Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 See von Kirigakure

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BeitragThema: See von Kirigakure   So Jul 22, 2012 4:38 pm

das Eingangsposting lautete :

See von Kirigakure



Am Rande der Innenstadt von Kirigakure gibt es einen großen See.
Dieser ist sehr tief und der Nebel ist auch nicht außer Acht zu lassen!
Trotz dieser Gefahr ist baden hier erlaubt.
Eltern sollten deshalb auf ihre Kinder gut aufpassen,
ertrinken kann man hier nämlich leicht.
Jeder ist auf sich gestellt und sollte nicht immer darauf hoffen,
dass jemand zur Stelle ist, wenn Hilfe benötigt wird.
Daher gilt: baden auf eigene Gefahr!


Zuletzt von Sakura Yuki am Di Sep 04, 2012 5:45 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Sa Sep 28, 2013 7:36 pm

Irgendwo schien der Blauhaarige vergessen zu haben, dass sein Gegenüber noch nie wirklich auf den Mund gefallen war, aber dies lag vermutlich an seinem schlechten Personengedächtnis. Jenes hielt sich tatsächlich nicht wirklich lang. Vieles vergaß er einfach über die Jahre, wenn er nicht gerade Dauerkontakt pflegte und dies schaffte Samegawa sowieso nur bei den wenigsten Personen. Midori war so jemand, obwohl da eher die Frau die treibende Kraft war und sich ständig bei ihm aufdrängte, aber dies spielte an der Stelle wohl keine Rolle.
Es war sowieso bereits beeindruckend, dass sich der Jônin bereits nach den ersten Gesprächsfetzen, die sie miteinander tauschten, daran erinnern konnte, wie leicht es teilweise war, mit ihr zu sprechen. Bei vielen Frauen war dies schließlich sein größtes Problem. Er verstand sie einfach nicht, konnte kaum nachvollziehen, was sie eigentlich von ihm wollten oder was sie nicht wollten. Nicht einmal Midori, die ihm bereits sehr bekannt war und mit der er seit Jahren verkehrte, konnte er wirklich komplett durchleuchten, hielt es auch eher für eine Kunst für sich eine Frau komplett zu verstehen.
Aber er verstand sowieso vieles nicht und für normal störte ihn dieser Umstand auch eher weniger. Nur in Bezug auf die letzte Mission versuchte er seit Tagen herauszufinden, was all das zu bedeuten hatte, verdrängte den Umstand im nächsten Augenblick jedoch. Stand vor ihm doch noch immer Kameko.
„Ich geb‘ mir wie immer Mühe.“, antwortete er locker, zuckte mit den Schultern, während seine Züge sich etwas entspannten, den grimmigen Gesichtsausdruck etwas verloren. Es war tatsächlich einfacher mit der Frau zu reden, als sich über die eigene Schwäche Gedanken zu machen. Bei ihren letzten Worten musste er sogar ein schiefes Grinsen aufsetzen und kam nicht drum herum sich zu fragen, ob sie erst seit wenigen Tagen wieder im Dorf war.
„Klingt als sind dir wichtige Informationen entgangen.“, stellte Samegawa fest und klang dabei schon fast als würde er sich darüber belustigen, dass er etwas wusste, was anderen scheinbar entging, „Aber gehen wir ein Stück…so schön Nebel auch ist, direkt drinnen zu stehen is auch nicht so besonders.“ Mit seinem Zeigefinger deutete er in die Richtung aus die er zuvor gekommen war und die sie irgendwann wieder in die Stadt führen würde. Langsam setzte er sich bereits in Bewegung, erwartete, dass die Frau ihm zumindest folgen würde.
„Also hast du noch nichts davon gehört, mh?“, seine Hände hatte er locker in die Hosentaschen seiner dunkelblauen Trainingshose gestopft, während er seine Begleitung aus den Augenwinkeln beobachtete, „Ich weiß selbst nicht so recht, ob’s was Gutes is, oder nicht, aber es wurden Gerüchte breitgetreten. Die Mizukage soll womöglich zurücktreten. Kannst mir doch nicht erzählen dass dir das nicht zu Ohren gekommen ist, oder hast du in den letzten Tagen hinterm Mond gelebt?“
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Mo Sep 30, 2013 7:18 pm

Nachdem man so viele Jahre in ein und demselben Dorf verbracht hat war es wohl klar das man auch bekannte Gesichter antraf wenn man ein wenig umher lief. Somit war es für Kameko nicht wirklich überraschend den blauhaarigen Shinobi hier zu treffen. Soweit sie sich erinnerte hatte sie eh mit niemandem große Probleme, damit gab es auch niemanden dem sie aus dem Weg gehen wollte, dennoch kam es hin und wieder vor das sie manche Personen einige Zeit nicht mehr gesehen hatte. Auch bei Samegawa war das wohl der Fall, wie lange war nun die letzte Begegnung her? Ein Monat, also ein paar Wochen? Naja, so direkt hatten die beiden ja auch nichts miteinander zu tun. Nachdem Kameko ihn kurz auf seine grimmige Art angesprochen hatte antwortete er unbeeindruckt. Man konnte ihm sogar abkaufen das er sich für dieses Verhalten mächtig ins zeug legte. Ein kurzes lächeln kitzelte es aus der blonden Jonin heraus als sie die arme gelöst hatte. Ihre anschließende Frage schien die Laune des Kerls doch ein wenig zu heben. Fast schon wie ein trotziges Kind verzog sie dabei kurz den Mund und auch ihre Augen wurden ein wenig enger. Tu nicht so als würde ich hinterm Mond leben. meinte sie nur auf gespielte Weise. Wieso war es für Kameko eigentlich so gut möglich mit Kerlen zu sprechen...nur sobald irgendwie mehr daraus werden sollte wurde es etwas kompliziert. War sie zu aufdringlich? Gemächlich nickte sie ihrem Gegenüber zu als dieser Vorschlug ein Stückchen zu gehen wobei sie auch die Wasserflasche vom Mund entfernte und zurück an ihrem Platz befestigte. Also gut, scheint ja etwas besonderes zu sein. meinte sie nur ihrerseits jetzt belustigt als sie sich ruhig in die Richtung bewegte, in welche der Mann gedeutet hatte. Wie er letztlich jedoch seine kurze Ansprache ankündigte war ein wenig beunruhigend.

Wie aus dem nichts wurde er etwas ernster als er so mit ihr sprach. Wovon? äußerte die Blondine schlicht und unwissend, woraufhin er die Erklärung dazu ablieferte. Die Mizukage wollte ihr Amt ablegen? Was sollte denn der Blödsinn? Was?! meinte sie erstaunt, wobei sie jedoch die Fassung schnell wieder zu fassen bekam. Du willst mich wohl auf den Arm nehmen. Wieso sollte Yuki das tun? Sie ist jung und solange nun auch noch nicht im Amt. meinte die Jonin weiter bevor sie ihren Blick wieder auf den Weg vor sich legte. Als wäre an dem Gerücht was dran, so ein Blödsinn, das konnte ja nur eine offensichtliche Lüge sein. Wer auch immer diesen Quatsch erzählt hat, der sollte sich was besseres einfallen lassen. Es stand für Kame außer Frage das die Angehörige der Sakura aufhören wollte. Wahrscheinlich war es eh nur irgendein dummer Witz, entweder von irgendeinem Wichtigtuer oder.... In diesem Moment kam ihr jedoch der Gedanke. Fast schon genervt von sich selbst drehte sie kurz die Augen in ihrem Kopf bevor sie Samegawa kurzerhand an die Schulter schlug. Es war zwar die Faust, aber natürlich war es kein Schlag um ihm schaden zuzufügen, eher eine Art antippen. Ok, du hattest mich fast. Das du vorher so ernst dreingeblickt hast, hat mich einen Moment wirklich glauben lassen da wäre was dran. Es konnte ja nur so sein das Samegawa sie auf den Arm genommen hatte und zugegeben...schlecht war diese Idee nicht. Ein Thema das vollkommen aus der Luft gegriffen war und erstmal eine kleine Schockreaktion ausgelöst hätte bei Kameko, alles hatte wunderbar geklappt. Beim nächsten mal sollte er sich aber vielleicht etwas ausdenken das mehr realistisch schien, als so etwas.
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Mo Okt 07, 2013 5:43 pm

Der sture Blick glitt irgendwo hinein in den Nebel, verschwamm zwischen den weißen Schlieren, die die näher rückende Innenstadt verschleierten. Lediglich aus seinen Augenwinkeln nahm der Jônin die Reaktion der Frau wahr, die neben ihm schlenderte und offenkundig nicht glauben wollte, was er ihr gerade aufgetischt hatte.
Der Mann zuckte mit den Schultern. Es war wahrlich schwer zu glauben. Nicht mal er selbst wusste, was wirklich an den Geschichten der aufgewühlten Bürgerschaft dran war - häufig war es einfach nur dümmliches Gerede. Gerede, auf das man als kritischer Shinobi in den meisten Fällen nichts zu geben hatte, aber manchmal steckte eben doch immer etwas Wahrheit in dem bitteren Klatsch und Tratsch.
„Glaub mir; wenn ich dich auf den Arm nehmen wollte, hätte ich es einfach getan und dich über die Schulter geworfen.“, murmelte der Blauhaarige zur Antwort und seine Lippen formten sich zu einem dümmlichen Grinsen. Natürlich wusste er was sie meinte und Samegawa konnte sich auch vorstellen, dass diese Gerüchte vermutlich nicht vollkommen glaubwürdig klangen. Tatsächlich war Yuki immerhin erst seit wenigen Jahren im Amt und wirkliche Gründe für einen Rücktritt hatten sich auch nicht wirklich aufgetan
Dennoch verschwand das Grinsen bald wieder. Hatte er doch nicht einfach nur rumgewitzelt, sondern wirklich das Gerede der Bürgerschaft mit angehört. „Liegst leider nicht über meiner Schulter und die Gerüchte hab ich mir auch nich ausgedacht.“, meinte er dann entschieden und wandte sich von dem Nebelbild ab, ehe er auf die Blondine niederblickte. „Weiß aber nich‘ wirklich was dran is‘. Hab‘ Yuki aber auch länger nich‘ gesehen.“ Nicht das dies groß was zu heißen hatte. Samegawa zeigte seine Präsenz im Kagebüro nicht sonderlich häufig. Schon gar nicht wenn ihn was eingehend beschäftigte und das war im Augenblick der Fall. Auf der anderen Seite zeigte sich die Kage auch eher selten auf den Straßen Kirigakures, was nicht unbedingt für die Gerüchte sprach.
Doch ehe er wirklich weiter darüber nachdenken konnte, wurden Stimmen laut - wortwörtlich.
Irgendwo in der Nähe schien sich eine Art Aufstand anzukündigen. Zumindest drangen laute Stimmfetzen an seine Ohren, als sich eine seiner Augenbrauen in die Höhe schob. Normalerweise war es relativ früh am Morgen und die Straßen von Kiri kaum belebt - mal vom Nebel abgesehen. Was hatte das also zu bedeuten? „Sieht so aus, als wär meine Joggingrunde vorbei.“, grummelte er in Resignation, „Schätze wir sollten mal nachsehen…“ Tatsächlich war der Jônin verhältnismäßig neugierig, was sich fernab des Sees abspielte und was der Tumult zu bedeuten hatte, war es doch immerhin recht selten, dass sich in der Stadt auch nur irgendwas tat und wenn bereits am Morgen das Volk auf die Straßen ging, hatte das sicher etwas zu bedeuten. Ob das gut, oder aber schlecht war, daran wollte der Aranami im Augenblick nicht denken. In den meisten Fällen war es nämlich letzteres.

