Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Straßen von Kirigakure

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BeitragThema: Straßen von Kirigakure   So Jul 22, 2012 1:32 pm

das Eingangsposting lautete :



Die Straßen von Kirigakure sind eher duster durch den Nebel der eigentlich dauerhaft anhält.
Nur selten kommt es vor, dass man klare Sicht hat.
Doch die meisten Dorfbewohner sind es sich gewohnt und es macht ihnen nichts mehr aus.

Die Straßen führen nicht nur zu der Kageresidenz, sondern auch zum Einkaufsviertel, wo man shoppen kann und auch Lebensmittel kaufen kann.
In dem Viertel findet man alles was das Herz begehrt.

Doch man sollte aufpassen wo man hinläuft bzw. man sollte sich den Weg merken, wenn man neu im Dorf ist, denn man kann sich durch den Neben leicht verlaufen.
Den Dorfbewohner passiert dies eher selten, da sie schon etwas länger im Dorf leben.
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Di Jun 18, 2013 5:06 am

Die Ironie des Schicksals musste sich gerade richtig ins Fäustchen lachen, denn scheinbar führte sie mit Vorliebe gerade zu diesem unmöglichen Zeitpunkt  zwei weibliche Shinobi zusammen, die kaum unterschiedlicher vom Wesen und Temperament her hätten sein können. Sicherlich beruhte dieses Ereignis auf einem ungeschriebenen Naturgesetz und es wäre gar nicht möglich gewesen, dass es anders gekommen wäre. Wie es den Anschein machte, war es ein unvermeidliches Ding, das Nasake in ihrer miesen Stimmungslage auf eine glücklichere Person auf den Straßen treffen und das Drama seinen Lauf nehmen würde. Sonst wäre das Leben für die frostige Frau wohl nicht aufregend genug?

Der Vorgang an und für sich lief klassisch ab. Die unbedarfte Chuunin streifte Nasake an der Schulter, reagierte leicht verschreckt  und wandte sich zu ihr um, um sich ausdrücklich für ihr unvorsichtiges Verhalten zu entschuldigen und hob dabei beschwichtigend ihre Hände. Sicherlich vermochte die schnell ausgesprochene Entschuldigung das Schlimmste zu verhindern, aber sie bewahrte sie gewiss nicht vor dem missbilligenden und eisigen Schulterblick der größeren Frau. Am liebsten hätte Nasake die unvorsichtige Chuunin an Ort und Stelle mit scharfen Eisspeeren aufgespießt, aber entschied sich des allgemeinen Dorffrieden’s Willen auf eine drastische Reaktion zu verzichten. Aber die Frau wollte es sich nicht nehmen lassen, doch das Wort an sie zu richten. Seufzend entließ die Frau einen aufgestauten  Atemzug, den sie seit dem Zusammenstoß in Lungen behalten hatte und bemühte sich, ihr aufgekratztes Gemüt in dieser angespannten Situation etwas zu lockern und sich willentlich zur Entspannung zu rufen. Mit langsamer Behäbigkeit drehte sich die Frau zu dem Störenfried um. Ihr kritischer Blick ruhte zunächst auf den Händen, die ihr in Abwehrhaltung entgegengestreckt wurden. Da gewann sie glatt den Eindruck, so etwas wie der personifizierte Teufel zu sein. Nasake rümpfte mit der Nase und bedachte Chiyoko dann mit einem eindringlichen Blick, der sie vom Kopf bis Fuß musterte. „Leider hast du es nicht geschafft, mir die Schulter auszurenken. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.“, kam ihre unverblümte Antwort auf die lächerliche Frage, ob sie denn durch den Stupser verletzt worden war.  Seit wann kümmerte es denn jemanden aufrichtig in diesem Dorf, ob jemand verletzt wurde?
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Di Jun 18, 2013 7:56 pm

Ihr lief ein serienreifer Tropfen am Hinterkopf hinunter mit einigen violetten Wellen, während sie in ihrer Bewegung erstarrte und das Gesicht ein wenig unbequem verzog. Hatte diese Frau sie über die Schulter gerade angesehen, als hätte Chiyoko ihr gedroht oder so etwas in der Art? Die 25-Jährige war sich keiner Schuld bewusst, und war dann umso fassungsloser und erstarrter, als die fremden Augen vor ihr förmlich mit einem Raitonblitz auffunkelten als Warnung - so kam es zumindest rüber. In dieser Sekunde, wo Chiko inne hielt, ließ sie aber die Hände schon wieder sinken, und ihr ach so zufriedenes Gesicht wandelte sich in ein ernstes um aufgrund von Beobachtung und gebotener Vorsicht. Die Aussage verwirrte sie im Anschluss nur noch ein wenig mehr, dass sie es nicht geschafft hatte angeblich irgendwas Schlimmeres auszurichten. Warum hätte sie das denn tun sollen oder schaffen sollen oder gar wollen? Die Blonde war noch nie eine sadistische Natur gewesen, sodass sie diese Metapher, diesen Spruch, oder was auch immer, absolut nicht nachvollziehen konnte. Sie bezog es gleich wieder, wie immer typisch, auf sich, und machte sich darüber Gedanken, ob sie vielleicht den Eindruck erweckt hatte, der Frau etwas Böseres zu wollen als sie anzurempeln. Sie hatte sogar gelächelt, als sie um die Ecke gekommen war, also am Äußeren konnte es nicht liegen. Lags vielleicht mehr daran, dass sie einfach sie war? Ein wenig unbekümmert legte die Teshima die Hände an die Hüften, zog skeptisch eine Augenbraue hoch und sah die Frau vor sich ebenso direkt an, wie sie es bei ihr auch tat. "Hat dir jemand deinen Rang aberkannt, oder was stimmt nicht mit dir?", war die etwas zerknirscht gestellte Frage an die Unbekannte, die aber aus dem Dorf kam. Was sollte diese formale Bitchslap-Antwort? Als hätte ihr irgendwer die Nägel einzeln rausgerissen und gelacht, und nun hatte sie schlechte Laune. Wobei ... Nach so etwas wäre sie wohl etwas verzweifelter als so.
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Di Jun 18, 2013 11:20 pm

Nasake war es nicht entgangen, das sich der glückseelige Gesichtsausdruck des Mädchens schlagartig zu einer versteinerten Miene gewechselt hatte, nachdem sie entschlossen das Wort an sie gerichtet hatte. Die hochgewachsene Frau quitierte diese Tatsache mit einem schmalen Lächeln auf den Lippen und rieb sich demonstrativ die angeschlagene Schulter, während sie ihren entschlossenen Blick nicht von Chiyoko abließ.
Mit köstlicher Genugtuung nahm die Frau zur Kenntnis, dass die Fremde scheinbar an der Stelle versagt hatte, wo sie zuvor siegreich gewesen war. Die freche Antwort zeigte ihr, das die fremde Frau vermutlich keine gute Selbstbeherrschung besaß und mit einer rachsüchtigen Ader gesegnet worden war.
Höchstwahrscheinlich verstand dieses Mädchen nicht viel von der Ironie des Lebens oder sie entpuppte sich als kein begeisterter Freund der Dinge, die sich Scherze nannten. Nasake war sicherlich alles andere als ein großer Menschenfreund, doch hatte sie gefallen daran gefunden, herzhafte Scherze über die Hindernisse zu machen, die sich ihr auf den Straßen des Lebens entgegenstellten.
Wenn Chiyoko eine mit trockenen Witz angereicherte verbale Aussage - die sich auf das eigene Vergehen der Chuunin bezog - zu einem schwerwiegenden Problem erklärte und sie deshalb mit übersteigerter Missachtung strafen wollte, entlockte das der kaltschnäuzige Frau wahrhaftig kein Fünkchen Reue und Respekt. Es verleitete sie vielmehr zu einem verständnislosen Kopfschütteln. Sie verstand die Logik des Mädchens nicht. Die verzogenen Perspektiven ihrer Mitmenschen überraschten sie schon lange nicht mehr. Das ignorante Mädchen demonstierte ihr wieder, dass ihre Wut auf die Menschheit berechtigt war und warum sie ihr vom Leib bleiben sollten.
Die entscheidende Angelegenheit, mit der sich Nasake in diesem Augenblick beschäftigte, war die Motivation die sich hinter der paradoxen Reaktion des Mädchens verbarg. Sie waren Kameraden, daher tippte sie entweder auf Mitgefühl oder Schadenfreude. Die Motivation dahinter würde für Nasake darüber entscheiden, ob das lästige Weibstück irgendwann mit einem Eiskristall im ihrem schwarzen Herzen enden würde. Niemand sollte es wagen, ihr ernsthafte Probleme zu bereiten.
"Es würde mich überraschen, wenn du eine aufrichtige Antwort auf diese Frage erwarten würdest ... ", gab ihr die Frau ihr seelenruhig zur Antwort und zuckte mit den Schultern. Das Interesse an ihrem "Problem" erschien ihr aus verschiedenen Gründen nicht abwegig. Viele Shinobi erwiesen sich als wahre Berufspsychopathen, sammelten für ihr Leben gerne Informationen und sahen es als übliche Praktik an, sie später aus verschiedenen Beweggründen für den eigenen Vorteil zu verwenden. Die erfahrene Kunoichi würde Informationen sicherlich nicht freiwillig herausgeben. Die nervige Frage von Chiyoko hatte sich damit für Nasake erledigt - es würde keine Antwort geben.
"Scheinbar hast du nicht verstanden, worum es hier wirklich geht ... aber DAS lasse ich doch dein Problem sein, mh?" Nasake wollte überprüfen, wie die Chuunin reagieren würde, wenn sie mit dieser Aussage die Aufmerksamkeit wieder auf ihr eigenes Fehlverhalten lenkte. Wenn die Angehörige des Yuki-Clans jetzt eine Technik beherrschen würde, mit es ihr möglich wäre einen Menschen mit ihren bösen Blicken ungespitzt in den Boden zu schlagen, dann hätte sie diese in diesem Augenblick angewandt. Denn immerhin war die Fremde diejenige, die sie auf der Straße angerempelt hatte und den vorlauten Mund hatte sie aus diesem Grunde nicht aufzumachen. Ihre Gedanken kreisten nur darum, wie bemitleidenswert sich die andere in dem Augenblick aufführte.
"Wann werden Menschen wie du endlich verstehen, dass sie auf dieser Welt überflüssig sind?"
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Mi Jun 19, 2013 3:22 pm

Bei der ersten Entgegnung auf Chiyokos Perplexität verengte diese Acht nehmend die Augen, indem sie die Augenbrauen zusammenzog, die Arme verschränkte und man förmlich sah, wie die Luft zwischen den beiden Frauen immer dünner wurde. Da war keine Basis für irgendeine nette Geste, ein Ausruf von einer Entschuldigung oder ähnlichem; das war komplett verspielt worden. Spontan fragte die 25-Jährige sich nur noch, was für ein Rad diese Fremde ab hatte. Ihr Blick änderte sich auch nicht, als es ihr überlassen wurde, ob sie es erkenne, worum es ging. An sich rätselte sie natürlich schon, was jetzt der Grund für diese Auseinandersetzung war, die sich anbahnte. Chiyoko war klar, dass sie Nasake angerempelt hatte, dann war eine Entschuldigung erfolgt, aber daraufhin war ein zynischer Blick über die Schulter erfolgt mit einem sarkastischen Spruch, der Abneigung verlauten ließ. Also an ihr lag es ihrer Meinung nach sicher nicht. Entweder hatte diese Kiri-Kunoichi etwas ins Essen getan bekommen, sie war mit dem falschen Fuß aufgestanden oder war ständig so asozial, wie Chiko sie gerade bewertete, nachdem sie die letzte rhetorische Frage vernommen hatte. Als diese ausgeklungen war, löste sie ihre Arme aus der Verschränkung. Schweigend, wie sie da nun stand, senkte sie den Kopf, ließ die Arme hängen, wobei ihr Gesicht von ihrem Pony verdeckt wurde, sodass niemand sehen konnte, wie ihre Kiefer aufeinander gepresst wurden. Diese Frage glich viel zu sehr dem, was sie nie hören wollte, aber ständig in Konoha hatte durchleben müssen. Arroganz, Ignoranz und Schikane in nur einer Frage gegenüber ihr. Ob das nun auf ihre Herkunft abzielte oder andere Gründe hatte, war da verdammt egal. Nasake hatte sich so geäußert, dass die Blonde nun aus aufkeimender Wut die Fäuste ballte und die Backenzähne aufeinander mahlen ließ.
Menschen wie sie? Überflüssige Menschen? Welche, die niemand brauchte? Reizbar war Chiyoko mitunter schnell, das sah man gerade exemplarisch gut. Aber sie war ganz sicher nicht überflüssig. Im Gegensatz zu diesem Haufen Ignoranz vor sich bot sie ihrer zweiten Seele, die ihren Körper ebenso teilte, ein zu Hause. Da wurde niemand einfach so verstoßen, weil er überflüssig war. "Überflüssig?", fragte sie nun mit lauter Stimme nach, nachdem sie das Gesicht wütend erhoben hatte, sich leicht herausfordernd nach vorne beugte und letztlich auf sich selbst zeigte. Nach ihrer kommenden Aussage ließ sie den Finger aber schon wieder in einer Faust versteckt sinken. "Ich soll überflüssig sein? Im Gegensatz zu so zynisch-naiven Frauen wie dir, die weder Kerl noch Kind haben, wie's scheint, tu' ich was für die Leute um mich herum! Nimm dir nicht raus, mich als unnötig zu beurteilen, wenn du hier nur stehst und dich durch Wortkeilereien toll fühlst. Die sind nämlich unnötig."
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Mi Jun 19, 2013 10:31 pm

Nasake bemerkte, wie die Blondhaarige sie mit ihren skeptischen und geringschätzenden Blicken durchbohrte, nachdem sie es gewagt hatte das Wort gegen sie zu erheben und eine zynische Ansage zu machen. Niemand musste die Oi-nin auf den non-verbalen Kontext aufmerksam machen, den die humorlose Frau ständig präsent machte.

