vor ein paar Minuten ziemlich komisch angefasst und etwas lauter angesprochen hatte, wobei man es auch nicht mehr wirklich sprechen nennen konnte. Chiyoko seufzte, schloss die Augen, hob dann leicht ihr versteckt gehaltenes Gesicht und sah Ren wie ein kleines Mädchen aus einem Moe-Manga an. "Das drum herum hab' ich dir schon mehr oder weniger gesagt. Letztlich hasse ich mich einfach selbst dafür, dass ich so schwach bin. Ich kann mich kaum gegen irgendwas verteidigen. Egal ob gegen Worte, gegen Attacken oder gegen eigene mies machende Gedanken." Etwas erschöpft rieb Chiko sich kurz über die Stirn, wobei sie müder wirkte, als sie tatsächlich war. Dann erschien aber doch ein kleines Lächeln, wobei sie den Kopf leicht neigte und entgegen fragte: "Damit ich heute Abend nicht dran denke? Soll das eine Einladung für irgendwas sein, was den Tag einnimmt, damit ich nicht mehr so sauer auf irgendwen bin?" Konnte ja sein. Immerhin war es bis zum Abend noch ein bisschen hin. Mehrere Stunden, welche man mit einigen Aktivitäten gut füllen konnte. Ob es nun was Eigenartiges war, ein lamer Spaziergang oder ein Besuch bei einem Nudelstand oder so etwas, war ja freigestellt. Chiyoko jedenfalls hatte es so aufgefasst, sich besänftigt und war davon gar nicht so abgeneigt, wenn es so gemeint war, vom Trainingsplatz zu verschwinden und sich sittsameren, kollegialeren Sachen zuzuwenden, wo man in Ruhe bei reden oder vielleicht auch einfach bessere Laune kriegen konnte.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Do Jul 25, 2013 8:40 pm

Okay. Sein Magen mochte ihn nicht, weshalb er es für besser befand, sich gegen einen der Bäume zu lehnen, zu welchem er begonnen hatte zu gehen, als Chiyoko ihre Aussage tätigte und schließlich auch angekommen war. Mit dem harten Holz im Rücken, konnte man sich viel besser entspannen, anstatt sich selbst auf beiden Beinen zu halten. Nicht, dass er es nicht könnte, aber... Er wollte sich nicht mehr anstrengen, als er musste – ja, man konnte es in dieser Hinsicht ruhig Faulheit nennen. Hm, ja sie hatte ihn schon erwischt und mit Sicherheit wusste sie das auch... aber dennoch war das alles doch kein Grund dafür, nun das hübsche Gesicht hinter den Handflächen verschwinden zu lassen, weil man fast glaubte wie ein kleines Kind dann nicht gesehen zu werden. Jedenfalls kam es bei Ren so an. “Dann hör auf darüber nachzudenken...“ Eigentlich sollte seine Stimme in Anbetracht der Umstände vielleicht genervt oder anklagend klingen, doch irgendwie musste er sie nun matt anlächelnd, als ob er zu seiner kleinen Schwester sprechen würde, zu Shiemi. Und diese war für ihn wie ein kleiner Schatz, demnach war dieses Lächeln also mehr als nur kameradschaftlich. Es war wie das Lächeln, das ein verständnisvoller großer Bruder haben sollte und weiterhin zeigte es wohl auch wieder ein wenig den Erwachsenen, welcher Ren doch sein konnte... wenn er wollte... zur Abwechslung mal... irgendwann. Vielleicht. Dennoch verschwand das Lächeln nicht wirklich, als er ein Seufzen ausstieß, die Augen kurz dabei schloss und die Arme hinter dem Rücken verschränkte, die Schmerzen vom Kampf mehr oder minder unterdrückte. “Ich erzähls eigentlich keinem so genau... aber als ich kleiner war, wurde ich immer gehänselt und bin teilweise total deprimiert nach Hause gekommen. Ich wollte nicht mehr nur der schmächtige Idiot mit dem langen Haar sein und weil die anderen mich als den gesehen haben, habe ich mich hineingesteigert... mich letzten Endes auch als so einen gesehen. Ich habe mir nicht mehr wirklich was zugetraut.“ Eine Pause folgte, Ren schien in Erinnerungen zu schwelgen. “Zwar habe ich früh mit dem Kenjutsu angefangen, doch weil es für einen kleinen Jungen eher ungewöhnlich ist, habe ich mich abgegrenzt, weil ich belächelt wurde. Letzten Endes habe ich all meinen Frust rausgelassen, als ich acht Jahre alt war. Ja, ich war immer stumm, doch irgendwann hatte ich auch mal genug. Ein Ausbruch und ich hab mit acht Jahren meinen Sensei im Kenjutsu besiegt. Danach... ich hatte mehr Vertrauen. Es war immer da, doch hab ich mich einfach unwohl gefühlt. Aber am Ende hab ich es gefunden und durch viel Training landete ich da, wo ich heute bin... Und wenn sogar jemand wie ich das schaffen kann, dann du allemal. Du kannst wirklich stark sein, aber dafür solltest du dich nicht fertig machen. Du bist was Besonderes Chiyoko, selbst wenn nicht fehlerfrei. Mein Vater sagte mir mal, dass Fehler uns zu dem machen, was wir sind und wir selbst entscheiden, ob die Fehler in unserer Inperfektion gut oder schlecht sind. Naja... Mehr oder minder sagte er es so ähnlich – ich bin nicht gut mit so nem Moralzeugs.“ Nun jedoch musste er nachdenken. Thema lenken. Auf heute Abend. Was würden sie tun? Sollten sie sich wieder irgendwo zusammen hinsetzen und essen? In ein Café? Nein, das war weniger interessant. Reden? Hatten sie mehr oder minder schon in den heißen Quellen. Bei den Kami, es war schon verdammt lange her, dass er sich mit einer Frau wirklich so angefreundet hatte. Wirklich lange. Was sollte man machen? Er hatte Hunger ja... aber was wollte sie essen? Oder hatte sie keinen Hunger? Am Ende würde sie ihn aber vielleicht in so ein komisches Teehaus mit einer noch merkwürdigeren alten Leichenoma schleppen. Nein. “Von was würdest du dich denn gerne einnehmen lassen?“ Und mit einem Mal wirkte er wieder wie ein Teenager als wie ein Erwachsener, als welcher er gerade eigentlich noch gesprochen hatte. “Einnehmen ist ein Wort mit soooo vielen Bedeutungen~~“
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Fr Jul 26, 2013 12:30 am

