Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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BeitragThema: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeMo Sep 02, 2013 1:03 pm

das Eingangsposting lautete :




Kageresidenz

Konferenzraum - Saal der großen Worte


»Geschichte


[Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Kg4rx8qc

Der Saal Großer Worte ist ein Konferenzraum innerhalb der Kage-Residenz und liegt im Erdgeschoss. Er ist reserviert für besondere Persönlichkeiten und wohlhabende Kunden - gleichsam allerdings ist er auch darauf ausgerichtet, fremde Shinobi zu empfangen. Gäste wissen es nicht, doch wer hier landet, genießt nicht unbedingt das vollste Vertrauen. Der "Saal" ist eigentlich kein wirklicher Solcher; der Raum misst etwas mehr als zehn Meter im Quadrat, was zwar durchaus groß ist, jedoch noch längst keinen Festsaal ausmachen würde. Ausgestattet ist er mit Wandteppichen, schmückenden Ornamenten und dergleichen. Der Raum verfügt über zwei Durchgänge; durch den Einen tritt der Gast, durch den andern der Hokage. Im Zentrum des Raumes steht ein Tisch samt zweier gepolsterten Stühlen.

Der Raum ist von Daizen Kato selbst geplant und in Zusammenarbeit mit weiteren Fuuinka bearbeitet worden: Boden, Decke und Wände sind mit Siegeln belegt, welche insbesondere gegen Doton abschirmen und es enorm erschweren, mit Gewalt auszubrechen. Dazu finden sich innerhalb der kunstvollen Ornamente auch Fuuin, welche dem Jamingu no jutsu angehören und die Aufgabe haben, feindliche Seishitsuhenka einer bestimmten Art zu stören.


»Wichtige Hinweise

»Auf den Tischen stehen bei größeren Besprechungen Wasser und Gebäck zur Verfügung.

Verwendete Vorlage des Forum

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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeDo Mai 14, 2015 10:17 am

Sowohl Daizen als auch Kaiko blickten mehr oder minder missmutig drein; die Kunoichi hatte die Brieftasche genommen und untersuchte den sonstigen Inhalt. Der Hokage hingegen richtete seine grimmige Aufmerksamkeit weiterhin auf Jinpei, der seine Fachkunde als Iryo zur Geltung brachte.
Zum Glück hatte er es hier mit Experten zu tun; sowohl Mann als auch Frau verfügten über hohes Fachwissen im Bereich der Fuuin, was ein Studium des Chakra geradezu als Pflichtfach verlangte. Dazu befasste sich die Shimura im Speziellen mit dem Phänomen des Jinchuuriki; überdies hatten alle beide schon mehr als einen Ausbruch eines Bijuu miterlebt und waren Zeuge jenes Vorganges geworden, den Jinpei beschrieb.
Daizen kommentierte die Worte seines Gegenüber nicht sonderlich. Er schnaubte mürrisch, was allerdings weniger mit dem ehemaligen Kiri-Nin zu tun hatte und mehr mit dem Verlust eines wertvollen Untergebenen.
“...- und der Bijû selbst auch unbewusst an das Chakra des Jinchûrikis klammert. Durch dieses Beidseitige Klammern wird das gesamte Chakra von Bijû und Jinchûriki aus dem Körper entfernt. Medizinisch bedeutet das nach wenigen Augenblicken den Tod für den Chakralosen.“
Eine Hand löste sich aus der Verschränkung, beschrieb einen Kreis. Die Geste sagte soviel wie Passt, debattieren will ichs aber nicht. Nach all dem, was ihn mittlerweile wieder getroffen hatte, musste er sich fühlen wie ein Schiffbrüchiger auf einer Insel, deren Landmasse stetig vom Meer verschlungen wurde.
"... Kôhei hat sein Leben bewusst aufgegeben und alles in ihm in mich gepumpt. Ich würde sogar spekulieren, dass ich seine Signatur nun habe – wobei ich kein Sensor bin und das nicht bestätigen kann.“
Bewusst aufgegeben.
Daizens Mundwinkel verzogen sich bitter. Er schwieg.
Kaiko nahm diese Stille wahr, hob den Blick vom Portmonaie und berührte den Hokage am Arm, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Sie hielt ihm schlicht ein Bild hin, von Kôheis Ehefrau Kohana.
Daizens Mimik milderte sich nur ganz schwach, blieb griesgrämig und offenbar ganz gewaltig angeschweißt, wenn man sich der Jägersprache bedienen wollte. Für den heutigen Tag wollte der Hokage wohl keine weiteren schlechten Nachrichten mehr hören. Die Gefahr, im Affekt doch mal die Tyrannen-Regel Nummer eins - "Überbringer schlechter Nachrichten tragen stets Mitschuld an der Schlechtigkeit der Nachricht und gehören in Brunnen getreten" - zu befolgen.
Als er Luft holte, klangs wie das Pumpen eines Blasebalgs in einer Schmiede. Er fasste Jinpei wieder schärfer ins Auge. Ich denke nicht an Tenshin, ich denke nicht an dessen Quittierung des Dienstes... ich denke nicht daran, dass wir allmählich immer weniger werden. Der Tod gehörte zum Dienst dazu, und Tenshins Quittierung beendete zwar nicht dessen Leben, doch auf dem Dienstplan verschwand er nun einmal. Und nun Kôhei. Freiwillig aus dem Leben geschieden. Hatte ihn die Trauer um seine Frau letztlich doch übermannt? So sehr, dass er sein Leben opferte für einen Kiri-Nin? Der Kiri hatte selbst keine Erklärung dafür, was Daizen ihm schlicht abnahm. Ihm nicht zu glauben, würde nichts am Verlust ändern.
Hmmm. Erneut wurden die Hände verschränkt. Ich hätte unseren Shinobi bereits in Euch wahrgenommen, besäßet ihr seine Signatur, kommentierte er grantelig, aber auch irgendwie... kraftlos, desinteressiert. Ihr habt vermutlich eine Weile lang vom gespendeten Chakra gezerrt, doch letztlich warf Euer Körper seine Energieproduktion wieder an. So jedenfalls schätze... ach. Er lehnte sich nun schwer im Stuhl zurück, starrte an die Decke. Es ist... egal...
Er richtete den Blick nicht wieder von der Deckenbeleuchtung, als er fragte: Wo ist die Leiche unseres Shinobi?
Kaiko blickte mit lautlosem Seufzer zu ihrem Vorgesetzten. Hätte fast hinzugefügt, dass es natürlich möglich wäre, dass sich im "Kleingedruckten" der Signatur potenziellerweise ein letzter Hauch von Kôheis Chakra fänden ließe, möglicherweise sogar ein lebenslang erhalten bleibender Abdruck, den man nur mit einem extrem geschärften Sinn wahrzunehmen in der Lage war... doch davon wollte Daizen nun vermutlich nichts hören. Wenig mochte ihn gerade weniger interessieren als eine veränderte Chakrasignatur.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeDo Mai 14, 2015 11:23 am

Während Jinpei seine Erklärung fortsetzte, überlegte er, wie es in dem Hokage aussah. Sicherlich war es ein harter Schlag, auch wenn man immer behauptete, dass jeden Tag Shinobi im Dienst starben. Zu manchen Shinobi hatte man dennoch eine andere Bindung, als zu anderen. Daizen gab Preis, dass er Jinpeis Erklärung verstanden hatte und Jinpei selbst hoffte ein wenig, dass er nicht zu ausschweifend geworden war. Die Erklärung hatte ihn selbst interessiert. Da er bisher noch nicht so sehr über das Bündnis dieser zwei Parteien gegrübelt hatte, war es schon eine interessante Thematik gewesen. Wenn gleich er glücklicher darüber gewesen wäre, wenn er nicht eine der beiden Parteien gewesen wäre.

Daizen meinte, dass er es bemerkt hätte, wenn sich Kôheis Chakrasignatur auf Jinpei geprägt hätte. Also war er ein Sensor. Einfache Floskeln konnten viel über einen Shinobi verraten. Weiter tat Daizen eine Vermutung kund, dass Jinpeis Körper wohl eine Weile von Kôheis Chakra gezehrt hätte, bis er wieder selbst in der Lage war Chakra zu produzieren. Das konnte durchaus sein. Das Chakra war vom Gefühl her nicht anders gewesen als sein eigenes Chakra. Er hatte diesen feinen Sinn nicht, wem welches Chakra gehörte.

Dann kam die Frage, auf die Jinpei bereits gewartet hatte. Wo die Leiche von Kôhei läge. Jinpei lies ein klein wenig Zeit verstreichen – nur Sekunden, dann entschied er sich seine Augenklappe ab zu nehmen. Das Augenlied wies eine Narbe auf. Er öffnete langsam das Auge. Zu sehen war weder das Sharingan-Rot, noch die blauen Augen von Kôhei. Lediglich ein ergrautes Auge. “Ich weis wo seine Leiche ist. Und ich weis auch, wieso sie Wert für euch hat, sieht man von den Persönlichen Aspekten ab.“, erklärte er. “Ich konnte ihn nicht mit nehmen oder vergraben, daher liegt er auf einem weiten Areal, welches nicht häufig aufgesucht wird. Aber bevor ich euch genaueres Sage, brauche ich eure Hilfe.“

Jinpei zog sich die Augenklappe wieder an, um sein zerstörtes Auge wieder fachgerecht zu verbergen und sah dann Daizen eindringlich an. “Ein Angriff fand auf mich statt. Findet man heraus, dass ich noch lebe, schweben meine beiden Schwestern in Lebensgefahr. Ihr MÜSST sie aus Kirigakure bringen. Lasst es aussehen, als wenn es ein Raubüberfall oder ein Mord wäre. Brennt wenn es sein muss das Haus nieder, um es glaubwürdig aussehen zu lassen.“, forderte er. “Im Gegenzug sage ich euch wo Kôheis Leiche ist und werde euch als freier Shinobi in Konoha dienen.“
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeSa Mai 16, 2015 12:18 pm