Zynismus stellte für die empfindsame Chuunin scheinbar reines Teufelswerk da und der Umgang mit Kritik schien nicht ihre unbedingte Stärke zu sein. Stattdessen konnte sie sich gut vorstellen, dass sie ihr Ego lieber unablässig mit tollen Sprüchen betankt haben wollte.
Na, für den undankbaren Job wollte sie gewiss nicht zuständig sein. Sicherlich gab es genügend Narren dort draussen, die bereit waren der verwöhnten Göre das geheiligte Hinterteil mit Glitterpuder zu vergolden - unabhängig davon welchen Mist sie gerade fabrizierte.
Musste überhaupt erwähnt werden, dass die selbstbewusste Frau für eine solche selbstgefällige Geisteshaltung keinen funken Respekt übrig hatte?

Gut, der werten Frau konnte der verwendete Umgangston etwas zu hart sein, vermutlich weil sie ihr bisheriges Leben vorwiegend in einer abgeschottenen Seifenblase mit extraweichen Kuschelkissen verbracht hatte. Im Gegensatz dazu lebte Nasake ihr unabhängiges Leben und stellte sich fortwährend den Unanehmlichkeiten der gefährlichen Shinobi-Welt. Die Oi-nin pflegten einen kaltschnäuzigen Umgang, aber das längst nicht zum Spass an der Freude. Jeder Shinobi kämpfte mit harten Bandagen. Wenn ihre harmlosen Worte die Chuunin zur Weisglut treiben könnten, was für ein mannigfaltiges Drama würde die gute Frau dann erst veranstalten, wenn sie auf die wahrhaftigen Tiere stoßen würde, die draussen auf sie lauerten. Die Welt war bei Leibe kein sicherer Ort und die gefräßigen Tiere sahen die zarten Seelchen kleiner, besserwisserischer Mädchen schon immer als eine gute Beute an.

Es war nicht ihr Problem, wenn sie dem nicht gewachsen sein würde, aber irgendwie bereitete diese Tatsache der Frau ein angenehmes und warmes Gefühl, das sie in diesem Augenblick als Glückseeligkeit geschreiben würde. Womöglich benötigte die Chuunin gerade diese notwenige Lektion in ihrem Leben, sodass sie von ihrem hohen Ross heruntergestoßen wurde? Einen anderen Weg gab es wohl nicht, der ihr die Botschaft über ihr überflüssiges Verhalten verständlich machen würde, die Nasake ihr in diesem Moment zu vermitteln versuchte. Scheinbar war die Fremde bereits so verblendet in ihrer Weltsicht, dass sie nicht mehr in der Lage war über ihr eigenes Verhalten angemessen zu reflektieren, sich ihrem eigenen Fehlverhalten zu stellen und Reue für ihre Versäumnisse zu zeigen. Irgendwie konnte Nasake das Gefühl nicht abschütteln, das die Frau irgendwie an der verzweifelten Wahnvorstellung festhielt, dass sie das unschuldigste Engelchen auf Erden war und niemals nie selbst die Schuld sein konnte.

Sie würde das aber nicht auf sich beruhen lassen. Wenn diese Frau sie herausfordern wollte, sollte sie ihre Herausforderung haben. Sie konnte eine zweite Ansage haben, die noch ein ordentliches Stück deutlicher ausfallen würde. Sie empfand diese Situation zwar als reichlich kindisch, aber wenn sie nicht hören wollte, musste sie unweigerlich fühlen.

"Überflüssig, bis weit über den Rand.", entgegnete sie ihr nur trocken und machte die passende Handgeste dazu, als sie merkte, das die Stimmung der Frau wegen einem Satz von herablassend-skeptisch auf schäumend vor Wut hochging.

Mit einem Schlag sah Nasake all ihre goldenen Vermutungen bestätigt. Die Chuunin hatte in diesem Augenblick wahrlich nichts besseres zu tun, als die erstbeste Gelegenheit zu ergreifen und auf den emotionalen Hasstripp aufzuspringen. Nasake konnte nicht in Worte fassen, wie sehr sie das impulsive Verhalten anwiderte, da sie es als Schwäche ansah.
Die Chuunin redete sich mit ihren unbedeutsamen Worten in den wildesten Wutrausch hinein, aber das zauberte Nasake keinen Schweißtropfen auf die Stirn. Sie ließ die gute Frau reden und blickte sie kühl an, ohne merklich den Gesichtsausdruck zu verziehen. Wovor sollte sie Angst haben, vom dem schreienden Tomatengesicht vor sich? Dieses Geschrei ängstigte sie kein Stückchen und und darüber hinaus, beeindruckte sie es kaum. Als die andere sich vor ihr aufbäumte, behielt sie die Ruhe und behielt entschlossen den Blickkontakt bei. An diesem Tag hatte sie sich wahrlich die falsche Person herausgesucht, denn sie würde keinesfalls von der Chuunin den Schwanz einziehen, die nicht begriff, das wahrer Respekt und wahre Größe nicht mit heillosen Geschrei und halbfertigen Idealen erreicht werden konnte. Sie bewieß wieder einmal, wie wahrhaftig lästig die Menschen sein konnten.

"Du solltest ernsthaft an deinem Wutproblem arbeiten ... damit wirst du nichts gewinnen können.", im nächsten Augenblick plazierte die Frau eine Hand auf den Schultern des Mädchens und schob sie mit einem selbstbewussten Lächeln auf den Lippen eine Armlänge weit von sich weg. "Außerdem solltest dringend lernen, die persönlichen Grenzen anderer Leute zu respektieren."

Aus den Reaktionen unbeherrschter Menschen las Nasake gerne wie in einem offenen Buch. Im Grunde sagte sie mit dem Geschrei mehr über ihre eigene Person aus und diese Informationen gedachte sie begierig zu sammeln - aber im Grunde gab es keine großen Erkenntnisse mehr für die Oi-nin zu gewinnen und die Frau begann sie zu langweilen.
Das verwöhnte Gör hielt sich mit ihrer geschätzten Weltsicht sowieso für das 'non-plus-ultra', setzte ihr gesamtes Glück auf ihre Familie, was ihrem Verständnis nach ein leichtsinniger Einsatz war und verstand dabei nicht, dass sie selbst mit ihrer Engstirnigkeit einen viel größeren Beitrag zu diesem Streit leistete. Weiterhin glaubte Nasake nicht, dass die Fremde tatsächlich in der Lage war, einen echten Beitrag für ihre 'geliebte Gesellschaft' zu leisten, wenn sie wie jetzt permanent von ihrer Egozentrik geblendet würde.
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Fr Jun 21, 2013 1:22 pm

Mit höchstens einem hatte dieses Weib recht, wenn man ein wenig psychoanalytisch über die Aussagen dachte. Chiyoko war oftmals von der lockeren Ader, rannte die Leute um, zerrte sie irgendwohin oder machte sich nicht viel aus höflichen Verbeugungen, aber wenn das jemanden störte, sollte er es ihrer Meinung nach sagen. Oft schauten die Leute nur blöd, lächelnd gequält oder ähnlich, und sie wollte so zeigen, dass sie gern Anschluss suchte, selbst wenn etwas deutlicher und rabiater. Aber hier war allein schon ihre lieb gemeinte Entschuldigung fürs Anrempeln aus Versehen auf Granit aufgeschlagen und hatte sich die lyrischen Zähne ausgebissen. Und gerade, weil die Teshima nicht mehr einsehen wollte als dass sie manchmal übereifrig war, versuchte sie sich entgegen der Gedanken dieser Frau zu verhalten. Zwar hatte sie die Fäuste immer noch geballt, auch als sie weggeschoben worden war wie eine Litfaßsäule, aber sie zog die Luft ein wenig länger ein, um aus der Rage heraus zu kommen, die aus Du bist überflüssig resultierte. Dazu hatte sie für ein paar Sekunden auch die Augen geschlossen gehalten. Ein wenig entspannter öffnete sie sie wieder, verschränkte die Arme und ihr Gesichtsausdruck wurde etwas reservierter für ihre Verhältnisse. "Ich muss mir von so jemandem wie dir nicht sagen lassen, was ich zu lernen und woran ich zu arbeiten habe. Jeder hat seine Façon, die er nicht auf Wunsch irgendwelcher nichtigen Personen ändern muss." Hoffentlich saß das, dass Chiyoko diese mehr oder minder Blauhaarige gerade als ebenso unwichtig betitelt hatte, wie sie sie zuvor. Zwischen unwichtig und überflüssig war höchstes ein minimaler definitorischer Unterschied, aber im Gesichtspunkt hatte sie die Entgegnung gerade zurückgeworfen. Um sich dann das exemplarische arrogante Haare-über-die-Schulter-werfen-Ende zu sichern, steuerte Chiyoko den Weg an Nasake vorbei an, um eine andere Straße zu nehmen, von der sie wusste, dass sie ebenso zum Clanviertel führte. So setzte sie sich in Bewegung mit ausdruckslosem Gesicht, ließ die Arme in Schrittbewegung mitmachen, wie man es halt von jemandem kannte, der ganz normal ging, und sah geradeaus, wobei sie ein letztes Wort übrig hatte. "Hoffentlich hast du noch Spaß mit deinen Monologen."
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Fr Jun 21, 2013 4:02 pm

Nasake stämmte ihre Hände auf die Hüften, nachdem sie das angriffslustige Biest mit mäßigen Krafteinsatz von sich gedrückt hatte. Ihre Augenbrauen hatte sie skeptisch nach oben gezogen und ihre silbergrauen Augen funkelten hämisch. Sie lauschte den Worten des Mädchens weiter und schwieg zum großen Teil. 

Nasake musste zu diesem erbärmlichen Drama keinen großen Beitrag leisten. Die fremde Frau würde die großartige Show prima ohne ihre Mithilfe stämmen. Jeder der sich zu diesem Zeitpunkt auf den Straßen aufhielt, würde das unweigerlich erkennen können. Es zeugte von den unterschwelligen Aggressionen, die in Chiyoko weiter brodelten und sie ignorierte scheinbar persönliche Grenzen, selbst wenn man sie ihr aufzeigte. Sie gedachte diesen fruchtlosen Streit auf verbaler Ebene weiterzuführen und dachte sie hätte mit ihrer sinnlosen Aussage einen Siegestreffer erzielt. Nasake gedachte ihr, ihren Irrtum aufzuzeigen.

Herrlich. Wittere ich da etwa einen Hauch von Psychopathie? wenn sich ihre jetzige Aussagen nicht eindeutig mit dem widerspricht, was sie vorher zu mir sagte. Es würde mich echt überraschen, wenn dieses Biest überhaupt von jemanden etwas lernen könnte ... und nicht selbst darauf besteht, dass jeder ihrer gesprochenen Worte huldigt. Gott, ihre Familie tut mir leid ... dieses Mädchen kennt ihre Grenzen wirklich nicht, dachte sie. Bei einem persönlichen Streit zwischen zwei Personen kontert sie mit einer illusionären Weltsicht, als würde sie annehmen die gesamte Menschheit als Rückendeckung zu haben. Kann es sein, dass sie das Wörtchen 'Ich' mit 'Welt' verwechelt, getreu dem Motto 'etwas Größenwahn schadet nie'? Als hätten es alle Menschen auf dieser Welt im Sinne, sich von 'nem Macker durchnehmen und nervige Plagen in die Welt zu setzen. Wer wirklich Gutes im Sinne hat, erklärt solche banalen Dinge doch nicht zum absoluten Ideal.

Die Einzelgängerin hatte im Laufe ihrer Ausbildung zum Jagd-Shinobi einen geschärften Blick für die Marotten ihrer Mitmenschen entwickelt. In ihrem Job war es üblich, dass Menschen mit unterschiedlichsten, schwierigen Charakteristiken miteinander in Kontakt, unvermeidlich in Konflikt und damit in ihr Fadenkreuz gerieten. Ihr Geduld war reichlich und sie endete stets in dem Augenblick, dem ihr jemand wie ein räudiger Köter ans Bein pinkeln wollte. Aber bis zu diesem Gegenangriff verging meist eine Menge Zeit, da sie ihn als Jägerin gerne entsprechend gut vorbereitete.

"Widersprüchlicher hättest du dich wahrlich nicht äußern können, Mädchen. Scheinbar bist du jetzt fertig damit, mir deine unfehlbare Weltsicht 'deutlich' machen zu wollen. Jetzt gehen wir unweigerlich zu dem Teil über, das es dir nicht gefällt, wenn ich dir deine Grenzen aufzeige? Wenn du unschuldige Leute auf der Straße ankeifst, wirst du in ihren Augen als überflüssig gelten. Ob's dir gefällt oder nicht."