Ow: Straßen von Kirigakure
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Di Okt 08, 2013 4:31 pm

Natürlich konnten diese Gerüchte nicht wahr sein. In Kamekos Augen stand das außer Frage und wenn sie sich recht erinnerte war Samegawa sowieso schon immer jemand gewesen der eher ernst wirkte...vielleicht war das so seine Art von Humor? Klar war es nicht, jedenfalls nicht ob er es als richtigen Witz meinte...lediglich dieses Gerücht war in ihren Augen sehr weit hergeholt. Während sie weiter durch den Nebel zurück in Richtung der Innenstadt liefen blickte die Jounin aus den Augenwinkeln zu dem Kollegen. Er zuckte nur kurz mit den Schultern und meinte kurz darauf das er sie wortwörtlich auf den Arm genommen hätte wenn er das denn wollte. Ohne eine wirkliche Reaktion zu zeigen, lediglich ihre Augenbraue ein wenig anzuheben wartete die Blondine darauf das er kurz darauf weitersprach, was er auch tat. Deutlich meinte er im Anschluss das er nicht zu scherzen aufgelegt war, das eben jene Gerüchte der Wahrheit entsprachen. Es klang einfach zu unsinnig als das Kameko es glauben konnte. Sie blieb still, lief weiter ohne ein wirkliches Wort zu sagen. Ehrlich gesagt wusste sie auch nicht was sie hätte sagen sollten. Sie hatte nie eine enge Bindung zu Yuki, immerhin war diese ein paar Jahre jünger. Als sie zur Kage wurde hatte man natürlich einige male miteinander zu tun, Arbeitstechnisch natürlich. Tut mir leid, aber ich kann es dennoch nicht glauben. kam es dann nach einiger Zeit aus ihrem Mund während sie ihren Kopf in die Richtung des blauhaarigen neigte. Ich kann es mir nicht vorstellen. Ich denke einfach irgendein Wichtigtuer wollte sich damit in den Mittelpunkt schieben. Sicherlich ist nichts dran. erklärte sie weiter ihre Einstellung zu seinem angeblichen Gerücht. Es lag einfach zu fern, nichts hätte bisher darauf hingedeutet. Sie war schon immer hauptsächlich in ihrem Büro und kümmerte sich von dort um alles. Als sie jedoch ein Stückchen weiter gekommen waren bemerkte Samegawa einen kleinen Tumult, doch auch Kameko entgingen die etwas lauter werdenden Stimmen nicht. Was da wohl passiert war? Haben wir im moment Markt oder etwas ähnliches? meinte sie nur etwas erstaunt, normal war Kirigakure immerhin ein sehr ruhiger Ort. Auf den Vorschlag des Blauhaarigen konnte Kameko ja nur positiv eingehen. Du hast recht, vielleicht müssen wir einschreiten. Wenn die Jounin eine Theorie ablegen sollte hätte sie eindeutig darauf gewettet das es irgendeine Schlägerei oder etwas in der Art war. Sowas kam immerhin einmal vor. Bei Shinobi des Dorfes musste man da allerdings vorsichtig sein, besonders als Zivilist. Die Menschen hier wussten das also war die Chance hoch das es sich nur um ein paar einfache Personen handelte welche Probleme miteinander hatten. Somit machten die beiden Kirinin sich schnell auf den Weg dem Tumult auf den Grund zu gehen. Leicht nervig war die ganze angelegenheit ja schon. Ach man, dabei wollte ich doch eigentlich nur ein wenig trainieren und mich dann wieder verziehen. Fast als wäre sie das “armste Schwein” der Welt ließ Kameko ein wenig geknickt den Kopf hängen. Natürlich war es nur gespielt aber dennoch war sie schon etwas genervt davon. Genau wegen sowas blieb sie meist lieber außerhalb des Dorfes. Doch nun gut, ihre Pflicht als Kunoichi des Dorfes zwang sie nun dazu einzugreifen falls etwas passiert war. Nichts ahnend was es damit auf sich hatte näherten die beiden sich.

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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Mo Apr 06, 2015 10:14 pm

“Yeah, bloody first post!“ <33

Es gab Tage, die waren wunderbar. Es gab Tage, die waren dunkel. Es gab Tage, an denen schien die Sonne. Es gab Tage, die waren fröhlich. Und es gab Tage, da ragten zwei Beine aus einem Busch hervor, kerzengerade in die Höhe, während ein Gesicht im Grünzeug verkratzte und man mit den Armen den Boden abtastete. Wohl wahr, einen erhebenden Anblick bot Izanagi nicht wirklich für die Spaziergänger und allerhand Gesindel, welches sich gerade am See von Kirigakure no Sato befand und sich doch eigentlich einen schönen Tag dort machen wollte. Oder auch nicht. Je nachdem. Wie es zu der Situation gekommen war, war vermutlich noch abstruser, wenn man bedachte, dass ein Junge kam, einen anderen Jungen aufhob und einfach kopfüber in den Busch steckte. Einfach. So. …. Ja okay, vielleicht hatte er auch zu viel gelabert,... zu viel ungutes... Aber nun steckte er nun einmal hier drin. “Nahehe, vielleicht sollte ich das nächste Mal doch nicht darauf beharren....“, murmelte der Silberhaarige. Nichts. Murmelte das Grünzeug. Izanagi spürte, wie die kleinen hölzernen Äste an seinen Armen kratzten und schloss die Augen lieber wieder. “Am Ende steche ich mir noch ein Auge aus und dann heißt es, dass die Krähe kein drittes Auge hat, sondern nur noch eines und dass man den Aufapfel bestimmt an die schwarzen Vögel verfüttert hat oder dass man sie aus einer Suppe löffelte oder, dass man....“ Ohne sich um seine Umgebung zu kümmern, plapperte der Silberhaarige weiter mit vollkommen makaberen Dingen vor sich hin und interessierte sich nicht dafür, dass es vermutlich ziemlich... nunja, „merkwürdig“ aussah, wenn man diese Laute aus einem Busch heraus vernahm, in welchem ein Mensch steckte. Schließlich aber schien selbst Izanagi mit sich selbst entnervt zu sein, hing er doch schon seit einer geraumen Zeit hierin fest. Mit einem Ruck befreite er sich aus dem Gestrüpp und taumelte etwas zurück – stieß womöglich gegen jemandem. Dem Übeltäter von vorhin nahm er allerdings nichts übel, so schien es. In der Hinscht war er vielleicht gar etwas stoisch veranlagt: Er nahm, was er bekam und zerbrach sich darüber nicht den Kopf. Vermutlich war er deshalb auf seine ganz eigene Art und Weise glücklicher mit seinem Leben als andere Geschöpfe.
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Di Apr 07, 2015 10:11 am

cf: Trainingsplatz 1 (Timeskip)

So einen Spaziergang hast du schon lange nicht mehr unternommen, Chiyoko. Keine Lust mehr auf einen Quadratarsch vom Sitzen? "Tch", machte sie lediglich und verschränkte die Arme. Dabei stolzierte sie in aufrechter Haltung durch den Nebel auf einem der Kiespfade um den See herum. Hier war sie aber wirklich lange nicht gewesen, wenn man davon absah, dass sie ferner lange auch nicht einfach spazieren war. Eher nebenbei schwammen ihre Blickachsen hin und her, sodass sie allen Leuten ins Gesicht sah, die ihr entgegen kamen, jegliche Bäume und Büsche musterte und manchmal sogar Müll in den Ecken entdeckte, den irgendein Idiot liegen gelassen hatte. Obwohl es gewohnt kühl war, hörte man sogar die klassischen Geräusche von Kinderlachen, Planschen und rudernden Armen im nahe gelegenen Wasser. Wenn die sich mal nicht überschätzen. Retten kann sie dann keiner mehr. "Man muss sich selbst zu helfen wissen." Schritt für Schritt, bevor sie von hinten angerempelt wurde. Chiyoko humpelte nach vorne, blinzelte verwirrt und drehte sich um. "Wer zur Hölle-", zischte sie, drehte sich um und erblickte eine ältere Frau mit einem Dutt, die sich die Nase rieb. Sie war ein bisschen kleiner als Chiyoko, wirkte desorientiert und schien gar nicht bemerkt zu haben, dass ihr Weg nicht barrierefrei gewesen war. Verwirrt blinzelte Chiyoko sie an. "Eh, hallo? Sie haben mich gerade angerempelt", wies die Blonde sie etwas ungeduldig daraufhin. Mitleid mit alten Menschen? Keineswegs, wenn sie sie nicht kannte. Die Frau blinzelte und sah sie an. "Gomenasai, ich kann nicht mehr so gut gucken. Seid Ihr-" Sie musterte das Mädchen und kniff dann die Augen zusammen. "Seid Ihr nicht das Mädchen von dem Anschlag? Eine Teshima, ja? Dann entschuldige ich mich ganz bestimmt nicht. Wegen Euch haben meine Kinder noch mehr zu tun als ohnehin. Geht mir aus dem Weg." Mit einem Grummeln schob die Alte sich an Chiyoko vorbei, die die Augen gereizt verengte, aber dann seufzte und sich nicht über solche Schachteln aufregen wollte. Wahrscheinlich waren ihre Kinder Shinobi. Dass der Vorfall mit reichlich Arbeit zusammenhing, konnte sie nicht mal leugnen, aber sie hatte auch keinen Elan die Leute zu ändern, die jetzt alles auf sie abwälzten. Dass dies aber gerade Eiko Shizuma, die Mutter von Naruaki, gewesen war, war ihr nicht bewusst, da es genauso uninteressante Nebensache war. So machte Chiyoko ihren Pferdeschwanz wieder fester, legte die Hände an die Hüften und sah der gebückten Frau hinterher. Wer weiß, ob sie vielleicht in den See läuft und ertrinkt? Schulterzucken. Die zwei gingen weiter, oder vielmehr der Körper der Wirtin, der Jolinar mit sich trug. Sie nahmen extra eine Abbiegung, um Eiko aus dem Weg zu gehen. Wer weiß, ob sie überhaupt so nach Hause findet. Im selben Augenblick, wo Jolinar etwas entgegnen wollte, brabbelte plötzlich neben den beiden etwas im Gebüsch. Ungläubig drehte Chiyoko ihren Kopf in Richtung der Geräuschsquelle. Was fürn Stuss redet der? Mit zusammengezogenen Augenbrauen wich Chiyoko vom Weg ab, zu der Stimme und kämpfte sich durch die Sträucher voran. Sie hatte keine Sorge irgendwo geratscht zu werden, immerhin besaß sie Heilungskräfte, die das mit einem Wimpernschlag wegzaubern würden. Schrammen waren wie Wasser auf ihrer Haut, das abperlte. So kämpfte sie sich vor, bis sie einen hellhaarigen kleinen Kerl entdeckte. Sie hielt inne sowie mehrere Zweige von sich weg, damit sie freies Sichtfeld hatte und begutachtete seine komische Lage. A ... ha. Jetzt werden Shinobi zum Trocknen schon im Gebüsch aufgehangen? Dann befreite der Junge sich schon selbst. Irgendwie nicht so elegant. Kopfschüttelnd suchte auch Chiyoko sich einen Weg zurück, kam zwei Meter neben ihm aus dem Strauch raus und hatte aufgekratzte Arme, die bei bloßem Anblick anfingen zu heilen. Die Wunden verschmolzen mit der Haut und verschwanden spurlos. Ohne selbst darauf zu achten, drehte sie sich zu dem Jungen. War er auch so glimpflich davon gekommen? Aber warum interessierte sie das eigentlich? Komische Typen sollte man lieber in ihren Sträuchern hängen lassen. Wortlos trat sie an ihn heran und schnippte ihm gegen seine Stirn. "Ey du", hieß es nur. Danach verschränkte sie skeptisch die Arme und zog fragend eine Braue nach oben. "Was hast du da gemacht? Nach Weisheit gesucht?"
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Do Apr 09, 2015 10:12 pm

