Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Krankenhaus von Konoha

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BeitragThema: Krankenhaus von Konoha   Fr Nov 16, 2012 3:06 pm

das Eingangsposting lautete :

Das Krankenhaus von Konoha ist im östlichen Teil der Innenstadt zu finden und hat sich im Laufe der Jahre immer wieder erweitert und vergrößert. Es hat 5 unterirdische Etagen sowie nach oben hin 20 Etagen das Erdgeschoss. Die meisten Medic nin und Arzthelfer arbeiten hier oder wurden hier größtenteils ausgebildet. Es erstrahlt in einem schönen Weiß und vor dem Krankenhaus erstreckt sich ein kleiner Hof mit zwei Bäumen. Die besten Ärzte des Feuerreiches und angehende Medizinninja sind hier vertreten um dem Dorf zu helfen.

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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   So Nov 16, 2014 10:34 pm

°oO(War ja fast schon artig, wie sie sich vor Tsunade-samas Kopf verneigt hat. Hatte schon mit dem Gedanken gespielt, sie eine Zwangsverneigung ausführen zu lassen. War aber letztlich nicht nötig. Gott, oder wem auch immer, sei's gedankt. Nun beginnt wohl der schnarchigere Teil der Mission. Zusehen, abwarten, lauern, hoffen, böse starren, kontrollieren, beobachten, mit den Hufen scharren, auf die Uhr schauen, an die Kinder denken, versuchen ärztliches Fachsprech zu entschlüsseln, hungern, Schutzkleidung anziehen, Krankenhausgeruch ignorieren, Hausdrachen sogar bei Klogängen per Kristallkugel-Spannerganersatz-Jutsu verfolgen und dabei auch noch möglichst professionell die überlegenen Überwachungsfähigkeiten Konohas zur Schau stellen, ohne tatsächlich Betriebsgeheimnisse zu verraten. Huzzah, dass klang, wenn mans nochmal überdenkt, doch spannender und abwechslungsreicher als zunächst angenommen. Frage mich nebenbei, obs auch mal zu jenem ikonischen Krankenhaus-Moment kommen wird, in dem ich lauthals “Beeil dich, es geht um Leben und Tod!” schreien darf. Meh, vermutlich nicht. Oder ob ich einem Sterbenden mal ganz dramatisch auf die Brust kloppen darf und “Lebe! Du bist stärker als dass! Lebe, du Drecksack!” rufen darf? Vermutlich eher auch nicht. Dass würde die Mission zu spannend machen und sowas kann ja echt nicht angehen. Ha, nicht während meiner Schicht! Leider ...)