Für einen ganz kurzen Moment hatte er sie echt.
Denn während Daizen noch immer an die Decke starrte, als wäre in den verschlungenen Linien der Fuuin dort oben ein Akt-Gemälde verborgen, reagierte Kaiko mit etwas mehr als nur Angespanntheit auf Jinpeis Griff zur Augenklappe. Er hat doch wohl nicht... Sie tat eine rasche Fußbewegung; ihre Sandale traf das Knie des Hokage in einer Weise, wie ein loyaler Untergebener es eigentlich nie wagen dürfte, seinen Vorgesetzten derartig zu attackieren.
Daizen zuckte mürrisch aus seiner Haltung und bekam den Griff zur Augenklappe ebenfalls noch mit. Der Stuhl knirschte, obgleich sich der Kage eigentlich nicht wirklich bewegte - das pure Anspannen von Muskelmasse schien sein Gewicht geradezu zu erhöhen. Das Knacken in den hölzernen Stuhlbeinen entsprach gleichsam dem Knarren eines Spannungsmechanismusses in einem Katapult.
Der gewöhnliche Kiri-Nin von der Straße konnte sich nicht im Entferntesten vorstellen, welche Animositäten Konohas gegenüber dem Hochklappen von Augenklappen verspürten. Es war förmlich eine Geste, gleichbedeutend mit dem Öffnen einer Büchse voll tausend Plagen. Manche setzten es gar auf eine Stufe mit dem Ziehen einer Waffe.
Doch da war nichts. Das Auge war fremd. Besaß weder Kôheis blaue Färbung noch Anzeichen für Sharingan. Markaberer Sinn für Humor... Beide Konohas dachten dasselbe und entspannten sich nur unwesentlich.
“Ich weis wo seine Leiche ist. Und ich weis auch, wieso sie Wert für euch hat, sieht man von den Persönlichen Aspekten ab. Ich konnte ihn nicht mit nehmen oder vergraben, daher liegt er auf einem weiten Areal, welches nicht häufig aufgesucht wird. Aber bevor ich euch genaueres Sage, brauche ich eure Hilfe.“
Der Hokage und die Siegelmeisterin tauschten beredte Blicke, verzogen jedoch keine Miene. Daizen begegnete dem Blick Jinpeis erwartungsvoll. Grimmig und düster gelaunt, aber nicht abweisend. Tauschgeschäfte, wobei Informationen die Geldmittel darstellten, waren Routine. Wobei sich die Dienstleistung, die Jinpei in den Raum stellte, nicht unbedingt wie ein Goldbarren anfühlte.
“Ein Angriff fand auf mich statt. Findet man heraus, dass ich noch lebe, schweben meine beiden Schwestern in Lebensgefahr. Ihr MÜSST sie aus Kirigakure bringen. Lasst es aussehen, als wenn es ein Raubüberfall oder ein Mord wäre. Brennt wenn es sein muss das Haus nieder, um es glaubwürdig aussehen zu lassen. Im Gegenzug sage ich euch wo Kôheis Leiche ist und werde euch als freier Shinobi in Konoha dienen.“
Daizen schnaubte, einige Rauchfädchen kräuselten sich aus seiner Nase. Seine Mimik blieb wie aus Stein gemeißelt.
Kirigakure, sprach er, ist nun nichts, was ich in diesen stürmischen Zeiten leichtfertig angehen würde. Sicherlich, unterm Tisch gibt es stetig Spionage und dergleichen, doch naja, das ist eben unterm Tisch. Bückware, wie Bananen-Ketchup.
Nicht einmal für diese Information, die Ihr uns anbietet. Schon allein, weil er vor einem Missing-Nin, der selbst aus Kiri stammte und potenziellerweise mal wieder nach Kiri zurückkehrte - oder ein Spion war - nicht freimütig eine Entführung aus Kiris Mauern heraus in Kraft setzte.
Davon ab. Ihr wollt Konoha dienen? Daizen lehnte sich leicht vor, abschätzig. Woher die Abkehr von Kiri? Warum seid Ihr Eurer Heimat überdrüssig?
Kaiko fügte lächelnd an: Und, rein aus Prinzip gefragt, sind Eure Schwestern von hohem Wert, ob aus Gründen ihres Kekkei genkai oder ihres clanpolitischen Wertes?
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeSa Mai 16, 2015 1:09 pm

Die Mimik, der beiden Konohanins, während er seine Augenklappe anhob, hätte lustig sein können, wären die Umstände anders gewesen. In ihm hatte eine Stimme gesagt, dass er es zeigen musste. Das Wort alleine reichte manchmal nicht und er wollte sich nicht im Nachhinein in Mitten eines Trupps wieder finden, weil man sicherstellen wollte, dass er kein Sharingan besaß. Gut, letztlich konnte er auch vorsätzlich das Auge zwar extrahiert haben, es aber nicht eingesetzt haben. Zu viele Möglichkeiten, jetzt wo er weiter darüber nachdachte.
Daizen erklärte, dass er nicht leichtfertig einen Angriff auf ein anderes Dorf veranlassen konnte. Das hatte Jinpei auch schon Kopfschmerzen bereitet. Wie konnte er den Hokage davon überzeugen seine Schwestern in Sicherheit zu bringen. Jinpei könnte sie zwar aus Kirigakure raus bringen – mit etwas Glück – aber er hatte nirgends eine Möglichkeit sie unter zu bringen, wo sie wirklich leben konnten. Jinpei runzelte leicht die Stirn und dachte nach. Es war richtig. Die Information alleine war es vielleicht nicht wert, dass man dafür einen möglichen Konflikt mit Kirigakure hatte.

„Davon ab. Ihr wollt Konoha dienen?“ Daizen lehnte sich leicht vor. „Woher die Abkehr von Kiri? Warum seid Ihr Eurer Heimat überdrüssig?“, erkundigte sich Daizen und er konnte die Frage gut verstehen. Außerdem ergänzte Kaiko noch lächelnd: „Und, rein aus Prinzip gefragt, sind Eure Schwestern von hohem Wert, ob aus Gründen ihres Kekkei genkai oder ihres clanpolitischen Wertes?“
Jinpei sah nun auch einmal kurz an die Decke. Er atmete durch und sah dann Daizen an. “Ich werde von Kirigakure aktuell für tot gehalten. Das soll so bleiben. Ich will kein Konoha-Stirnband tragen und auch nicht hinter euren Mauern leben.“, begann er und machte eine kurze Pause. “Ich habe etwas zu erledigen, was kein Dorf betrifft … “, er sah in Richtung von Daizen, doch irgendwie nicht Daizen an. Vor seinem inneren Auge sah er seine Eltern, die vergiftet auf dem Boden vor sich hin siechten und starben. Die Haut fahl, sein eigener Körper paralysiert. Die Schwestern ebenfalls von den Auswirkungen des Giftes stark beeinträchtigt.

Sein Blick fokussierte wieder Daizen. “Ich bin bereit für Konoha zu arbeiten. Warum? Hat Kirigakure mich gerettet? Kôhei tat es und er war aus Konoha. Ich kann nicht wieder nach Kirigakure zurückkehren. Ich bin dort geboren und ich würde es nicht gefährden, aber dort ist, abgesehen von meinen Schwestern, auch nichts was mich dort hält.“

Dann schweifte sein Blick weiter zu Kaiko. “Meine Schwestern besitzen kein Kekkei Genkai – keine politischen Auswirkungen. Es sind meine Schwestern. Von hohem Wert sind sie aus keinem anderen Grund.“
Er atmete einmal tief ein und aus. “Kôheis Leichnahm liegt auf der Sakurazaki Lichtung.“, sprach er, “Wenn ihr meine Schwestern nicht aus Kirigakure holen könnt oder wollt, dann will ich zumindest darum bitten, dass ihr eine Person in Kirigakure einschleust – und das tut ihr sowieso – die meine Schwestern im Auge behält. Während dieser Übergangszeit werde ich mir meinen eigentlichen Wunsch erarbeiten.“

Jinpei leerte sein Wasserglas. “Klingt das besser?“, erkundigte er sich nun.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeMo Mai 18, 2015 1:06 pm

Etwas zu erledigen, was kein Dorf beträfe. Damit konnte Daizen leben. In der Regel zogen die Leute mit ihren Problemen und Missionen - leider nicht Missionen im Sinne bezahlter Aufträge, sondern "persönlicher Missionen" - die Dörfer ja eher mit rein, als sie außen vor zu lassen. Dass Jinpei also nicht um Hilfe bat bei wasauchimmer er da gerade vorm inneren Auge entlangziehen sah, war dem Hokage nur recht so.
Was die anderen Antworten anging, so hakten weder Daizen noch Kaiko nach. Der Eine war zufrieden mit der Begründung des ehemaligen Kiri-Nin, nicht mehr für sein Dorf arbeiten zu wollen - Ein Leben für ein Leben, quasi, hatte er bedächtig eingeworfen, Oder besser, ein Dienst für ein Leben - und die Andere war zufrieden mit der Erläuterung des schwesterlichen Wertes.
Nach einer rhetorischen Pause, in der er wohl einen Entschluss fällte, nannte Jinpei schließlich den Ort, an dem Kôheis Leiche zu finden sein sollte. Kaiko reagierte überrascht und schrieb es rasch nieder. Warum überrascht? Weil Jinpei nun schließlich seinen Wertgegenstand, der seine beste Handelskraft darstellte, auf den Tisch gelegt hatte. Und was Informationen anging, war deren Wert schließlich flüchtig, wenn man sie einmal aussprach.
Daizen verzog die Mundwinkel. Man konnte es wohl für eine Art von Lächeln halten. Ihr seid ein ehrbarer Kerl. Das ist nicht mal so schlimm. Er wandte sich an Kaiko. Kümmer dich bitte. Tonikoi informieren, oder sonstwen, der eine Späh-Mannschaft unter sich hat. Hauptsache, es ist eine, die sprinten kann. Sie soll sich klar machen, es ist -...
Dringend! Oh weh oh weh oh weh!, erscholl es durch die Wände. Dafür musste man schon sehr laut sein.
Der Hokage kniff die Augen zusammen, als litte er bei dem Gedanken an die nächste üble Botschaft körperliche Schmerzen. Und stell den da draußen ab...
Kaiko erhob sich seufzend. Jawoll, jawoll... sofort wieder da. Sie lächelte Jinpei schwach zu, dann verließ sie den Raum. Kurz war ein gepfeffertes Schimpfwort durch die Wand hindurch zu hören, welches hier nicht wiedergegeben darf, dann herrschte Ruhe.
Daizen richtete seinen Fokus wieder auf Jinpei.
Es klingt besser, sprach er, doch reicht dennoch nicht aus. Wir intervenieren nicht, was Eure Schwestern angeht. Doch anstatt in Stille zu verharren, langte der Hokage nun in seine Tasche, holte ein Kärtchen hervor und gab es Jinpei herüber. Stattdessen... werdet Ihr Euch selbst darum kümmern müssen. Geht nach Yokuchi, in dessen Hauptstadt Kurairoji, in das Gasthaus "Zum Tafelsilber". Verlangt nach Akane und erklärt, dass Daizen Kato Euch schickt.
Besprecht alles weitere, was Eure Schwestern angeht, dort. Diese Dame, die Ihr dort trefft, wird gleichsam als eine Art "Verbindung" zwischen uns bestehen. Was Ihr als Freier tun könnt, weiß sie am besten.
Schulterzucken. Das ist, was Konoha tun kann für Euch, ohne sich zu sehr ins tiefe Wasser zu begeben.
Uuuund Kaiko kam zurück. Echt dringend, knurrte sie, Echt. Die Siegel-Meisterin reichte Daizen eine Notiz. Er las sie.

Der ehrenwerte Mizukage Ichimaru Kibou hat seinen Besuch angekündigt. Er befindet sich offenbar bereits auf dem Weg.

Postvogel-Station



Daizen schnalzte mit der Zunge. Gnarf. Ja, das sagte er laut. Zuckte mit den Schultern und aß das Papier auf. Wandte sich dann wieder an Jinpei. Überdies begleitet Ihr besser unsere Geier-Staffel und führt sie zur exakten Position von Kôheis Leiche. Anschließend, nach diesem Umweg, werdet Ihr in Yokuchi abgesetzt. Schlucken. Die Notiz verschwand Daizens Kehle herunter. Fragt nicht, warum. Klänge all dies zufriedenstellend?
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeMo Mai 18, 2015 3:53 pm

Daizen und Kaiko schienen mit den Antworten von Jinpei einverstanden zu sein – so sah es zumindest auf dem ersten Blick aus. Und auch der Aspekt der „persönlichen“ Mission, die aber die Dörfer nicht mit einbezog, schien Daizen zumindest nicht zu stören. Es war nicht ganz so einfach heraus zu finden, was Daizen eigentlich dachte, da seine Gesichtsmimik nicht viel her gab. Aber er sah zumindest keine Missgunst. Daizen stellte treffen fest, dass es ein Dienst für ein Leben galt. Dass Jinpei dann doch früher als geplant den Ort von Kôheis Leichnam preisgab schien dann doch alle zu überraschen. Der Einäugige war vieles aber ein geschickter Händler mit Sicherheit nicht. Er war ehrlich – in den meisten Situationen. Verhandeln gehörte nicht zu seinen präferierten Aufgabenbereichen. Für Daizen galt es nun entweder fair oder unfair zu spielen.