Ahahaha, er hatte es endlich geschafft, aus den Sträuchern zu verschwinden und musste nicht mehr länger sein Dasein als belustigender Zuschauermagnet fristen - eine gute Wendung, wenn man so mochte. Obwohl es ihm nicht wirklich etwas aus machte, dass er im Mittelpunkt stand. Genauso wenig, wie es ihm etwas aus machte, wenn man über ihn lachte, denn wie immer würde er das positive sehen und sagen, dass man ihm immerhin keine Dolche in die Brust rammte oder die Augen mit Senbon punktierte. Komische Vergleiche, aber sie lagen auf der Tagesordnung - wobei man diesbezüglich nun durchaus sagen konnte, dass es nicht nur Vergleiche waren, welche er anstellte. Nein, sein Gesicht sah vermutlich wirklich ziemlich mitgenommen aus: Einzelne Schrammen und Kratzer waren darauf verteilt und aus einem rann ein dünner Rinnsal Blut, da es ein Äderchen unter der feinen hellen Haut des Silberhaarigen erwischt hatte. Es brannte ein wenig in seinem Gesicht, doch von diesen kleine Dingen ließ er sich seine gute Laune nicht nehmen. Stattdessen klopfte er sich den Staub und vor alle auch die restlichen Blätter des Strauches von den Kleidern. Hier und da steckte noch ein Dorn im Stoff, weshalb er sich zuzüglich dem Gesicht auch noch Kratzer an den Händen holte, doch auch das ließ er sich nicht anmerken. Generell sah er ziemlich weltfremd aus, wie er vor sich hinlächelte und man konnte glauben, er bekäme überhaupt nichts mit.
Vermutlich hatte er das auch nicht wirklich, denn Izanagi war in seiner eignen Welt fest verankert und dachte auch in deren Zügen über die Dinge nach. Wo jemand moralische Riegel vor Gedankengänge schob, fing der junge Chûnin gerade erst an. Somit bekam er dem allgemeinen Glauben nach auch oftmals nicht mit, was um ihn herum geschah. "Puuuh, ich dachte schon, die Dornen würde mich pfählen..." Kopfschüttelnd strich er sich eine der silbrigen Strähnen aus dem Gesicht und man konnte ausnahmsweise einen uneingeschränkten Blick auf die stahlgrauen Augen erhaschen, deren klaren Blick er oftmals vermied, zeugten sie doch von der eigentlichen Intelligenz in seinem Kopf. Und einem Ernst, welchem man ihm nie zutraute. Nun aber breite er die Arme aus und klatschte in die Hände, obgleich er etwas beschlossen hatte - und genau das war der Moment, in welchem die blonde Teshima neben ihm aus dem Gebüsch getreten war. "Waaaaaaa- Eh? Ah! Oh! Ein Waldgeiii--- eine Waldfee!" Izanagi lächelte wieder verschmitzt und breit und sah die Frau an, welche wohl vorher das Wort an ihn gerichtet hatte und nun auf ihn zukam, um ihm an die Stirn zu schnippen. Ein dumpfes Pochen war in seinem Kopf zu vernehmen. "Eine gewalttätige Waldfee, welche einem armen kleinen Jungen den Kopf einschlagen will. Was hättest du getan, wenn er sich nun zu einem unglaublichen Ding verformt hätte und ich entstellt durchs Leben gerannt wäre? Stell dir vor, meine Augäpfel wären schwammig hervorgequollen! Haha, der Gedanke ist lustig!" Mit süßlicher Stimme rief Izanagi sein Entzücken hervor, welches wohl nicht ganz zu Unrecht bei umstehenden Personen Unverständnis und vielleicht auch nicht gerade Wohlwollen hervorgerufen hätte. Davon ließ er sich aber wie immer nicht beirren, sondern hielt einen Moment inne, ehe sein Mund sich zu einem großen "O" formte und er nicht anders konnte, als den Zeigefinger auszustrecken und damit ungefragt an Chiyokos Arm zu "tatschen". Gerade an die Stelle, an welcher ein Kratzer verheilt war. "Eine Fee des alten Volkes? Welchen Volkes und welche Fee? Wollen Sie mir das erzählen? Ich finde das gerade ausgesprochen... interessant! Und ich bin neugierig, oh ja. Davon können Sie mit Sicherheit bereits jetzt Lieder singen und ich bin sicher, sie haben so eine schöne Stimme, wie ein Marktschreier auf einer Beerdigung - und haha, keine Sorge. Das war als Kompliment gemeint! Er wirkt so fehl am Platze, dass man ihn sicher in Erinnerung behält und sie wissen bestimmt, was ich meine. Ich seh es in Ihrem Gesicht, haha!" Mit in einer fast erklärenden Geste hob er den Zeigefinger der anderen Hand. "Sagen wir es so: Ich hege die Ansicht, dass die netten Menschen versucht haben, mich mit Dornen aufzuspießen, aber ich entschied mich dafür, eher eine Kur in der wundervollen Natur zu nehmen." Mit einem Wisch strich er über das Rinnsal an seiner Wange und lutschte dann das Blut an seinem Finger ab. Es schien, es würde ihm schmecken.
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Fr Apr 10, 2015 12:26 pm

Chiyoko stand da, blickte ihn an und schloss und öffnete nur immer wieder ihre Augenlider. In einem solch gemächlichen Tempo, dass man es nicht als Blinzeln bezeichnen konnte. Es hatte etwas zögerliches, das Zweifel äußerte, ob dieser Typ vor ihr das, as er sagte, ernst meinte. Er quatschte und quatschte als schrie er geradezu danach, dass ihm jemand die Lippen zusammennähte. Er bezeichnete sie als Fee, gewalttätig, philsophierte über die Konsequenzen, die absolut irrwitzig waren, doch dann musste sie ihm in dem Punkt Recht geben, dass man ihn wegen dieser komischen Art in Erinnerung behielt. Das würde sie definitiv. Welch jugendlicher Bengel, den sie kannte, hatte schon solch ein Mundwerk und lutschte sich das eigene Blut ab als wäre es Sahne? Ein wenig angewidert guckte Chiyoko dem Treiben zu, bevor sie seufzte und endlich wegsah. Sag mir, dass dieser Kerl als Kind beim Einkaufen aus dem Kinderwagen gefallen ist und mit dem Kopf aufgeschlagen. Du würdest mir eh nicht glauben. Dann sah Chiyoko ihn wieder aus dem Augenwinkel an und überlegte, was sie auf dieses Gebrabbel überhaupt entgegnen konnte. Sie hatte eigentlich nur wissen wollen, was er da getrieben hatte. Eine klare Antwort hatte sie nicht bekommen. Im selben Atemzug kannte sie ihn nicht. Wollte sie das überhaupt? Er war zumindest eine irrationale, nette Abwechselung zu sonstigen Bewohnern, die von Griesgram oder zwanghafter Höflichkeit getrieben wurden. "Ähm", begann sie leise, als sie sich am Hinterkopf kratzte und dann seufzte. "Keine Ahnung, was mit dir los ist. Du schwafelst ganz schön. Ich bin weder ein Fabelwesen noch gewalttätig, außer, wenn du mich dazu zwingst, Kleiner. Verstehe ich es aber richtig, dass du meinst, du wirst oft geärgert und lieferst dich dem einfach aus? Was für einen Sinn hat das?" Grübelnd betrachtete die Blonde die Sträucher, aus denen er hervor getreten war. Danach die ganzen Kratzer in seinem Gesicht. Ungefragt trat sie an ihn heran und strich mit dem Zeigefinger über mehrere der Wunden, betrachtete sie eingehend und ließ sie dann wieder in Ruhe. "Das hätte nicht nötig sein müssen, das mit deinem Gesicht, wenn du dich gewehrt hättest. Warum machst du das? Damit zeigst du anderen offen Schwäche und dass sie mit dir machen können, was sie wollen."
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Sa Apr 11, 2015 12:52 pm