Mehr oder weniger konzentriert hörte Chiyoko dabei zu wie Ren immer ein Stück nostalgischer zu werden schien, als er sich für eine kleine Ermutigung an seine eigene Kindheit zurückerinnerte. Dass er es auch nicht so blendend gehabt hatte wie die Teshima, das wusste sie bereits durch das voran gegangene Treffen in den heißen Quellen und durch den Abend bei ihrem Auftritt. Dort hatte er bereits angeschnitten, dass es mal dazu gekommen war, dass einige ihn nun nicht wie den besten Freund behandelt hätten, sondern dafür wie einen liebenswerten Feind. Die Blonde fühlte sich in den Sekunden, wo Ren sprach, auch ein wenig an sich selbst erinnert, aber andersherum distanzierte sie sich von seinem Erlebten auch wieder, da es für sie anders gewesen war. Bei ihr hatte es sich gleich gegen die gesamte Familie gerichtet und gegen die Umstände, die für ihre Existenz verantwortlich waren. Einmal gesagt zu bekommen, dass man hässlich oder einfach nur schlecht war, war das anderes, als als Ausgeburt des Teufels bezeichnet zu werden. Sie horchte aber dann auf, als Ren doch tatsächlich meinte, dass sie etwas Besonderes sei. Wie in einer schweren Sekunde erstarb Chiyokos Lächeln, sie weitete die Augen überrascht und ließ den Mund ein bisschen offen stehen. Ihr Blick war auf den Kitoku gerichtet, aber ihr war klar anzusehen, dass sie zunächst glaubte, sich verhört zu haben. Das war wieder eins dieser Komplimente, dass sie sehr gern hörte, aber das nur einen sekundären therapeutischen Effekt hatten. Es blieb einfach nicht in ihrem Kopf haften, obwohl sogar ihre Eltern sich das wünschten. Egal wer ihr letztlich sagte, dass sie sich nicht selbst zu missachten brauchte. So brachte Chiyoko zuerst kein Wort heraus. Obwohl Ren relativ locker damit endete, dass er einfach nicht gut darin war, sich mit irgendwelchen philosophischen und ethischen Sachen zu beschäftigen, hatte die 25-Jährige nicht so schnell zu ihrer leicht lockereren Art von kurz zuvor wiedergefunden. Ihr Mund schloss sich nach meinem Weilchen. Sie und etwas Besonderes. Leicht grübelnd und abwesend zugleich legte sie sich eine Hand mit den Fingern streichend auf ihre linke Wange, als würde sie sich selbst erforschen. War da etwas Besonderes? Außer etwas, das einfach nur anders war? Ihr Kekkei Genkai, welches ihr das Beherbergen eines zweiten Lebens auf Dauer ermöglichte, war anders, aber doch nichts Besonderes. Was Ren meinte, musste was anderes sein. Irgendwie wurde sie einfach nicht daraus schlau, wie er es meinte. War ihre Art besonders? Irgendein Teil ihres Äußeren? Mit einem Seufzer tat Chiyoko diese zwiespältigen Gedanken ab, da sie nun nichts brachten. Als Ren dann endlich darauf einging, was sie gefragt hatte, wurde ihr überraschter Gesichtsausdruck zu einem wirklich überraschten und nicht zu einem verwunderten. Ihre Hand sank von ihrem Gesicht aus wieder nach unten, sie stand ein wenig betreten da. Von was sie sich gern einnehmen lassen würde? War das nun ernst gemeint oder spielte Ren einfach nur mit Worten? Die Teshima schluckte merklich. Plötzlich schien Kiri so warm wie Konoha im Sommer zu werden, während alle um sie herum die selbstbewussten Wesen waren, die sie angrinsten, während sie nervös wurde. Dieses fast geträllerte Bedeutungsplädoyer für 'einnehmen' machte das alles nicht besser. Chiko senkte den Kopf, der Pony verdeckte ihre Augen, während sie peinlich berührt die Zähne zusammenbiss. Daraufhin verschränkte sie die Arme, um etwas anders zu wirken, nur nicht so wie sie sich gerade fühlte. Eine Burg kann man einnehmen. Eine gut bewachte Festung. Man bringt jeden Soldaten um, nimmt sich wohl alles Wertvolle sowie die Burgprinzessin, und logischerweiser sitzt man dann in der Festung drin. Drin. Ein Gedanke, welcher bedeutungstechnisch nur ein Lehnbild sein sollte, machte es nur schlimmer. Das letzte Wort ließ der Blonden das Blut ins Gesicht schießen. Herr je, wie schnell konnte Wut denn bitte Scham umschlagen! Chiyoko sah bewusst einmal kurz zwischen ihren Ponysträhnen hindurch und beobachtete im Schutze des Haarschattens einen Punkt, wofür ihre Mutter sie gerade zehn Mal geschlagen hätte. Ihr Vater hätte sie wohl einfach nach vorn gestoßen, auf dass sie mit dem Gesicht direkt dort landete. Obwohl er seine Mädchen so sehr liebte, ärgerte er sie auch gern. Kotaros zweite Tochter schloss nun wieder die Augen, nachdem sie sich ein Augenexotikum gegönnt hatte, legte den Kopf in den Nacken, seufzte und beruhigte sich. Ein Trainingsplatz war kein guter Ort für solch verlauste Zusammenhänge, nur weil Ren es tatsächlich darauf anlegte. "Wir nehmen einfach irgendeine natürliche Stelle nahe der Innenstadt ein", entgegnete die Blonde dann, stellte sich endlich normal hin mit einem kleinen Lächeln und verschränkten Armen. "Was mich immer gut ablenkt, sind Gegenden, welche ich selten besuche, und wo kaum Leute sind. Zudem war mein Essen bisher rar, also würde ich den großen See bei der Innenstadt vorschlagen, um dort was zu essen." Chiyoko grinste nun aufrichtig, ging auf Ren zu und griff ihn am Handgelenk. "Lass uns gehen. Ich passe ganz kurz meine Schwestern zu Hause ab, komme dann nach mit ein paar Sachen, die wir brauchen, und du gehst einfach vor. Ein großer Adonis wie du muss sich nicht abmühen, okay? Okay." Daraufhin zog Chiyoko Ren zu und dann mit sich, um vom Trainingsplatz wegzukommen. Die Frage beantwortete sie für ihn bereits mit der Hoffnung, dass er halbwegs Hunger hatte, damit sie sich kurz auf den Straßen trennen konnten, um sich beim See wiederzufinden. Mit allem möglichen für Essen käme sie dann wieder. Das durfte jawohl auch ein Ort nach seinem Geschmack sein. Kein reiches Schickimicki und kein Blechhaufen mit Sitzdecke in einer Slumgasse. Besser als alles, was sie ihm bisher angedreht hatte oder?

tbc: See von Kirigakure

Out: Hoffe, der tbc ist in Ordnung ^^ Du kannst dich, wenn du willst, dann direkt hinposten zum Thread. Ich würde dann mit einem Mini-TS einfach auch dazukommen ohne woanders zu posten.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mi Jul 31, 2013 8:55 pm

Es war ihr unangenehm, oder? Oder vielmehr ungewohnt. Deshalb hatte sie ihn so angesehen, deshalb hatte sie sich an der Wange berührt und deshalb hatte sie danach einen Seufzer ausgestoßen. Weil sie es nicht verstehen konnte, dass er sie besonders fand. Immerhin schien sie es nicht negativ aufgefasst zu haben, dass er gemeint hatte, sie wäre nicht fehlerfrei. Wenn sie sich nicht schon ein paar Tage gekannt hatten, vielleicht hätte er es dann auch nicht so formuliert. Wobei. Doch. Er hätte es so formuliert, weil er immer das sagte, was ihm praktisch in den Kopf kam. Immer und immer wieder. Er nahm kein Blatt vor den Mund. Warum Tatsachen beschönigen, nur damit man sich in Träume einlullen lassen konnte und dann wieder mit einem Ruck daraus geweckt wurde? Nein, Ren fand keinen Sinn dahinter, doch war er an der Reihe etwas verdutzt zu schauen, als sie abrupt den Kopf senkte, ihn dann leicht hob und er darauf gewettet hätte, sie würde unter ihrem Vorhang aus Haaren zu ihm blicken. Schielen. Stieren. Wie auch immer. Doch natürlich konnte er ihren Gesichtsausdruck nicht sehen, außer dass sie sich wohl nun noch unwohler fühlte als zuvor. Sein Grinsen, welches er seit seiner letzten Aussage auf dem Gesicht hatte, wurde breiter. Noch ein wenig amüsierter. Oh, dachte sie über die so vielen Bedeutungen nach, welche ihr nun die Röte ins Gesicht stiegen ließen? Was er aber nicht sehen sollte, weil sie doch so ein braves Mädchen war? Zu gerne wäre er hinter sie gegangen, hätte sich leicht hinunter gelehnt und ihr etwas ins Ohr geflüstert, was sie hätte hochschrecken lassen, doch allerdings erschien ihm das dann noch ein wenig zu gemein gehalten, weshalb er lieber an seinem Fleckchen Erde stehenblieb. Warum auch nicht? War doch schön hier. Was konnte man mehr wollen, als... herumzustehen. Das war doch wunderbar! Nicht. Er war froh, dass er nicht mehr genug Zeit hatte, das genauer unter die Lupe zu nehmen, da Chiyoko bereits kurz darauf vorschlug, sie könnten ja an den See in der Innenstadt gehen. See. Wie sie es sagte, hörte es sich beinahe so an wie ein Gasthaus, aber ihm war klar, dass sie wohl den wässrigen Teil der möglichen Bedeutungen meinte. Im See, wo viel Nebel war und wo es so manch einen bereits hinverschlagen hatte. Nicht selten wegen Liebeleien, aber auch hatte es mit Sicherheit schon Verbrechen gegeben. Beziehungsweise Unfälle, bei welchen Kinder bereits ertrunken waren, da man im Nebel den See so schlecht sehen konnte. Und eben dieser war der Größe nach zu urteilen auch ziemlich tief. Nein, Lust auf ein Bad hatte er wirklich nicht, aber eine Dusche wäre vielleicht wiederum nicht schlecht. Vielleicht also doch in den See springen? Das konnte er sich dann immer noch überlegen. Obgleich er jedoch ein sehr spontaner Mensch war, so fand er es ein wenig merkwürdig, auf eine enthusiastische Art und Weise von Chiyoko gepackt zu werden, als ob sie ihn abführen wollte. Abführen. Aufgabeln. Wie auch immer man es nennen mochte. Wieder kam das Grinsen auf sein Gesicht, doch schüttelte er nur den Kopf. “Ja, und der große Adonis – soeben hast du es bestätigt, vielen Dank~ - hat wohl auch keeeeeine andere Wahl, da die hübsche Begleitung bereits alles durchdacht und geplant hat. Okay, gehen wir.“

tbc: See von Kirigakure [Innenstadt]
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Fr Okt 11, 2013 12:26 pm