Nasake war nicht darum verlegen diesem Mädchen eine rhetorische Frage zu stellen. Von Anfang an hatte sie es im Gefühl gehabt, dass sie nichts weiter als eine erbärmliche Lachnummer war und es nicht vermochte, ihr das Wasser zu reichen und deshalb verstrickte sie sich in ihren widersprüchlichen Aussagen. Aber damit jemand der Oi-nin gerecht werden konnte, musste jemand schon mehr bieten, als Hass, Streitsucht und Arroganz. Sie schätzte den Rang der Fremden auf einem nicht höheren Niveau als eines Chuunins ein, obwohl sie vom Aussehen her viel älter wirkte.

"Ich wünsche dir noch viel Spass in deinem Leben. Ich hoffe für deine Familie und Freunde, dass sie nicht ständig unter deinen Launen leiden müssen."
Der Gesichtsaudruck von Nasake regte sich nicht groß, als die andere an ihr vorbei gehen wollte. Passend zur Ironie hob sie die Hand zum Abschied.
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Sa Jun 22, 2013 5:10 pm

Widersprüchlicher hättest du ... Bla bla bla, ja, laber ruhig weiter. Chiyoko verdrehte bewusst energisch die Augen, schüttelte den Kopf, als sie noch hörte, wie die Fremde zu einer weiteren Arroganztirade ansetzte, obwohl sie selbst dabei nicht groß mitbekam, dass ihr Verhalten dem eines bockigen Teenagers gleichkam. Irgendwann bekam Chiko nur noch dieses Viel Spaß mit, aber wie ein kleiner Blitz durchfuhr ihr Trommelfell dann die Aussage, dass Freunde und Familie nicht allzu sehr wegen ihren Launen leiden müssten. Sie klang an der Stelle genau wie der Jugendpsychologe aus Konoha, der zwar weitaus höflicher war, aber letztlich nach der Diagnose und Weiterem gesagt hatte, dass Chiyoko in ihrem weiteren Lebensverlauf wegen ihrer angeblichen Benachteiligung öfters unzurechnungsfähig und launisch sein würde. Recht hatte er leider behalten, aber das nun auch von außen von wem bestätigt zu kriegen, fras sich wie ein ekliger Egel fest. Chiyoko versuchte aber die Zähne zusammenzubeißen. Diese Auseinandersetzung verlor nach und nah ihr Restniveau, bis sie gar keins mehr hatte, jedoch wollte die Blonde daran nicht - in ihren Augen - schuld sein. Die Hand, die von der arroganten Ziege gehoben wurde, ignorierte die Teshima wie alles andere ab nun auch, als sie ihres Weges nach Hause gehen wollte. Sie überlegte bereits eine Aussage, die sie noch rufen könnte: Hoffentlich bezahlt irgendwann jemand Geld dafür, dass du deinen Mund nicht mehr aufmachst. Aber dieser Zynismus käme ihrem gleich und sie sah sich selbst viel zu sehr in der geistigen Entwicklung ihres Clanoberhauptes, das Nasake aber schon beim ersten falschen Blick das Knie gebrochen hätte. Takara war um zehn Spuren schlimmer, als diese beiden Kiri-Frauen zusammen, egal wie verschieden sie waren. Dafür schwieg Chiyoko einfach, wenngleich ihr Gang unverwechselbar schnell blieb, der Kiefer angespannt und der Blick zornig.

tbc: Trainingsplatz 1 nach einem Zeitsprung von ca. 1-2 Tagen


Zuletzt von Chiyoko Teshima am Mi Jul 03, 2013 9:44 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Sa Jun 29, 2013 12:22 pm

Nasake ließ die zum ironischen Abschiedgruß erhobene Hand langsam wieder neben sich sinken und rollte mit den Augen.
Nach dieser schicksalhaften Begegnung fühlte sie sich wieder vollständig in ihrer menschenfeindlichen Weltsicht bestätigt. Für die abgebrühte Oi-nin war es eine alltägliche Sache mit streitsüchtigen Menschen einen Konflikt auszutragen. Dementsprechend sah sie die Menschheit schon immer als Wurzel allen Übels an und erklärte damit routinemäßig die gekeiften Worte des Mädchens mit einem gleichgültigen Schulterzucken zu einer bedeutunglosen Sache. Viele Einfaltspinsel hatten sie in ihrem Leben herausgefordert und viele hatten sich an ihrer harten und unachgiebigen Schale die Zähnchen ausgebissen, ehe sie in einen unschicken Eisquader - wortwörtlich oder im übertragen Sinne - eingesperrt wurden. In ihrer bisherigen Laufbahn und Lebensgeschichte begegnete sie dem menschlichen Abschaum ständig, sodass es für Nasake nicht möglich war, sich im Detail an alle Vorkommnisse zu erinnern. Im Vergleich zu dem was sie sonst erlebte, war diese Begegnung auf den Straßen allerdings lediglich eine kleine Irritation und Lachnummer gewesen. Wer aber keinen Sinn für Respekt besaß, würde von ihr schwerlich Respekt ernten können. Mitgefühl für die Narren auf dieser Welt, hatte sie schon lange keines mehr.
Abschätzend blickte sie über ihre Schulter und wartete angespannt, bis die Fremde hinter der nächsten Straßenbiegung verschwunden war. Es überraschte sie nicht im Geringsten, dass das fremde Mädchen den Abschiedsgruß nicht erwiderte. Sie schaute wieder geradeaus und zuckte mit den Schultern.
Eine eisige Windböhe wehte die blauen Haare von Nasake durcheinander. Sie blinzelte gegen den Wind, ehe er wieder abnahm. Mit einem bleichen Finger strich die Frau sich eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht und setzte unbeirrt ihren Weg fort, während sie sich mit den Fingern weiter durch das Haar fuhr und versuchte diese zu richten. Es kümmerte sie auch nicht, ob die andere sich ihre Worte zu Herzen nehmen würde. Im Grunde endete diese lästige Angelegenheit für sie, als die Frau die Kurve gekratzt hatte und sie nicht mehr behelligte. Üblicherweise waren die Probleme von Fremden nicht ihre Probleme - erstrecht nicht, wenn besagte Person sie auf der Straße anrempelte und sie im Anschluss respektlos benahm.
Nasake fragte sich, was die andere mit ihrem Verhalten überhaupt gedachte zu erreichen. Sie schien sich nicht darüber bewusst zu sein, dass ihr Verhalten ihr keine Vorteile brachte und es ihr am Ende zum Verhängnis geworden ist. Bisher hatte die Oi-nin in ihrem Leben noch keinen Shinobi getroffen, der derart leichtfertig handelte und sich freiwillig ins offentsichtliche Unglück stürzte.

tbc: ???
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Sa Aug 10, 2013 8:48 pm

Cf: Dorf Suichimura

So schnell ging es also. Nun konnte Junko stolz von sich behaupten, dass sie ihre erste richtige Mission hinter sich hatte. Man konnte zwar nicht sagen, dass Junko wirklich viel tun konnte, aber sie war da gewesen und hatte schon einige Erfahrungen gesammelt. Ich hoffe dass es Kyo gut geht... Nach dem Angriff im Wald wurde Kyo so sehr verletzt, dass sie die Mission beenden musste..., schoss es der Kura durch den Kopf, während sie so durch die Straßen von Kirigakure wanderte. Was sorgst du dich um dieses Gör? Du hast doch eh keine ‚Beziehung’ zu dem Mädchen aufgebaut. Außerdem bezweifel ich nicht, dass es ihr gut geht. Sie wurde sofort nach hause geschickt. Beziehungsweise ins Krankenhaus. Es wird ihr gut gehen., antwortete der Sanbi auf Junkos Gedanken und während die Grünhaarige weiter durch die Straßen ging, seufzte sie schwer. Du bist doch bescheuert. Kann man nicht einmal seinen Gedanken nachhängen, ohne dass du dich einmischt? Das nervt. Vor dir hat man nicht einmal zehn Minuten seine Ruhe!, knurrte Junko leicht. Auf Antwort hoffte die Genin nicht. Sie hatte keine Lust sich mit Isobu zu zoffen und sich gleichzeitig anzustacheln. Sie war erschöpft von der Mission. Demnach hatte sie auch keine Lust sich mit ihren Bijuu zu zoffen. Sie wollte nur noch nach Hause, schlafen und sich erholen. Gähnend streckte sich die Grünhaarige und rieb sich müde die Augen. Ich weiß, ich weiß. Ich bin gemein und das gefällt mir. Aber du hast doch sonst niemanden mit dem du dich unterhalten kannst. Du suchst dir ja keine Freunde~ Außerdem lass mir den Spaß. Es ist immer wieder belustigend, wenn du dich aufregst und genervt bist... Hehe…, meldete sich die überdimensionale Schildkröte erneut. Das hatte zur Folge, dass Junko genervter denn je durch die straßen lief. Abregen konnte sich die Genin auch nicht. Schlag doch auf n paar unschuldige Bäume ein... Oder noch besser, was mir mehr gefällt, auf ein paar unschuldige Dorfbewohner..., meldete sich die Schildkröte erneut und die Stimme der Riesenschildkröte überstrapazierte die Nerven der Jinchuuriki. Jetzt sei endlich still Sanbi!!! Du nervst!!, schrie Junko lauthals entnervt. Dass sie gerade laut losgeschrieen hatte, bemerkte Junko erst nebenbei. Aber es kümmerte sie gerade herzlich wenig. Sie war gerade einfach zu aggressiv und temperamentvoll. Sie wurde erst aus ihren Gedanken gerissen, als sie ein starker Ruck durchzog und sie auf dem Hosenboden landete. Ey!! Kannst du nicht aufpassen?!, fauchte sie von unten herab und sah sauer zu der Person auf. Das Junko in ihr gegenüber reingerannt war, sah die Grünhaarige gerade nicht. Böse funkelte sie die Frau an, in die sie hereingerannt war.

Out: Extrem kurz und einfallslos, aber ich hoffe es reicht dir erst mal^^
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Mo Aug 12, 2013 5:30 pm

TW: Restaurant Shinobi

Ein Tag später, gleiche Straße, gleiche Zeit, gleiche Häuserecke. Mit entschlossenen Schritten ging Nasake durch die Straßen von Kirigakure - sichtbar erholt nach einer geruhsamen Nacht und nichtsahnend, welche Bekanntschaften sie an diesem Tage machen würde. Ihr Weg sollte sie an diesem Morgen zum Trainingsplatz führen und mehr hatte die Frau nicht eingeplant. Die Oinin gedachte an der Ausführung ihrer Techniken zu feilen, denn wenn eine Sache keine Effizienz hatte, erachtete die Frau diese als sinnlos und als Verschwendung.
In der nächsten Sekunde registrierte die scharfsinnige Kunoichi das fremde Mädchen auf ihrem Weg, das schreiend mit sich selbst schalt und auf den Ersten Blick vollständig abgelenkt von ihrer Umgebung schien.
Neugierige Blicke hafteten sich ihr an. Welches Problem vermochte sie derart leidenschaftlich zu beschäftigten? Den Namen den sie aussprach, brachte ihr schließlich die Erkenntnis. Bei dem Mädchen handelte es sich offenbar um den Jinchuriki des Sanbi! Ihres Wissens wurden die Jinchuriki oftmals von inneren Stimmen geplagt. Als Oinin war sie selbstverständlich gut über diese Biester und ihre Träger informiert worden und auch über die generelle Unberechenbarkeit ihrer Jinchuriki, da die grässlichen Biester üblicherweise jede Gelegenheit dazu nutzten um die geistige Gesundheit ihrer Träger zu untergraben.
Unweigerlich musste sie Parallelen zu dem an den Vorfall am gestrigen Tag ziehen. Warum musste sie immer an die hysterischen Weiber geraten, die offenbar mehr als nur eine Schraube locker hatten? Nicht das die andere Frau in etwas dafür konnte, dass sie als Gefäß auserwählt worden war. Aber bei alle dem Mitgefühl, die sie für ihr Schicksal hegte, konnte Nasake es nicht abstreiten, dass sie  sich in diesem Augenblick von den Umständen geplagt fühlte.
Scheinbar war es ihr Schicksal, ständig auf die Narren dieser Welt zu treffen. Wobei sie hier eher auf ein 'Narrenprodukt' traf, was ihren gerechten Zorn doch etwas abschwächte. Sie war nicht so ruchlos einen Menschen für etwas zu verurteilen, für das er keine Schuld tragen konnte. Wahrhaftig würde sie dann nicht umsichtiger als ihr Clan handeln, wenn sie das Mädchen dafür verurteilen würde.
Als dieses Mädchen schnurstracks auf sie zuging, ohne einen Versuch zu unternehmen ihr auszuweichen, rümpfte Nasake mit der Nase und ihr Mitgefühl wurde zur Seite gestellt. Ihr kam der Gedanke, der unangenehmen Gesellschaft auszuweichen, aber am Ende hielt sie ihr Stolz davon ab. Für sie kam es nicht in Frage, für das Mädchen platz machen. Sie sollte lernen, sich zu beherrschen. Hatte das Dorf denn keinen Psychologen angestellt, der sich um sie kümmerte, wenn sie derartig verwirrt auf den Straßen umherging? Gab es keine Jinchuriki-Spezialisten?
Nasake wollte nicht ausweichen, verschränkte ihre Arme vor der Brust und lässt sie das Mädchen auf sich zukommen. Sie wollte sie testen, würde sie den Zusammenstoß abwenden können? Wie weit würde sie sich gehen lassen, wenn sie zusammenstoßen würden? Neigte sie zur Streitsucht wie das Mädchen vor ihr? Tadelnde Blicken trafen das Mädchen, als dieses gegen sie stieß und folglich zu Boden ging.
Dieser Leichtsinn... du solltest es unterlassen in der Öffentlichkeit Selbstgespräche zu führen und zukünftig besser auf deine Umgebung achten.“, kam die unterkühlte Antwort der Yuki, als das Mädchen zu schreien begann. Ihr entschlossener Blick haftete an ihr, während sie ihre Arme verschränkt hielt und mit kuriosen und analysierenden Blicken auf sie herabschaute. Angst zeigte sie in diesem Augenblick nicht. Ihre Absicht war es als verantwortungsbewusste Oi-nin, die sich um das Wohl des Dorfes sorgte, den Jinchuriki auf Herz und Nieren zu prüfen.
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Mo Aug 12, 2013 6:17 pm