Izanagi fuhr mit der Zunge durch seine Mundhöhle, über die Zähne und an seine Wangen. Dann schluckte er den eisernen Geschmack hinunter und lächelte vielsagend vor sich hin. Ob seiner Gestik schien die Frau vor ihm ihn nicht wirklich einordnen zu können, aber das war dem Jungen mehr oder weniger eh egal, da er nicht viel auf die Meinungen anderer gab. Hier eine Nachrede, da ein Blitzschlag auf den Nachredner. Das passte alles schon in sein Bild und er wusste, im Endeffekt war er vielen eh zu unheimlich, als dass sie sich an ihn wagten. Bis auf ein paar Ausnahmen, aber hey, Ausnahmen bestätigten stets die Regel. Genauso war es eine Ausnahme, dass sich seine Mundwinkel nun leicht nach unten schoben, als sie seinen Sinn anzweifelte und ihn zuvor anseufzte. oder den Boden. Oder die Luft. "Och, mit mir ist gar nichts los.", begann er, wurde dann allerdings dadurch aufgehalten, dass die Blonde über die Kratzer auf seinem Gesicht strich. Erneut war keine Spur des Lächelns auf dem Gesicht zu sehen, doch es war keine negative Geste. Eher eine Verwunderung darüber, dass sie es tat. Sonst kamen die anderen oftmals nie in seine Nähe, um dergleichen zu tun. Fast schon konnte man sie einfühlsam nennen, wären ihre Worte da nicht gewesen, ob welcher der Silberhaarige in einigem Missfallen die Stirn runzelte, aber nicht zurückwich. "Schwäche? Sie meinen, dass mich der Busch hätte durchbohren können oder die anderen zerfetzen, wenn ich weiter so etwas mache? Oh neeee, darauf hab ich keine Lust." Das Lächeln schlich sich wieder in sein Gesicht und er hob den Zeigefinger wieder belehrend. "Mir ist es egal, ob andere Schwäche sehen, denn sie sind mir gleichgültig. Ich hänge nicht an Leuten und tu, was ich will. Was würde es mir nützen, ständig so zu tun, als ob sie mich etwas angehen, wenn sie doch viel schöner baumeln könnten in meinem Unterbewusstsein? Ah, oh ich wollte keine Andeutungen machen - naja gut, vielleicht doch. Sie meiden mich, aber das ist mir egal. Außerdem finde ich nicht, dass ich schwach bin, hihi. Ich finds viel schwächer, wenn man sich nur mit anderen abgibt, um keine Kratzer zu bekommen... abgesehen davon zeigt man dadurch, dass es einem dennoch nichts anhaben konnte. Also das Aufhängen, Reinschubshen, Ausweiden, Vierteilen - das Alltäglich eben!" Fast beifällig klatschte er in die Hände. "Soooooooou und warum denken Sie, dass es anders sein sollte? Ich finde es um ehrlich zu sein ganz lustig, was sie tun und wie sie über mich reden! Es macht Spaß!"
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Sa Apr 11, 2015 4:44 pm

Eigensinnig betrachtete Chiyoko mit verschränkten Armen den Zeigefinger, der sich erhob. Er ist nicht meine Mutter. Und auch nicht Delek. Stell dir mal Anise mit so einem Finger bei Haruka vor. Würde sie das machen? Hm, weiß nicht. Ermahnung kam selten gut an, vor allem, wenn man sich ansah, dass dieser Junge jünger als Chiyoko war. Er schien sie dann aber doch nicht belehren zu wollen, sondern stellte einfach nochmal klar wie seine Sicht der Dinge lief. Er hing nicht an anderen, behauptete er, es war ihm ganz gleich und scherte sich nicht um irgendwas, was ihm entgegen gebracht wurde? So eine Teilnahmslosigkeit konnte Chiyoko sich nicht vorstellen, weswegen sie skeptisch eine Braue in die Höhe zog. Auch wenn ihr Takara im Nachhinein so scheiß egal war, dass sie nicht einmal Mitleid mit ihr als Opfer ihres eigenen Symbionten empfand, war ihre Art und Weise die junge Frau isolieren zu wollen doch maßgeblich gewesen. Selbst wenn man wollte, dass einem etwas egal war, so sträubten sich doch etliche Energien immer wieder dagegen. Was auch immer diesen Jungen auszeichnete, gab es sicher Sachen, die ihm nicht egal waren. Vielleicht, wenn jemand sein Blut wegleckte? So euphorisch wie er es verschlungen hatte, wäre das eventuell ein Punkt, um Streitigkeiten auszulösen, aber das wollte sie nicht ausprobieren. Blinzeln musste sie dann bei der Wortwahl, wo es darum ging möglichst bestialische Dinge zu tun. Vierteilen? Urghs. Und dann war es ihm wohl tatsächlich egal, was andere täten, sagten und dachten. Es war ... witzig. Dieser Junge verwirrte Chiyoko. Solch ein Gemüt hatte sie noch nie kennengelernt und wusste ihn vor allem nicht einzuschätzen, doch irgendwo machte es ihn plötzlich interessant. Gut, er war irgendwo abschreckend, wenn er mit solch einer quietschigen Vorfreude übers Vierteilen witzelte, aber er war das komplette Gegenteil von ihr selbst, die so sehr unter anderen gelitten hatte. Und der Junge hatte noch nicht mal die Zwanziger geknackt, wenn sie ihn richtig einschätzte. "Du findest es lustig", wiederholte Chiyoko ungläubig. "Lustig?" Danach kam ein verwunderter Seufzer, sie löste die Arme aus ihrer Verschränkung und legte sie an die Hüften. "Ich kann zwar nicht verstehen, wie man das ernsthaft so sehen kann, aber mir immerhin vorstellen, dass dir damit einiges leichter fällt." Ein Zugeständnis, das ihr nicht schwer fiel zu äußern, aber es war für sie immer noch unbegreiflich. "Wie heißt du? Du hast doch hoffentlich einen normalen Namen und bezeichnest dich jetzt nicht als Froschprinzen oder?" Dabei flackerte sogar ein leichtes Lächeln durch Chiyokos Gesicht, ein Bruchteil ihrer früheren, lockeren Art ungeniert nach Dingen zu fragen. Dieser Chûnin war faszinierend, auch wenn sie noch nicht wusste, dass er einer war. Aber so wie er sich von ihr zu unterscheiden gedachte, erregte er auch Interesse, das mal nicht auf Ablehnung beruhte, weil sie eine Teshima war. Für diesen Zufall war sie in dem Moment ganz dankbar.
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Sa Apr 11, 2015 5:15 pm

Lustig? Ja, alles war lustig. Wieso sollte etwas nicht lustig sein? Alle Menschen waren lustig und machten lustige Dinge, da sie ihn belustigen. So einfach war das - warum darüber groß nachdenken oder ihn unverständlich anblicken? Die Mönche hatten immer gesagt, man sollte sich für andere Menschen freuen und sie so nehmen, wie sie waren - vielleicht war das so ziemlich das einzige gewesen, was sie dem Silberhaarigen hatten beibringen können, denn viel anderes war da nicht. Weder konnte er sein Mundwerk halten, noch war er gläubig oder dergleichen geworden. Vermutlich eher das Gegenteil. Dennoch hatten sie ihm gesagt, dass man jeden Menschen akzeptieren sollte und zu sich selbst finden sollte. Folglich hatte Izanagi sich nie etwas aus den anderen gemacht, die ihn als Hexensohn und so weiter beschimpften. Ja, er war schon immer eine Frohnatur gewesen, die stets optimistisch dachte - oder wie er manchmal zu sagen pflegte: blutig-optimistisch. Und auch das fand er witzig. "Oh, das sagte das Mönchlein auch immer, wenn ich unartig war und wieder zu viel dummes Zeug, wie er es nannte, gelesen hat! Ich wäre unartig und dann hat er mich zurechtgewiesen! Und danach kam er zu mir und meinte: Weißt du, Junge, dir wird im Leben so manches um einiges leichter fallen - nur sah er dabei irgendwie ein wenig bleich aus. Naja, nun liegt er vermutlich irgendwo in einem Wüstengrab und seine Leiche vermodert langsam dahin, während die Aaskrähen seine Augen auspicken, wenn noch was leckeres übrig ist und der Kopf nicht gänzlich eingefallen ist... Haaach..." Der Silberhaarige stieß einen angetanen Seufzer aus und wühlte gleichzeitig in seiner Hüfttasche. Der ein oder andere würde gutgläubig darauf wetten, er würde nun ein Kreuz hervorholen und für das "Mönchlein" beten, doch stattdessen hielt er eine kleine Kürbisflasche in der Hand. "Earl Grey", erklärte er und kicherte wenig später, da sie ja nach seinem Namen gefragt hatte. "Ehehe, bestimmt wärs lustig ein Graf zu sein, oder? Dann könnte man ziemlich viel Blut vergießen und niemand würde es kümmern, denn man ist ja ein Graf... nur bei den Herzogen muss man dann aufpassen und aaaaaahm der Nahme des Tees ist Earl Grey. Ich bin Izanagi. Eigentlich Karasu no Izanagi." Der Junge machte einen eleganten Diener, der davon zeugte, dass er in dem Kloster, welches er unterm Strich angesprochen hatte, so etwas wie Erziehung genossen hatte. Dann lachte erneut sein merkwürdiges Lachen, nachdem er einen Schluck Tee getrunken hatte - für die Frau hoffte er, sie war keine Trinkerin von Früchtetee. "Sie sind lustig! Ich bin kein Froschprinz! So ein eingelegtes Ding zum sezieren will ich dann doch nicht werden... wobei ein Mensch durchaus an sich selbst herumexperimentieren kann.... hm... wäre auch ne Ansicht, das muss ich mir merken, hihi! Und sie sind?"
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Sa Apr 11, 2015 6:35 pm