Cf: Gartencafé Iruka

Sie war für ihn einfach nur naiv, vollkommen naiv zu glauben, dass Gefühle für ihn einfach waren. Er rannte die Letzten Meter schon fast, nahm rechts und links so viel Äste mit wie es nur zu gehen schien. Sie peitschten ihm über die Arme, während seine Hände zu den Klauen an seinem Bund griffen. Er zog sie beim laufen über und sah sie als Verlängerung seiner Hände. Sie waren eins, sein Körper, ein gefährlich scharfer Teil. Wie ein Raubtier tauchte er und einem Ast weg, versetzte einem nächsten eine kräftigen Schlag, sodass das Holz laut barst. Der Ast segelte durch die Luft und der Kaguya sprang durch das Geäst hinterher, zersäbelte den Ast in weitere Einzelteile und ließ diese zu Boden segeln. Sein Puls war gestiegen, sein Herz pumpte das Blut schneller und Schneller durch seinen Körper. Er musste es auch sich raus schlagen. Diese Wut, diese Angst, diese schwindende Kontrolle. Jedes Wort in seinem Kopf machte es schlimmer und er begann mit sich selbst zu ringen, während er auf die Lichtung kam. Dort fixierte er einen Baum und tat, was er tun musste. Die Metallklauen schlug auf das Holz ein. Nicht nur sein Körper raste, sondern auch sein Verstand.Wie kann sie nur, wie kann sie nur sagen ich würde es einfach so abschmettern. Es hat seinen Grund, alles hat seinen Grund. Egal wie lange sie mich kennt. Wenn sie weiß, dass ich es hasse, wieso lässt sie es dann nicht, wieso macht sie weiter, immer und immer weiter. Ich hasse Worte, hasse emotionale Worte, Worte die mich treffen. Es gibt nichts das mich treffen darf“ Egal was sie sieht, in mir sieht, in Kohaku sieht, es darf nicht da sein ist nicht da - war nie da. Sie bildet sich das ein, sie bildet es sich nur ein. Tiefe Narben waren in dem Baum zu erkennen. Als hätte ein wildes Tier ihn angefallen, ihn wahllos zerstört um an seine beute zu kommen, die hoch oben saß. Doch für Kai war der Baum nur ein Objekt, etwas das seien Wut aushielt, seinen zweifel und vor allem seine Hilflosigkeit. Er konnte Junko nichts tun, konnte sie nicht zerreißen, so wie er diese Pflanze zerriss. Wir sind nur Brüder, gute Freunde, nicht mehr und nicht weniger. Da wird nie mehr sein. Vielleicht bin ich mit Kohaku enger als mit ihr, aber ihn kenne ich auch schon länger. Er hat mich vor dem Verlust meines Sinnes bewahrt, er hat mir halt gegeben. Mist verdammte! Seine Klaue war im Holz stecken geblieben, hatte sich verkantete und er zog, bekam sie in seiner Blinden Wut nicht mehr heraus. Ein kräftiger tritt gegen den Baum, der ihm wohl mehr weht tat als dem Gewächs ließ ihn etwas zurück kommen. Er zog beide Klauen aus stieß die andere neben die Erste in den Baum und warf sich schon fast an den nächste Baum. Aus seiner Hand schossen Knochen, eher aus seinen Gelenken. Sie sahen aus wie seien krallen nur glichen sie von der Farbe eben Knochen und wirkten schon fast hautfarben. Die Erste Faust fuhr mit ihren krallen über den Baum, dann die nächste, wieder die Erste. Weitere Narben, eine nach der Anderen. Eigentlich trug er sie auf dem herzen all diese Narben. Doch er musste sie nach außen kehren musste sich abreagieren. Er hörte nichts, sah nur den Baum und sich und seien Gedanken kreisten. Doch sie ist blind, wenn es um so etwas geht. Ich verleugne sie nicht, leugne nicht das sie mit wichtig sind, aber ich liebe sie nicht, nicht mehr als man Geschwister liebt und vor allem ist er nur mein Bruder, nicht mehr und nicht weniger. Mein Bruder er ist mein Bruder. Ich renne nicht weg, weil ich sie verleugne, ich renne vor gar nichts weg. Ich kann sie nur nicht verletzten ich kann ihr nichts tun. Sie macht mich so wütend, so verdammt wütend. Wiel ich hilflos bin? Nein, NEIN, ich bin nicht hilflos. Gnah Ein kehliger von Schmzer erfüllter laut. Dieses mal war der Knochen seltsam stecken geblieben, hängene geblieben und die sinnlose Kraft mit der er ihn hinein stiße und ehruas zog, hatte dazu geführt, dass er sich selbst verletzt hatte. Kurzerhand brach er den Knochen mit einem Derben schlag gegen den Baum auf, biss sich schmerzen auf die Lippe, bis sie zu bluten begann und ließ den Knochen nachwachsen. Sein Körper bebte, Schweiß stand ihm auf der Stirn. Es war kalter eisiger Schweiß. Er keuchte leicht, Blut lag ihm auf der Zunge und er leckte sich wie ein Tier über die Lippen. Wieder fuhr seine Hand gegen den Baum. Wenn man ihn jemals aus dem Weg räumen wollte wäre solch ein Moment wohl der beste. Er war in rage, in seiner Kampfrage. Er hielt die Worte von ihr anders einfach nicht auf. Du irrst dich. Du irrst dich, verdammt noch mal du irrst dich, schrie er hinaus, währen er den Baum weiter malträtierte, weiter seine Narben nach außen trug, seine Wut hinaus schlug, seine ganze Verzweiflung. Ich lüge nicht – ICH LÜGE NICHT, NIEMALS! Ob sie ihn hörte, ob sie seien Wut hörte, die Anspannung ins einer Stimme? Sah sie das beben seines Körpers, die kraft die er aufbrachte um sich zu beruhigen. Alles musste raus und kein Wort hätte ihn davon abhalten können. Es war wie damals bei dem Jungen, nur das er sich jetzt gegen einen Baum richtete, nicht mehr gegen die Person. Keiner kennt mich, keiner. Ich bin alleine, alleine, verdammt noch mal alleine – für mich Als wäre es ihm nicht bewusst gewesen, sah er seine Hände an, sah wie sie in das Holz schlugen, sah wie die Knochen den Baum zerstörten. Es war seine Idee gewesen dieses Jutsu zu nutzen, anstelle der Krallen. Sie waren noch mehr Teil seines Körpers. Wie eine Katze die ihren Kratzbaum zerstörte sah er seine Hände. Verdammt er war doch keine Katze, war nicht wie Kohaku. Mit einem letzten schlag riss er den Baum auseinander, zumindest einen Teil davon. Seine Wut war verraucht und ein leises Maunzen drang an sein Ohr. Hatte ihn das zurück gehört? Wie lange Maunzte Momiji schon zu seinen Füßen und beschwerte sich über seine Dunkle Ausstrahlung? Wie vom Blitz getroffen blieb er stehen, ließ die Knochen jedoch nicht verschwinden und sah zu der Katze, zu dem Geschenk von Kohaku. Seine Körper war angespannt, sein Herz hämmerte noch immer. Äste hatten ihm die Oberarme zerkratz und es blutete an einigen stellen leicht. Simple Kratzer, aber auch solche konnten brennen. Schweiß lief ihm den Nacken hinunter, wurde eiskalt bei diesem kühlen Wetter. Er nach einer Zeit hob er den Blick, suchte Junko. Er war fertig mit trainieren, er hatte seine Wut hinaus geschlagen, seiner Verbitterung Luft gemacht. War sie zufrieden mit dem was sie sah? Ein Erschöpfter Chûnin, am Ende mit seinem verstand, der um das Gefühl seiner leere gekämpft hatte und es unter fast all seiner Kraft zurück bekommen hatte.