Der Hokage befahl, dass Tonikoi beauftragt werden sollte mit einer Späh-Mannschaft unter sich. Hauptaugenmerk auf Geschwindigkeit. Dann dröhnte ein ziemlicher Krach durch die Gemäuer und Daizen befahl weiterhin, dass Kaiko den Lärm abstellen sollte. Es folgte kurzer, nicht weiter zu erörternder Monolog von Kaiko. Daizen konnte fort fahren. Es folgte sichtliche Enttäuschung in Jinpeis Miene und es drohte sogar etwas Wut mit ein zu kommen. Wie konnte dieser große Kerl so undankbar sein!
Und dann änderte sich Jinpeis Gesichtsausdruck wieder, als Daizen anfing sein Stattdessen zu erörtern. Ein Kärtchen wanderte in seine Hand. Er sah es sich an, lauschte Daizen aber aufmerksam. Jinpei sollte in ein bestimmtes Gasthaus zu einer bestimmten Frau gehen und ihr sagen, dass Daizen ihn schicke. Konnte er einer weiteren Partei trauen? Was Daizen da anbot war eine Möglichkeit – eigentlich band es aber schon wieder eine Partei mehr ein, als ihm lieb war… Jinpei hatte letztlich keine Wahl. Diese Akane sollte dann Mittelsmann zwischen Daizen und Jinpei spielen. Vielleicht war das doch kein schlechter Weg? Sicherlich war das ein häufig gewählter Weg von Daizen.
Er nickte langsam, hob die Karte leicht an und sah zu Daizen. “Danke!“, sprach er und schon kam Kaiko wieder rein und meinte, dass es wirklich dringend sei. Daizen las kurz und stopfte, nach einem kurzen Laut des Unmutes, das gelesene Stück Papier in seinen Mund und aß es. So vernichtete der Hokage also Beweismittel.
Daizen gab quasi den Befehl, dass Jinpei die Geier-Staffel (welch makabre Umschreibung) zu dem Ort der Leiche führen solle. “Der Trupp wird sich meiner Geschwindigkeit unterordnen müssen … oder mithalten müssen – das dürfte es eher treffen. Für mich ist das in Ordnung. Dankt euch. Ich hoffe wir hören bald im Guten wieder von einander!“, sprach er und stand auf. Verneigte sich erneut, dieses Mal aber tiefer. Er war sich bewusst, dass Daizen ihn mit allem einen großen Gefallen tat. “Wenn ihr einen Namen für mich brauchen solltet, verwendet einen Decknamen … “, er überlegte erst. “Kaifuku oder so etwas in der Richtung. Das ist der Name meiner einstigen Klinge.“, endete er und wartete, dass Kaiko ihn fort brachte.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeDi Mai 19, 2015 9:07 pm

cf: Der Trainingsplatz

Mit einem unterdrückten Seufzen begab sich Noru auf den Weg zu seinem Kage. Er hoffte ausnahmsweise, dass er jetzt keine Mission bekommen würde, sondern, dass Daizen höchstens etwas zu sagen hatte, was mit seiner letzten Mission zutun hatte oder dass er vielleicht, im unnötigsten Falle, eine Attentatsmission für ihn hatte. Denn solche Missionen dauerten bei Noru im Idealfall nicht länger als geplant. Letztendlich hoffte Noru einfach, dass es keine Missionsvergabe war, sondern irgendeine wichtige Information fürt ihn, die ihn auf eine baldige Mission vorbereitete oder sowas. Letztendlich konnte er nur abwarten und sehen, was der Kage so dringendes von ihm wollte, wenn er schon einen Anbu zu ihm schickte. Immerhin hätte er genauso gut Tauben, Falken oder ähnliche Benachrichtigungstiere schicken können. Nicht ausgerechnet einen Anbu. Also schien die ganze Sache doch einen ernsteren Hintergrund zu haben. Aber was brachte das ganze Spekulieren denn? Eigentlich gar nichts. Wahrscheinlich machte er sich dann nur sonst was für GEdanken und am Ende, wenn er vor Daizen stand, war es doch nichts Ernstes oder nichts, was es wert gewesen wäre, sich darüber Gedanken zu machen. Schwer seufzend strich sich Noru durchs Haar. Er würde es wohl oder übel auf sich zu kommen lassen müssen, auch wenn er sich etwas ärgerte. Immerhin musste er Elsie alleine lassen. Aber sie verstand das sicher. Hoffentlich.
Mit eiligen Schritten spurtete der Uchiha von dem Trainingsplatz, wo er eben gewesen war, zu dem Kagegebäude. Er hätte lediglich das Problem, dass er seinen Chef in dem riesigen Gebäuden finden musste. Aber das hatte sich schon selbst erledigt. Der Anbu, der ihn darauf hingewiesen hatte, dass Daizen ihn sehen wollte, hatte ihm auch gesagt, wo sich Daizen zuletzt aufgehalten hatte. Und das war eben der Konferenzsaal gewesen. Also musste Noru dort erst mal hin. Als er das Kagegebäude erreicht hatte, atmete Noru noch mals kurz durch. Mittlerweile hatte er sich dazu entschlossen, als Hikari bei Daizen anzutanzen. Immerhin hatte der Anbu ihn bestellt und da schien es offensichtlich dass Noru als Anbu erscheinen sollte. Zumindest war das Norus Vorstellung. Selbst wenn er sich irrte, war es kein Weltuntergang. Im Kagegebäude eilte Noru durch die Korridore auf dem Weg zum Konferenzsaal. Hikari verlangsamte seine Schritte, als ihm jemand völlig Fremdes entgegenkam. Nachdenklich blieb er stehen und musterte den jungen Mann, bis er an ihm vorbeigegangen war. Er kannte ihn nicht und hier im Dorf gesehen hatte er ihn auch noch nie. Mit dieser Augenklappe wäre er dem Uchiha sicherlich aufgefallen. Vielleicht war er ein Shinobi aus einem der anderen Dörfer und hatte hier eine Mission oder sowas gehabt. Oder er war ein einfacher Reisender. Obwohl dieser Mann eher so aussah wie ein Shinobi. Innerlich zuckte Noru mit den Schultern. Eigentlich brauchte es ihn nicht interessieren, was Daizen für Leute empfing, wer sie waren und was sie für einen Rang hatten. Außerdem durfte Noru schon oft genug erkennen, dass der erste Eindruck nicht immer richtig sein musste. Der beste Beweis war da ja Kazuki gewesen. Seufzend drehte sich Noru zu der Tür, die ihn von dem Konferenzsaal trennte und klopfte leise an. Ohne lange zu warten, öffnete er die Tür und verbeugte sich, als er Daizen erblickte. Ihr habt mich rufen lassen, Hokage-sama? Was kann ich für Euch tun?, fragte er, eh er aufsah und Daizen musterte. Sein sonst so steinernder Blick verrutschte etwas, als er sich erst mal richtig umsah. Vor ihm saß sein Kage in scheinbar entspannter Haltung. Allerdings sah der Schreibtisch, der vor dem Kagen stand, ziemlich mitgenommen aus. Scheinbar war sein Kage ein wenig aus der Haut gefahren.  Der Schreibtisch sah aus, als wäre er durch einen gezielten Faustschlag zu Boden gegangen. Was für ein unfairer Kampf. Welcher Schreibtisch hätte denn eine Chance gehabt gegen Daizen?
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeMi Mai 20, 2015 10:37 am

Die Beteiligten erhoben sich nun, soweit sie nicht schon standen. Jinpei tat seinen frischen Diensteifer mit einer selbstbewussten Bemerkung kund. “Der Trupp wird sich meiner Geschwindigkeit unterordnen müssen … oder mithalten müssen – das dürfte es eher treffen. Für mich ist das in Ordnung. Dankt euch. Ich hoffe wir hören bald im Guten wieder von einander!“
Zweifle ich dran, entgegnete Daizen aufgeräumt, Am Mithalten müssen. Es seie denn, Ihr könnt fliegen. "Geier-Staffel" ist wörtlich gemeint. Auch er verneigte sich. Gerade so tief, wie es die Höflichkeit verlangte.
Einen Decknamen dachte sich Jinpei auch noch was. Er wählte den Namen eines Schwertes, was Daizen zum Schulterzucken brachte. Wunderherrlich, murmelte er, Ihr seid ohne Zweifel wirklich einer dieser Typen, die mehr Samurai sind als Shinobi. Naja, irgendwer fängt schon irgendwas Gutes mit Euch an. Bis wir voneinander hören.
So lauteten seine warmherzigen Abschiedsworte. Der Hokage wandte sich nun Kaiko zu. Zweierlei. Sorg dafür, dass dieser Herr seinen Flug nicht verpasst. Überdies schickst du mir... Noru. Ja, Noru Uchiha dürfte der Richtige sein.
Kaiko tat keine Verbeugung, sondern nickte bloß, öffnete die Tür und winkte Jinpei, ihr nun zu folgen. Dachte ich mir und habe entsprechend schon einen ANBU losgehetzt, ihn zu finden.
Ich bin geschockt.
Folgt mir also nach, wandte sich die Shimura an Jinpei und begleitete ihn hinaus.

---
tbc für Kaiko und Jinpei: Dach-Terrasse
---

Somit blieb Daizen allein zurück. Hatte vermutlich nur wenige Sekunden, ehe Noru an die Tür klopfte. Somit musste er seine angestaute Wut rasch rauslassen. Hatte nicht die Zeit, eine Weile lang draußen im Zen-Garten Kies zu harken oder Bonsais zu beschneiden. Daizen Kato musste seine inneren Schwingerungen auf eine... elegantere Art in Harmonie zurückbringen.
Er war allein im Raum.
Seufzte tief und innig ob dieses Tages, richtete den Blick zur Decke hinauf.
Hob die Hand in einer winkenden Bewegung, als vertreibe er eine Mücke.
Und zertrümmerte in der Abwärtsbewegung den Tisch mit einem gewaltigen Krachen.
So kams, dass Noru Uchiha den Tisch in zwei Hälften gespalten vorfand.
Und nein, wirklich beruhigt fühlte sich Daizen eigentlich auch nicht. Halfen Gewaltausbrüche etwa doch nicht so sehr gegen Wut? War der Spruch vom Dampfablassen eine große, fette Lüge? Darüber könnte man sich doch glatt aufregen und noch einen Tisch dran glauben lassen.
Doch ach, das Thema des kommenden Gesprächs, es war zu ernst. Darum bemühte sich Daizen auch um eine ruhige Miene, als Noru eintrat und fragte, was er für den Hokage tun könne.
Ich habe dich rufen lassen, weil sich eine sehr, sehr bedauerliche Neuigkeit zu uns durchgeschlagen hat, leitete er das Thema ein. Da er nun seine Ellbogen eh nicht mehr auf dem Tisch und damit auch sein Kinn nicht mehr auf den gefalteten Händen abstützen konnte, stand er einfach gleich auf, erhob sich gemächlich und scheinbar um einige Jahrzehte gealtert.
Ja, der Tod Uchiha Kôheis traf. Auch wenn persönlich nie viel gewesen war.
Uchiha Kôhei ist im Dienst verstorben, sprach er nun die schweren, formellen Worte. Und beließ es zunächst dabei; natürlich würde er Noru noch mehr sagen, und der Uchiha würde auch noch den Auftrag erhalten, diese Nachricht dem Clan zu überbringen. Doch zunächst durfte Noru diese Grund-Info verdauen.
Wie würde der Clan wohl darauf reagieren?
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeMi Mai 20, 2015 12:08 pm