Auf so'n Shit wär' ja nicht mal ich gekommen, wenn ich Cordesh hätte umbringen wollen. Krasser Scheiß. Unpassend für ihr Alter drückte Chiyoko sich in dem Moment gedanklich aus als sie diesen Jungen wieder reden hörte. Ihre Hände rutschten fassungslos ein bisschen an ihren Hüften hinunter, bevor sie sich fasste und sich mit einem schwachen Räuspern am Hals kratzte, als könne das davon ablenken, dass sie irgendwo überrascht und beeindruckt war. Es war aber auch durchaus interessant zu schlussfolgern, dass der Bengel anscheinend nicht von seinen Eltern erzogen worden war, sondern von Mönchen. Klang eigensinnig, weil schon in Konoha hatte Chiyoko von solch Dingen wie dem Feuertempel gehört und Priesterkreisen, die Kinder groß zogen, aber sie hatte nie jemanden getroffen, der wirklich aus solchen Gegenden kam. Aber was waren das für kranke Hirne, dass der Junge sich jetzt so ausdrückte? Gab es da Opferrituale mit Tieren? Lieber hörte sie sich daraufhin an wie er denn wirklich hieß. Eigenartig, dass man einen Nachnamen hatte, der auf einen Vogel hin deutete, aber Izanagi - gut, wer meinte, dass das ein Vorname war, meinte das. Für Chiyoko war es eine shintoistische Gottheit. Und wenn dieser Type ein Gott war, konnte die Welt Adé sagen. Abseits seiner Teeliebe fragte er dann auch nach ihrem Namen. Seufzend ließ Chiyoko sich auf einer Bank nieder, die drei Meter hinter ihr am Kiesweg stand. Herum zu stehen war auf Dauer doof, vielleicht kam sogar diese Eiko zurück und lief dann nochmals gegen sie. Die Blonde legte ein Bein über das andere verschränkte wieder die Arme, nickte aber mit dem Kopf in ihre Richtung, dass Izanagi antanzen konnte. Eigentlich sollte er sich setzen, nicht tanzen. Gut, dass sie das nicht ausgesprochen hatte. "Teshima, Chiyoko", sagte sie zuerst, bedachte ihn mit einem scharfen Blick, ob er auf ihren Clannamen reagierte, sprach dann aber ungeachtet dessen weiter. "Du bist ein komischer Kauz", gestand sie ihm ein und legte den Kopf mit geschlossenen Augen in den Nacken. "Auf eine makabere Art und Weise interessant. Es geht mir nicht in den Kopf, wie man unverfänglich über solch blutige Sachen sprechen kann, und gleichzeitig noch die Freude in den Augen trägt als hätte man ein schönes Frühstück vor der Nase. Aber gerade das macht dich - wie gesagt - interessant." Nun ließ Chiyoko wirklich seit langem mal ein erleichtertes, ehrliches Lächeln zu. Ihre grauen Augen wirkten nicht so kalt und ernst wie sonst. "Was sind das nur für Mönche bei denen du groß geworden bist? Habt ihr zusammen etwa siziert?"
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Sa Apr 11, 2015 7:51 pm

Jaja, so sahen sie alle aus, wenn er anfing zu reden oder wenn sie erfuhren, dass er bei Mönchen aufgewachsen war. Die wenigsten konnten das wirklich begreifen und fanden es einfach unvorstellbar, dass ausgerechnet er in einem Kloster aufgewachsen war. Schon lustig, der Gedanke, wenn man wusste, wie sehr auf okkulten Kram stand und sich immer die gruseligsten aller Geschichten ausdachte - kein Wunder, dass kein Mädchen ihn am Lagerfeuer dazu aufforderte, eine solche zu erzählen. Die waren dann doch ein wenig zu detailgetreu und allgemein hatten die meisten wohl eine Abneigung mit ihm auf einen solchen Auftrag zu gehen. Zu komisch. Zu gruselig. Zu unheimlich und überhaupt vollkommen taktlos in so vieler Hinsicht. Izanagi kümmerte es nicht. Fast geduldig und nachsichtig ertrug er alles mit einem so viel und gleichzeitig doch absolut nichtssagenden Lächeln, sodass man manchmal nur ahnen konnte, wie es in ihm aussah. Ein Buch mit sieben Siegeln. Der Teshima machte er es allerdings nicht schwer, denn sie schien jemand zu sein, der wirklich etwas über ihn erfahren wollte. Aus unverhohlener Neugierde, weg von dem ganzen Skrupel und den zweifelhaften Gedanken - obgleich er auch glaubte, dass sie sie hegte. Da war niemand anders. Aber hey, das kümmerte ihn ja nicht!
Izanagi blieb weiterhin stehen, als sie sich vor ihm auf die Bank setzte und sich schließlich vorstellte. Das Grinsen wurde breiter. "Aaaaaah! Cool! Noch cooler, dass sie das Höllenfeuer überlebt haben - Äh, nichts für ungut!" Im Gegensatz zu anderen, war er diesbezüglich weit mehr aufgeschlossen und fand nichts schlimmes dabei, wenn jemanden eine Tragödie ereilte - er konnte damit umgehen, mit dieser Person zu reden und machte nicht kehrt, weil ihm das Thema unangenehm war. Stattdessen setzte er sich nun sogar neben sie auf die Bank, allerdings nicht gesittet sondern im Schneidersitz. Gut gelaunt wippte er dabei hin und her, wie zum Takt seiner eigenen Musik, die sich in seinem Kopf abspielte. Komischer Kauz. Wohl sehr treffend. Er grinste, als sie meinte, er wäre interessant. "Oh, das sind alle Menschen, Teshima-Chan! Große und kleine und dicke und dünne und dumme und schlaue und lebenswerte und dem Tod geweihte. Alle sind komisch, hihi!" Ein Seitenblick folgte und er erinnerte sich daran, wer neben ihm saß - ja, das Taktgefühl... Daran musste er unter Umständen noch arbeiten. Doch nun zuckte er mit den Schultern. "Sie sind aber auch interessant und das nicht nur wegen ihrem Clan und dessen Geschichte - man sagt ja, dass viele Menschen wie Aasgeier von solchen Katastrophen angezogen werden... Aber keine Sorge, ich werde generell von allem angezogen und bin sozusagen eine blutige Krähe, die in das ein oder andere Auge pickt~" Gut gelaunt wippte er wieder weiter zu seinem eigenen Lied und summte gar irgendeine merkwürdige Melodie vor sich hin, sodass manch einer denken konnte, er wäre wirklich geistesgestört. Als sie allerdings nach dem Sezieren fragte, hielt er inne und die stahlgrauen Augen, die man zwischen den silbrigen Strähnen deutlich sehen konnte, drückten zum ersten Mal kein verrücktes Vorhaben oder dergleichen aus, sondern schienen gar darauf schließen zu lassen, dass Izanagi klüger war, als es den Anschein hatte. Und gefährlicher. Doch aus seiner Stimme hielt er es heraus und ließ den Moment verstreichen, während er zu seiner Antwort wieder weiter wippte. "Oh wir haben vieles gemacht. Einer von ihnen hat immer den Stock geführt, der andere hat mich beim Tanzen mit einer kleinen Puppe erwischt und der dritte hat mir bisschen was über Siegel beigebracht. Es war ganz schön, auch wenn sie mich immer einen Satansbraten nannten--- hihi, ist Ihnen schonmal in den Sinn gekommen, wie lustig das ist? Satansbraten. Ein Stück Fleisch wie der Mensch selbst, der von Satan gebraten wurde! Hoffentlich bin ich schön durch, hahaha!" Er lachte vor sich hin und man konnte sich wohl vortrefflich fragen... ob dieser Junge "durch" war.
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   So Apr 19, 2015 3:22 pm

Ich hätte ihm an deiner Stelle jetzt das Genick gebrochen. Er maßt sich ganz schön was an. Na ja, er weiß wohl einfach nicht so recht, was er eigentlich von sich gibt. Zumindest denke ich nicht, dass das irgendwie böswillig gemeint war. Eine der ersten realistischen Einschätzungen, die Chiyoko seit langem, unabhängig von Jolinar, traf. Sie beäugte Izanagi zwar immer noch skeptisch, aber hatte im Vergleich zu der Frau von vorhin keinen Anlass jetzt giftig zu werden. Dafür war dieser Junge einfach zu ... anders. Verengen musste sie die Augen dann aber doch, als er von sich als Krähe sprach. Wollte er damit sagen, dass diese Tragödie ihn einfach interessierte? Dann war er wirklich nur neugierig, und das verabscheute sie ziemlich. Es ging ihn nichts an und wenn er einfach ein Auge bepicken wollte, sollte er zum nächsten Krematorium wandern, bevor die nächste Ladung Leichen verbrannt wurde. Deswegen sagte Chiyoko erst einmal nichts. Sie wollte irgendwo noch abtasten, was dieser Silberhaarige eigentlich für eine Type war, aber auch nicht überreagieren, weil sie zu voreilig Schlüsse zog. Dann erzählte Izanagi zu ihrer Überraschung wirklich von einer Lebenszeit, die er wohl tatsächlich bei Mönchen verbracht hatte, und dort aufgewachsen war. Er schien sogar Fûin-Techniken dort erlernt zu haben, während man ihn Satansbraten genannt hatte? Irgendwie ungewöhnlich. Nicht als Spitzname, sondern in Bezug auf diesen Jungen. Sie hätte jetzt keinen Anlass gefunden ihn als Satansbraten zu bezeichnen. "Keine Ahnung, wie die bei dir auf diesen Spitznamen kommen", sagte Chiyoko eher zu sich selbst als zu Izanagi. Mit einem Seufzen ließ sie einen Arm auf die Lehne der Bank fallen und legte den anderen auf ihren Oberschenkel. Sie beobachtete die Leute, die an ihnen vorbei gingen, als wäre sie überhaupt nicht vorhanden. "Ich gebe dir den Tipp, dass du dich in Bezug auf meinen Clan und was passiert ist, zurückhältst. Ich habe keine Lust mich damit auseinandersetzen bei jemandem, der das überhaupt nicht versteht." Sie fasste sich kurz an den Nasenrücken und drückte dort herum als ob sie Kopfschmerzen hatte, dann sah sie zur Seite zu Izanagi. "Trotz dessen ist es ganz witzig dich kennengelernt zu haben. Dass Kiri solche Shinobi besitzt, wusste ich nicht." Es stahl sich wieder ein kleines Lächeln in ihr Gesicht. "Du sagtest was von Fûin-Jutsus. Die beherrscht nicht jeder. Was kannst du noch? Und wie alt bist du eigentlich?"
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   So Apr 19, 2015 6:59 pm