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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   So Okt 13, 2013 8:52 pm

Cf: Gartencafé Iruka

Sie hatte es übertrieben und das eindeutig. Doch sie wollte Kai doch nicht erzürnen. Ihr Tun und ihre Worte hatten einzig und allein den Grund, dass Kai endlich mal seine Gefühle eingestehen und sie kennenlernen sollte. Er sollte lernen, wie es sich anfühlt jemandem zu zeigen, wie gern er einen hat. Junko fand es eindeutig, dass Kai etwas für Kohaku empfand, doch es war schwer Kai das endlich mal zu zeigen und zu beweisen. Besonders wenn Kohaku im moment nicht da war. Es würde Kai wahrscheinlich nur etwas bringen, wenn er sich mit seinem besten Freund treffen und mit ihm sprechen würde. Doch da kam das nächste Problem. Kai sprach ja so gut wie nie und die Jinchuuriki wusste auch nicht, ob Kai gerade mit Kohaku darüber sprechen würde. Kai sprach doch so gut wie nie über seine Gefühle und selbst wenn er es versuchen würde, so hätte diese Auseinandersetzung mit seiner kleinen Schwester nicht wirklich dazu beigetragen. Ganz im Gegenteil. Sie hatte es nur noch verschlimmert. Da musste sie nicht sehen, wie Kai ausflippte und auf irgendwelche Baumstämme einschlug. Nein das Einzige, was sie hören musste, waren die Geräusche, die entstanden, wenn Kai seine Krallen in das Holz schlug. Und diese geräusche schnitten ihr echt ins Herz. Was hatte sie da nur wieder angestellt. Was dachte sie auch nicht nach, wenn sie den Mund aufmachte. Vom schlechten Gewissen geplagt, lief sie auf Kai zu, doch sie stoppte, als sie eine Stimme in ihrem Kopf hörte. Und das konnte ja nur diese überdimensionale Schildkröte sein. Da hat wohl jemand seinen Geliebten erzürnt, was?, ertönte die provokante, stichelnde Stimme der dreischwänzigen. Junko seufzte genervt und schüttelte leicht den Kopf. Ich hatte mir eigentlich Sorgen gemacht, dass du dich nicht gemeldet hast. Aber es war besser und schöner als du den schnabel gehalten hast. Außerdem, was soll der Mist mit dem Geliebten?! Er ist mein bester Freund und mein Bruder, nicht mehr und nicht weniger. Außerdem scheinst du dich nur zu melden, wenn du mir für irgendetwas die Sxhuld geben willst. Der Zeitpunkt ist mächtig ungünstig. Jetzt sei so gut und nerv mich nicht, knurrte die Grünhaarige in Gedanken. Ach schade... Ich dachte ehrlich du hättest dir sorgen um mich gemacht. Jetzt bin ich enttäuscht... Ich hatte gehofft, ich wäre dir wichtig~, redete die Schildkröte drauf los und schien Junko etwas provozieren zu wollen. Jedoch ging Junko nur sehr wenig darauf ein. Kai war im Moment wichtiger als diese streitsüchtige Schildkröte. Das einzige, was sie an die Schildkröte richtete, war: Nerv mich doch bitte später weiter. Kai braucht jetzt meine Hilfe. Zumal ich mich entschuldigen muss... Ich hab ihn immerhin sehr erzürnt, sprach sie und ging nun zu Kai. Isobu war so freundlich und folgte der unausgesprochenen Bitte der Jinchuuriki und zog sich vorerst wieder zurück.
Junko selbst rannte Kai hinterher und sie sah, wie sehr er seine Wut an ein paar Bäumen ausließ und das tat ihr leid. Eilig schritt sie auf ihn zu, rief seinen Namen, entschuldigte sich, doch er schien sie nicht zu hören. Er schien ihre Stimme vollkommen zu überhören oder sie auszublenden. Jedenfalls riss nur das leise Mauzen Momijis Kai aus den Gedannken. Das das Kätzchen Kai Kai so aus den Gedanken gerissen und so seine Wut verfliegen ließ, wusste Junko nicht. Sie hatte das leise Mauzen nicht gehört. Zu sehr war sie darauf konzentriert Kai mit ihrer Stimme zurückzuholen. Zumindest versuchte sie es. Kai bitte... Es tut mir leid... , versuchte sie erneut. Ihre Stimme klang stark weinerlich und so, als würde sie versuchen, die aufkommenden Tränen herunterzuschlucken. er schrie in dn Himmel seine Wut heraus, doch sie wusste, dass diese Wut nur ihr und ihren Worten galt. Mit schlechtem Gewissen erreichte sie Kai nun zögerlich und blickte ihn einige Sekunden auf die Rückansicht des Älteren. Sie war kurz davor Kai von hinten zu umarmen, doch da drehte er sich schon zu ihr um und suchte mit seinem Blick den ihren. Scheu betrachtete sie die erschöpft wirkenden Augen und senkte leicht den Blick. Sie hob zögerlich die arme doch dann überdachte sie ihr Vorhaben. Sie ließ ihre Arme sinken und lehnte sich stattdessen nur an Kai. Es tut mir leid... Verzeih mir... Ich war dumm... Niisama... ich liebe dich sehr... Es tut mir leid... Verzeih mir... Ich wollte dich nicht erzürnen..., hauchte sie entschuldigend und legte zögerlich ihre Arme um Kais Oberkörper. Ihr gesicht vergrub sich in Kais Brust und ihre Finger krallten sich leicht in Kais Oberteil.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Okt 14, 2013 1:00 pm

Das Maunzen hypnotisierte ihn, erinnerte ihn etwas, an Worte an eine Zeit die vergangen war.  Damals hatte er auf dem Gelände der Akademie gestanden, hatte einen jungen verprügelt, der blutend nach hause gerannt war. Sein Vater war tot gewesen, seine Mutter ebenso. Er war sechs, gerade einmal sechs und schlug sich bereits. Es war ein nebliger Tag gewesen und er hatte die blutenden Hände an seiner Hose abgewischt und sich auf einen Baum gesetzt und ins Nichts gestarrt. Da war er gekommen, da war Kohaku zu ihm gekommen, hatte ihn angelächelt. Dieser kleine Glückliche Junge hatte ihn angesehen und hinab gewinkt. Sie kannten sich schon immer und würden sich wohl immer hängen, denn er klebte an ihm und ließ ihn nicht los. „Wieso tust du das immer,“ hatte er gefragt und Kai angesehen. Mehr als ein Schulterzucken war dabei nicht herum gekommen. „Du benimmst dich wie die Axt im Wald. Als würdest du keine Freunde haben wollen, aber jeder will Freunde.“ „Ich nicht, ich brauche keine Freude,“ hatte er gesagt, stur und trotzig. Er konnte schlecht sagen, dass ihm alles weht tat, das sein Onkel ihn schlug und das er wütend auf sich war. Den er konnte sich nicht wehren, konnte gegen diesen Mann nichts ausrichten. Er war klein und schwach und musste sich über andere stellen um zu überleben, um sich nicht zu verlieren. Er war damals zu Kohaku herunter gekommen hatte ihn böse angesehen. Dieser Junge hatte eine Familie, eine Mutter die ihn liebte und eine Katze, die ihm immer folgte. Auch jetzt wand sich das Tier um seine Füße und er, er war alleine. Der Schmerz damals hatte ihn aufgefressen. „Ob du willst oder nicht, ich bin dein Freund. Ob du jetzt bei deinem Onkel lebst ist mir egal. Du bist nur noch traurig seitdem du da wohnst. Also werde ich dich glücklich machen, verstanden?“  Er hatte den Kopf geschüttelt. „Ich brauche keine Freunde,“ hatte er sich wiederholt. Der Natsu war damals schon eine starke Persönlichkeit gewesen, denn er hatte ihn einfach umarmt und ihn festgehalten. Er hatte er versucht sich zu wehren, doch der Altersunterschied war in solchen Jahren noch deutlich spürbar. Irgendwann hatte er es aufgegeben und mit der Resignation war Trauer gekommen, Einsamkeit und als er traurig von dem Anderen gehalten wurde, da wahr es angenehm ihn bei sich zu haben, auch wenn er das nicht sagte. Er war stehen geblieben, hatte sich halten lassen und irgendwann hatte er getan, was er zu hause nicht durfte. Er hatte geweint und das aus den tiefen seines kleinen Herzens. Seitdem hatte er  oft bei dem Anderen geweint und dieser hatte es zum Glück nie kommentiert. Momiji maunzte erneut und Kai's Blick wurde etwas klarer.
Er blickte direkt in die Augen von Junko.  Sie wirkte scheu, ängstlich. Er selbst schnaufte stark, rang nach Luft und versuchte seinen Puls zu beruhigen. Es war verflogen, alles war verflogen, seine ganze Wut, seine ganze Trauer, die Verzweiflung. Er hatte sie aus sich heraus geschrien und in den Baum geprügelt. Jeder schlag war eine Narbe auf seiner Seele die er nach außen gekehrt hatte. Sie konnte an sich nichts dafür. Sie ließ es nur ausbrechen und er bündelte es in seinen Ausbrüchen, bündelte es, indem er jemanden zusammen schlug heute war es jedoch nur ein Baum, früher waren es Kinder gewesen. Er entspannte sich sichtlich, auch wenn die Knochen aus seinen Händen noch immer präsent waren. Kurz darauf hatte Junko sich auch schon an ihn gelehnt, während Momiji wieder maunzte. Er war wohl beleidigt, weil er außen vor war. Ohne eine weitere Ankündigung schlug das Tier wieder seine krallen in die Hose und kletterte zurück um sich am Schal zu verstecken. Anstrengendes Tier würde man denken, doch Kai merkte es unter dem zittern seines Körpers gar nicht. Es war die Anstrengung die noch an ihm zehrte und die Verantwortung, welche zurück kam. Der Grünschopf entschuldigte sich, was wohl besser für sie war. Ihm war es jetzt egal, denn da war nichts mehr über das er sich aufregte. Ihr Gesicht verschwand an seiner Brust und er sah sie mit seinen blutroten Augen fragend an. Frauen waren ihm ein Rätsel. Er beschimpften sie ihn als stur und verbohrt und dann tat es ihnen Leid. Er wusste wieso er nur Junko als weibliche Freundin  hatte und keine tiefe emotionale Beziehung zu noch etwas weiblichem pflegte, das wäre ihm zu viel des Guten. Sein noch immer krallenhaften Hände legte er sacht um sie, strich ihr mit der Handfläche durch das lange Haar. Früher hatte sie ausgesehen wie aus dem Wald gesprungen und heute war sie eine hübsche, junge Frau. Das sie seien Schwester war schien unverständlich. Innere Werte waren eben ab und an mehr als das Aussehen. Früher hätte niemand junko als Frau ernst genommen und heute hätte er sie an schmachten müssen, was er nicht tat. Ist schon gut Nee-chan, sprach er beruhigend. Noch immer lief ihm der Schweiß kalt den Rücken hinab. Auf seinen Armen war eine leichte Gänsehaut zu erkennen. Seine Jacke hätte ihm kaum weiter geholfen, aber er merkte doch, dass eine Stofflage fehlte. Ob sie jetzt wirklich noch trainieren wollte? Er blickte in das grüne Haar, strich ihr über den Rücken. Wenn sie sich beruhigt fühlte, dann wäre es an ihr zu entscheiden, er mischte sich da nicht ein.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Mo Okt 21, 2013 2:56 pm