Hätte Noru nur im Entferntesten geahnt, was auf ihn zukommt, hätte er sich höchstwahrscheinlich nicht so beeilt um bei Daizen stramm zu stehen. Der verwirrte Blick des Uchihas verschwand schnell. Und umso schneller blickte Noru wieder ernst und finster drein. Immerhin musste er doch als ANBU Haltung bewahren. Er war es gewöhnt, dass sein Dorfoberhaupt äußerlich mehr als ruhig, gelassen und entspannt wirkte. Aber dieses mal war es irgendwie anders. Irgendwie war diese Ruhe, die Daizen ausstrahlte alles andere als beruhigend. Es war eher unheimlich und ließen so das Schlimmste vermuten. Das der Schreibtisch zerdeppert vor ihm war, das war schon mal ein Zeichen dafür, dass Daizen selbst etwas die Fassung verloren haben musste.
Daizens einleitende Worte waren schon mal alles Andere als beruhigend. Was hatte Noru denn jetzt für eine Nachricht zu erwarten? Sofort verengten sich die Augen des Uchihas und er konnte es nicht verhindern kurzzeitig seine Haltung vor Daizen zu verlieren. Angespannt verschränkte der Blonde die Arme vor der Brust und wartete ungeduldig auf die Nachricht, die so bedauerlich sein sollte. Was für eine Nachricht?, fragte er sofort, weil die kurze Stille zwischen den Beiden einfach unerträglich wurde. Noru hatte das Gefühl, als würde Daizen ihn Stunden lang anschweigen. Sein Kage erhob sich, als er diese Nachricht ankündigte und wenn Noru nicht schon so angespannt gewesen wäre, könnte er womöglich zugeben, dass diese Bewegung von Daizen etwas unheilvolles hatte.
Als er hörte, was Daizen ihm zu erzählen hatte, dachte der Uchiha, er hört nicht richtig. Entsetzt starrte er Daizen an, während er erst mal die Worte finden musste, die nicht zu beleidigend klangen. Soll...das ein Scherz sein?!, rutschte es Noru sauer raus, eh er Daizen sauer ansah. Mein Bruder? Soll tot sein? Verzeihen Sie aber das kann nur falsch sein! Wieso? Wer soll es gewesen sein?! Zeigen Sie mir seine Leiche, wenn er tot ist!, schrie er panisch und musste sich zusammen reißen, hier nicht alles in Schutt und Asche zu schlagen. Panisch griff er sich an den Kopf und versuchte sich zu beruhigen. Und weswegen sagen Sie das MIR? Und nicht meiner tollen Mutter oder meinem tollen Clan?
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeDo Mai 21, 2015 6:36 pm

So ungefähr hatte Daizen die Reaktion des jungen ANBU erwartet. Leugnend. Die Nachricht infrage stellend. Er nahms ihm nicht übel, sondern fühlte sich lediglich mit ganz sachtem Magengrimmen daran erinnert, wie sehr er es hasste, derlei Botschaften auszurichten.
Freilich wars nicht nett von ihm, dies nun Noru aufzubürden. Doch letztlich... hatte er wirklich und wahrhaftig keine Zeit. Der Terminplan drängte, und dies war nichtmals eine Ausrede. Daizen verharrte wie ein steinerner Tempelwächter auf seinem Platze, derweil Noru seinen Emotionen Ausdruck verlieh. Das Warum stand im Raum wie eine Backsteinmauer. Oder eine wirklich sehr hässliche Vase.
Ein Scherz ists mitnichten, entgegnete er kühl, auch wenn dies ohnehin auf der Hand lag und die Frage so oder so rhetorisch gewesen war. Höchstwahrscheinlich. Und das Wer und Warum sind jeweils heikel. Beides werde ich versuchen, zu erklären, soweit es unser bescheidener Kenntnisstand erlaubt. Und die Sicherheitssfrage.
Zunächst jedoch... warum du? Er breitete in einer sachlichen Geste, die Handflächen nach oben gedreht, die Arme aus. Weil du der bist, von dem ich glaube, er sollte es als Erster hören. Kôheis Verhältnis zum Clan war nicht das Beste, und nur du scheinst so etwas wie ein wahrer Verwandter unter den Uchiha gewesen zu sein, aus echt familiärer Sicht gesehen. Er hielt kurz inne. Ist das korrekt?, fragte er, im Raum stehend wie eine Art menschliche Waage.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeSa Mai 23, 2015 11:46 am

Je länger er hier im Raum stand und auf seine gewünschten Antworten wartete, umso mehr Spannung lag in seinem Körper. Wut kochte in ihm hoch. Eiogentlich ein Gefühl, dass er zuletzt verspürt hatte, als sein Bruder aus dem Clan verbannt wurde, weil er seinen Clan gerettet hatte. Dafür musste er zwar ihren gemeinsamen Vater töten, aber was war schon schlimm daran. Noru war damals fünfzehn Jahre alt gewesen und selbst er fand es damals gerecht was Kohei getan hatte. Immerhin hatte sein Vater das Dorf in Gefahr gebracht und es verraten. Da war Tod das mindeste, was dem Kerl hätte geschehen müssen.Zumindest wusste er jetzt wieder wie sich plötzlich aufkochende Wut anfühlte. Aber leider war das nicht das einzige Gefühl, was sich in Noru breit machte. Durch seinen Kopf sausten so viele Gedanken, die so viele Emotionen auf einmal in ihm wach riefen, sodass er regelrecht daran verzweifelte. Es war eben kein schönes Gefühl, den großen Bruder plötzlich zu verlieren und diesen zu überleben. Auch wenn Kohei und er alles Andere als ein liebevolles Verhältnis zueinander hatten, schmerzte es ihn jetzt auf einmal nicht mehr in Konoha zu wissen. Wenn er sich jetzt so seine Gedanken machte, fiel ihm auf, dass er Kohei nicht wirklich gekannt hatte. Immerhin stellte er sich ja sogar jetzt die Frage, ob Kohei ihn überhaupt akzeptiert, geliebt oder mindestens gemocht hatte. Immerhinhatte sich Noru immer nur an seine Fersen geklebt und ihn genervt. Wollte mit ihm trainieren, neue Techniken lernen und so weiter. Und auch wenn sie mal gemeinsam auf Mission gewesen waren, waren die Köpfe der Beiden meistens im Streit aneinander gekracht. Wobei sich wohl eher Noru mit seinem Bruder angelegt hatte, weil er meistens nie kapiert hat, warum er so abweisend und ernst zu seinem Bruder gewesen war.
Seine Augen brannten schrecklich, während er über all seine aufkommenden Gedanken und Gefühle nachdachte. Auch die Frage, wie es jetzt ohne Kohei weiter gehen sollte, wusste er nicht. Noru hing immer sehr an seinem Clan und an seinem Bruder. Aber am Clan meistens nur, damit Kohei über ihn noch eine Verbindung zum Clan haben konnte. Jetzt, wo Kohei weg war, brauchte er dann noch eine Verbindung zu seinem Clan? Natürlich hatte er seine Mutter noch aber er konnte eh nie verstehen, wie sie es zulassen konnte, dass ihr ältester Sohn verstoßen wurde. Dafür hat Noru sie immer gehasst.
Schnell drehte Noru seinem Kage die Seite zu und griff sich mit einer Hand an die Stirn, sodass er etwas seine Augen verbergen konnte. Eigentlich hätte er es nie gewagt, vor seinem Dorfoberhaupt so die Haltung zu verlieren, aber Koheis 'Tod' war einfach zu viel für ihn.Natürlich hoffte Noru, der Kage würde sich irren, ihn veralbern oder sowas, aber so eine Nachricht würde wohl niemand aus Spaß verbreiten oder wenn er selbst sich nicht so sicher war. Nur ein Vollidiot, Sadist oder ein diabolischer Mensch würde über sowas Scherze und Witze machen. Und Daizen wirkte nicht wie ein Vollidiot oder dergleichen. Zumal auch seine Haltung seine Aussage leider unterstrich. Dieser ernste Blick mit dem der Kage ihn ansah konnte einfach nicht lügen. Versucht unauffällig rieb sich Noru die Augen und sah seinen KAge wieder an.
Daizen bestätigte leider, dass seine Worte ernst waren und dass er es nicht wagte sich einen schlechten Scherz zu erlauben. Leicht verengte Noru seine Augen, als Daizen weitersprach und Noru eigentlich noch keine richtige Antwort gab. Wie er solche Einleitunsphrasen hasste. Er war schon ungeduldig und seine Nerven waren bis zum Zerreißen gespannt und Daizen spannte ihn immernoch auf die Folter. Auch war Noru gespannt auf die Erklärung von Daizen, warum dieser ihn ausgesucht hatte und nicht Koheis und seine Mutter oder sonst jemanden. Gespannt lauschte Noru Daizens erklärung und er konnte es nicht verhindern kalt und freudlos aufzulachen. Sie liegen falsch. Sie kennen Kohei doch aus seinen Diensten. Er war kalt, distanziert und hat wohl kaum etwas oder jemanden an sich heran gelassen. So war er auch zu mir. Er war wahrscheinlich zu jedem so. Ich war für ihn immer nur ein, ihm unterstellter Shinobi. Kein Familienmitglied oder gar ein Bruder. Wahrscheinlich ist der Clan sogar mehr Familie für ihn gewesen als ich. Denn immerhin bin ich sein Bruder. Die Aufgabe kleiner Brüder ist es nun mal den großen Bruder zu nerven und frech zu sein. Und undisziplinierte Menschen hasst Kohei mehr als diese Verräter von Uchiha-Clan., sagte er und verschränkte dabei die Arme vor der Brust. Natürlich habe ich versucht Kohei über mich mit dem Uchiha-Clan verbunden zu halten und ihn nicht fallen zu lassen wie die Anderen, aber ich denke, dass ihn das relativ wenig gekümmert hat. Wenn ich, wie Sie sagen, ein Wahrer Verwandter gewesen wäre, dann hätte Kohei mir vertraut. Das hat er aber nicht. Er hat sich hinter seinem Decknamen verkrochen und versucht alles und jeden von sich abzuschotten., meinte er seufzend und sah betrübt zur Seite. Aber letztendlich war ich wahrscheinlich die einzige richtige Wahl. Hätten Sie meine Mutter oder jemand anderes zu Euch bestellt hätte meine Mutter wahrscheinlich Freudentränen geheult, dass der Verräter tot ist oder jemand anderes hätte Ihnen vielleicht ne Szene gemacht, warum der Verräter erst jetzt tot ist., meinte er mit swn Schultern zuckend. Danach sah er aber wieder ernst zu Daizen. Es wäre nicht nötig meinem Clan von Koheis Tod zu berichten. Im Schlimmsten Fall würden sie wahrscheinlich sein Grab schänden oder es entstellen. Deswegen wird diese Info nur bei mir bleiben. Denn meinem Clan kann ich diese Information nicht anvertrauen, wenn Kohei wirklich tot sein soll. Wenn er tot ist, dann will ich...dass sein Körper und seine Seele ihren Frieden finden. Mehr nicht., meinte er traurig, während er wieder das Gefühl hatte, dass seine Augen verräterisch zu brennen begannen. Tief atmete er wieder durch und sah zu seinem Kage. Ihr habt sicher besseres zutun als mir meine Fragen zu beantworten, Hokage-sama. Aber wo ist mein Bruder und wer hat ihn ermordet?
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeSa Mai 23, 2015 2:31 pm