Sicherlich hatte jeder Mensch von dem großen Massaker des Teshima-Clans gehört - jedenfalls konnte man es sich nicht anders als ein Massaker vorstellen. Wo einst Menschen vermutlich mehr oder weniger friedlich miteinander gelebt hatten, ragten nun teilweise Ruinen in die Höhe oder vielmehr hingen überall Erinnerungen an bessere Zeiten - hingen wie aufgeknüpfte Körper an einem hervorragenden Holzbalken in luftigen Höhen. So oder so ähnlich stellte es sich jedenfalls Izanagi vor, auch wenn sein Gesicht nichts davon Preis gab und er weiterhin vor sich hin lächelte. Gar grinste er, als sie mutmaßte, keine Ahnung zu haben, wie man ausgerechnet bei ihm auf diesen Spitznamen kam. "Hihi, nicht wahr?" Der Silberhaarige legte die Handflächen unter seine Oberschenkel, als ob er sie wärmen wollte - dabei war ihm gar nicht kalt. Gut, er stammte aus heißen Wüstengebieten und sein Körper war in treffsicherer Hinsicht weit mehr zerbrechlich als robust, aber dennoch mochte er die angenehme Kühle ab und an. Nur sein Lächeln vermochte es im nächsten Moment nicht wirklich auf seinem Gesicht zu verweilen - mit einem Mal schien er nämlich wie eingefroren, als die Frau, welche sich Chiyoko Teshima nannte, ihn darauf aufmerksam machte, weil er nichts von ihrem Leid verstünde. Gut, letzteres war nicht direkt ihre genaue Wortwahl, aber Izanagi war nicht dumm und wusste, dass es zwischen den Zeilen so gemeint war. Sein Lächeln schwand langsam, nachdem er aufgehört hatte zu wippen. Es war nicht mehr festgefroren, wie zuvor und langsam wandte er sich zu ihr um, legte den Kopf leicht schief. Als ob er mit dieser Haltung etwas aus ihr herauslesen könnte, wie aus einem Kaffeesatz. "Wie kommst du darauf, dass ich es nicht verstehe? Wie kommst du darauf, der einzige Mensch zu sein, der so etwas erlebt hat und woher willst du wissen, dass ich nicht das selbe durchgemacht habe? Wieso verstehe ich davon nichts?" Seine Stimme war alles andere als laut oder anklagend. Vielmehr drückte sie wohl Verwunderung aus. "Meine Eltern könnte es genauso vor meinem Auge zerfleischt und in Stücke gerissen haben. Von irgendjemanden, der es ohne Grund und einfach so getan hat. Ich versteh nicht, wieso ihr alle immer so ein großes Getue um diese Dinge macht. Sie passieren. Hehe, aber danke für den Tipp!" Er zuckte die Schultern und man hatte unter Umständen nun einen Blick auf den Izanagi erhascht, der sich nicht ganz so treudoof und dumm verkaufte.
Allerdings war dieser Augenblick im nächsten Moment auch wieder vorbei, als Chiyoko das nächste Thema ansprach und mit den neuen Worten, kehrte auch das Grinsen und das leichte Wippen wie bei einem kleinen Kind nach einem Themenwechsel zurück. "Hihihi, siehst du? Nicht immer nur an der Oberfläche des Tellerrandes kratzen - oder wie das heißt - sondern reinschauen... oder hinaus.... wie auch immer das hieß, haha!" Izanagi nahm seine Hände unter den Oberschenkeln hervor und klatsche die Handflächen aneinander, als ob er etwas beschlossen hatte. Als er sie öffnete, sah man eine kleine Flamme, die zwischen den Händen züngelte. "Oh, ich kann sehr viel, haha! Unter anderem kann ich einen Handstand!" Er grinste wieder breit und hob sein Kinn, als ob er wahrlich stolz darauf wäre. "....und ein Rat schlagen und sowas... aber hihi, ich hab meine Krähen am liebste. Wir sind sozusagen eine verschworene Gemeinschaft~ Ich liebe Krähen, haha! Und hey, man frägt andere nicht einfach so nach dem Alter?" Leicht verzog er gen Ende hin seine Mundwinkel und sah sie aus dem Augenwinkel an, ehe er mit der Flamme in seinen Händen weiterspielte. "Ich glaube, ich bin sechzehn~ Tolles Alter, oder? Und wie alt bist du? Ah, das darf man vermutlich nicht fragen... also jedenfalls sagt man das... aber ich frage sowieso alles und du frägst mich auch alles, also wie alt bist du, Teshima-Chan?"
Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Fr Mai 01, 2015 12:37 pm

Mir fallen leider keine Flachwitze über Krähen ein. Chiyoko wusste bei dem rabiaten Wechsel an Inhalt von Izanagi nicht einmal, auf was sie sich zuerst konzentrieren sollte. Leid, Fähgikeiten, Alter, alles binnen weniger Sekunden. Dann spielte er noch mit dieser Flamme, die sie fast hypnotisch betrachtete, bevor sie kurz blinzelte und sich dann endlich auf ihn fixierte. Feuer irritierte sie seit den Explosionen immer etwas. Selbst wenn es nur ein Flämmchen war. Ein Kibakufuda sorgte auch nur für einen normalen Wumms. Waren es viele, konnte daraus eine gigantische Bombe werden. So war es auch mit Feuer, das einfach nur Sauerstoff oder Chakra brauchte, um gefährlich groß zu werden. Ihr Unbehagen konnte die Teshima aber relativ gut verbergen, sie räusperte sich nur einmal. "Eh... 26", gab sie kurz zur Antwort, um sich danach zu besinnen. "Du magst also Krähen total? Warum? Man assoziiert sie doch eigentlich mit Tod und Friedhöfen. Wobei die natürlich auch schön sein können, aber es ist immer noch eine makabere Schönheit. Ich mag lieber Katzen." Zumindest, wenn sie sich jetzt auf ihr Kuchiyose beschränkten. Ihre Katzen waren zwar mitunter auch nicht zu gebrauchen, aber immerhin hatte Zartan so einiges drauf, wo die meisten Wesen doch eine Genjutsu-Schwäche aufwiesen. Hatte Krähen so etwas? Naja, das wollte sie nicht sofort wissen. Vielleicht verspielte sie sich damit einen Vorteil. Er soll das Feuer ausmachen. Es ist auf meiner Höhe, das mag ich nicht. Er wird dich schon nicht angreifen. Und wenn, weiß ich das zu verhindern. Nicht, wenn du bereits in Flammen stehst, Schätzchen. Daraufhin grummelte Chiyoko nur innerlich und versuchte aus dem Augenwinkel heraus nicht ständig auf die Flamme zu gucken. Um sich zusätzlich abzulenken, sprach sie dann von ihrem Kuchiyose. "Katzen sind doch viel flauschiger als Krähen, und ich denke, dass Krähen nicht sprechen können oder? Ich habe insgesamt vier Katzen, die ich beschwören kann, aber der Jüngste kann noch nicht so viel. Er hat eine große Klappe, aber nur ein kleines Jutsu dahinter."
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Sa Mai 09, 2015 10:38 am

Izanagi kam natürlich nicht im Traum darauf, dass seiner Gesprächspartnerin von dem Feuer mulmig zu Mute wurde, sie sich beherrschen musste und gegebenenfalls an den Großbrand in ihrem Clanviertel vor einer doch relativ geringen Zahl von Monaten erinnert wurde. Für ihn waren solche Gedanken mehr oder minder nebensächlich, denn aussprechen tat er scheinbar sowieso alles, was er dachte. Ihm machten die makabersten und schaurigsten Dinge nichts aus - selbst, wenn einer ihm sagen würde, ein Mann hätte einem anderen die Kehle durchgebissen, weil er kein Kunai zur Hand gehabt hatte. So oder so ähnlich. Izanagi hatte früher oft gerätselt, warum er in dieser Hinsicht so anders war und eine Hemmschwelle hatte, die sich deutlich von der anderer Menschen unterschied. Früher hatte er sich auch noch gefragt, warum er keine Eltern hatte, aber mit der Zeit lernte man sich selbst besser kennen und erlangte einen Blick auf die Welt, mit dem man trotz allem recht gut leben konnte. Auch, wenn der seine ein wenig merkwürdig war.
Als Chiyoko schließlich ihr Alter sagte, hielt Izanagi kurz inne und dachte flüchtig daran, was eine Verschwendung es doch war, wenn der Geist durch ein Erlebnis wie den Clanbrand so verdorben wurde. Irgendwie konnte man sich bei dieser doch eigentlich netten Frau vorstellen, dass sie auch einmal anders gewesen war. Dennoch missfiel es ihm, dass sich viele so leicht von ihrem "Schicksal", wie sie es nannten, verändern ließen. Izanagi grinste breit. "Gib Acht, dass du nicht meine Freunde beleidigst." In der Tat war es etwas, was er nicht so sehr mochte. Die Tatsache, dass sie ihre Katzen offenkundig liebte und seine Krähen nun einmal Vögel waren, machte das ganze auch nicht gerade besser. Seine Stimme war zwar nur ein sachtes Säuseln gewesen, aber man hatte sein Unverständnis gehört. "Katzen sind vermutlich auch.... fluffig~!" Er rief das letzte Wort spielerisch aus, schon wieder eine ganz andere Gesinnung, wie es schien. Als ob er Schwankungen hätte. "Hihi, du scheinst echt noch keinen gesehen zu haben, der hinter einem Rücken über mich flüstert... haha...haha!" Izanagi musste es an sich halten, nicht in ein Lachen auszubrechen und sich auf die Schenkel zu klopfen. Stattdessen ballte er seine Hand schlagartig zur Faust und ließ die Flamme zwischen seinen Händen verschwinden. "Vielleicht mag ich ja, dass meine Krähen nicht sprechen und vielleicht finde ich Friedhöfe und den Tod toll - es übt beides eine gewisse Faszination aus, oder nicht? Oh, vielleicht bist du die Falsche, die ich das fragen sollte... Hm... vielleicht habe ich nun auch Gewissensbisse, das gesagt zu haben, ohne dass du es merkst... aber vielleicht finde ich deine Katzen auch nicht so toll wie du meine Krähen.... ooooder ich würde diese große Klappe von diesem Kätzchen mal hören... Oh, das wäre sicher lustig. Ich rede viel und mehr.... als viele, hihihi. Meine Krähen hören mir wenigstens zu... das ist dann nebenbei vielleicht auch mal ein Schwarm..."
Der Silberhaarige lächelte stolz und wandte sich dann wieder nach vorn und somit nicht mehr zu ihr. "Die Krähen sind schon seit ich klein war bei mir...", überlegte er dann auf einmal laut und verzog nachdenklich die Mundwinkel, ehe er die Schultern zuckte. "Ich schätze ich hab sie auch so gern, weil sie wohl immer zu mir gehören sollten, egal ob ich nun ein Findling wäre oder nicht... Sie machen mich aus und ich hab keine Ahnung, woher ich komme. Da ist es schön, meine Lieben bei mir zu haben."
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Sa Mai 09, 2015 12:07 pm