Junko war froh, dass sie nicht alleine war. Sie besaß Kai an ihrer Seite und selbst wenn sie sich es mal mit ihm verscherzte, dann hatte sie immer noch zwei gute Seelen an ihrer Seite, die sie in jeder Lebenslage unterstützten und ihr halfen, sich wieder mit Kai zu versöhnen. Und gerade das tat Kais kleines Kätzchen. Sein Mauzen beruhigte Kai und ließ in dem Kaguya scheinbar einige Gedankengänge abspulen. Jedenfalls wirkte Kai sehr in Gedanken versunken und noch nachdenklicher als er eh schon normalerweise wirkte. Stumm betrachtete die Jüngere ihren wirklich sehr geliebten Bruder besorgt. Es war ihr klar, dass Kai noch nachdenklicher war. Sie wusste nicht, worüber Kai grübelte. Sie konnte nicht ahnen, dass Kai sich an damals erinnerte. An damals als Kai nur Kohaku hatte. Damals hatte sie für ihn noch nicht existiert. Sie kannte diese Geschichte nur vom hören sagen. Kohaku hatte ihr davon erst erzählt, als sie ihn um Kopf undKragen gefragt hatte. Aber er hatte eben nicht drüber reden wollen. Nicht über Kai ohne dessen einverständnis. Deswegen hatte er ihr nur grob berichtet, was damals zwischen den Beiden lief. Kohaku hatte ihr nur berichtet, dass er auf Kai eingeredet und auf ihn eingewirkt hatte. Vielleicht sah sie in Kai und Kohaku deswegen ein Paar. Sie war froh, dass sie nicht die Einzige war, die zu Kais Freunden gehörte. Denn die Grünhaarige hatte leider die dumme Angewohnheit oft auszuflippen und sich so mit Kai zu streiten. Sie wollte es nie, doch manchmal konnte sie sich mit ihrer frechen Klappe einfach nicht zurückhalten und so verletzte sie ihren Bruder ständig, obwohl sie es nicht wollte. Schwer seufzte die Grünhaarige und lehnte sich leicht an Kai. In dieser ganzen Zeit schien Kai vollkommen geistesabwesend zusein, denn er schreckte leicht aus Gedanken, als Momiji ein zweites Mal miaute. Sofort blickte Junko in die Augen ihres Freundes und ihre Eigenen strahlten eine regelrecht unbegrenzte Sorge aus. Bruder? Woran hast du gedacht? Du warst echt weg mit deinen Gedanken..., stellte die Jüngere fest und ihr Blick war einfach fixiert auf die Augen des Kaguyas. Es war fast so, als wollte sie versuchen, die Wahrheit in den Augen des Älteren zu finden. Auch wenn sie Kai nicht so einschätzte, wie wahrscheinlich war es wohl, die Jinchuuriki anzulügen um diese vor Sorge zu schützen? Junko schätzte Kai schon so ein dass er sie für ihr eigenes Wohl belügen würde. Und das ahnte die Jinchuuriki. Kai würde für ihr Wohl töten, da war es doch auch nicht unwahrscheinlich, dass er sie für ihr eigenes Wohl belügen würde. Sie lehnte sich in die starken Arme des Grauhaarigen und während sie das tat, spürte sie das starke Zittern ihres Bruders. Sofort schlang sie ihre Arme fest um ihn und drückte ihn schutzspendend an sich. Ihr war es egal, ob er es wollte oder nicht. Sie tat jetzt das, was sie für Kai am Besten hielt und das war wirklich die Nähe, die immer bei ihm zu kurz gekommen war. Klar, ihre Umarmungen waren nicht soviel Balsam für seine Seele, wie Kohakus Umarmungen aber sie halfen immerhin auch ein kleines bisschen. Zumindest hatten sie sonst immer geholfen.
Hoffentlich verzieh Kai ihr. Sie hatte gerade so einiges verbockt und den Kaguya nur unnütz extrem wütend gestimmt und sicherlich auch mindestens zu neunundneunzig Prozent verletzt. Extrem verletzt, ob er es nun zugeben wollte oder nicht. Die ganze Zeit kam nichts von Kai. Keine Worte, keine Taten, nichts. Er schwieg nur und schien vollkommen woanders zu sein. Erst als Junko ihr Gesicht etwas in Panik in seiner Brust verkrochen hatte, nahm sie langsam wieder die Gefühlsregungen ihres selbsternannten Bruders wahr. Sie spürte seine Hände um ihren Körper und die Handfläche auf ihrem Kopf. In den ersten paar Momenten ließ sie diesen Moment auf sich wirken, schloss entspannend die Augen und kuschelte sich etwas mehr an Kai. In dieser Zeit entspannte sich Junko wieder und sie ließ auch Kai noch einen Moment lang ruhe, ehe sie sich leicht löste. Aber sie hatte sich noch nicht ganz von ihm losgerissen. Sie lag zwar noch immer leicht in seinen Armen und hatte diese wunderbare streichelnde Hand auf dem Kopf, jedoch konnte sie nun in das Gesicht des Kaguyas sehen. Du hast Nerven wie Drahtseile... Wie hälst du es mit deiner schrecklich launischen und voreiligen Schwester nur aus?, nuschelte sie kleinlaut und kuschelte sich happy grinsend wieder an den Älteren. Sie wollte sich gerne wieder und wieder bei Kai entschuldigen, doch sie befürchtete ihn mit ihren Ständigen Entschuldigungen zu nerven und das wollte sie echt nicht. Sie wünschte sich eigentlich erst einmal, dass sich die beiden Kiri-nin ablenken konnten. Egal wie. Nur um diese blöde Situation erst mal zu vergessen und sich etwas wichtigerem Zuwenden zu können. Und das, was der Kura als Erstes dazu einfiel war ganz einfach das Training der Schildkröte. Sie wollte endlich stärker werden um nicht ständig sich von Kai und/oder Kohaku beschützen lassen zu müssen. Sie wollte sich gerne auch einmal beweisen, dass sie kein schwächliches Mädchen war, sondern auch Kai oder Kohaku mal beschützen konnte. Mit bittendem Gesichtsausdruck blickte sie zu Kai auf und lächelte ihn lieb, wie eine kleine Schwester eben, an. Kai-niisama...? Würdest du trotz allem mit mir trainieren und versuchen mich zu unterstützen um dieses dumme Bijuchakra kontrollieren zu können? Bitte?, fragte Junko lieb und kuschelte sich dabei weiter an den Kaguya.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Di Okt 22, 2013 7:41 am