Der Hokage blieb bei seiner unerschütterlichen Haltung, hoch aufgerichtet im Konferenzsaal stehend wie ein menschlicher Raumteiler. Auch als Noru den Zyniker in sich hervorzukehren schien.
Was sollte man auch dazu sagen. Was sollte man von Kôhei denken. Daizen fühlte so etwas wie Mitleid, ein schwaches Zucken von Mitgefühl für den Shinobi, mit dem er zwar gearbeitet, ihn aber kaum gekannt hatte, wenn er nun offen war. Noru gewährte einen Blick auf Kôhei... der es geradezu verständlich machte, was geschehen war.
Es war bereits kalt und klamm im Raum. Wärs das nicht gewesen, wäre dieses Gefühl nun aufgekommen. Daizen unterdrückte ein Seufzen. Er hatte bereits erwartet, dass Noru emotional werden würde; es war ihm keine Freude, mit dem jüngeren Brüder Kôheis über dieses Thema korrespondieren zu müssen. An sich war Noru ein guter Mitarbeiter, ein treuer Kamerad, ein Mann, mit dem man reden konnte. Doch in diesem Falle... gleichwohl, wer wollts ihm verübeln. Und ein anderer Uchiha...?
"Aber letztendlich war ich wahrscheinlich die einzige richtige Wahl. Hätten Sie meine Mutter oder jemand anderes zu Euch bestellt hätte meine Mutter wahrscheinlich Freudentränen geheult, dass der Verräter tot ist oder jemand anderes hätte Ihnen vielleicht ne Szene gemacht, warum der Verräter erst jetzt tot ist."
Schauderhaft.
Wahrlich. Diese Angelegenheit um Kôhei und dessen "Veräter"-Auftrag wurde offenbar gänzlich falsch angepackt, was die Nachbereitung angeht. Das ist ja ein überbordendes Chaos und eine unglaubliche Strafe für jemanden, der letztlich dem Dorf einen Dienst erwies.
Daizens Augen verengten sich nur ein klein wenig; er sprachs nicht an.
"Es wäre nicht nötig meinem Clan von Koheis Tod zu berichten. Im Schlimmsten Fall würden sie wahrscheinlich sein Grab schänden oder es entstellen. Deswegen wird diese Info nur bei mir bleiben. Denn meinem Clan kann ich diese Information nicht anvertrauen, wenn Kohei wirklich tot sein soll. Wenn er tot ist, dann will ich...dass sein Körper und seine Seele ihren Frieden finden. Mehr nicht."
Die Augen wurden noch ein klein wenig mehr zusammengekniffen. Dies würde er ansprechen müssen. Später.
"Ihr habt sicher besseres zutun als mir meine Fragen zu beantworten, Hokage-sama. Aber wo ist mein Bruder und wer hat ihn ermordet?"
Daizen stieß hart die Luft aus. Denk nicht klein von mir, schnaubte er hervor, rumpelig wie eine Steinlawine und klar zugleich. Ich habe dich deswegen gerufen, nicht nur als Bote. Offenbar wurde unter Uchiha ohnehin schon zuviel geschwiegen, da werde ich dich nun wohl kaum einfach ziehen lassen!
Es klang fast wütend. Gleichwohl wußte jemand wie Noru natürlich, dass Daizen lediglich angeheizt war; wirklich gereizt würden die Wände wackeln.
Zunächst über die drängendste Frage, wenngleich ich die Geschichte mit der Geheimhaltung noch ansprechen werde.
Wie starb Kôhei. Ich werde dir nun sagen, was ich bislang darüber weiß.
Erneut die waagenartige Geste des Gleichgewichts. In der Stimme des Kage lag Kraft, aber auch Ruhe. Die Felslawine hatte den Fuß des Berghanges erreicht. Es gibt keinen Mörder. Keinen Mörder, den man zur Rechenschaft ziehen könnte. Es gibt keinen Feind, es gibt keine Rache, es gibt keine Schuld. Bei jedem aufgezählten Punkt bewegte Daizen erst die eine, dann die andere Hand. Hielt geradezu befehlend den Blickkontakt mit dem Uchiha, wenngleich ihm dieser Blickkontakt seltsames... Unwohlsein über den Rücken schickte. Was Kôhei das Leben kostete... war er selbst. Nicht durch eine taktische Fehleinschätzung oder Übermut. Er gab sein Leben auf.
Daizen ließ die Hände sinken.
Er opferte sein Leben für einen Sterbenden, während seiner letzten Mission. Er gab offenbar sein gesamtes Chakra, um den Mann wiederzubeleben. Seine Leiche wird in diesem Moment von Tonikoi und seiner Späher-Staffel geborgen. Erst dann werden wir mehr wissen.
Schlussendlich setzte er sich wieder, als habe er seine Kraft verbraucht. Dem war nicht so; sein entschlossener Gesichtsausdruck stand nach wie vor. Sofern du meine persönliche Einschätzung hören willst... starb Kôhei letztlich an gebrochenem Herzen. Er schaffte es vermutlich nicht über den Tod seiner Ehefrau hinweg. Bedauern. Eine tragische Geschichte.

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Kleine Out-Anmerkung: Ich hoff ja, das Brennen der Augen sind ankommende Tränen? ^^ Von mehr wüßt ich derzeit nicht ;-)
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeSo Mai 24, 2015 11:39 am

Minimale Out-Anmerkung: Das sind aufkommende Tränen ^^ Entschuldige wenn etwas Anderes rüberkam (Würde mich doch nie über deinen Kopf hinwegsetzen Wink reicht ja wenn Kazumi das macht xD)