Es sind Vollidioten, diese gefiederten Schwächlinge! Die Leibspeise von allen Katzen, die in Kiri leben! Muhaha! Was er wohl tun würde, wenn er das hört? Innerlich seufzte Chiyoko. Jolinar war ein wenig aufgebracht, immer noch wegen des Unbehagens, dass ihr das Feuer bereitet hatte. Für ihre Wirtin war es zwar auch ein interessanter Gedanke, was passieren würde, wenn Izanagi mal wegen so etwas ausrastete, doch sie hatte kein Interesse daran es zu erproben. Was hätte sie denn davon gehabt? Stress, unnötigen Chakra-Verbrauch und wahrscheinlich auch wieder die halbe Meinung im Dorf, dass sie Schuld am Disput mit einem Unschuldigen gewesen wäre. "Du beschwörst sie also als Schwarm", stellte die Blonde dann für sich fest. Es war nur leise daher gesagt. Sie kannte nicht viele Schwarm-Kuchiyose. Katzen gehörten schon einmal nicht dazu. Dass sie aber zu Chiyoko dazu gehörten, stand wiederum fest. Sie band diesen Gedanken an Izanagis nachdenkliche Aussage an, wobei man darüber streiten konnte wie lange diese Nachdenklichkeit anhielt. Es gehörten auch viele andere Dinge und Menschen eigentlich schon von Anfang an zu Chiyokos Leben, aber jetzt sah sie das erstmals wieder wirklich. Durch die Aussage eines Jungen, den sie mal eben am See in Kirigakure getroffen hatte. Doch davon wollte sie sich jetzt auch nicht übermannen lassen. Mit einem Seufzen konzentrierte sie sich darauf, dass er gesagt hatte, dass er nicht wusste woher er käme. Schmerzlicher war bei Chiyoko wiederum, dass alle wussten, woher sie kam und was sie war. Das machte oftmals schon den Konflikt aus. "Das muss komisch sein, wenn man nicht weiß wo der eigene Ursprung liegt. Hat dich das mal sehr interessiert?" Unabhängig seiner Antwort ließ Chiyoko ein wenig Zeit verstreichen, faltete die Hände ineinander und sah in den Nebel vor sich. "Eigentlich zeichnet dich dein Ursprung nicht aus. Alles, was du bist, ist das, was du aus dir machst. Oder? Das zu realisieren fällt mir immer noch schwer, aber ich habe selbst ziemlich lange nur darauf geschaut wie andere mich behandeln aufgrund meines Ursprungs."
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   So Mai 10, 2015 5:56 pm

Seine Eltern waren aus dem Windreich, genau wie er. Man hatte ihn als Baby vor ein Kloster gelegt und mit Sicherheit war der ein oder andere blutige Abdruck auf seinen spärlichen Leinenfetzen gewesen, welche die Mönche später entsorgt hatten. Izanagi konnte sich so vieles vorstellen und manches hätte den ein oder anderen womöglich zutiefst erschüttert. Der Silberhaarige nahm es jedoch gelassen, erfreute sich sogar daran, wenn andere sagten, er hätte Dämonenblut in den Adern. Bei Chiyokos Feststellung, dass er seine Freunde als Schwarm benutzte nickte er nur und zog mit einem Ruck die Beine an seinen Oberkörper, faltete sie und saß alsbald im Schneidersitz neben der blonden Frau, deren Familie vor so kurzer Zeit von Flammen gefressen worden war. Er fragte sich, wie das war. Wenn das Feuer langsam den Körper fraß und man glaubte, in der Hölle zu schmoren. Ob das Fegefeuer noch schlimmer war? Gab es das Fegefeuer überhaupt? War das wieder Blasphemie, die ihm die Mönche vorgeworfen hätten? Hach, er war wirklich ein Satansbraten. Nachsichtig lächelnd legte er seine Fußsohlen aneinander und umfasste sie mit seinen Händen. Als ob er sie davon abhalten wollte, irgendetwas anderes... unschönes zu tun.
"Och komm schon, Teshima-Chan! Bitte sei nicht so langweilig und spiel mir nun auch noch die Betschwester vor!" Der junge Mann zog eine beleidigte Schnute und sah sie aus dem Augenwinkel heraus an. "Blablabla, Ursprung hier, Ursprung da. Mir ists in gewisser Hinsicht eigentlich relativ schnuppe. Auch, wenns ein Blutbad ist - dann ists wenigstens nicht langweilig. Ich bin die Geisel der Menschheit oder der Antichrist oder die Schlange vom Baum oder das Yang im Ying oder was weiß ich - ist mir alles piepegal." Schwer seufzte der Junge, als ob er mit einem kleinen Kind sprach und sich Geduld zureden musste. Dann grinste er plötzlich wieder. "Hihi und lass mich raten, es hat nix gebracht, auf die anderen zu achten, oder?" Mit einem Mal sprang der Silberhaarige auf, landete vor der Bank auf einem Fuß im schlammigen Boden. Den Schwung nahm er mit und drehte sich wie ein Zirkusaktuer um die eigene Achse, deutete eine linkische Verbeugung an. "Willkommen in meiner Welt, Betschwesterchen! Mein Ursprung zeichnet mich genauso wenig aus, wie dich, da hast du schon Recht. Aber genauso wenig zeichnet mich aus, was andere von mir denken oder halten. Ich weiß wer ich bin und ich weiß, wie ich etwas nehmen muss." Immer noch grinsend hob er einen Zeigefinger und ruckte das Kinn leicht hoch - wie ein alter Magister. "Du scheinst hingegen ziemlich verrottet in der Misere zu sein, die deinen Mädchen und Bübchen passiert ist und hörst bestimmt immer noch Schreie und diese Schreie machen dir Angst oder so und das hält dich zurück. Das Übliche also - bist nicht die einzige, der das passiert ist. Sowas passiert andauernd und ich kann dir nicht schwören, dass es mich manchmal nicht amüsiert, wie die Menschen dann im Selbstmitleid und so versinken, hihi. Wieso scherst du dich also darum, wie dich andere behandeln? Ist doch vollkommen egal, wenn du weißt, wer du bist - das weißt du doch, oder Betschwesterchen? Ach herrje, darf ich dich eigentlich so nennen?" Mit Unschuldsmiene legte er den Kopf schief und verschränkte die Arme vor der Brust. Er schien wirklich zu überlegen. "Jedenfalls find ichs fast heuchlerisch an diesen Dingen festzuhalten. Oh Gott, mir ist so viel Leid zugestoßen, was soll ich nur tun?!" Treffsicher imitierte er die Stimme einer alten Frau und musste dann leise lachen. "Also, seis drum. Die Welt brennt - wie wärs mit einem Tässchen Earl Grey?"
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Mi Mai 13, 2015 7:09 pm

Fast schon zuckte ihre Augenbraue, als Izanagi seine letzte Frage stellte. Chiyoko guckte das erste Mal seit langem wieder ehrlich emotional: Entgeistert. Dem Jungen war es egal, was passierte, er genoss sein Leben trotzdem in seinen speziellen Zügen. Wie konnte man so abstrus im Kopf sein? Sie hätte ihn als verrückt abgestempelt, wenn sie es nicht selbst gehasst hätte immer nur verurteilt worden zu sein, sobald die Leute sie für einen Augenblick kannten, doch nicht komplett. Die Welt konnte also brennen und der Junge wollte Tee trinken. Die Hoffnung der Logik war verloren bei ihm. Chiyoko lehnte sich nach vorne, legte die Ellbogen auf die Knie ab und ließ den Kopf kurz hängen, um laut zu seufzen. Danach blickte sie Izanagi über die Schulter an und lächelte. Irgendwie. Ein wenig betrübt, aber auch erheitert. "Eigentlich hätte ich dir den Kopf dafür abreißen sollen, dass du so ungezügelt über das Geschehniss um meine Familie sprichst. Aber irgendwie gibst du mir gleichzeitig keinen Grund dazu. Wie ironisch." Wieder ein Seufzen, anschließend stand auch die Blonde auf und verschränkte die Arme, wobei sie fast auf Augenhöhe mit dem Silberhaarigen war. "Ich bin nicht deine Betschwester, denn ich bin nicht heilig und glaube auch nicht an Gott. Aber ich muss sagen, dass du Knirps recht hast. Es ist falsch sich davon abhängig zu machen, was andere von dir denken. Du verkörperst das Ganze ... in vollen Zügen. Meinetwegen, trinken wir davon etwas. Ich habe aber weder etwas hier noch dabei, um es zu bezahlen in diesem Augenblick. Möchtest du woanders hingehen, Izanagi? Dir steht die Wahl völlig offen."
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Do Mai 14, 2015 4:50 pm

Weder sprang die junge Frau mit den blonden Haaren ihn an, noch wies sie ihn mit heftigen Worten zurück. Izanagi, welcher so etwas eigentlich gewohnt war, entrückte das kein süffisantes Grinsen sondern vielmehr ein verwundertes Heben der Augenbraue. Er fand es "lustig", dass sie nicht aus der Haut fuhr, ihre Familie nicht verteidigte und sonstige Hebel in Bewegung setzte, um ihn zu beweisen, dass er Mist vor sich her sagte. Ja, manche taten das wirklich, aber diese Frau schien darüber hinweg zu sein. Stattdessen murrte sie, sie hätte ihm den Kopf abreißen sollen - und beschwerte sich darüber, dass er sie Betschwester genannt hatte. Amüsiert lachte der Silberhaarige in sich hinein. "Dann wärst du zumindest ein blutiges Schwesterchen gewesen~", murmelte er vor sich hin und gerade nur so leise, dass sie es mit einem guten Gehör vielleicht gar noch wahrnehmen konnte. Als sie vor ihm stand, fiel ihm auf, dass sie fast auf gleicher Höhe waren und er hob die Handfläche in der waagrechten an, als ob er seine Sicht vor der Sonne schützen musste, um etwas besser zu erkennen. Ein wenig größer war sie. Lustig. Dann winkte er jedoch ab. "Ach, ich habs nicht so langweilig gläubig daher gemeint, sondern es ging eher darum, dass du dich echt naiv angehört hast. " Seine Augen, die manche an Stahl erinnerten, funkelten verräterisch, als sie schließlich auf Tee zu sprechen kam und kaum hatte man geblinzelt, kramte der Junge auch schon in seiner Ausrüstung nach einer kleinen Kürbisflasche, in welcher der allzeit geliebte Earl Grey zu finden war. "Tadaaaa~!" Spielerisch vollführte er eine Drehung um die eigene Achse, wie kleine Kinder es immer taten. Wenn sie außer Rand und Band waren. "Ich gehe hin wo ich will. Manchmal gerne auf den Friedhof, aber irgendwas sagt mir, dass das nicht so dein Stil ist, oder? Hehe..." Izanagi wollte gerade den ersten Schluck trinken, als eine weiße Taube angeflattert kam. Missmutig verzog der Satansbraten die Mundwinkel, als er am Bein der Taube eine Botschaft entdeckte. Das Botentier hielt direkt auf die Teshima zu. "Hm.... Wir könnten uns auch einen Vogel braten. Schmeckt bestimmt köstlich zum Tee -- was steht da drin? Ich bin neugierig, hihi!"
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Fr Mai 15, 2015 10:46 pm