Junko war Schuld an dem kleinen Zusammenprall zwischen ihr und der Oi-Nin. Doch freiwillig würde sie es sicher nicht zugeben. Nicht solange sie hier noch auf dem Boden saß und zu der Frau aufsehen musste, die von ihr angerempelt wurde. Kaum hatte sie die Worte der anderen Frau realisiert, bemerkte die Sanbijinchuuriki auch schon deren tadelnden Blick. Oh Gott wie sehr sie das hasste. na danke du olle Schildkröte… Hättest du mich nicht warnen können, dass ich gleich in irgendjemanden reinrenne?!, fragte Junko ihren Biju der noch in ihrem Kopf kicherte. Nö wieso denn? Ich leiste dir gesellschaft und unterhalte mich mit dir. Was willst du noch?, kam die Gegenantwort und auch wenn die Grünhaarige antworten wollte und die dreischwänzige Schildkröte zusammenstauchen wollte, so ließ sie es trotzdem bleiben. Stattdessen grübelte sie weiter: Was bin ich auch so blöd und laufe durch diese dämlichen Straßen?! Dächer sind viel besser und da habe ich auch keinen Gegenverkehr…, grübelte sie kurzzeitig über abertausende Möglichkeiten nach, wie sie diese unschöne Situation hätte vermeiden können. Doch während sie überall hinsah, nur nicht in NAsakes Gesicht bemerkte sie erst jetzt die Blicke einiger Dorfbewohner. Ach wie sehr sie das hasste. Am Boden sitzen, zu Füßen einer anderen Person und dann sahen es auch noch diese dämlich gaffenden Dorfbewohner. Ja… Kaum kannte sie vier bis fünf Shinobi, die sie als Ge-Nin und Sanbi respektierten, schon musste sie mal wieder erkennen, wie sehr sie dieses verdammte Dorf und die dazugehörigen Dorfbewohner hasste.
Tja Knirps… Ich wollte dich ja warnen… Geh am besten wieder in den dunklen, dunklen Wald, wo sich niemand hintraut, oder eben zu dem see, wo du in Ruhe trainieren kannst. Zu gerne hätte sie dieser Stimme in ihrem Kopf die Luft abgequetscht, damit sie endlich mal still war aber besonders stark war sie nicht, dass sie sowas oder sowas ähnliches vollbringen konnte. Leicht legte sie den Kopof zur Seite, krallte sich in den Boden und wäre sie eine Cartoonfigur würde man an ihrer Schläfe mindestens drei Wutadern sehen. Vielen Dank für dieses vollkommen, sinnlose Kommentar. Hast du zu viel von deinem See- oder Meereswasser geschluckt? Du bist merkwürdig sarkastisch, deutete Junko kurz an, worauf von Isobu nur ein leises Ach sag bloß… Ist dir das auch schon aufgefallen zu hören war.
Während sich die Kura fragte, was mit ihrer ach so tollen Seelenpartnerin los war, erhob sie sich und richtete ihre Aufmerksamkeit nun wieder an Nasake, die weiterhin vor ihr stand. Etwas böse funkelte die Jüngere ihr Gegenüber mit ihren gelbbraunen Augen an und verschränkte die Arme abweisend vor ihrer Brust. Na vielen Dank, dass Sie sich scheinbar um mich sorgen. Übertreiben Sie es lieber nicht, sonst bilde ich mir noch was drauf ein. Aber Sie brauchen sich keinen Kopf machen. Ich führe alle zehn Sekunden Selbstgespräche. Nur normalerweise nur so, dass diese dämlichen Dorfbewohner es nicht bemerken., nuschelte sie ihren letzten Satz kleinlaut und schielte dabei leicht zur Seite um irgendeinen Dorfbewohner, der sie dämlich ansah, mit ihrem Blick zu ermorden. Im nächsten Moment blickte sie wieder in die scheinbar eiskalten und ernsten Augen der Okusoko. Ihre ach so tollen und ‚gut gemeinten‘ Ratschläge brauch ich nicht! Ich war sooo kurz davor mich bei Ihnen zu entschuldigen, dass ich abgelenkt war und in Sie reingerannt war, aber so wie sie mich anstarren, würde Ihnen eine Entschuldigung scheinbar egal sein!, fauchte Junko jetzt die dunkelhaarige Frau an. Das war wieder typisch für die Sanbijinchuuriki. Kaum kam ihr jemand ‚mächtiger‘, ernster und stärker vor, schon schlug sie mit wilden Behauptungen und frechen Bemerkungen um sich. Es war eine Angewohnheit um sich zu schützen. Wurde sie vorlaut und frech, so wurde sie bis jetzt meistens gemieden und hatte ihre Ruhe. Wahrscheinlich spielte der Fakt auch eine wichtige Rolle, dass sie diese Art bis jetzt nur bei den Dorfbewohnern angewendet hatte, die sie eh fürchteten. Wie NAsake auf ihr Gezeter und Gemecker reagieren würde, wusste Junko nicht. Und eigentlich wollte sie es nicht wissen. Sie wollte der Oi-Nin einfach nur klar machen, dass sie sich ‚wehren‘ konnte und auch ihre Meinung preis gab…
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Di Aug 13, 2013 3:29 am

Auf den bleichen Gesichtskonturen der jungen Frau zeigte sich ein schmales Lächeln, während sie ihren Kopf leicht senkte und dabei ihr die blauen Haarsträhnen von ihrem dichten Haupt ins Gesicht fielen. Die Oi-nin wollte ihre Ruhe bewahren und dem unhöflichen Mädchen mit geschlossener Fassung begegnen. Kurz schloss sie ihre Augen und nahm einen tiefen Atemzug, der ihre Lungen mit der frischen und feuchten Meeresluft befüllte. Ehe sie diese durch einen kräftigen Stoß wieder aus den Lungen entließ und ihre Augen wieder öffnete. Mit gestrengen Blicken ihrer eisblauen Augen blickte die Yuki auf die Genin herab, die vor ihren Füßen kauerte und keinen Versuch unternahm, sich aus eigener Kraft zu erheben. Die Grünhaarige wirkte in Gedanken versunken und tat alles andere, als zu der Ranghöheren aufzuschauen und ihr wie es sich gehörte in die Augen zu schauen. Scheinbar stand das Mädchen unter starkem emotionalen Stress und die Kunoichi fragte sich, ob die angespannte Situation oder gar diese grässliche Chakrawesenheit in ihrem Inneren dafür verantwortlich war. Natürlich hatte dieses eigenartige Schauspiel mittlerweile die Aufmerksamkeit der umstehenden Dorfbewohner erregt und sie waren damit beschäftigt, den beiden Kunoichi ihre penetranten Blicke zu schenken. Nasake fertigte diese Zudringlichkeiten mit einem kühlen Seitenblick ab. Sie sollten sich einen anderen Ort suchen, an dem sie gaffen konnten. Doch leider würde ein forscher Blick alleine das Problem schwerlich lösen können. Nasake hätte es lieber gehabt, auf den Straßen nicht so viel aufsehen zu erregen. Aber nun war das Kind den Brunnen gefallen und es galt schnell zu reagieren. Die Grünhaarige schien stetig angespannter zu werden in Anbetracht dieser Situation und krallte sich mit ihren Fingern im harten Boden fest. Schließlich blickte sie doch zu ihr auf, machte einen angesäuerten Eindruck wich dabei nicht von ihr, während sie in Abwehrhaltung die Arme vor der Brust verschränkte. Diese gesamte Situation schien ihr nicht zu behagen, doch Nasake konnte das gleiche von sich behaupten. Dieses Gefühl des Unbehagens entlud sich schließlich in einem lautstarken Protest und wenn Nasake etwas nicht mochte, dann war es wenn sich jemand gegen sie stellte und das noch in der Öffentlichkeit.
Wie es scheint, besitzen wir ein loses Mundwerk, mh? Mit Sicherheit fällt diese 'liebliche' Eigenschaft den Dorfbewohnern sofort ins Auge, aber sie werden es ignorieren, da sie sich damit nicht beschäftigen wollen, aber hinter deinem Rücken werden sie sich die ungeheuerlichsten Geschichten über dich erzählen.“, redete die Oi-nin den Jinchuriki mit ihrer kaltschnäuzigen Art an. Die Kunoichi beugte sich rasch zu dem Mädchen hinunter und wollte sie an ihrem Arm ergreifen mit mäßigen Krafteinsatz auf die Füße zerren. „Ob ich eine Entschuldigung von dir erhalte, ist für mich tatsächlich ohne Bedeutung … dein Status, dein Rang, dein Schicksal ist für mich ohne Bedeutung, wenn du mir respektlos begegnest. Es interessiert mich auch nicht, was die schaulustigen Menschen denken mögen. Es zählt nur eine Sache: Wenn du weiter diese traumwandlerischen Pfade beschreitest, wirst du unweigerlich meinen Zorn erfahren.“
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Di Aug 13, 2013 10:03 am

Hm… Endlich mal jemand, der dir die Stirn bietet… So wie ich dich einschätze, würdest du am Liebsten wegrennen oder? Du bist es nicht gewohnt auf Widerstand zu treffen. Und wenn sich dir jemand entgegen stellt, der zu stark für dich ist, dann willst du wie ein kleines Mädchen, weinend, wegrennen, nicht wahr?, stichelte die Schildkröte in dem Kopf der Siebzehnjährigen erneut. Konnte diese eingeschnapptte, gepanzerte Echse oder was immer der Sanbi war, nicht einfach ein einziges Mal die Klappe halten und sich nicht in irgendeiner Art und Weise einmischen? Wie Junko aus dieser zugesehen unangenehmen Situation kommen sollte, war ihr nicht klar. Wie sie es hasste mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Einfach abhauen konnte sie auch nicht. Nasake machte zwar einen eiskalten, ernsten und strengen Ausdruck aber sie schien es auch nicht auf sich sitzen zu lassen, dass Junko die Oi-Nin extrem zickig angepampt hatte. Anders als Junko reagieren würde, blieb Nasake still und ruhig. Und das brachte das Gemüt der Sanbijinchuuriki zum Überkochen. Sie hasste diese unangenehme kühle und stille Art von Älteren. Da reagierte die Jüngere immer über und wurde extrem aggressiv.
Nachdem Junko sich aufgerichtet hatte und der Okusoko ziemlich patzig geantwortet hatte, funkelte die Jüngere die Yuki weiterhin ernst an. Besser ein loses Mundwerk, als keinen eigenen Willen! Außerdem sollte es Ihnen vielleicht aufgefallen sein, es interessiert mich herzlich wenig, was diese dummen Dorfbewohner von mir denken. Ich könnte sie ganz einfach in der Luft zerreißen, wenn ich nicht an dieses dämliche Dorf gebunden wäre!, knurrte Junko sauer und ballte die Hände zu Fäusten. Wie es sie nervte, sich vor irgendwelchen Shinobi rechtfertigen zu müssen. Aber sollte sie doch sehen, dass die Grünhaarige das Dorf zusammen mit dessen Bewohnern verachtete. Daran würde sich so schnell nichts ändern. Auf Nasakes folgende Worte konnte die Genin nur mit den Schultern zucken. Mir doch egal, was diese dummen Menschen in ihrer Freizeit machen. Sollen sie sich doch das Maul über mich zerreißen. Sie können froh sein, dass ich sie nicht in der Luft zerreiße. Von mir aus können die noch so dumm rumquatschen, wie sie wollen, irgendwann werden sie vor mir im Dreck kriechen und mich wegen ihrer Dummheit um verzeihung anbetteln!, knurrte sie weiter und dass sie gerade etwas am Rad drehte, war ihr dezent egal. Es war ihr eigentlich egal, wie irgendjemand von ihr dachte. Und selbst wenn sie ‚geliebt’ worden wäre, so interessierte es sie nicht. davon konnte sie sich nichts kaufen und nur davon leben ging leider auch nicht. Zu schön wäre es ja. Irgendwas mach ich falsch… Dächer sind echt die besten Möglichkeiten um unschönen disskusionen aus dem Weg zu gehen. Jetzt ist es zu spät. Ach gott ich will hier weg..., dachte sich Junko und bei diesem Gedanken seufzte sie schwer. Sie haben eine echt angenehme Art ihre Meinung preis zu geben. Manche vertragen die knallharte Wahrheit nicht, Ich eigentlich schon. Es ist besser, als ständig nur etwas vorgeheuchelt zu bekommen. Aber ich verstehe irgendwie nicht was sie gegen meine ach so tollen ‚traumwandlerische Pfade’ haben. Okay es war unhöflich von mir, einfach in Sie reinzurennen und noch viel mehr, dass ich mich dafür nicht entschuldigt habe, aber meine Menschenkenntnis ist echt nicht die Beste. Ich bin mit Vorurteilen gespickt und das wird sich wohl nie ändern..., meinte Junko schulteerzuckend
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Mi Aug 14, 2013 3:46 pm