Noru war nach Außen hin auch oft ein ruhig erscheinender Typ. Besonders wenn er im Moment vor dem Kage stand und zu Anfang gedacht hatte, er wäre als Anbu hergerufen worden. Allerdings sah man ihm gerade echt an, dass er keine Person der Ruhe war und dass ihn jetzt schon minimal auftretende Schweigesekunden aufregten und für noch mehr Anspannung sorgten. Deswegen konnte Noru auch nicht verstehen, dass Daizen einfach so ruhig blieb. Er musste diese Nachricht überbringen und sich mit dem zutiefst verletzten und kleinem Bruder des Verstorbenen rumschlagen und was war? Nichts! Daizen stand wie ein Fels in der Brandung, schien unberührt von Norus Emotionen. So ein Rang musste schrecklich sein. Natürlich hatte man ein ganzes Dorf und tausende Shinobi unter sich aber letztendlich zog man als Kage immer den Kürzeren. So dachte Noru zumindest. Daizen musste sich nun mit Noru befassen, obwohl er sicher genug zu tun hatte. Und jetzt würde er wahrscheinlich auch nicht freiwillig gehen, bis er seinen Bruder sah.
Noru ließ überraschenderweise das durchschimmern, was er von Kohei kannte oder wusste. Er sagte wenig zu seinen Charaktereigenschaften, sagte wenig zu ihrem Brüderverhältnis und sagte noch weniger über die Zeit, die sie hatten. Denn von den Charaktereigenschaften, die er von Kohei kannte, konnte er nur diese nennen, die er selbst in Missionen kennen gelernt hatte. Privat haben sich die Brüder niemals getroffen gehabt oder irgendetwas zusammen unternommen. Und wie Kohei damals war, bevor er verstoßen war, oder gar bevor er überhaupt Anbu geworden ist, das lag schon zu weit zurück und diesen Kohei gabs schon lange nicht mehr. Also war er eben nicht mehr nennenswert. Ebenso wenig gab es zu ihrem brüderlichen Verhältnis zu sagen. Wie Noru ja schon gesagt hatte, waren die Beiden nur genetische Brüder, mehr nicht. Dass sie etwas gemeinsam unternommen hat, liegt schon Jahrzehnte zurück und gehört der Vergangenheit an. Noru konnte jetzt nur noch vermuten, wie Kohei wirklich von ihm gedacht hatte. Letztendlich waren die Beiden die längste Zeit Brüder gewesen. Während Noru um und für Kohei gekämpft hatte, hatte sich sein Bruder ein neues Leben und eine neue Identität angeeignet und sein altes Leben und somit auch Noru einfach nur weggeschmissen.
Eigentlich war Noru es, der am Meisten sprach. Neben seiner minimnalen Erklärung, was er von Kohei kannte und wusste offenbarte er seinem Kagen auch seine eigene Meinung. Also, dass er Daizens Entscheidung positiv wertete, dass er Noru gerufen und zu sich bestellt hatte und niemand Anderes. Für ihn klang die Geschichte mit Koheis Mord an ihrem gemeinsamen Vater schon wieder banal und langweilig. Ständig musste er sich, als Fünfzehnjähriger die Geschichte beziehungsweise diesen 'Ablauf des hinterhältigen Mordes', wie seine Mutter es immer genannt hatte, anhören. Es hing ihm irgendwann zum Halse heraus. Zumal auch Noru seinen Vater nie besonders leiden konnte. Noru hatte zwar anfangs nie verstanden, warum sein Bruder ihren Vater getötet hat, aber letztendlich fand Noru heraus, dass es eine Mission gewesen war, um das Dorf zu schützen und die Dorfsicherheit zu bewahren. Also hatte er Kohei dafür nie verurteilt. Natürlich war das dann, bei den anderen Uchihaangehörigen anders gewesen. Von den Halbwüchsigen mal abgesehen. Eigentlich wussten nur die Erwachsenen von dieser Tat. Noru hatte es auch nur erfahren, weil sein Vater das Opfer gewesen war und sein Bruder der Täter.
Schwer seufzte Noru. Er fühlte sich in dieser Situation alles andere als wohl. Er war es gewohnt vor dem Kage zu stehen und seine Autorität fast riechen zu können, aber Noru machte das, was er eigentlich nie wollte. Er zeigt hier gerade seine Gefühle und die Gefühle brauchte niemand an ihm sehen. Er war doch sonst immer der entweder fröhliche, laute und verspielte Noru und der stille, hinterhältige und brutale Hikari. Und jetzt war er ein Häufchen Elend, das sich nicht mehr einkriegte, weil sein Bruder verstorben war. Selbst auf der Beerdigung seines Vater hatte er sich nicht so mies gefühlt. Zum Glück existierte der Alte nicht mehr. Sonst hätte er wahrscheinlich noch die Hand erhoben und auf Noru eingeschlagen mit den Worten: `Ein Uchiha zeigt keine Trauer` oder so was. Auch wenn Noru so teilweise seinen eigenen Gedanken nachhing, musterte er seinen Kage teilweise. Er sag wie sich die Mimik Daizens veränderte. Zwar nur minimal aber Noru hatte das Verengen seiner Augen gesehen. Er wartete eigentlich, dass Daizen sich zu norus Worten äußerte, doch er tat es nicht. Letztendlich konnte es egal sein. Die Geschehnisse lagen nur schon elf Jahre zurück oder so ähnlich. Selbst wenn Daizen sich dazu äußern würde, machte es weder Kohei wieder lebendig, noch würde sein Clan einsehen, dass er Kohei unrecht getan hatte.
Mit der Zeit konnte Daizen sehen, dass Noru einfach nur den Namen von dem Kerl wollte, wegen dem Kohei gestorben sein soll. Er hielt es einfach nicht mehr aus. Er wollte wirklich weg. Auch Daizen schien etwas seine Ruhe zu verlieren. Zumindest hörte es sich in Norus Ohren kurz so an, als der Uchiha den Anderen wohl ein wenig drängte. Wie gesagt, Noru wollte einfach den Namen von dem Kerl haben. Und natürlich bekam er den Namen nicht. Daizen umging das eigentlich komplett. Er meinte nur, dass unter den Uchiha viel geschwiegen wurde und dass Daizen Noru so nicht einfach gehen lassen konnte. Verwirrt sah Noru den Älteren an und konnte nicht verhindern, dass er den Kopf schief legte und Daizen fragend ansah. Was meint Ihr damit? Die Uchiha verschweigen wirklich viel. Aber ich kenn doch die Wahrheit? Ohne, dass es gewollt war, klang Noru fragend. Er wusste grade nicht, was Daizen damit meinte. Verschwieg der Clan denn noch mehr?
Aber letztendlich kam Daizen zu einer Antwort, auf die Noru gespannt wartete. Wie sein Bruder starb und Allgemein was Daizen bereits alles von Koheis Ableben wusste. Angespannt verschränkte Noru die Arme vor der Brust und wartete die Antwort ab. Er schloss die Augen und unterdrückte einen genervten Seufzer und ein Kopfschütteln als Daizen endete. Kalt lachte Noru auf. Es gibt einen Täter., sagte er nur und starrte Daizen ernst an. Es kann ja gern sein, dass der Informant, durch den Sie von Koheis Tod erfahren haben, meinen Bruder nicht getötet hat. Aber er trägt Mitschuld! Wenn er Kohei nicht geholfen hat, dann ist das unterlassene Hilfeleistung. Hätte dieser Kerl sich die Mühe gemacht um Kohei zu helfen, hätte er vielleicht nicht sterben müssen. Also kann er wohl zur Rechenschaft gezogen werden!, knurrte Noru sauer. Während Daizen wieder in Ruhe sprach, floss in Norus Stimme nur Wut, Hass und Unverständnis mit. Sauer schüttelte Noru den Kopf und griff sich an den Kopf. Langsam ging er durch den Raum und versuchte nicht komplett auszuticken. Während Daizen ihm schilderte, wie sein Bruder starb. Plötzlich, wie aus einem Reflex, ballte er die Hand zur Faust und schlug mit voller Kraft gegen die Wand neben ihm. Noru war nicht der Stärkste, also brauchte sich daizen keine Gedanken machen, dass er die Wand neu verputzen lassen musste oder gar eine neue Wand ziehen musste. Nur bohrten sich seine Fingernägel in seine Handinnenfläche, sodass diese leicht und minimal blutete. Er tat es nicht um Daizen zu unterbrechen oder so. Er tat es um seiner Wut und seinem Frust Luft zu machen. Und wenn Kohei draufgegangen wäre um einem Bettler trocken Brot zu geben! Mir ist das egal. Warum hatte dann dieser 'Sterbende', den Kohei gerettet haben soll, nicht den Anstand und wartet auf meine Ankunft um mir persönlich zu sagen, was Ihr mir jetzt sagt?! Beziehungsweise, warum spricht er mir nicht sein Beileid aus, wenn er doch gar nichts verbrochen hat?!, fauchte Noru. Ja, sie hatten jetzt einen Punkt erreicht, der den Uchiha zutiefst kränkte und wütender machte. Bitte nennen Sie mir seinen Namen! Oder mindestens wo er jetzt ist! Das 'Bitte' betonte er mehr als gewollt. Eben in der Hoffnung, dass Daizen auf eine Bitte eher eingehen würde, als auf einen unfreundlich klingenden Befehl.
Daizen setzte sich wieder hinter seinen zertrümmerten Schreibtisch und Noru beobachtete ihn dabei. Er wusste nicht, was jetzt noch kommen sollte. Vielleicht würde ihre Sitzung hier noch etwas andauern. Zumindest befürchtete Noru jetzt, dass er nicht einfach gehen wollte, ohne den Namen des Informanten zu bekommen. Und den zu bekommen, das wusste Noru selber, würde wahrscheinlich nicht gehen. Daizen begann wieder zu sprechen und ging dabei auf seine persönliche Einschätzung ein. Und was Noru da hörte verschlug ihm echt die Sprache. Eine weile bekam Noru keinen Ton heraus und starrte Daizen an, als hätte er Noru offenbart er sei eine Frau. Komplett unmöglich.
Als Noru sich langsam wieder fasste, griff er sich an die Augen. Irgendwie brannten sie wieder verräterisch, als müsste er gleich weinen. Letztes Mal hatte er es geschafft, die Tränen zurück zu halten. Doch jetzt spürte er, wie nass seine Wangen waren. Traurig lächelte der Uchiha, eh er seinen Blick senkte und auf den Boden starrte. Wie ich gesagt hab. Kohei hat als sein Deckname gelebt. Er hatte nie einen Clan. Er hatte keinen Bruder und somit existierte ich auch nicht für ihn. Er hat mir nicht vertraut und ich gehörte auch nicht in sein Leben, egal, was ich für ihn ge- und ertragen habe. Ich wusste nichts von einer Frau. Und auch nicht, dass er scheinbar docjh lieben konnte
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeDi Mai 26, 2015 6:06 pm

Der Hokage der Siebten Generation hatte es dereinst akkurat in Stein gemeißelt: Ein Kage hatte die Pflicht, seinen Untergebenen voraus zu gehen und einen Weg zu bahnen. Manchmal jedoch, so zumindest ging es Daizen gerade durch den Kopf, musste er sich auch umdrehen und seine Nachfolgenden ausbremsen!
Auch Noru verkraftete die Situation nicht ohne Anflug von Gewalt. Er drosch auf die Wand ein, wie der Hokage seinen Schreibtisch als Puffer verwendet hatte. Nur ohne die demolierenden Resultate. Der Kato nahm die Sache auch unkommentiert hin; an sich ließ er die Worte des Uchihas abprallen wie ein Schildträger eine Ladung Pfeile. Wobei dies´ Bild zu kriegerisch war. Immerhin attackierte Noru den Hokage nicht direkt. Er mutmaßte, er forderte, er bittete letztlich sogar. Daizens Mimik blieb reglos wie die einer milde übelgesinnten Statue. Austoben lassen, so lautete sein Motto.
Mitschuld wegen unterlassener Hilfeleistung. Nun ja, so könnte mans sehen, wären die Umstände nicht gar so... speziell. Der Informant war schließlich gleichsam der Gerettete, und die zumindest bislang gültige Todesursache lautete "Gab all sein Chakra auf". Selbst wenn der ehemalige Schwertshinobi, als der sich Jinpei bezeichnet hatte, gewollt hätte, wäre er vermutlich außerstande gewesen, Kôhei zu retten.
"Bitte nennen Sie mir seinen Namen! Oder mindestens wo er jetzt ist!"
Es war an Daizen, kurz und kalt und freudlos und knapp zu lachen.
Weder das Eine noch das Andere, entgegnete er so nüchtern, wie ein Mann seines Ranges eben mit einem Mann Norus Ranges sprach. Ich war auch mal jung. Und kann mir denken, welche Dummheiten dir gerade durch den Kopf gehen. Abzukühlen ist das Gebot der Stunde.
So einfach konnte man auf wortreiche Redeschwälle antworten.
Zum Einen haben wir dem ehrenwerten Kerl, der eben noch hier gehockt hat, eingeräumt, seinen Namen aus dem Spiel zu lassen. Zum Andern arbeitet der Herr nun als Freier Shinobi für das Dorf. Folglich werd ich keinen vor Trauerwut brennenden ANBU auf ihn loslassen.
Eine seltsame Situation, sicherlich. Nichtsdestotrotz, da mussten sie nun alle durch.
Der Sturm flaute ab. Nun saßen sie wieder beide. Endlich. Dass es Noru bis zum Weinen übermannte, nahm Daizen so respektvoll und kommentarlos hin, wie es sich eben gehörte. Seufzend nahm er jedoch zur Kenntnis, dass der eigene Bruder scheinbar nichts von Kohana Senju gewusst hatte.
Uchiha Kôhei. Ein Rätsel in einem Geheimnis in einem Mysterium. Hast du dein Leben so leben müssen? Wirklich? Gibt es noch andere Shinobi unter den ANBU, die ihr Leben so leben müssen? Daizen war kein ANBU, war es nie und würde es nie werden. Letzteres wurde durch das, was er heute hörte, nur weiter zementiert. Er würde Tenzou, der immerhin ein ANBU war, deswegen sprechen.
Es entstand ein kurzes Schweigen, wie eine Atempause. Als hätte sich hier eine Art verbaler Ringkampf abgespielt, und nun standen sich beide Kontrahenten kraftschöpfend gegenüber. Daizen hatte jedoch nicht vor, Noru erneut in einen Schlaghagel ausbrechen zu lassen wie vorhin, bloß um ihn nochmals stoisch zu ertragen.
Ich gebe nichts weiter über den Informanten preis, sprach er ruhig und gleichsam unerbittlich, Dies ist eine Auflage, die ich zu respektieren habe. Und es ist ein Standpunkt, den du zu respektieren hast. Davon ab sind Kôheis Todesumstände... grob gesagt, exotisch. Sobald sein Leichnam daheim ist, werden wir Näheres darüber wissen, doch bewahrheitet sich die derzeitige Version... so hätte der Informant ihn nicht retten können. Genauer gesagt, so gut wie keiner von uns. Es war eine Form von Tod, wie man sie... einfach nicht wählt, wenn man gerettet werden will.
Daizen richtete, die Arme verschränkt, seinen Blick zur Decke. Eine Geste der Schicksalsergebenheit mit entblößter Kehle, könnte man sagen. Er tat es heute nicht zum ersten Mal.
Noru-san. Respektvolles Suffix. Lausche nun meiner Bitte. Ich wünsche, dass du, Verhältnis hin oder her, dem Clan Uchiha die Nachricht vom Tode Kôheis überbringst. Wir werden dies nicht verschweigen. Ich appelliere an die Ehre des Clans, dass es zu keinerlei Grabschändung kommt, und stelle dazu das Grab dieses Mannes unter meinen ganz persönlichen Schutz.
Ein Grab ist wichtig. Kôhei Uchiha mochte unter seinem Decknamen gelebt haben. Doch er... besaß auch in diesem Decknamen eine Persönlichkeit und einen Wert, den es m Tode zu honorieren gilt. Mag es nur wenig vom Clan kommen, umso mehr von seinen Kameraden innerhalb und außerhalb der ANBU.
Seufzend richtete er den Blick wieder auf Noru, nun nicht mehr hart und streng, sondern einfach... abgekämpft. Man sah es deutlich: Er wollte nun keine weiteren Wortgefechte. Er sprach für seine Verhältnisse geradezu leise. Trage meine Botschaft, und trage Trauer, wie es sich ziemt und nötig ist. So du es brauchst, nehme dir Urlaub. Denn du hast einen Bruder verloren. Ob er sich nun letztlich als Fremder herausstellte... er war ein Bruder. Er war ein Shinobi aus Konoha. Er war einer von uns.
Tust du dies für mich?
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeSa Jun 20, 2015 9:51 pm