Woran er gedacht hatte? Junko sah ihn an, fixierte ihn schon beinahe und jeder andere hätte wohl Angst vor ihren Blicken gehabt, den er wusste sie nicht zu deuten. Doch Kai konnte sie deuten, wusste was sie wollte. Ihr kleines Herz wollte in seinen Kopf schauen, wollte wissen was er dachte und das wohl zu jeder Sekunde beider leben. Er nickte zustimmend. JA er war weit weg gewesen, in einer zeit in der es sie noch nicht gegeben hatte. Sein Blick verweilte auf ihr. Wie sollte er das sagen. Ich habe an früher gedacht, an eine Zeit vor dir. Nein das klingt nicht gut. Ich habe an Kohaku gedacht? Nein das will ich so nicht sagen, sie hat eben schon mit ihm genervt. Ich habe an einen wichtigen Moment gedacht? Ja klingt in Ordnung. Weißt du, Momiji erinnert mich oft an Alte Dinge. Nichts schlimmes und daran habe ich gedacht. Es lief vor meinem inneren Auge ab, schmerzlich und doch irgendwie schön. Wenn ich ihn nicht gehabt hätte, wäre ich dann so zu dir? Vielleicht wäre ich noch immer dieser Eisklotz der ich vor ihm war. Weißt du, Kohaku war immer da, seit ich denken kann. Deswegen ist er wie mein Bruder. Als meine Eltern starben und ich zu meinem Onkel kam, da war es ihm egal, wie ich mich benahm, er wusste das er bei mir bleiben wollte. Das war damals schon sehr stur von ihm, wenn ich es so sehen. Ich konnte so etwas damals nicht, konnte nicht so umgänglich sein, so auf nähe pochen. Ich durfte ab dem Zeitpunkt ja nicht mehr schwach sein – ich bin es noch immer nicht. Vielleicht ab und an bei ihm, aber nicht bei Junko. Er hatte nicht gelogen, er hatte etwas wahres gesagt und nur verborgen, welcher Schmerz es damals für ihn gewesen war. Ein Kind ohne Eltern war er gewesen, mit dem Hass und ehrgeizig eines Großvaters erzogen, der ihn auch hätte sterben lassen. Hunger hatte ihn so oft gequält und Tränen ihn geschüttelt. Doch es war anders, war ist Jahren anders. Er sorgte für sich, wurde von Jinpei gelegentlich umsorgt und kümmerte sich selbst um Junko, seine kleine seltsame Schwester. Junko hatte sich wieder an ihn gedrückt, weil sein Körper noch immer leicht bebte, doch es wurde besser, mit jedem Herzschlag mit jeder Sekunde kehrte eine tiefe ruhe in sein Bewusstsein in sein Denken und handeln. Es war ja lieb, wie sie sich um ihn sorgte, es war lieb wie sie ihn versuchte zu halten, wenn er es nicht wollte, weil er sich selbst kannte, wusste wie er für sich zu handeln hatte. Sie wollte sich kümmern, wollte stark sein, sie beide wollten stark sein, sehr stark sein. Doch irgendwo waren sie es beide nicht, zu keinem Zeitpunkt. Aber solange sie diese Illusion hatten stark zu sein, sich zu kümmern, solange war alles in Ordnung. Solange ich sie kenne versucht sie stark zu sein und ein großes Mundwerk zu haben. Das ist ihre Form von schwache, so wie meine Form schweigen ist. Kann das möglich sein? Wir sind gar nicht so anders. Sie ist eben lauter bohrt in allem herum, das mache ich nicht. Ich könnte nicht in andere Leute leben herum stochern, mein eigenes hat mir zu sehr weh getan. Sie will nur mein vertrauen, nur meine Worte und nicht mehr, sie will ja an sich gar nichts böses. Eigentlich ist sie eine gute Seele. Egal wie böse sie zu mir ist, egal wie tief sie mich an diesem Punkt trifft, ich habe sie dafür nie angeschrien. Vielleicht weiß ich es nicht besser, vielleicht weiß sie es nicht besser. Sie ist eigentlich so umgänglich, wenn sie nicht darauf besteht das zwischen mir und Kohaku mehr ist, als da ist. was da wirklich war konnte er nicht sagen, nicht bestimmen und wollte es auch gar nicht. Kohaku war sein bester Freund, sein leben und er wollte nicht daran denken, wie es ohne ihn war. Also tat er es nicht und kümmerte sich um Junko, die seine Streicheleinheiten scheinbar genoss. Wieder sah sie ihn an, fragte wie er sie aushalten konnte. Er musste leicht lächelt und wuschelte ihr durch das grüne Haar. Du bist meine Schwester, deswegen halte ich dich aus, in jeder deiner zerstörerischen Phasen, sowie in den ruhigen. Das ändert nichts an den Umstände, nie, sprach er ruhig und sah sie an. Wollte sie so etwas hören? Er konnte es nicht sagen, wusste aber das es sie wohl freuen würde. Sollte sie nuscheln oder kreischen, es machte ihm nichts. Er war Schläge als Gesprächsform gewohnt und wenn sie ihn nicht schlug, ging es ihm gut. Besser konnte es gar nicht sein. Er sprach zwar nicht viel, aber was er sagte, klang durchaus logisch. Wieder sah sie zu ihm hinauf, sie wollte nun doch trainieren. Sein Körper fand diese Idee ganz und gar nicht gut, doch er nickte ihr zu. Deswegen sind wir beide hier um dich stärker zu machen. Aber wenn du anfangen willst, musst du mich los lassen. Er fuhr ihr ein letztes mal durch das grüne Haar und ließ die Knochen auf seinen Händen verschwinden. Dann trat er sacht von ihr weg und wischte sich eine Strähne aus dem Gesicht. Seine Füße gingen einige schritte von ihr in Kampfstellung und er zog sich den schal leicht über die Nase. Er musste nur aufpassen seien eigene Jacke nicht zu zerfetzten, es war immer zu anstrengend eine neue zu kaufen, weil er zu träge war in einen Laden zu gehen. Seine Hand machte eine einladende Bewegung. Sie sollte angreifen, meditieren konnte man auch noch, wenn es mit dem atmen schwer wurde.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Di Okt 22, 2013 4:49 pm