Die Yuki hielt den Arm des Mädchens weiterhin fest in ihrem Griff und schaute ihr dabei unerbittlich in die Augen.
Die großspurige Drohung die von Junko ausgesprochen wurde, ließ die Ältere eiskalt an sich vorbei gehen. Nasake begann leise zu lachen, denn es viel ihr schwer ihren dramatischen Anflug von Größenwahn für voll zu nehmen.
Jedoch erachtete die Yuki die Worte des Mädchen und ihr gesamtes Gehabe als deutlich unter ihrer Würde und das ließ die ältere Frau sie durch ihre missbilligenden Blicke wissen. Die Kunoichi hatte besseres zu tun, als die Zeit mit einem keifenden Narrending zu verschwenden, dass erachtete sie aus ihrer Fassung zu bringen. Doch zu solchen Taten würde sie sich nicht hinreißen lassen. Bereitwillig würde sie sich nicht auf die gleiche Stufe wie dieses ungezogene Gör stellen. Wenn der Tag kam, am dem sie sich wie eine geistesgestörte Närrin benahm, würde sie sich selbst eine Eisklinge ins Herz rammen, um die Erde von sich zu erlösen.
Ihre Pflichten als Oi-nin würde sie zu erfüllen wissen, wenn der Jinchuriki die Kontrolle über sich verlieren würde. Es lag nicht in ihrem Interesse, ein geistig-labiles Narrenprodukt am Leben zu lassen und sie hoffte, das der Nachfolger sich als eine würdigere Wahl erweisen würde. Wobei dieser Jinchuriki doch wahrhaftig im Sinne seiner machtgierigen und gedankenloser Schöpfer erschaffen wurde.
"In der Tat ist das Wort eine mächtige Waffe... "
Die Anflug des Größenwahns und des Schwachsinns gedachte sie mit einer knappen Antwort zu kontern, die im Gegensatz zu diesem wortgewaltigen, hysterischen Ausbruch stand. Das Mädchen sollte entgültig begreifen, das Nasake nicht beabsichtigte sich auf das Niveau herabzubegeben.
" ... solange es nicht durch Lügen oder verdrehte Wahrheiten entwertet wird. Oder bist du so naiv und begreifst nicht die Bedeutung deiner eigenen Worte?"
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Mi Aug 14, 2013 4:50 pm

Würden Sie bitte die überfreundliche Güte besitzen meinen Arm loszulassen? Ich danke Ihnen für Ihre Sorge, aber ich werde schon nicht wieder umfallen wie ein nasser Sack, sagte Junko leicht gereizt und es schwang nicht gerade wenig Sarkasmus mit in der Stimme mit. Es war nicht so, dass Nasakes Griff schmerzte oder dergleichen, aber es nervte die Sanbijinchuuriki einfach nur angefasst zu werden. Sie war es siebzehn Jahre nicht gewohnt gewesen und wenn sie es bis jetzt ausgehalten hatte, würde sie es wohl auch noch weitere Jahre schaffen. Die Yuki sollte einfach nur loslassen! Und es gab zwei weitere Dinge, die der Grünhaarigen nicht passten. Ersten hasste sie es, dass die Ältere ihre Worte scheinbar ignorierte und zweitens, dass Nasake scheinbar irgendwas an der Jinchuuriki witzig fand. Sei es nun an ihren Worten oder dem Verhalten sei mal dahingestellt. Das interessierte Junko nicht. Es nervte sie eben nur, dass sie scheinbar ausgelacht wurde. Was gibt’s da zu lachen?! Hab ich nen Witz verpasst, oder was?, fauchte sie sauer und blickte die Oi-Nin wütend an. Wies aussieht, wirst du dir an dieser Eisfrau die Zähne ausbeißen kleine…, gab Isobu kichern von sich und die Worte, die sie sagte, ließen Junko verwirrt blinzeln. Eisfrau? Was soll der stuss?, harkte sie nach und von der Schildkröte konnte man nur ein entnervtes Geräusch hören. Mit dir wird’s echt nicht langweilig. Du gibst einem jedes mal aufs Neue einen Grund zum lachen. Ich weiß ja, du hältst dich von den Leuten und so fern aber manchmal würde es nicht schaden, wenn du ein paar Menschen kennen lernen würdest. So vom hören sagen, verstehst du? Dann besteht nämlich die klitzekleine Möglichkeit, dass du ein paar Infos zu anderen Shinobi besitzt, die dich interessieren könnten. So hättest du nämlich durch irgendwelche zufälle wissen können, dass sie eine Chakranatur besitzt, die du schon als kleines Kind toll fandest., kommentierte Isobu in Junkos Gedanken deren Frage und sofort, nachdem die Grünhaarige die Worte der Schildkröte realisiert hatte, sah Junko mit funkelnden, großen Augen zu der Okusoko auf. Sie interessierte es jetzt erst gar nicht mehr, woher Sanbi irgendetwas von den Dorfbewohnern/beziehungsweise von Nasake wusste. Zumal Junko ja selbst nicht wusste, mit wem sie es hier eigentlich zutun hatte. Aber das interessierte sie halt nicht. Nicht im Moment.
Sie besitzen das Hyôton?, sprudelte es aus Junko regelrecht heraus und sie war sogar so fasziniert jemanden mit dem Hyôton zu begegnen, dass sie sogar auf die Worte der Oi-Nin nicht reagierte. Oh Gott… drei roteKreuze am Kalender… Sie hats endlich mal begriffen und was mitbekommen…
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Fr Aug 16, 2013 12:10 am

Nasake besaß so viel Einfühlungsvermögen, das sie sich denken konnte, das es der Jinchuriki nicht behagte, das sie am Arm festgehalten wurde während sie bezüglich ihrer Taten belehrt wurde. Allgemein behagte das direkte und drastische Vorgehen niemanden, aber das war der Grund, warum Nasake sich dafür entschieden hatte.
Doch der Wortschwall aus dem Mund des Mädchens war versiegt und nun sah die Yuki keinen Grund mehr, das Mädchen weiter bei sich zu belassen. Sie drückte sie mit leichter Kraft von sich, bis das eine Armeslänge weit Abstand zwischen den beiden Kunoichi bestand und entließ sie schließlich aus ihrem Griff. Während ihre berechnenden, eisblauen Augen die Kura weiter fixierten, ließ Nasake ihre Hand wieder langsam neben sich sinken. Viel lieber hätte sie die frühen Stunden am Tag mit ihrer Meditation verbracht, als sich um dieses lästige Mädchen zu kümmern.
Allerdings hatte das Schicksal bereits entschieden, dass sie sich jetzt mit diesem Jinchuriki beschäftigen musste.

Welche Dinge hatte sie bisher von diesem Jinchuriki erfahren können? Das sie vermutlich mit großer Vorliebe die Dorfbewohner töten würde. Wenn dies nicht nur hohle Drohungen waren, um sie einschüchtern, konnte sie von einer gewissen Blutrünstigkeit oder zumindest einen radikalen Geisteshaltung der jungen Dame ausgehen.
Es war nicht verwunderlich, das ein „Menschenopfer“ zu derartigen Verzweiflungsakten getrieben wurde, wenn es im Stich gelassen wurde. Nasake rümpfte angewidert mit der Nase und fragte sich, warum das Narrending bisher nicht beaufsichtigt worden und ohne Obhut geblieben war? Sie empfand dieses Vorgehen als leichtsinnig. Die Kraft dieser Biester ließ sich zwar bändigen, was aber keinesfalls bedeutete, dass sie dennoch eine legendäre Kraft besaßen und das Siegel brechen konnten. Wenn der Bijuu es schaffte, die Kontrolle über dieses schwache Herzen zu erlangen, durfte es für Kirigakure ein ernstes Problem geben. Das Problem würde sich sicherlich von der Mizukage und den Spezialeinheiten des Dorfes bewältigen lassen und sicherlich würde sie ihren Teil beitragen können, aber wenn eine Katastrophe abgewehrt werden konnte, sollte sie abgewehrt werden. Es ersparte vielen Menschen einen unnötige Katastrophe. Offenbar hatte aber niemand so weit gedacht.

Die Yuki hob eine Augenbraue, als sie die nächsten Worte des Mädchens vernahm. Hörte sie da richtig? Die Jinchuriki fragte, warum sie lachte? Begriff sie immer nicht, worum es hier ging? Nasake gedachte da etwas Licht in ihr Dunkel zu bringen. Ihre kühlen Blicke trafen sie scheltend, während sie um ein schmales Lächeln nicht verlegen war, da die Ironie der Situation noch immer vermochte sie zu unterhalten.
"Wenn du unbedacht solche Drohungen aussprichst, siehst die die Ketten von denen du dich befreien willst, nur fester um dich herum. Leichtfertig setzt du damit deine Freiheit und womöglich sogar dein Leben aufs Spiel."
Ob das Narrending jetzt begriff, was die Ältere versuchte ihr zu erklären? In der Gegenwart eines Dorfshinobi, der unter anderem für die Innere Sicherheit zuständig war, sprach man besser nicht von ihren Massenmordfantasien.

Der rasche Themenwechsel traf die kühle Oi-nin dann doch etwas unvorbereitet. Ihre Augen weiteten sich, als sie aus heiterem Himmel auf ihr Bluterbe angesprochen wurde.
Von welchen Dingen sprichst du?“, kam die kühle Antwort auf ihre Frage.
Die junge Dame wusste von ihrem KG ? Argwöhnische Blicke trafen Junko und die ältere Frau fühlte Wut in sich aufkochen. Woher wusste dieses Mädchen von ihren Fähigkeiten, wenn sie doch zu einer Spezialeinheit gehörte, die routinemäßig den höchsten Geheimhaltungslevel einhielten mussten? Dieses Wesen durfte damit etwas zu tun haben, denn nur so konnte die Oi-nin sich erklären, warum die Kunoichi das über sie wissen konnte. Womöglich war es in der Lage Dinge zu spüren, die Normalsterbliche nicht wahrnehmen können.
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Fr Aug 16, 2013 9:37 am

Irgendwie hatte die Genin den Spaß am Herumstreiten mit der Oi-Nin verloren. Lag es wirklich nur daran, weil sie soeben von ihrem Biju erfahren hatte, dass vor ihr eine Yuki stand? Oder hatte die schildkröte echt recht gehabt, was die Grünhaarige betraf mit dem sich ‚an der Frau die Zähne ausbeißen’? Junko wusste es nicht. Sie schob es dezent auf die kürzlich beendete Mission und die damit folgende Müdigkeit, dass sie des Streitens nicht mehr mächtig war. Junko war stur und nur weil Nasake es wahrscheinlich echt geschafft hatte ihr das Maul zu stopfen, so würde Junko sich diese Niederlage nicht eingestehen und akzeptieren würde sie sie sowieso nicht.
Nebenbei besaß Nasake auch die unendliche Güte die Jinchuuriki loszulassen und auch etwas auf Abstand zu drücken. Natürlich ließ es die Grünhaarige dankend zu. Denn auch wenn sie im Moment ziemlich glücklich war, endlich mal einen Hyoton-Nutzer zu treffen, so hieß es noch nicht, dass sie jetzt klammern würde. Zumal Nasake ihr eh nicht so aussah, wie ein Mensch, der gerne ein halbwüchsiges Balg an der Backe hatte. Oder ein, am Bein klammernden Klammeraffen oder ein Gör, das ständig an ihrem Rockzipfel hing. So ein Gör war Junko nicht. Schon lange nicht mehr. Bei ihrem Vater war sie so ein anstrengendes Gör. Aber seitdem er unter der Erde liegt, bist du ein armer, kleiner Einzelkämpfer~, schallte plötzlich die Stimme der dummen Schildkröte in Junkos Kopf wieder und da hatte sie erstens nicht ganz unrecht und zweitens hatte sie einen seeeehr empfindlichen Nerv getroffen. Der Tod ihres Vaters war nur ein Tabuthema für sie. Tu einmal was vernünftiges, verschwinde in deinem See und komm bitte nie nie nie wieder. Okay? So schwer ist das nicht, dass solltest auch du schaffen., antwortete die Grünhaarige der Schildkröte gedanklich und das ziemlich patzig. Von Isobu kam nur ein leises Kichern, aber dann war sie auch schon still... Vorerst.
Die Worte, die Junko wenig später von Nasake hörte, überraschten sie irgendwie. Bildete sie sich das ein, oder gab die Ältere ihr gerade einen Rat, was sie lieber nicht sagen sollte, um sich zu schützen und um indirekt nicht in die Hände derer zu spielen, die sie und den Sanbi verabscheuten? Oder interpretierte sie da irgendwas rein? Wahrscheinlich. Möglicherweise hatten die Verhaltensweisen der Mizukage, Midori und auch Samegawa und Hiroshi dazu geführt, dass die Grünhaarige nun in den Worten der meisten Jo-Nin oder eben höherrangigeren Shinobi keine Abneigungen mehr sah, sondern eher Hilfestellungen und aufmunterungsversuche. Der Gedanke hört sich aber trotzdem paradox an. Ach ich bin übermüdet. Das ist es.,schwer seufzte die Grünhaarige, als sie diesen Gedanken hatte, doch schnell richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Nasake und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. Sie haben ja recht. Meine Drohungen und Beleidigungen gegenüber den Dorfbewohnern ziehen den Strick um meinen Hals nur enger. Aber so recht will mir keine Lösung einfallen. Natürlich habe ich irgendwo den Wunsch mit Sanbi akzeptiert zu werden. Ganz klar. Aber irgendwo weiß ich, dass dieser Wunsch, zusammen mit meinem Charakter und meinem Hass unmöglich zu erreichen ist. Und so einfach kann ich nicht aus meiner Haut raus. Ich weiß, ich könnte mich bei ihnen so oft ich will entschuldigen, sie würden sie eh nicht annehmen und sich am ende wahrscheinlich nur noch mehr über mich lustig machen, dass ich so naiv war und mich entschuldigt hätte. Aber um so was zutun ist dann auch wieder mein Stolz zu groß und ich bin wieder am Anfang der Zwickmühle., seufzte Junko schwer und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Den Blick richtete sie gen Himmel und er schien auch sehr verträumt und froh zu sein. Froh war sie, dass sie scheinbar begriffen hatte, was die Oi-Nin ihr sagen wollte. Und sie hatte das gefühl es begriffen zu haben.
Doch als sie das Kekkei Genaki der Frau ansprach fühlte Junko schon regelrecht wie sehr sie die Frau mit dem Thema schockte. Sie wandte ihren Blick vom Himmel ab und blickte in die Schockgeweiteten Augen. Auch ihr Blick änderte sich. Er war nun nicht mehr verträumt und froh, sondern teils besorgt und auch entschuldigend. Ehrlich entschuldigend. Sie senkte ihre Arme und schenkte der Yuki nun noch mehr ihre volle Aufmerksamkeit. es tut mir leid, wenn ich jetzt einen Punkt getroffen habe, der sie wütend macht oder der sie verwirrt... Aber na ja..., nuschelte Junko etwas verunsichert und kratzte sich leicht am Kopf. Sanbi ist zwar manchmal echt launisch und ziemlich kalt, aber sie weiß eine ganze Menge. Und scheinbar auch, welches Kekkei Genkai sie besitzen..., kam es von der Genin und musterte ihr Gegenüber. Scheinbar war Nasakes Kekkei Genkai, oder vielleicht die Familie von ihr ein Tabuthema, genauso wie es Junkos Vater für die Genin war. Es tut mir wirklich leid, wenn ich jetzt ein falsches Thema angesprochen habe? dieser Satz klang eher wie eine Frage. Denn Junko fragte sich wirklich, war Nasake jetzt nur überrascht, dass ein Genin von ihrer Fähigkeit wusste, oder war sie wütend, dass sie sie auf ihre Familie, oder etwas was damit in zusammenhang stand, angesprochen hatte.
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Di Aug 20, 2013 4:23 am