Hoffentlich eskalierte die ganze Situation nicht noch mehr als sie es eh schon tat. Noru hatte sich schon oft, durch seine Laufbahn als Shinobi darüber Gedanken gemacht, wie es ablaufen würde, wenn er einmal die Nachricht bekommen würde, dass ein Freund oder gar sein Bruder durch eine Mission verstarb. Beziehungsweise hatte er sich gefragt, wie er darauf reagieren würde oder was er dabei fühlen würde. Und das Problem war eben, dass Norus theoretische Vorstellung anders war, als nun in Realität. Niemals hätte er gedacht, dass er sich so darüber aufregte, dass sein Bruder im Dienst gefallen war. Er hätte eher gedacht, er würde stolz sein auf seinen Bruder, er würde weinen und seinen Gefühlen freien Lauf lassen. Aber niemals hätte er vermutet, dass er enttäuscht wäre, von seinem Bruder enttäuscht. Dass er wütend wäre und das so sehr, dass er sogar seinen Kage anging. Das hätte Noru niemals für möglich gehalten.Aber hier war es ganz anders. Er verleugnete seine Gefühle. Klar war er traurig. Aber er versuchte seine Trauer in Wut zu überschwemmen. Er war enttäuscht, denn jetzt sah er, dass sein Bruder immer nur Geheimnisse vor ihm hatte. Belogen hatte er ihn auch und das war wohl mit der schlimmste Verrat zwischen Brüdern. Zumindest empfand das Noru so. Kohei hätte ihm nicht mehr verletzen können, als durch so etwas. Natürlich war er jetzt sowohl auf Kohei als auch auf diesen Kerl sauer. Kohei hatte ihn belogen aber dieser Kerl ist der Grund weswegen sein Bruder sterben musste. Ob Kohei es gewollt hatte oder nicht, war Noru in dem Moment herzlich egal. Ob gewollt oder nicht, aber der Kage sorgte durch seine, in scheinbar stein gemeißelte, Haltung dafür, dass Noru sich noch schutzloser, schwächer und kleiner fühlte, als er zur Zeit eh schon dachte. Er handelte im Moment wie damals, als er ein kleines Kind war. Er wurde kurzzeitig etwas aggressiv, fing an zu reden, wo er konnte, in der Hoffnung, sein Gegenüber würde nachgeben. Aber Daizen würde dem Uchiha sicher nicht nachgeben. Eh er nachgab steckte er Noru in eine Zelle oder stufte ihn wieder runter auf Genin. Seinem kleinen Drang nach Gewalt ging er nach, indem er ausholte und der Wand einen liebevollen Schlag verpasste. Allerdings ohne großen Schaden. Wahrscheinlich hätte Daizen ihn dann achtkantig aus dem Raum geschmissen. Insgeheim war Noru dankbar, dass Daizen seinen Ausrasten unkommentiert beobachtete und nicht noch irgendwelche mahnenden Worte an den Schädel des Uchihas klatschte. Sonst würde es mit Norus Kontrolle, die im Moment eh schon etwas zu wünschen übrig ließ, noch katastrophaler aussehen. Letztendlich versuchte Noru alles, um irgendwas über den Kerl herauszufinden, der Kohei zuletzt lebendig gesehen hatte, doch natürlich wies Daizen den Uchiha ab. Eigentlich hatte Noru damit ja gerechnet und hätte auch nicht wirklich darauf reagiert. Doch Daizen lachte. Und das war das Problem. Er hasste es, wenn jemand ihn auslachte. Ob Daizen dieser Sache nun bewusst war oder nicht, das zählte nun wirklich nicht. Selbst wenn Daizen es nicht mit Absicht tat, so sorgte er dafür, dass sich Noru noch mehr auf den Schlips getreten fühlte. Er konnte sich einfach nicht beherrschen, wenn er jemanden lachen hörte und gleichzeitig eben wusste oder das Gefühl hatte, dass es kein Anlachen, sondern ein Auslachen war. Warum sollte sein Kage, der eh selten lachte, ihn anlachen? Dazu hatte er ja nun wirklich keinen Grund.
Daizen blieb nebendran dennoch standfest, wie ein Fels in der Brandung. Er würde Noru wirklich keine Hinweise zu dem Kerl geben, der die Nachricht von Koheis Tod bis nach Konoha gebracht hatte. Knurrend verengten sich seine Augen eh er sich scheinbar an Daizens Worten hochstachelte und seine Worte wahrscheinlich persönlicher nahm, als von Daizen geplant. Ihr wollt mir doch jetzt wohl nicht ernsthaft vorwerfen, dass ich wie ein kleiner, unerfahrener Jungspund von Rachegelüsten überflutet werde, dass Dorf verrate, nur um einen dahergelaufenen Vollidioten abzuschlachten, der zu dumm war, still und heimlich zu verrecken, ohne einer anderen Person den Bruder zu nehmen? Wäre er auch tot, würde mich das ja nicht mal stören. Aber dieser miese Kerl lebt noch! Das Einzige, was ich von ihm will, sind Antworten und Entschuldigungen. Er soll im besten Falle vor mir im Dreck kriechen darum betteln, dass ich ihm vergebe! Nur wegen ihm ist mein Bruder tot!, knurrte Noru erzürnt und verschränkte die Arme vor der Brust. Zumal Daizen das wirklich so einfach sagte. 'Abkühlen' sagte er. Das war wirklich einfacher gesagt als getan. Zumindest für Noru. Er hatte jemanden verloren, den er wirklich geliebt hat. Dass das scheinbar nicht auf Gegenseitigkeit beruhte, war in dem Moment unwichtig. Daizen redete so einfach davon. Kohei war für ihn ja nur ein Untertan, ein Diener mehr nicht. Und davon hatte ein Kage natürlich mehr als genug. So dachte Noru eben, Koheis Tod würde ihm nicht nahegehen. Noru regten diese dummen Worte auf. Egal wer Daizen war, ob nun Kage, Fürst, Bettler oder Heiliger, er tat sich selbst keinen Gefallen, wenn er so abgebrüht darüber redete, dass Noru sich abreagieren sollte. Solche dummen, neunmalklugen Sprüche nicht ab, weswegen er, leicht provoziert, begann zu knurrend. Aber auch nur kurz. Er atmete schnell wieder durch und sah Daizen enttäuscht und noch immer etwas erzürnt an. Seit Eurer Amtszeit war ich Ihnen ein treuer Gefolgsmann. Es verletzt mich, dass Ihr mich mit einem kleinen, unreifen Kind vergleicht. Dass ihr ernsthaft der Meinung seit, ich würde über irgendwelche Dummheiten nachdenken, schmerzt wirklich sehr., meinte er. Egal wie sehr er versuchte, sich zu beruhigen und wieder im Fokus denken zu können, so konnte er einen Gedanken nicht loswerden. Noru versuchte hier vor Daizen zwar erwachsen, abgebrüht und vollkommen gleichgültig auf Koheis Tod zu reagieren, aber natürlich schmerzte diese ganze Situation. Zudem war es auch egal, wie sehr Noru versuchte auf gleichgültig zu tun, mit seinen Vermutungen lag Daizen richtig. Würde der Uchiha nur einen Teil der Informationen von dem Mann herausfinden können, würde er seinen Hass, seine Wut und seinen Zorn an diesem Kerl auslassen, sobald er ihn in seine Fittiche bekommen würde. Er würde seinen Hass grade zu grausam und brutal an dem 'Mörder' seines Bruders auslassen.