Sie konnte ihre Neugier einfach nicht zurückhalten. Und das war in ihren Augen kein Verbrechen. Kai war immerhin einer der wenigen Menschen, dem die Genin blind vertraute und wohl am öffentlichsten sorgte. Natürlich wollte sie wissen, was in Kais Kopf vorging, auch wenn dieser selbst natürlich nicht besonders von ihrer anhänglichen und besorgten Art begeistert zu sein schien. Doch was sollte sie tun? Sie konnte Kai doch nicht so behandeln, wie alle anderen. Was wäre, wenn er sie deswegen irgendwann mal alleine lassen würde? Sie hatte doch nur ihn und Kohaku und diese beiden Menschen wollte sie um nichts in der Welt verlieren. Lieber starb sie durch den Sanbi als ihre beiden Brüder zu verlieren. Eine kleine Weile schwiegen sich die Geschwister an. Junko hatte ihre Frage gestellt und Kai hatte sie beantwortet... Im Geheimen, in seinen Gedanken. So wartete Junko angepannt auf eine Antwort ihres Bruders. Jedoch harkte sie nicht noch einmal nach. Nerven wollte sie nicht schon wieder und sie war auch froh, dass Kai ihr den Ausraster eben vergessen oder verziehen zu haben schien. Jedenfalls spürte sie nichts mehr in seinen augen. Wenn Kai wütend war, sah sie es ihm an. Dann hatte er immer so einen eisigen Blick in den Augen, der scheinbar keine Gefühle zu seinem Herzen weitertrug. Doch dieser Blick war jetzt weg. Der Kaguya blickte so wie immer, neutral, zu ihr herunter, während sie sich an ihren selbsternannten Bruder kuschelte. Entspannt schloss die Kura ihre Augen und genoss noch einen Moment die Ruhe. Doch Kai tat noch etwas Anderes, was Junko alleine durch einen gut gemeinten Rat von Kohaku, nie gefragt hätte. Kai erzählte ihr etwas von der Zeit, bevor Junko in Kais und Kohakus Leben getreten war. Sie lauschte seinen Erzählungen und blickte ihn interessiert an. Sie nickte verstehend und lächelte Kai freundlich und aufmunternd an. Ich freu mich riesig... Danke, dass du mir das gesagt hast. Ich freu mich, dass ich etwas über die Zeit erfahren konnte, als ich noch nicht in deinem Leben stand. Ich hab dich sehr gern Nii-sama... wie geht’s dir?, fragte Junko lächelnd und lehnte sich leicht an Kai, während sie seine Nähe genoss. Sie versuchte auch für Kai so dazu sein, wie er es für sie war. Klar, er wollte es nicht und er mochte es wahrscheinlich auch nicht, aber dennoch wollte sie sich nützlich machen. Sie sah es nicht ein, dass sie sich nur von Kai und Kohaku trösten und beschützen ließ. Sie wollte für die Beiden da sein und eine brave, kleine Schwester für die Beiden sein. Klar meist war sie alles andere als brav, doch wenn sie einmal die Stimme gegenüber Kai erhob, dann hatte es einen bestimmten Grund. Dann wollte sie ihn zum Nachdenken bringen. Sie würde Kai niemals anschreien ohne selbst einen bestimmten Grund zu haben um dies zu tun. Würde sie es aus purer, lange Weile getan, dann hätte Kai sie wahrscheinlich schon längst als Freundin und Schwester entsorgt. Aber das hatte er nicht. Sie meinte es ja wirklich nur gut. Sie sorgte sich um Kai und sie wollte ihn verstehen. In ihren Augen machte es keinen großen Unterschied, ob man nun ohne Eltern groß geworden war oder ob man von den Eltern ständig nur angepampt und angeschrien wurde. Natürlich hatte Kai es schlimmer erwischt als sie. Er durfte seine Eltern nie kennenlernen. Bestimmt waren sie tolle Menschen gewesen... Besser als diese Familie, in die Junko hereingerutscht war. Der einzige Mensch, der sie so geliebt hat, wie sie war, war ihr Vater gewesen, doch dieser war nun schon seit vielen Jahren tot. Statt mit ihm zusammenzuleben, lebte die Kura nun bei ihrer furchtbaren Mutter, mit ihrem Stiefvater, ihrem Stiefbruder und ihrer Halbschwester. Doch die Bindung zu den beiden Jüngsten riss immer mehr ab. Sie mieden Junko, aus welchem Grund auch immer. Allerdings war ihr das mit der Zeit auch egal geworden. Sie brauchte die Kinder nicht und wenn sie sich von ihren Eltern blenden ließen, dann war es deren Problem. Eines Tages würde schon ihre gesamte Familie bei ihr ankriechen und um Verzeihung bitten. Würde die Genin verzeihen? Nie im Leben. Ganz im Gegenteil. Sie würde wahrscheinlich sogar Isobus Zorn an ihrer Familie auslassen. Natürlich wäre es unverantwortlich, doch wo war bitte das Verhalten ihrer Familie irgendwo, in irgendeiner Art und Weise positiv? Nirgends und Junko sah es nicht ein, die Vernünftige zu spielen und jemals jemandem zu verzeihen. Natürlich, wenn Kai oder Kohaku etwas falsch machen würden, dann würde sie verzeihen, aber bei anderen? Keine Chance!
Sie schreckte aus ihren Gedanken, als sie die angenehme Hand in ihrem Haar spürte. Sofort blickte die Jüngere zu Kai auf und ließ sich etwas grummelnd durch die Haare wuscheln. Etwas schmollend und leicht stichelnd sah sie ihn an. Das machst du gerne, oder? Das durch die Haare wuscheln...? Oder? Du machst das so oft... Wie eben ein Bruder bei seiner Schwester... Aber du kannst froh sein, dass ich mich nicht räche und dir auch die Haare durchwuschel. Hehe... ich glaub du wärst da nicht begeistert, oder?, lächelte die Grünhaarige und blinzelte den Kaguya lieb an. Sie wollte ihn nicht ärgern. Sie wollte ihm nur zeigen, dass es sie irgendwie freute, dass er durch ihre Haare wuschelte. Entspannt schloss sie nun ihre Augen, bis Kai das Übungstraining ansprach. Sie öffnete wieder ihre Augen und blickte zu dem Älteren auf. Schnell nickte sie und löste sich von dem Grauhaarigen, ehe sie sich etwas auf Abstand stellte, um sich mit Kai zu messen. Jetzt stellte sich nur die Frage, mit welchem Angriff sie beginnen sollte. Sie hatte eigentlich nichts, was sie für einen ersten direkten Angriff nutzen könnte. Sie kannte noch keine Jutsus, die sie anwenden konnte. Deswegen würde sie erst einmal was Einfaches versuchen. Sie befestigte eine jeweils eine Briefbombe an drei Kunais und warf diese sofort auf Kai. Letztendlich konnte sie nicht mehr machen. Sie musste abwarten, wie Kai darauf reagieren würde.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Do Okt 24, 2013 6:46 am

Sie freute sich? Ab und an fragte er sich, ob Junko in ihm ein wandelndes Rätsel sah und sie über jedes kleines Geheimnis freute, dass sie ihm offenbarte. Er sagte ja nicht einmal viel, nur etwas wages, etwas unpräzises. Aber es schien sie zu freuen, schien sie auf eine seltsame Art und weise zu erfüllen. Etwas von früher zu erzählen, war ein Ausdruck des Vertrauens für sie und für ihn waren es einfach nur alte, sehr alte Geschichten von Kohaku und ihm selbst. Er konnte viele davon erzählen, doch etwas in ihm sprach nicht gerne über früher, über den Tod seiner Eltern, über die Zeit, die er zu vergessen versuchte. Er liebte seine Eltern, auch wenn sie nicht mehr hier waren. Sie waren etwas unantastbares, etwas höheres und vollkommen in ihre Art. Sie hatten sich aus einem zwang heraus gefunden und es war schön gewesen, oder wieso sollte es ihn sonst geben? Er redete sich ein, dass er ein Wunschkind war, auch wenn es ihm nicht mehr so vor kam. Sein Onkel bemühte sich auf eine sehr grausame Art und weise von ihm und darüber wollte er nicht reden. Keinem platz wollte er der Trauer und den alten Tagen geben. Er wollte ihn nicht mehr sehen, am liebsten wäre es ihm, wenn er tot wäre. Aber er war nicht tot und Junko schloss in aller Seelenruhe die Augen, sie mochte ihn sehr, hing an ihm wie eine Klette und konnte sich ein leben ohne ihn wohl kaum vorstellen. Sie bedankte sich für seine Worte, so unwichtig sie ihm selbst waren. Sollte sie sich freuen, es war vollkommen in Ordnung für ihn. Vieles was sie tat war vollkommen in  Ordnung, auch wenn sie sich beschwerte, weil er ihr das Haar zerzauste. Es störte ihn nicht, fast nichts störte ihn, wie immer. Er zog auf ihre Frage hin die Brauen zusammen. Nein, er würde seine Haare nicht gerne zerzaust sehen, oder versuchen zu merken, wie sie diese verwuschelte. Er war der größere und ältere, also war es irgendwie seine Aufgabe, dass zu tun. Nun sie war nicht viel kleiner, aber immerhin ein wenig. Für eine Frau war sie groß, sehr groß.
Auf Abstand warf Junko gleich ein paar Briefbombebn nach ihm, drei an der zahl, die in die Luft gingen, während er mit lockeren Schritten zurück sprang und sich bei der letzten zur Seite abrollte. Seine Hand fuhr an den Gürtel, doch seine Krallens steckten noch in dem Baum von eben, also ließ er es. Wenn er ihr etwas tun musste, müsste er wieder zu ihr zurück. Also setzte er an, nutzte den kleinen Rauch aus um hindurch zu rennen und sich in die Luft abzustoßen.  Er segelte kurz, bevor er dann mit den Hände voran auf sie zusteuerte, ihr mit dem Ellbogen einen überziehen wollte.
Immer voran war die Dewiese, wie schon seit vielen Jahre. Schau nach vorne nicht zurück, habe keine Angst einen Treffer zu kassieren, oder gar zurück zu fliegen. Sie beide wussten, dass er nur Taijjutsu beherrscht, wenige Clantechniken, auf die er selten zurück griff.  Es machte ihm nichts aus, sich ihr so auszuliefern, so auf sie los zu gehen. Er würde ins einem Zustand einstecken, fast seien ganze Kraft und Wut hatte er auf den Baum los gelassen. Wut und Kraft, das nährte ihn, trieb ihn an. Er besaß kaum nette Motive, kaum etwas aufrichtiges, außer sie und Kohaku, dass ihn antrieb. Er lebte für sie, dafür stark zu sein und sich zu beweisen. Er würde nach ihr schlagen, ohne zu sehr weh zu tun, immerhin hatte er sie auf seien Art und weise lieb, er mochte und schätze sie. Außerdem wollte er sie an keine grenze treiben, nicht an die Grenze, an welcher er handelte. Es war ein wenig Verzweiflung, die ihn animierte weiter voran zu gehen. Sie musste stärker werden und wenn sie trainierte, dann würde das ganze Dorf im Kriegsfall davon profitieren. Sie konnte soviel stärker erden als er, doch er würde mitziehen, solange er konnte und er hatte eine Idee, was er tun konnte. Aber diese zählte nun nicht, es zählte nur der Moment und in diesem pochte sein herz kaum merklich in ihm. Der Schweiß auf seiner Haut war eisig, als er durch die Luft segelte und versuchte sie zu treffen. Er würde ihr nachsetzen, egal was sie tun würde. Junko konnte mit einer ganzen Salve von Faustschlägen rechnen, mit einer leichten aber standhaften Salve. Sollte sie doch zurück schlagen, sollte sie ihn parieren. Er würde ihr nachsetzen, bis sie sagte, dass es gut war, oder sein Körper den Dienst verweigerte. Es war schwer weiter zu machen, wenn man nicht mehr konnte, doch an einem Punkt da überging er diesen Impuls, schlug weiter voran. So war es auch, wenn er trainierte, bis ihm die Muskeln schmerzten. Alles dafür sie nicht zu verlieren, sie beide nie wieder gehen zu lassen. Keine Schwäche, keine Nachsicht mit sich selbst. Irgendwann würde er sich selbst auseinander nehmen, doch es war ihm egal, es hatte einen Sinn, einen tieferen Grund und dieser war es wert, dass er dafür litt.

jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz 1   Sa Okt 26, 2013 9:22 pm

Sie war eine Frau. Ganz klar. Wäre sie für Kai wie ein offenes Buch, sodass er ihre Gedanken lesen konnte, so wäre sie einfach zu einfach zu verstehen. Es machte ihr Spaß so zu handeln wie sie sich gerade fühlte und nicht, wie sie handeln musste. Vielleicht handelte sie in Kais Augen unberechenbar und etwas verkorkst, aber sie freute sich über jedes kleine Geheimnis, das Kai ihr offenbarte. Und wenn es nur eine banale Kleinigkeit war, was er zum Beispiel über andere dachte. Sie freute sich über Kleinigkeiten. War das denn in ihrem fall nicht verwunderlich? Wenn sie eigentlich nur von ihrer Familie belogen und gehasst wurde, so waren Kai und Kohaku ein Segen für sie. Und dementsprechend freute sie sich auch über jedes kleine Bisschen Wahrheit, dass ihr entgegengebracht wurde. Selbst wenn es einmal negativ von Kai gemeint sein sollte. Sie war dankbar über jedes Wort, das Kai mit ihr wechselte. Sie lauschte gerne den kleinen Geschichten von Kai und Kohaku. Sie wollte sehr gerne erfahren, was vor ihrer Zeit war. Seitdem sie Kai kannte, war sie neugierig, was er erlebt hatte, wie er die Welt sah und auch was seine Meinung von verschiedenen Menschen, Situationen oder Ereignissen war. Sie wollte von Anfang an für Kai die einzige Frau sein, die er vollkommen vertraute. Sie wollte sich noch nie einen großen Freundschaftskreis aufbauen. Sie wollte nur ein oder zwei, für sie, sehr wertvolle Menschen haben. Und die hatte sie gefunden. Und zwar in Kai und Kohaku. Als sie Kai gefunden hatte, hatte sie zeitgleich auch Kohaku getroffen. Und sie hing an ihm genauso wie an Kai. Sie liebte diese beiden jungen Männer als ihre Brüder. Es dauerte gar nicht lange, damals, da hatte sich die Jinchuuriki ihre eigene, neue, tolle Familie gemacht. Zwar blieb es ihr verwehrt, sofort mit Kai und Kohaku zusammenzuziehen, aber dennoch hatte sie jeden Tag mit beiden zutun. Entweder hatten sie zu Dritt trainiert oder sich irgendwo getroffen. Ungerne hatte Junko damals ihre beiden ‚Brüder‘ in ihr Haus beziehungsweise in ihr Zimmer gelassen. Sie wollte den Beiden niemals ihre Eltern vorstellen.
Aber nun gab es Wichtigeres zu beachten. Junko und Kai hatten ihren kleinen Trainingskampf begonnen. Die Jinchuuriki warf drei Briefbomben auf Kai, denen er locker auswich. Sie wollte ihn nicht ernsthaft verletzen, doch eine andere Angriffstaktik fiel ihr nicht ein. Sie konnte doch schlecht mit ihrem Katana auf Kai losgehen. Zu groß war ihre Furcht ihren Bruder zu verletzen. Sie wollte sich im Kampf nicht zurückhalten und Schwäche zeigen. Aber die Gefahr einer starken Verletzung wollte sie auch abschreiben. Kai nutzte den Rauch, der durch die Briefbomben entstanden war, und rannte durch diesen auf Junko zu. Die Grünhaarige ahnte schon, dass Kai sicherlich durch die Rauchwolken einen Angriff starten würde, weswegen sie von dieser einige Meter weit wegsprang. Als Kai aus dem Rauch erschien, stolperte Junko noch einen Schritt zurück. Schützend legte sich das Wasser des Sanbi um die Genin und gerade, als sich das wasser ganz um sie gelegt hatte, trat Kai schon aus dem Schatten und holte für seinen nächsten Angriff aus. Er holte zu seinem Ellenbogenschlag aus und dieser Angriff erfolgte sehr schlagkräftig. Kais Angriff trat auf ihr Wasser und Junko musste erschreckenderweise feststellen, dass Kais Taijutsu zu mächtig für das Wasser des Sanbis war. Als Kais Ellenbogen auf das Schild traf, brach dieses sofort ohne Weiteres. Der Schlag mit dem Ellenbogen traf Junko unverblümt, was dazu führte, dass die Genin erst einmal einen ziemlich schmerzhaften Schlag ins Gesicht bekam, daraufhin zurückfiel und somit bekanntschaft mit dem Trainingsboden machte.
Sie stützte sich leicht mit einer Handfläche vom Boden ab und drückte sich somit in die sitzende Position. Sie rieb sich die schmerzende Wange und blickte zu Kai auf. Das war kein gelungener Start... autsch..., nuschelte die Grünhaarige schwer seufzend zu sich. Mit etwas wackligen Beinen erhob sie sich wieder und stellte sich aufrecht vor Kai hin. Mehr Folgen hatte Kais Angriff nicht. Gut, Junko hatte vielleicht etwas Schmerzen in der Wange und auch etwas Nasenbluten, aber letzteres verheilte, Gott sei Dank, Dank der Hilfe der Überdimensionalen Schildkröte in sich. Jetzt stellte sich nur die Frage, was sie als nächstes Tun sollte. Sie wollte den Sanbi trainieren und versuchen mit ihrem Chakra klar zu kommen. Aber wenn sie nun auf Taijutsu kämpfen würde, würde sie wohl ihr Chakra nicht gebrauchen. Also musste sie erst mal etwas Chakra durch ihre Angriffe loswerden um ihre Schweife beherrschen zu lernen. Also gut... Pass auf Kai! Jetzt lass ich dich tanzen!, rief sie ihrem Bruder zu und begann in ihrer rechten Hand eine Peitsche aus Wasser zu bilden. Sofort danach holte sie schon aus und schlug mit der Peitsche direkt in kais Richtung.


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