Die Oi-nin hegte keine Sympathie für das grünhaarige Mädchen das unbedarft zu ihr hochschaute. In diesem Augenblick glich der Gesichtsausdruck der Eisfrau in seiner Lebhaftigkeit einem tiefgefrorenen Eisbrocken. Das vorlaute Betragen der jungen Dame hatte der Höherrangigen nicht behagt. Der Jinchuriki barg keine Harmonie in sich und sie machte keinen Sinn mit ihren vorlauten und aberwitzigen Worten. Ihre Launen wechselten von Sekunde zu Sekunde - von kratzbrüstig zu freundlich und das ohne einen Gedanken an ihre Unzulänglichkeiten zu verschwenden. Fleißig hatte sie zum Angriff gerufen, doch von einer gesunden Reflextion ihres Fehlverhaltens fehlte jegliche Spur. Missmutig verschränkte die Oi-nin die Arme vor der Brust. Aber war die Yuki diese jämmliche Konfliktgeilheit nicht bereits von ihrem Clan und den Dorfbewohnern gewohnt?
Wer mit Begeisterung seiner Streitsucht freien Lauf ließ, galt für Nasake schlicht als ein unbeherrschter Zeitgenosse dem das chronische Unbehagen und die Langeweile ständig in den Allerwertesten zwickte. Niemand dem sie Respekt und Achtung zollen wollte. Die Oi-nin besaß ein eigenes Verständnis von einer starken Persönlichkeit und die Bezeichnung einer starken Kunoichi zu tragen, hatte Junko ihres erachtens nicht verdient. Welche Person, die mit ihrem Selbst im Reinen war, nahm eine Kleinigkeit wie einen Zusammenstoß auf den Straßen zum Anlass derart in die Luft zu gehen? Dies galt für sie in jedem Kontext. Wer sich weigerte in einem Kampf seine Kräfte mit Bedacht einzusetzten, der hatte es nicht verdient von ihr als ebenwürdig anerkannt zu werden. Ihre Erfahrung lehrte sie, wie sie Wahre Stärke erkennen konnte. Wer sich wirklich durchsetzen konnte, der brauchte dies nicht ständig unter Beweis zu stellen und sparte seine Kräfte für den Ernstfall auf. Jemand der wie ein Urmensch offen den Streit suchte, der konnte ihrer Meinung nach nicht von seiner eigenen Durchsetzungskraft wahrhaftig überzeugt sein und nahm jede Kleinigkeit zum Anlass um diese Fähigkeiten eben unter Beweis zu stellen.
Für die Jugend mochte diese Streitsucht vielleicht eine gültige Maßeinheit für Stärke sein, aber in den Kreisen der gereiften Veteranen galt es als ein eindeutiges Zeichen von jugendlicher Schwäche. Besaß das Mädchen keine Würde oder warum stellte sie ihre eigene Unfähigkeit so penetrant einer erfahrenen Kunoichi zur Schau?
Wahrscheinlich war sie nur zu naiv um die Wahrheit zu verstehen. Natürlich kam die eigenwillige und unerbitterliche Frau nicht drum herum, das grünhaarige Mädchen in ihrem Kopf ein weiteres Mal als Narr zu verfluchen. Warum verschwendete sie länger ihre kostbare Freizeit mit diesem Narrending? In der Tat konnte Nasake nur die wenigsten Menschen leiden und somit stellte auch Junko mit ihrem respektlosen Betragen selbstverständlich keine Ausnahme da.
Mit ihren Handlungen hoffte die Oi-nin Kirigakure beschützen und einen Ort schaffen, in dem sie in Sicherheit leben konnte. Von Narren verursachten Katastrophen wollte sie gewiss nicht geschehen lassen. Die Jinchuriki mochte die Menschen verfluchen, doch benahm sich selbst wie der Großteil der Menschheit. Nasake würde für das Schicksal der Grünhaarigen keine Träne vergießen, wenn sie selbst an der Tragik beteiligt war - wenn sie sich freiwillig in die Rolle des jämmlichen Narrenobjektes begab.
Als Junko die Arme hinter den Rücken verschränkte, vermochte sie einen braven und artigen Eindruck zu machen, der aber wie so viele Dinge trügerisch sein konnte.
"Du machst dich nur lächerlich ... wie wäre es, wenn du schweigst und dich erst wieder meldest, wenn du etwas gehaltvolles zu sagen hast?."
Das dies keine freundlich gemeinter Ratschlag war, konnte Junko an dem unfreundlichen Gesichtsausdruck und der kalten Stimmlage der jungen Frau erkennen.
"Achja und du wirst es merken, wenn du es geschafft hast mich zu erzürnen, denn dann wird dir keine Entschuldigung der Welt mehr helfen können."
Da Oi-nin für die Sicherheit des Dorfes zuständig waren, waren sie selbstverständlich über die Kräfte und Fähigkeiten der Bijuu im Detail informiert worden. Außerdem durften sie die Akten eines jeden Shinobi einsehen und es war ihnen damit möglich bei Bedarf gezielte Nachforschungen über einen bestimmten Shinobi anzustellen und an brisante Informationen zu gelangen. Nasake war gut informiert und sie wusste, das die Schildkröte jediglich gut geraten haben musste, denn Bijuu besaßen nicht die Gabe der Hellsicht. Auch konnte es dem Gespann nicht gelungen sein, solche Dinge beispielsweise auf den Straßen nebenbei beim Smalltalk aufzuschnappen. Um an diese Informationen zu gelangen, brauchte es bereits das Können eines Spions der ersten Klasse. Nicht umsonst unterlagen die Mitglieder der Oi-nin Einheit strengen Geheimhaltungsrichtlinien. Selbstverständlich würde Nasake es aus diesen Gründen nicht zugeben, das sie mit ihrer Vermutung einen Treffer gelandet hatte.
"Ich muss dich leider enttäuschen. Ich verfüge nicht über das Hyouton-Element."
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Do Aug 22, 2013 11:02 am

Junko ahnte schon, dass sie sicvherlich keine Pluspunkte bei der Oi-Nin gesammelt hatte. Besonders nicht mit ihren ständig wechselnden Launen. Aber was sollte sie machen? Sie war nun mal eine durch und durch launische Persönlichkeit. Sie konnte ihre Art selbst nie bis kaum im Zaum halten. Und da wechselt sie nun mal oft von zickig zu freundlich und wieder zu gemein und vorlaut oder eben still und ruhig. Das konnte sie nicht kontrollieren. Und Isobu machte es ihr da auch nicht leichter. Manchmal sprach die dreischwänzige Schildkröte unüberlegte oder provozierende Sachen aus, wie zum beispiel das Thema mit Junkos Vater. Da konnte sie nicht viel für und schon rastete sie aus. Klar… Sie musste als Shinobi ihre Gefühle verstecken lernen und lernen, nicht ihre Gedanken auszusprechen, aber das fiel ihr immer schwerer, je länger sie es versuchte. Sie konnte sich eben nicht verstellen. Sie musste das sagen, was ihr durch den Kopf ging. Sie wollte nicht wie ihre ‚Eltern’ sein, die sie immer häufiger ‚liebevoll’ ansahen und in ihren Gedanken spiegelten sich wahrscheinlich zigmilliarden Möglichkeiten, wie sie Junko loswerden könnten. So ein Mensch wollte Junko nicht werden. Sie wollte niemandem etwas vorspielen. Schwer seufzte die Grünhaarige als sie wieder an ihre ach so tolle Familie dachte. vielleicht sollte ich mich wirklich dumm stellen und auf dieses ‘Geliebte Tochter Gehabe’ eingehen. Dann hätte ich wenigstens mal was zutun., dachte sie sich  mit hängendem Kopf. Für Nasake musste dass sicherlich komisch aussehen. Scheinbar grundlos seufzte das Mädchen vor ihr, ließ den Kopf hängen und versank in Selbstmitleid. Von ihrem Biju kam nur ein ziemlich abfälliges Geräusch, dass sich wie ein lachen anhörte. Aber kein wirklich freundliches. Eher ein abfälliges. Machs doch wenn du sterben willst. Mensch. Ich dachte du hast etwas vertrauen zu mir? Dann hör auf mich und vergiss deine Familie. Du hast sie doch eh schon gefressen. Wenn du denen irgendetwas vorspielst, dann bist du dümmer als gedacht. Dir muss mal jemand wieder das Hirn waschen. Und so wie ich deine ‚Freunde’ kenne, die du nicht hast, werde ich das wohl tun. Als kleines, süßes, schutzloses Baby warst du mir echt lieber. Da konntest du nicht reden... Nur schreein., kam es von der riesigen Schildkröte und auf diese kleine predigt reagierte die Grünhaarige nicht. Erstens hätte sie sich dann nur weiter mit der Schildkröte gezofft und zweitens hätte sie dann die Okusoko noch länger angeschwiegen. Und das wollte sie echt nicht. Immerhin schien sie bei ihr ja eh schon genug Minuspunkte gesammelt zu haben. Schwer seufzte Junko wieder und strich sich kurz durch ihre Haare. Heute war echt nicht ihr Tag. Sie verschränkte weiter die Arme hinter dem Rücken und blickte die Ältere weiter an. Natürlich hätte langsam aber sicher einfach auf wiedersehen sagen und gehen können, aber irgendwie besaß Junko doch noch etwas wie ein schlechtes Gewissen. Erst hatte sie die Ältere angepampt, weil sie selbst nicht aufgepasst hatte und dann hatte sie bei der Oi-Nin auch noch ein Tabuthema zu ihrem Kekkei Genkai angesprochen. Nasake schien ihr das auch nicht so einfach zu entschuldigen und irgendwie wollte Junko nicht eher gehen, eh sie sich halbwegs sicher war, dass Nasake ihr halbwegs verzieh. Ein Lächeln erwartete sie nicht. Schön wäre es natürlich aber die Grünhaarige befürchtete, dass die Ältere nicht der Typ war, der gerne lächelte.
Als die Okusoko zu ihr sprach, legte Junko den Kopf verwirrt schief. Ich? Mich lächerlich? Ach wenn’s nur das ist... Dann nimmt mich wenigstens Niemand ernst und ich kann dann beweisen, dass man sich irrt. Aber Sie haben recht. Trotzdem schweige ich erst, wenn Sie mir verziehen haben. Denn es tut mir ehrlich leid, dass ich Sie verärgert habe mit meinem Verhalten., entschuldigte sich Junko noch mal aufrichtig. Sie ignorierte jetzt einfach mal, dass die Oi-Nin diesen Ratschlag keineswegs freundlich gemeint hatte. Das hätte selbst ein Tauber mitbekommen. Der Blick, der die Worte der Yuki begleitete, sagte zusätzlich mehr als tausend Worte. Ich glaub, ich will sie echt nicht erzürnt sehen. Ich glaub, da kann man den Blumen von unten beim Wachsen zusehen..., schoss es der Genin durch den Kopf, doch im nächsten Moment seufzte sie schwer und verschränkte die Arme vor der Brust. Zudem wurde ihr Blick ziemlich fragend und verwirrt, als Nasake weitersprach und ihr weiß machen wollte, dass sie kein Hyoton besaß. ach nicht? Schade…, kam es etwas enttäuscht klingend von der Grünhaarigen. Hätte ihr Sanbi Hände gehabt, hätte sie sich sicherlich eine Hand gegen die Stirn geschlagen. Bist du ehrlich so Blond oder tust du nur so? Ist doch klar, dass sie dich belügt. Aber gut... Denk was du willst... , knurrte die Schildkröte sauer. Manchmal fragte sie sich ehrlich, wie es ihr Gefäß nur schaffte zu überleben. Schon mal daran gedacht, dass ich nicht dumm ‚bin’, sondern mich dumme ‚stelle’?! Mir ist klar, dass sie mich natürlich con dem Thema ablenken will. Ich bin doch nicht doof und naiv..., knurrte sie leicht und verschränkte genervt die Arme hinter dem Kopf. Eigentlich komisch... Sanbi irrt sich eigentlich nie mit ihren Ahnungen und Vorahnungen..., nuschelte die Kura kleinlaut und sah nachdenklich in den Himmel. Irgendwie fiel ihr langsam aber sicher gar nichts mehr ein, wie sie sich halbwegs weiter mit Nasake unterhalten konnte. Aber sie musste noch mindestens so lange mit ihr reden, bis die Oinin ihre entschuldigung annehmen würde. Eher fände sie sicher keine Ruhe und würde an einem schlechten Gewissen leiden...
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   So Aug 25, 2013 12:30 am