"Naiv?" Chiyokos Lächeln verschwand abrupt. Sie blinzelte mit großen Augen. Fast wie früher, als sie wirklich noch ein süßes Mädchen gewesen war. So rabiat wie Izanagi hatte das noch nie einer gesagt. Und wenn es meistens schon jemand andeutete, wollte die Teshima ihm gern die Fresse polieren. Doch sie lernte soeben darüber zu stehen. Denn was brachte es bei diesem Kind? Er hatte irgendwas an sich und machte irgendwas mit ihr, das sie zähmte und doch verwunderte. Ihm wäre es ja eh egal gewesen, was sie von ihm gehalten hätte. Oder gesagt hätte. Aber sie und naiv? Das war wie ein Piano, das aus dem Fenster auf den Bürgersteig knallte und soeben irgendwen erschlagen hatte. Sie stand da und blinzelte. Naiv. Hatte im selben Moment aber schon gar keine Zeit mehr irgendwie darauf zu reagieren, denn der Silberhaarige hatte gleich den nächsten Knüller parat. Er zauberte etwas wie ein Fläschchen hervor, drehte sich, was Chiyoko mit schief gelegtem Kopf beobachtete, und präsentierte dann sein Angebot an dem Tee. Immer noch etwas neben der Spur fixierte Chiyoko den Tee und hörte beiläufig, was Izanagi so sagte. "Wahrlich nicht, nein", bestätigte sie nur murmelnd. Abgesehen davon, dass es für Teshima unüblich war, dass sie Gräber hatten. Es kam vereinzelt immer vor, aber durch die Nomadentradition gab es keine festen Plätze. Das Massengrab hier in Kirigakure war leider das erste und offizielle Grab von mehreren Mitgliedern. Da wollte sie wirklich nicht hin. Das würde sie gar nicht ertragen. Dann kam ein sprachloser Besucher heran geflogen. Chiyoko blickte nach oben und öffnete die Augen ein wenig überrascht, weil sie erst durch die Botentaube aus ihrer Fassungslosigkeit gegenüber Izanagis lockerem Mundwerk gerissen wurde. Sie hob einen Arm in die Luft, sodass das Tier dort landen konnte. Irgendwer wollte wieder etwas von ihnen. Oder ihr. Das wusste sie nicht. Vielleicht der Herr aus dem Shizuma-Clan? War wieder irgendwas, sodass alle Teshima daran teilnehmen mussten? Izanagi bekundigte seine Neugier, während die Blonde das Zettelchen von dem Vogel löste. Dieser flatterte wieder davon aus der Botschaft, aus der er losgesendet worden war. Den offenen Brief las Chiyoko für Izanagi vor, da sie wie durch eine unbewusste Signalfarbe seinen Namen auf dem Blatt entdeckt hatte. "Was Fischen mit Diplomatie zu tun hat. Mission des Ranges B, Klient ist der Feudalherr Mizu no Kunis. Hmhmhm ... Go und Kinzoku no Kuni ... Streitparteien an einen Tisch führen ... Einigung. Okay, wir zwei haben soeben eine Mission erhalten. Wir sollen gemeinsam für eine Einigung bei einem diplomatischen Streit sorgen. Und natürlich dafür, dass nichts schlimmes passiert. Zwei Nationen bekriegen sich fast wegen Fischgründen, die nicht klar festgelegt wurden. Klingt ja spannend. Dann ... können wir uns Fische braten." Eher ein müder Witz von Seiten Chiyokos, während sie das Zettelchen Izanagi entgegenstreckte. Er sollte auch einen Blick drauf werfen.
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   So Mai 17, 2015 5:58 pm

Nun, Begeisterung sah anders aus - dabei konnte sich Izanagi deutlich schlimmere Beschimpfungen und dergleichen einfallen lassen, die einerseits viel treffender und andererseits auch viel abenteuerlicher als "naiv" waren. Beispielsweise eine trommelnde Satanswurst mit Strohfüllung. Die durch die Gegend tanzte. So oder so ähnlich - mit Sicherheit hätte das deutlich mehr Missfallen erregt, aber wem sollte er das sagen? Im Endeffekt war's ihm eh egal. Sie könnte ihn auch zurechtstauchen. Das war er gewöhnt und selbst wenn er anderer Stimmung gewesen war, verloren solche "Zurechtstauchungen" doch mit der Zeit an Achtung und Respekt. Grinsend nippte er also an seiner Kürbisflasche und legte erst kurz darauf den Kopf schief. Runzelte die sonst glatte Stirn und zog eine leichte Schnute, als sie vorlas, um was es bei der Mission augenscheinlich ging. Man hätte meinen können, das Runzeln läge daran, dass er mit ihr auf die Mission musste. Im Endeffekt war es ihm aber mal wieder - rate, rate, rate! - völlig egal. "Meeeeh, das klingt aber langweilig...", murmelte er und presste die Lippen aufeinander wie eine Presswurst, die zwischen Brote geklemmt wurde und dann langsam ihr jähes Ende fristete. Auch das war eine Beschimpfung. Schreiende Presswurst. Haha. "Kann es nicht so etwas sein wie.... Grabräuber auf dem Friedhof? Oder blutige Pflanzen im Wald - ah nein, besser! Die neue Schlagzeile! Pfadfinder von fleischfressender Pflanze entführt! Das hört sich mit Sicherheit besser an, als das-" Er sprach es mit eitler Abneigung aus. "...was du da gerade vorgelesen hast. Das klingt nach zwei Matronen mit ihren spitzen Hauben - naja... vielleicht rammen sie sie sich gegenseitig in den Körper." Izanagi gluckste, nahm dann aber ganz brav den Zettel von Chiyoko entgegen - nippte wieder an seiner Flasche Tee. Die Augen überflogen den Zettel kurz. Ha! Da stand es! Teshima Chiyoko und Karasu no Izanagi! Hihi! Man konnte nur raten, welcher tolle Hecht - haha, Wortwitz! - sich ausgedacht hatte, ausgerechnet ihn mitzuschicken. "Man, das klingt ja noch viel langweiliger als das, was du zusammengefasst hast.... Hoffentlich passiert was schönes.... Ah, die allgegenwärtige Frage: Brechen wir gleich auf, Teshima-Chan?"
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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Mi Mai 20, 2015 4:40 pm

Es war erschreckend, was Izanagi für Anwandlungen zu bieten hatte. Chiyoko hatte aufgrund seiner Irrationalität ein positives Bild von ihm, doch war sich nicht sicher wie sie ihm gegenübertreten sollte. Von der einen Sekunde freute er sich über irgendwas und erzählte tausend Dinge, in der anderen Sekunde bedauerte er etwas und befand es als langweilig, selbst wenn es der klassische Beruf war, den es zu erledigen galt. Es ging doch gar nicht darum, ob diese Mission langweilig wäre. Sie musst erledigt werden, man hatte sie dafür ausgesucht und die Frage war berechtigt, ob sie jetzt sofort aufbrechen sollten. Noch interessanter wäre gewesen, warum man sie zusammengesteckt hatte. Wahrscheinlich hatte der Mizukage sich gedacht, dass Izanagis eigensinnige Art sie irgendwie umpolen konnte, während Izanagi eine passiv-therapeutische Funktion erfüllte. Irritert verschränkte Chiyoko die Arme und schaute kurz in den Himmel. Mit Izanagi einen diplomatischen Konflikt beiwohnen und zu einer Entscheidung verhelfen. Konnte das gut gehen? Dachte sie vielleicht zu viel darüber nach? Eventuell ging ja auch von ihr selbst zu viel Risiko aus, dass diese B-Rang Mission schietern konnte. Aber es war auch mal Optimismus angebracht. Es sollte niemand getötet oder gefangengenommen werden, sodass der Auftrag relativ freundliche Ausmaße besaß. "Naja", begann Chiyoko und senkte den Blick wieder auf den Jungen. "Besser langweilig als tödlich. Es wird auch genug Arbeit für uns sein, selbst wenn du vielleicht keinen Spaß hast. Lach dir einfach ins Fäustchen, wenn diese Männer sich bei den Verhandlungen verbal gegenseitig bekriegen. Kann manchmal amüsant sein. Ich würde schon sagen, dass wir uns bald auf den Weg machen. Immerhin kam die Taube gerade an, die Versammlung hat einen festen Termin. Ich gehe kurz zu mir nach Hause und sammel meine sieben Sachen. Mach du dasselbe." Obwohl sie in dem Moment anzweifelte, dass er irgendwie sieben Sachen oder ein Zuhause hatte. Er klang wie das Findelkind, das beim gnädigen Bäcker unterkam und beim Teig kneten dafür aushelfen musste. Was er so beherrschte, würde sie wahrscheinlich noch kennenlernen. Kurz darauf winkte sie ihm aus der Drehung heraus zu und ging den Weg in den Nebel hinein zu ihrem provisorischen Unterschlupf. Sie würden sich dann klischeehaft am Haupttor treffen.

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BeitragThema: Re: See von Kirigakure   Mo Mai 25, 2015 3:15 pm

Izanagi blieb einen Moment auf der Stelle stehen und verzog die Mundwinkel missmutig nach unten, als Chiyoko ihm die Anweisung gegeben hatte, nach Hause zu gehen und seine "sieben Sachen" zusammen zu packen. Sicher, das sollte er tun, aber irgendwie hätte er gerne noch ein wenig länger an diesem Platz verweilt. Er liebte den Nebel und er mochte diese triste Atmosphäre hier in diesem Raum. Naturraum. Da war es alles andere als begeisternd, wenn er sich vorstellte, nun bald mit laaangweiligen Typen auf noch langweiligeren Missionen in überaus langweiligen Räumen mit langweiligen Menschen zusammen zu sitzen, bei welchen die selbsternannte Teamleiterin auch sofort einen langweiligen Hinweis verteilte. Izanagi konnte sich wahrlich schöneres vorstellen und verzog das Gesicht zu einer kleinen Grimasse, streckte der unsichtbaren Person vor sich die Zunge raus. Andererseits... vielleicht war es ganz lustig, den Menschen beim Streiten zuzuhören? Aber nein~ er musste ja schlichten. Schlichten, schlichten, schlichten. "Reimt sich das auf Schlitzen? Ah, nein nein, böser Iza. Falscher Gedanke, hihi." Mit einem kleinen Schwenk hörte er dem Tee in seiner Kürbisflasche zu und genoss das Geräusch, welches ihm besagte, dass darin noch genug vorhanden war. Sieben Sachen. Ausrüstungstasche, eins. Umhang, zwei. Tee, drei. Eine zweite Tasse Tee, vier. Eine Dritte? Dann wären sie bei fünf. Was gäbe es noch? Och, da fände sich sicherlich schon etwas. Schriftrollen dürfte er auch nicht vergessen und vielleicht was zu Knabbern. Lecker. Aber gut, er sollte sich dann wohl auch einmal auf den Weg machen. Das klang sogar sehr.... vernünftig. Ausnahmsweise. Obgleich er kein Freund der Vernunft war. Ein zufriedenes Kichern entfuhr seiner Kehle, ehe er sich langsam auf den Weg machte. Mit keinen, im schlammigen Seeboden stapfenden, Schritten.
tbc: Haupttor
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