Aber diese Erkenntnisse, die alle auf einmal auf den Blonden hernieder preschten, waren zu viel für den Uchiha. Die Erkenntnis, dass er keinen Namen hatte, keine Information, die Erkenntnis, dass er nichts von einer Frau gewusst hatte und jeweils die Erkenntnis, dass er Kohei nicht gekannt hatte und Noru ihm wahrscheinlich auch nie etwas bedeutet hatte, trieben ihm die Tränen in die Augen und er konnte sich kaum noch die Tränen zurückhalten. Er weinte und dabei fühlte er sich schwach. Schwach wie ein kleines Kind und schwächer als Kohei damals ihren gemeinsamen Vater tötete. Noru konnte Kohei damals nicht helfen. Vielleicht, fürchtete Noru, hat Kohei ihn ja deswegen belogen und ihm nie vertraut. Vielleicht war Noru seinem Bruder zu schwach gewesen? Fragen über Fragen meldeten sich plötzlich. Verwirrt schreckte Noru hoch, als Daizen, nach einigen Augenblicken des Schweigens seine mächtige Stimme wieder erhob. Sofort verengten sich Norus Augen erneut, eh er sich schnell mit dem Ärmel die Tränen von den Wangen wischte. Er zuckte mit den Schultern und sah Daizen unverwandt an. Auflage nennen Sie das? Diesen Standpunkt soll ich respektieren? Mehr als erdulden, ertragen kann ich das nicht. Es ist scheinbar etwas, was ich nicht ändern kann. Es wäre nicht förderlich für meine Partnerin und mich, wenn ich meine Grenzen als kleiner, schwacher Untertan derart überschreite., sagte er am Anfang noch laut aber nach seinem dritten Satz wurde er leiser und sprach eher zu sich. Scheinbar so als würde er versuchen sich zu beruhigen. Allerdings sprach sein Kage weiter und Noru begann schwer zu seufzen. Hokage-sama... Mich interessieren Koheis Todesumstände herzlich wenig. Es ist mir gleich, ob er an einem Schluck Tee erstickt ist oder ob man ihn brutal gevierteilt hat. Ja gut. Gleich nach Ihrer Ankündigung, dass er tot sei, war es mir wichtig und ich wollte alles wissen, aber jetzt? Ich bitte Sie. Nach diesem Mist, den er mir verschwiegen hat, braucht es mich echt nicht mehr kümmern, dass er tot ist. Es ist mir egal, dass sein Tod exotisch gewesen sein soll. Es zählt er ist tot. Ich habe meinen Bruder verloren, verdammt noch mal! Klar, ich kannte ihn nicht, er war mir eigentlich, wenn ich jetzt seine Geschichte höre, ein vollkommen fremder Mann, der nur die gleichen Gene hatte wie ich.
Und genauso ists mir egal, ob dieser...Mann...ihn hätte retten können oder nicht! Die Tatsache, dass er zu dämlich war Kohei gleich hier her zu bringen und nicht den Mut aufbringt mir das alles ins Gesicht zu sagen, was ich jetzt von Ihnen hören muss, dass regt mich auf. Was interessiert mich Koheis Leben, wenn ich eh nie dazu gehört habe und nur eine böse Erinnerung aus seiner Vergangenheit war?
, knurrte er sauer und schüttelte nur verständnislos mit dem Kopf. Vielleicht regte er sich zu sehr darüber auf. Aber manche Worte von Daizen konnte er einfach nicht so offen im Raum stehen lassen ohne sie zu richten, sie zurecht zu biegen oder zumindest seinen Standpunkt zu beschreiben. Sauer biss er sich auf die Unterlippe. Er hatte sich sicher im Ton vergriffen. Mehr als einmal. Da konnte er froh sein, wenn sein Kage ihn nicht zu sehr bestrafte oder ihm glatt eigenhändig den Hals umdrehte. Aber er konnte sich einfach nicht zurückhalten. Zu sehr schmerzten die Erkenntnisse, die einfach plötzlich da waren, ohne dass Noru sich richtig darauf vorbereiten konnte.
Erneut vernahm er Daizens Stimme und zuckte unwillkürlich stark zusammen. Er war es gar nicht gewohnt, dass man an seinen Namen irgendein Suffix anhing. Klar, seine Mutter konnte es sich manchmal nicht nehmen und nannte ihn dann immer Noru-chan oder so was. Kein Wunder. Wahrscheinlich würde er in den Augen seiner Mutter immer ein kleiner Junge bleiben, der es sich zum Vorbild nahm, so zu werden wie sein Bruder. Sofort verfinsterte sich aber Norus Blick und funkelte Daizen böse an.Wie er es hasste, wenn er merkte, dass es nichts brachte weiter dicht zu machen. Ihm war ja eh klar gewesen, dass er sich mit Daizen nicht wirklich messen konnte. Aber einfach aufgeben und alles so hinnehmen, war auch nicht sein Ding gewesen. Sauer, verzweifelt und durchaus mit finsterem Blick, biss sich der Uchiha auf die Unterlippe und starrte Daizen an, beziehungsweise starrte er ihn so an, dass es schien, als wolle er durch seinen Kage durchsehen. Resigniert und ergeben seufzte der Uchiha auf. Fein! Ich werde meinem dummen Clan beziehungsweise meiner übrig gebliebenen Mutter die freudige Nachricht überbringen, dass der Verräter endlich tot ist und dann vertraue ich auf Ihre Worte, dass Koheis Grab in Frieden gelassen wird. Aber sollte nur eine Blume falsch liegen, dann mache ich Sie und zwar nur SIE dafür verantwortlich., stellte er fest und widmete sich danach einem weiteren Tabuthema für ihn. Daizen appellierte an die Ehre seines Clans, was Noru allerdings wenig später nur kalt und herzlos auflachen ließ. Ich weiß nicht von was Ihr redet? Ehre des Clans? Wenn mein Clan jemals eine Ehre hatte, dann hat er sie schon lang nicht mehr. Ein Clan sollte immer hinter dem Dorf stehen, es schützen und zu ihm halten. Aber dieser Clan achtet nur auf sein Ansehen. Ein Uchiha hat seinen eigenen Vater auf dem Gewissen? Oh... Um nicht als asozialer und gleichgültiger Clan da zu stehen, verbannen wir mal den Mörder ohne den Grund zu hinterfragen. Hätte ja gar nicht sein können, dass das Opfer das Dorf verraten wollte. Mein Clan stand nicht hinter dem Dorf und schützte es. Es konzentrierte sich auf das Ableben eines dummen Mitgliedes und deswegen wird gleich der Sohn verbannt, weil er sein Dorf verteidigt und geschützt hat. Was für eine Ehre diesem Clan anzugehören!, fauchte er und das Wort 'Ehre' betonte er besonders. Er hasste seinen Clan und dafür was Kohei angetan wurde. Vielleicht wäre es gar nicht so gekommen, wenn sein Clan ihn nicht verbannt hätte. Es tat Noru nicht wirklich gut, dass er sich so ausließ. Manchen half es, wenn sie dem Ärger Luft machten, aber bei Noru wirkte es nicht. Er machte sich nur noch größere Vorwürfe, wo er doch damals kaum hätte helfen können und er fantasierte sich eine Welt zusammen, in der er sich vorstellte, dass Kohei noch im Clan lebte und nicht verbannt wurde.
Daizens Stimmlage veränderte sich, nachdem er dem Clan scheinbar Vertrauen ausgesprochen hatte. Er klang, in Norus Ohren, ein wenig erschöpft und abgekämpft. Scheinbar hatte Noru die Nerven seines Herrn so überstrapaziert, dass dieser es gar nicht mehr schaffte die Müdigkeit in seiner Stimme zu verbergen. Oder er wollte es vielleicht nicht. Noru interessierte das weniger. Er lauschte Daizens Worte und egal wie unpassend es war, es bildete sich ein ehrliches Lächeln auf den Lippen des Blonden. Ich bin ein Kind eines herzlosen Clans, Hokage-sama. Es wäre wirklich lächerlich, wenn ich um einen Mann trauern würde, der letztendlich ein Fremder war. Bruder oder nicht. Der Uchiha-Clan ist herzlos und grausam. Zudem bin ich ein Anbu und ich habe mir nicht umsonst eine Persönlichkeit angeeignet, die es liebt zu töten. Dadurch verlernt man das Trauern. Ich werde mir wegen Kohei keinen Urlaub nehmen. Das ist das Letzte was ich will. Selbst wenn die Trauer durch kommen sollte, ich kann mir besseres vorstellen, als in den Armen meiner Verlobten zu liegen und ihr einen vorzuheulen. Koheis Ableben ist wirklich bedauerlich. Seine Fähigkeiten waren, so wie ich es erleben durfte, wirklich nützlich und außergewöhnlich. Aber mehr auch nicht., sagte er und zuckte mit den Schultern. Genauso wie die vielen anderen, verstorbenen Seelen, wird man irgendwann auch Koheis Namen und seine Existenz vergessen. Ich habe jetzt Besseres zu tun als ihm hinterher zu weinen. Er hätte mein Ableben auch nicht betrauert und so will ich es auch nicht tun. Es reicht, wenn einer von uns Beiden trauert. Ihr hattet mehr mit ihm zutun und habt durch seinen Tod mehr verloren. Ihr habt einen wahrscheinlich gewissenhaften, vorsichtigen und ausgezeichneten Shinobi und Untertan verloren. Ich hab lediglich die Mitteilung bekommen, dass ein Verwandter verstorben ist. Trauert Ihr nur um ihn. Ihr hattet einen größeren Verlust zu erleiden. Mit diesen Worten verbeugte er sich und drehte Daizen den Rücken zu. Wenn das nun Alles ist empfehle ich mich. Ich muss mich sputen. Meine Verlobte wartet zuhause auf mich und ich würde meinem Clan und meiner Mutter gerne die Nachricht überbringen, dass der Verräter nun nicht mehr unter den Lebenden weilt.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeFr Jun 26, 2015 5:19 pm

Diesmal würde er Feuer nicht mit Feuer bekämpfen.
Daizen schwieg, lauschte, hörte zu und sagte nichts weiter, als bereits gesagt wurde, für eine ganze Zeit. Er versperrte sich dem, was Noru vorbrachte, nicht, verbot sich selbst jedoch jede Erwiderung oder Verbesserung oder Rechtfertigung.
Es ufert schon zu weit aus. Was ich mir selbst später mal im stillen Kämmerlein vorwerfen kann, ist definitiv, dass ich in solcherlei Gesprächen nicht gut bin.
Doch da musste man ja leider durch, nicht wahr? Der Posten des Kage bestand nicht nur aus Ruhm und Ehre und schweren Entscheidungen. Das Überbringen schlimmer Botschaften und das Auskommen mit den Reaktionen gehörte gleichfalls dazu. An der einen oder anderen Stelle, insbesondere hinsichtlich des "Grabschutzes" und der Ehre des Uchiha-Clans, hätte Daizen fast etwas eingeworfen, doch er ließ es bleiben.
Er würde Feuer nicht mit Feuer bekämpfen. Es gehörte zu seinen Fähigkeiten, Hitze zu ertragen. Und dieses Feuer musste aus ganz eigenem Antrieb ausbrennen. Er selbst hatte nicht den Willen - und wohl auch nicht das Recht - dies zu tun. Er ließ Noru nicht strammstehen und blaffte ihn auch nicht an.
Stattdessen holte er hörbar Atem, als Noru ihm letztlich eine Verbeugung zukommen ließ und sich zum Gehen wandte.
Tue dies. Neutral, nüchtern, bodenständig, gefühlsentbehrt. Und murmelte etwas bedächtiger und mehr zu sich selbst: Meinung ist Meinung. Auftrag ist Auftrag.
Und er selbst hatte noch einige Aufträge. Des Kages Tag war noch nicht vorbei. Es warteten sicherlich noch einige weitere, unschöne Pflichten auf ihn. Wenn nicht heute, dann morgen...
Nachdem Noru gegangen war, erhob sich auch der Hokage. Blickte sich nochmals missmutig um, straffte dann den Rücken und stapfte durch die zweite Tür hinaus.

tbc: Manöverdorf
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Konferenzsaal    [Kage-Residenz] Konferenzsaal  - Seite 2 Icon_minitimeMi Jul 15, 2015 9:25 am

Wie sehr sich der Uchiha manchmal selbst hasste. Vielleicht konnte Daizen erahnen, was der Blonde für ein Spiel spielte. Er belog sich selbst und alle Menschen in seinem Umfeld. Für ihn war das nichts Neues, immerhin war das seine Art durchs Leben zu kommen. Aber wenn er sich noch einmal seine Wortwahl überlegte, musste er leider feststellen, dass er dabei entweder ziemlich abgebrüht, eiskalt und gleichgültig klang oder eben versuchte seine Trauer in angestauter Wut zu ertränken. Das war die Schwierigkeit. Er hatte keine Ahnung, ob er Koheis Tod betrauerte Er war erwachsen geworden. Er hatte oft schon zusehen müssen, wie Menschen verstarben, die er kannte. Und Kohei war doch auch nur einer von Vielen, oder? Wahrscheinlich würde Noru nur diesen Kohei vermissen, den er als Kleinkind kennen gelernt hat. Diesen Jungen, dem er immer heimlich beim Training zugesehen hat, in der Hoffnung, einmal genau so zu werden wie er. Dieser Wunsch hatte sich nach dem Gespräch mit dem Kagen in Rauch aufgelöst, Wollte er so werden wie Kohei? Ein Verräter? Nicht etwa ein Verräter, der seinen Vater getötet hatte, um das Dorf zu schützen, sondern so ein Verräter, der es nicht mal für nötig hielt, seinem kleinen Bruder zu vertrauen? Natürlich war Noru immer der Jüngere und würde es sicher auch bleiben, aber er war sechsundzwanzig, ein erwachsener Mann und er hatte eine Menge Ahnung vom Leben. Da hätte Kohei ihm doch wenigstens vertrauen können. Immerhin war der Blonde der Einzige, der blind hinter seinem Bruder stand und ihn immer in Schutz genommen hatte.
Aber was dachte er da? Wahrscheinlich war Kohei innerlich genau so verdorben und falsch wie Noru selbst. Naja, das lag wohl an den Uchiha-Genen. Oder zumindest könnten sie das von ihrem Vater vererbt bekommen haben. Eigentlich hatte Noru vermutet beziehungsweise gehofft, dass nur er diese verfluchte, verräterische Art von seinem Vater bekommen oder geerbt hat. Aber scheinbar war sein Bruder genauso gewesen. Traurig blickte der Blonde auf den Boden, kurz nachdem er Daizen gesagt hatte, dass er noch was anderes zu tun hatte. Hatte er auch. Aber anstatt zu seiner Familie zu gehen und von Koheis Tod zu berichten, wollte er einfach nur in seine Wohnung und dieses Gespräch mit Daizen vergessen. Mit eiligen Schritten verließ er den Konferenzsaal und machte sich sofort auf den Weg nach Hause.


GT: Wohnung von Uchiha Noru und Kazuki Elsie
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