"Du ziehst es vor Geringschätzung und Hohn zu empfangen?"
Die blassen Augenlieder von Nasake verengten sich, ihre schmalen Augenbrauen senkten sich tief auf ihrer Stirn, während sie ihre bläulichen Lippen schmollend verzog. Sie verstand die Geisteshaltung des Mädchens nicht. Wobei die Frau sich schwer tat, die meisten Menschen zu verstehen. Eine Sache, die oftmals auf Gegenseitigkeit beruhte und von ihr deshalb als nicht tragisch aufgefasst wurde.
"Gefangen im Strudel der Hoffnungslosigkeit, was bleibt einem da anderes übrig, als sich das Elend schönzureden?" Obwohl sie die Geisteshaltung nicht verstand, verstand die Yuki den elementare Ursache dahinter und daher konnte sie ihr die Hoffnunglosigkeit nicht verübeln. Nasake vermochte aus eigener Erfahrung zu wissen, wie ungerecht die Dorfbewohner sein konnten. Die Jinchurki waren nichts weiter als eine Manifestation der Zivilisationsangst, denn der zivilisierte Mensch strebte nach systematischer Kontrolle und fürchtete die Kräfte der Natur. Aus der Sicht der Yuki veranstaltete Junko nichts weiter als einen tragischen Wettlauf mit den Dorfbewohnern: Wer würde wen als erstes vernichten oder kontrollieren können, um sich in Sicherheit zu fühlen? Närrisch war der, der sich diesem wahnsinnigen Zyklus der Unzulänglichkeiten anschloss, als sich ihm bedächtig zu entziehen. Dazu war es notwenig den wahren Fehler zu erkennen, der sich in der Gesellschaft selbst verbarg. Aber der Zivilisationsmensch würde nur schwer Erleuchtung finden können.
"Ich nehme deine Entschuldigung an ... ", ein schmales Lächeln folgte, das die Sanftheit einer unberührten Schneedecke in einer klaren Winternacht besaß. Die Entschuldigung bedeutete ihr viel mehr, als sie es zu Beginn dieser Konversation hatte anklingen lassen. Aber selbstverständlich wollte die Oi-nin das nicht an die große Glocke hängen, denn niemand sollte glauben, das eine jede Schuld mit einer schlichten Entschuldigung bei ihr getilgt werden konnte. Aber das dass Mädchen sich bei ihr entschuldigte, obwohl Nasake gesagt hatte, das sie einer Entschuldigung keine Bedeutung zurechnete, sprachen für die Bemühungen des Mädchens doch noch Anstand beweisen zu wollen. "Lobenswert."
Nasake wusste nicht, in wie fern ein Bijuu in der Lage war Dinge dieser Art zu erkennen, aber sie fragte sich, wie das Wesen seine Umgebung sehen konnte, wenn es doch in seinem Wirt versiegelt worden war.
"Vermutlich sind die Augen des Sanbi die Deinigen? Das Wesen kann vielleicht nur das sehen, was du auch sehen kannst?", stellte die Oi-nin ihre Vermutung auf, um dem Mädchen eine Ablenkung zu bescheren.
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   So Aug 25, 2013 9:25 am

Natürlich zieht sie es vor. Sie selbst kennt keine andere Möglichkeit. Wenn sie ständig nur wild herumschreien würde, dass sie den respekt von den Dorfbewohnern verdient hätte, dann wäre sie wahrscheinlich eh nur eine Lachnummer. Da war es ihr lieber die Abneigung, Verachtung und den Hohn zu ertragen, als wirklich als Trottel dazustehen. Kurz seufzte die Kura und sah zu ihrem Gesprächspartner auf. Ja... das ziehe ich vor. Es klingt dumm, ich weiß. Aber ich sehe für mich keine andere Möglichkeit. Ich meine, ich kann doch nicht erzwingen, dass mich die Dorfbewohner akzeptieren. Bis ich mich beweisen kann, bin ich lieber unscheinbar und unberechenbar..., sagte die Kura etwas in Gedanken und seufzte. Es ist ja wirklich doof. Aber ich sehe es positiv... So sehr wie es geht. Ich glaube, wenn die Situation zu den Dorfbewohnern anders wäre, würde ich damit gar nicht klar kommen. Ich meine... Selbst meine Familie, meine Mutter und der ganze rest, können mich nicht ausstehen. Und dank dieser abneigung habe ich schon in jungen Jahren eine enge Beziehung zum Sanbi aufgebaut. Und auch wenn sie mich ständig trietzt, sie hilft mir trotzdem. Also danke ich meiner Familie und den Dorfbewohnern für die Abneigung. Dadurch kenne ich Sanbi gut., lächelte die Grünhaarige aufrichtig und ehrlich. Wahnsinn... Ich fühle mich durch deine Worte ja fast geehrt... Du bist ja lieb zu mir, sponn die Schildkröte nun wieder herum, was di Genin mit einem Kopfschütteln abtat. Wollte die Schildkröte nicht mal still sein? Es wäre ja zu schön gewesen. Aber ehe Junko das aussprechen konnte, riss die Stimme der Yuki sie erneut aus Gedanken. Als die Worte an ihre Ohren drangen, brauchte sie eine Sekunde um sie zu verstehen. Danach strahlte sie über beide Ohren und verbeugte sich dankend vor Nasake. Ich danke Ihnen!, meinte sie überraschend fröhlich und grinste zufrieden. Das ‚Lobenswert’, das von der yuki kam, verstand die Grünhaarige nicht wirklich. Sie konnte ja nicht Nasakes Gedanken lesen und wusste somit auch nicht, dass sie in irgendeiner Art stolz auf die Bemühungen der Jinchuuriki war, was die Entschuldigung anging. Überrascht war Junko nun auch, als die Okusoko sich etwas über den Sanbi erkundigte. Kurz grübelte sie nach und verschränkte die Arme vor der Brust. So genau habe ich mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht. Ich war immer froh, dass Sanbi mir in ein paar Situationen immer einen Rat geben konntee, von der Situation, inder ich mich befand. Aber wie sie es gesehen hat, weiß ich nicht... Und ausgerechnet jetzt spielt sie Schweigen!, fluchte die genin am schluss leicht verärgert. Das war eine sehr interessante Frage, die Nasake da aufgeworfen hatte. Aber warum sträubte sich Isobu ausgerechnet jetzt zu sprechen? Ich glaube aber Sie haben recht. Ich glaube sie sieht es wirklich durch meine Augen... Und wenn nicht, dann kann sie sich die Situation erahnen, denn sie kann meine Worte hören, meine Gedanken lesen und meine Gefühle spüren. Also wenn ich wütend bin, dann merkt sie das und genauso hört sie auch meine Worte. Und ich denke daraus kann sie sich dann auch ein Bild von meiner Situation machen und sich äußern. Sie hat andere Blickwinkel als ich, Im gegensatz zu ihr bin ich ein erfahrenloses Baby. Sie kann Situationen besser einschätzen als ich, nuschelte Junko am ende leise und sah wieder zu Nasake auf. Habe ich Sie jetzt eigentlich aufgehalten? Ich bin doch voll in sie reingerannt..., nuschelte sie nun noch einmal schuldbewusst und blickte leicht zu boden.
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Di Aug 27, 2013 12:56 am

Dem jähzornigen Auftritt nach zu urteilen, den die Kura auf den Straßen vor ihr hingelegt hatte, kam Nasake zu dem Schluss, das dass Mädchen sich alles andere als unscheinbar verhalten wollte. Verwirrt runzelte die Frau mit der Stirn Aufgrund dieser widersprüchlichen Aussage und schüttelte im Anschluss daran ungläubig mit den Kopf, um diese unsinnige Sache daraus zu verbannen. Einen Kommentar wollte sie sich sparen, war sie nicht die Person, die mit Fremden im Gegensatz zu der Genin offen über ihre Ansichten und tiefsten Gefühle plauderte. Zur Geheimniswahrung abgerichtet, würde die Oinin vielleicht nur loyale Freunde an diesen Dingen teilhaben lassen. Ihre Vermutung ob die Genin ihr absichtlich diese widersprüchliche Geschichte auftischte, ließ sie daher stehen bis sie abgekühlt sein würde. Es war ihre Sache, was sie in dieser Angelegenheit tat, dachte und erzählte. Solange sie ihr nicht persönlich lästig wurde oder offenkundig die Sicherheit des Dorfes gefährdete, interessierte es sie nicht wirklich was die junge Kunoichi für einen Unsinn trieb.
"Loyale Freunde sind schwer zu finden und du kannst froh sein in Sanbi diesen Freund gefunden zu haben." Prompt hatte Nasake das Thema aufgegriffen und entschied sich den ganzen Rest emotional unberührt an sich vorbeiziehen zu lassen um einen kühlen Kopf zu bewahren. Gefasst blickte Nasake in den wolkenbehangenen Himmel über Kirigakure und verschloss die Arme vor vor Brust. Die Frau würde sowieso nicht viel dazu sagen können, denn sie musste dem Mädchen Recht geben. Sie erinnerte sich an die Worte, die ihr Vater zu ihr gesagt hatte in ihrer Kindheit. Sie kannte die Verzweiflung die aus Verachtung entstehen konnte und in welche tiefen Abgründe das einen absinken lassen konnte. Ihr kindlicher Verstand war bereits früh mit der Abneigung und den Hohn ihres Clans konfrontiert worden, doch ihr Vater vermochte es ihr stets durch seine Worte die Selbstsicherheit zu geben, die sie brauchte um mit erhobenen Hauptes durch das Leben zu schreiten. Einen Teil dieser Worte wollte sie nun an Junko weiterreichen. Im Gegensatz zu den Dorfbewohnern begriff sie, das sie mit einer hasserfüllten Ablehnung eine Teilschuld tragen würde, wenn das Mädchen in ihrem Selbsthass eingehen würde und damit zu einer tickenden Zeitbombe wurde. Diese Bürde wollte sie sich nicht auf sich nehmen und deshalb verspürte sie den Drang Verantwortung übernehmen zu wollen.
"Wer noch nie Verachtung am eigenen Leib erfahren hat, der wird diese Einstellung vermutlich nicht nachvollziehen können ... aber lass dich von der Unwissenheit deiner Mitmenschen nicht entmutigen. Was in ihren Köpfen vor sich geht, dafür trägst du keine Schuld … .“
Nasake konnte sich vorstellen, dass viele selbsternannte Gutmenschen der kleinen Genin bereits für ihre Worte den Kopf gewaschen hatten.
Wenn es eine Sache gibt, die so sicher ist wie der Tod, dann das aus den Mündern der schlechten Menschen fortlaufend die Ignoranz und Intoleranz spricht. Sie wollen nicht dazu lernen, denken nur an sich und sind nicht gewollt dir Anerkennung und Bewunderung zu zollen. Das können sie auch gar nicht, weil sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Niemand kann dir geben was du brauchst, denn mit ihren Wünschen unterdrücken sie deine Wünsche. Sie können nicht begreifen, was sie dir damit antun. Aber deshalb solltest du nicht erzürnen, denn das ist Energieverschwendung. Die Welt ist kein freundlicher Ort und Gesellschaft sollte nur akzeptiert werden, wenn sie bereit ist die gemeinsame Zeit angenehm zu gestalten. Es liegt an dir, die Regeln festzulegen … und dir zu holen was dir zusteht."
Mit guten Absichten gab Nasake dem Mädchen einen Ratschlag, der zwar ungefragt erfolgt war, aber am Ende würde die Eisfrau es nicht kümmern, ob er angenommen würde oder nicht. Sie wollte dem Mädchen auf ihrem beschwerlichen Weg helfen und sie nicht mit versteckten Befehlen zu einer willenlosen Puppe umerziehen. Willenlose Menschen erachtete sie sowieso als langweilig.
Ihre Informationssuche über den Sanbi brachte ein interessantes Ergebnis mit sich, denn die Schildkröte tat es ihr gleich und wollte die Informationen nicht preisgeben. Die Oi-nin verstand ihre Vorgehensweise. Doch das bedächtige Schweigen vermochte die Frau keinesfalls zu enttäuschen, denn Junko erzählte ihr viele interessante Dinge, die sie gedachte im Hinterstübchen aufzubewahren.
"Dann scheint meine Vermutung korrekt zu sein, nämlich das zwischen Jinchuriki und Bijuu eine Verbindung besteht und das der Wirt keinesfalls nur als ein Gefängnis gedacht ist, in dem für die Wesenheit nur Finsternis herrschen soll. Das Ziel dieser Vorgehensweise soll wohl eine Symbiose sein. Aus einer militärischen Perspektive betrachtet bringt das durchaus einen Vorteil für das Dorf... weshalb ich nicht glaube, das diese Entscheidung hauptsächlich aus humanen Gründen getroffen wurde."
Als Junko den Vorfall auf den Straßen ansprach, winkte Nasake mit einer lockeren Handbewegung ab.
"Sonderlich aufgehalten hast du mich nicht ... schlimmstenfalls muss ich meine morgendliche Meditation wenige Minuten später beginnen. Aber das ist gewiss kein Weltuntergang... "
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Di Aug 27, 2013 8:50 am

Vielleicht hatte Junko eine etwas seltsame Meinung und Ansichten zu dem unscheinbaren Verhalten aber das war nun etwas unwichtig, Von dem Thema wurde sie relativ schnell abgelenkt. Loyale Freunde klang in Junkos Ohren fast wie ein Märchen. Klar hatte sie die Schildkröte aber wie sollte sie sich denn noch mit jemandem anfreunden, der sie akzeptierte und sie auch so nahm wie sie war. Ohne Team war der Anfang Freunde zu finden schwieriger. So fand es jedenfalls die Genin. Jemand, der gerne auf Menschen zuging und sich gerne unterhielt, der hatte es bestimmt einfacher. Jedenfalls vermutete die Genin das. Danke ich bin auch froh sie zu haben. Aber ich weiß nicht, ich bezweifle irgendwie, dass ich so einen guten Fang wie den Sanbi nicht noch mal mache. Ich glaube, ich bin daran nicht unschuldig. Natürlich nicht... Aber mit manchen Leuten komme ich nicht klar. Besonders die Dorfbewohner sind Tabuthemen für mich. Haben Sie auch so einen loyalen Freund, wie ich?, fragte die grünhaarige leicht lächelnd und interessiert. Klar, es ging sie wahrscheinlich auch nichts an, aber sie wollte der Okusoko zeigen, dass die Ältere sie auch interessierte. Und sie wollte eben etwas von ihr kennenlernen und dafür musste sie eben ein bisschen was fragen. Und sie versuchte ja auch nicht zu sehr zu nerven. Zwar konnte sie es nicht besonders gut einschätzen, aber Nasake hatte ja schon gesagt, dass die Genin sich bewusst sein würde, wenn sie die Ältere erzürnt hatte. Aber das Thema mit dem Sanbi war noch nicht ganz vorbei. Zwar ging es in eine etwas andere Richtung aber dennoch war es ein schönes Thema. Denn ob Nasake es wollte oder nicht, sie baute die Kura mit ihren Worten auf. Denn dadurch, dass die Oinin ihre eigenen Erfahrungen mit einbrachte, half sie der Jinchuuriki ungemein. Ein leichtes lächeln bildete sich auf den Lippen der Grünhaarigen und sofort danach verbeugte sie sich leicht. Vielen Dank, hauchte sie kleinlaut. Auch wenn die Okusoko es vielleicht nicht wollte, so rührten diese Worte der Älteren der kleineren. Es war wie Balsam für ihre Seele. Und das rührte sie wirklich so sehr, dass es ihr fast die Tränen in die Augen trieb. Vielen dank. Ihre Worte sind wirklich Balsam für die Seele..., lächelte die Kura leicht verlegen und dankbar. Sie war es echt nicht gewöhnt, dass jemand so freundlich zu ihr sprach. Gut Midori, Samegawa und auch die Mizukage waren auch so freundlich zu ihr gewesen, nur bei Nasake bemerkte sie es erst richtig. Vielleicht lag es daran, dass sie sich bei Midori und Samegawa etwas zu sehr auf die Mission gefreut hatte und somit abgelenkt war. Und nun war sie ruhiger und realisierte hundertprozentig die Worte der Okusoko. Auch als die Yuki weitersprach, blickte die Grünäugige zu Boden und seufzte schwer. Sie haben recht... Aber wie soll ich denn Regeln festlegen? Wenn ich Regeln festlegen würde, dann würden Andere wahrscheinlich nur darüber lachen oder so was. Und würde ich holen ‚was mir zusteht’, dann würde ich den Dorfbewohnern doch in die Hände spielen. Vielleicht sehe ich das auch zu ernst und bin auch von Vorurteilen gespickt. Aber ich schiebe Panik. Ich will niemandem einen ernsthaften Grund geben mich zu hassen. Und natürlich will ich auch akzeptiert und respektiert werden. Aber ich sehe es nicht ein, zu kämpfen, und erst diesen Respekt zu bekommen, wenn ich tot bin!, meinte sie nun ziemlich angefressen und grübelte leicht vor sich hin. Das war doch nicht fair. Sollte sie wirklich das Dorf beschützen nur um dann irgendwelchen Respekt vorgeheuchelt zu bekommen? Es war zum Haare raufen. aber wissen Sie, was ich tun kann? Ich meine es klingt so einfach Anerkennung und Bewunderung gezollt zu bekommen. Aber, wie sie sagten... die schlechten Menschen achten nur auf sich... Was muss ich denn tun, um diese Anerkennung zu bekommen? Wie haben Sie es denn geschafft respektiert zu werden?, fragte die Grünhaarige etwas nieder. Natürlich wusste sie nicht, ob sie respektiert wurde, aber es schien natürlich so. Zumal Nasake sehr stolz wirkte. Und außerdem war sie eine hochrangige Kunoichi. Sie wurde respektiert. Mindestens von der Mizukage. Denn wenn die Kage ihr gegenüber respektvoll entgegenkam, ohne irgendwelche hasserfüllten Blicke, dann würde sie genauso gegenüber der Okusoko sein. Es tut mir leid, dass ich Ihren tollen Ratschlag gleich wieder auseinanderfrage. Ich danke Ihnen wirklich für ihre Worte. Es hat mir geholfen und mich auch glücklich gemacht, meinte sie ehrlich und glücklich.Sie haben recht. Auch wenn sanbi diese Verbindung und Symbiose eher als Zweckgemeinschaft bezeichnet, wenn sie mies drauf ist. Ich gebe ihr einen Körper, den sie konntrollieren kann, wenn ich es zulasse und auch in dem sie Leben kann und dafür hilft sie mir zu überleben. Auch wenn sie es nicht zugibt, sie versucht mich immer zu beschützen. Sowohl vor meiner Einsamkeit als auch vor der Gewalt anderer., grübelte die Grünhaarige leise. Also es ist wirklich so, dass Jinchuuriki und Biju mit der Zeit automatisch lernen, sich aufeinander abzustimmen, sich anzufreunden und sich gegenseitig zu unterstützen. Obwohl ich keinen Schweif von Sanbi beherrsche, hilft sie mir trotzdem, leiht mir ihre Macht und unterstützt mich., lächelte die Grünhaarige leicht und griff mit ihrer linken hand an ihren rechten Oberarm, auf dem sich das Siegel des Sanbis befand. Ich bin froh, dass ich sie nicht aufgehalten habe. , lächelte die Kura dankbar und erleichtert.
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BeitragThema: Re: Straßen von Kirigakure   Do Aug 29, 2013 6:20 am

Erwartungsgemäß sprach die verschlossene Kunoichi nicht gerne auf den Straßen über ihr Privatleben. Ihrer Meinung nach gab es an diesem Ort hier zu viele neugierige Ohren, für die diese Dinge nicht bestimmt waren. Daher setzte sich die Yuki langsam im Bewegung und forderte die Jinchuriki mit einer knappen Handbewegung auf ihr zu folgen. Die Kunoichi wollte mit dem jungen Mädchen keine emotional-tiefgreifenden Themen an dieser unruhigen, sozialen Stromschnelle besprechen und gedachte daher das Gespräch an eine ruhigere Stelle zu verlegen. Junko konnte dies als Einladung verstehen die Begleitung die Einzelgängerin für diesen Morgen zu sein. Bewerkstelligen konnte das nur jemand der es schaffte sie wie Junko mit seinem Schicksal im Herzen zu berühren.
Ich hoffe es stört dich nicht, wenn wir uns einen anderen Ort suchen, an diesem wir das Gespräch fortführen.“, kommentierte die Yuki ihr Vorhaben mit angenehm-ruhiger Stimme und warf einen kühlen Blick über ihre Schultern zu dem Mädchen.
In der Früh wird der Stadtpark noch nicht voll sein, wie wäre es wenn wir ihn dort hin gehen?“
Die Yuki wollte nicht die sensationsgierigen Narren an ihrem Seelenleben teilhaben lassen und wenn sie sich einmal entschieden hatte, einen Menschen etwas über sich selbst zu erzählen, hatte das gewiss einen Seltenheitswert und diesen Wert sollten ihre Geheimnisse auch wahren.
Ob ich eine Person in meinem Leben habe, die zu mir hält und mich unterstützt? Mh, ich kann diese Frage bejahen … als eine loyale Person in meinem Leben gilt bis heute mein Vater.“
Aufmerksam hatte die Kunoichi den Worten des Mädchens gelauscht und etwas darüber nach sinniert, ehe ihr die Eingebung kam, nach Lösungen in Fragestellungen zu suchen. Daher fragte Nasake gezielt nach, orientierte sich dabei an den gesprochenen Worten, sodass die Suchende die Lösungen selbst finden konnte. Es würde nichts nützen, wenn das Mädchen nicht die Antworten finden würde, die sie sich von ihrem Herzen wünschte. Kein Ratschlag konnte ihr helfen, zu ihrem Herzenswunsch zu finden. Eine Begleitung konnte ihr zwar hilfreich zur Seite stehen mit ihren Anregungen, aber die eigentliche Arbeit musste sie selbst tun.
Hast du dich einmal gefragt, warum es so ist, dass sich die Menschen nicht immer verstehen?
Warum das nagende Gefühl der Einsamkeit in falscher Gesellschaft nicht gemildert wird?
Würdest du Menschen die über dich anstatt mit dir lachen als adäquaten Umgang bezeichnen?
Wäre jede kleine Sache die du begehrst, ein triftiger Grund für die Dorfbewohner dich zu verachten?
Du musst nicht gar nicht kämpfen, um diese Einsamkeit zu bezwingen, nur lernen furchtlos für dich selbst einzustehen
.“
Die folgende Frage der Jinchuriki traf die Eisfrau etwas unvorbereitet, denn im Grunde kümmerte es Nasake nicht, ob sie im Dorf respektiert wurde und üblicherweise achtete sie nicht auf solche belanglosen Dinge wie den sozialen Status. Im ersten Moment wusste sie gar nicht, welche Dinge sie entgegnen sollte und starrte das junge Mädchen schweigend an, ehe die Ältere ihre Blicke wandern ließ und ins nachdenken verfiel. Gewiss war sie glücklich, wenn die Narren ihr vom Leib blieben und sie ihre Arbeit erledigen konnte. Mehr gab es da nicht zu erzählen. Im Grunde konnte die Kunoichi die Erfahrungen wiedergeben, die sie in ihrem Leben gesammelt hatte. Ihren Lebensweg, den sie beschritten hatte um sich ihrer Probleme zu entledigen oder sie wenigstens in die Rückenlage zu drängen, wo sie keinen großen Schaden mehr anrichten konnten.
Ich habe gelernt meine Stimme zu nutzen, für meine Überzeugungen zu leben und die Schreihälse zum Schweigen zu bringen in dem ich sie ignoriere oder schlage. Ich habe gelernt die schwere Schuld von mir zu nehmen, in dem ich die Unzulänglichkeiten meiner Mitmenschen erkenne. Ich habe gelernt weniger laut und mehr konkretes zu reden. Jemand der ruhig und versöhnlich spricht, dem wird heutzutage eher Gehör geschenkt als jemand der lautstark mit seinem Hass flanieren geht.“
Die Yuki lächelte sanftmütig, als Junko ihr im Folgenden von ihrer guten Beziehung zu ihrem Bijuu berichtete und sie hatte selbstverständlich auch keinen Grund, an ihren Worten zu zweifeln, wenn das Mädchen ihr noch im Vorfeld davon berichtet hatte, wie gerne sie ein Massaker unter den Dorfbewohnern anrichten wollte.
Ja, ein wahrhaftiger Triumph ist es doch, wenn Gegensätze in Harmonie zueinander finden …

TW: Stadtpark von Kirigakure
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