So traten sie also ein, ins Reich der Kranken und Sterbenden. Ins Imperium der Krankheiten und jener, die ihnen mutig die Stirn boten. Hier befand sich das Schlachtfeld einer uralten, vieleicht sogar der ältesten Schlacht der Welt. Einer Schlacht, die bis heute ausgefochten wurde, und die bis zum Ende der Menschheit weitergefochten werden würde. Hier kämpfte der Mensch gegen die Natur. Gegen Kranheit, Alter und Verletzung. Täglich enthielt man hier dem Tod weitere Seelen vor. Doch für jeden Geretteten forderte der Alte mit der Sense einen anderen als Tribut. Es war ein stetiges Kräftemessen. Und beide Seiten entwickelten ständig neue, noch gefährlichere Waffen. Neue Krankheiten und Gifte, neue Heilmittel und Behandlungsmethoden. Dieses Schlachtfeld hätte dem da draußen, in der großen echten, schmutzigen Welt eigentlich viel mehr ähneln müssen. Tat es aber nicht und daher war es auch nicht verwunderlich, warum Azunagi der obrigen reißerischen Beschreibung eines Krankenhauses mal so überhaupt garnichts abgewinnen konnte. Er stand so gar eher unbeeindruckt in der Gegend herum, immer in der Nähe Yukas, und erweckte eher den Eindruck, relativer Langeweile. "Schon klar. Hier ist ihre Baustelle. Und auch wenns mich in den Fingern juckt, hier zumindest halb so viel Unsinn anzustellen, wie sie es im Wald zu tun pflegten, werd ichs, gerade in Hinblick auf meine Gesundheit, doch lieber unterlassen. Schutzanzug, Bestimmungen folgen und den Weizen einfach Rogge sein lassen. So viel dürfen sie mir zumuten." Auch wenn es ihr sicher schwer fiel, einem Mann irgendwas zu zu muten. Sollte sie sich ruhig um ihre Sachen kümmern. Azunagi hatte bereits einen Plan, wie er sich, zumindest sein Original, vor einem Ganzkörperkondom, alias Schutzanzug, bewahren konnte. °oO(Du glaubst doch nicht im ernst, dass ich mich in so ein Plastikteil zwänge? Leidest wohl an vorzeitiger Verkalkung, was? Ich werde das brav einem Klon überlassen, mich in den sicheren Bereichen aufhalten und dich einfach per Kristall-Fernsehr überwachen, du elendige Drachenkuchiyose! ... Hm, da fällt mir noch was ein: Warum eigentlich Schutzanzüge? Könnten die Ärzte in solchen Fällen nicht einfach Doppelgänger reinschicken? Gutes altes Kagebunshin … so nützlich, aber wahrscheinlich viel zu kompliziert für die Damen und Herren hier. Bezweifle, dass so ein Bunshin Krankheiten übermittelt, wenn er sich auflöst. Memo an mich selbst: Mehrseitige Liste von Verbesserungsvorschlägen an die Krankenhausverwaltung, oder am besten direkt ans Kage-Büro schicken. Die freuen sich sicher drüber. Und weniger Einweg-Schutzanzüge bedeutet schließlich auch weniger Müll. Ha, und schon hab ich meinen Beitrag zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung geleistet. Hau bei der nächsten Gelegenheit mal wieder Shizu-chan an, du hast dir ne Ladung Früssen verdient!)
Azunagi hielt sich im Hintergrund auf und beschäftigte sich mit simplem Beobachten der Situation und nachdenken. Ja, ein Mann wie er konnte nachdenken. Intensiv und viel sogar. Die Doktoren lies er machen wie sie wollten. Als sich Yuka wieder in Bewegung setzte, folgte er nahe zu mechanisch, ohne dass er groß einen Gedanken daran verschwenden müsste. Nicht, dass ihm dies möglich gewesen wäre. Allein die Vorstellung ans Früssen schickte ihn ins Wohlfühlland der Fantasie. Im Büro der Ärztin blieb Azunagi artig stehen, mit einem Blickwinkel der genug Yuka zulies, aber das genaue Einsehen der Akten unmöglich machte. Er brauchte das nicht zu lesen. Außerdem musste ja auch ein gewisses Arztgeheimnis gewahrt bleiben. Und er war ja noch im Früssen-Modus, aus dem ihn erst die Frage der ortsansässigen Doktorin warf. "Ich kannte sie zuvor nicht, bin mir mittlerweile allerdings ziemlich sicher, dass sich eure Patientin glücklich schätzen kann, nicht mit einem Penis geboren worden zu sein." Zumindest meinte Azunagi in Erinnerung zu haben, dass in der Missionsbeschreibung etwas von einer Frau zu lesen war, in deren Wohnung der Virus/das Baktierum, gefunden wurde. Da war davon auszugehen, dass jene nun Patientin war und Yuka sich brav anstrengen würde. Bei einem männlichen Patienten wäre sich Azunagi nicht so sicher, ob sie ihr bestes geben würde.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Mo Nov 17, 2014 6:15 pm

Die Zeit verging und Doktor Iriye glubschte Azunagi an als würde sie nicht verstehen, was er mit seiner Aussage eigentlich meinte. Biologisch war sie natürlich vollstens informiert, aber was die Patientin als Frau mit Yuka als Ärztin zu tun hatte, wollte nicht in ihr Gefüge aus logischen Schlüssen passen. Während die Blonde blätterte, ernst drein sah und ihre Augen in Lesebewegungen verharrten, wusste die Kollegin aus Konoha nicht wie sie reagieren sollte. "W-Was soll das heißen?", fragte sie verunsichert. Dann wurde die Hand an den Mund erhoben, um einen Schalltunnel zu verdeutlichen. Möglichst nur Azunagi sollte Frau Iriye nun hören, die aus dem Augenwinkel ängstlich Yuka begutachtete. "Hat sie Euch etwa belästigt und es als Untersuchung ausgegeben?" Während der Riese eventuell eine leise Antwort von sich gab oder irgendwie sonst reagierte, kam Yuka ans Ende des Berichts. Sie hatte alle Informationen aufgesogen wie ein Schwamm, schloss den Bericht und stand in einer fließenden Bewegung von dem Schreibtischstuhl auf. Sie näherte sich der Ärztin, betrachtete sie eingehend, was dieser noch mehr ein falsches Bild von der bekannten Iryônin vermittelte. "Behandlungsfehler kann man nicht vorhersehen, aber bei einem Intensivpatienten hätten Sie bei der Medikation früher reagieren müssen." Es schien eine Entwarnung zu sein. Das Bild einer sexuell eingeengten Frau verschwand aus Iriyes Köpflein, die für einen Moment fast hinter Azunagi verschwunden wäre, um sich in Sicherheit vor Yuka zu bringen. "J-Ja, Ihr habt Recht. Das zu diskutieren-" "Bringt uns gerade nicht weiter", sprachen die Frauen synchron als hätte Yuka geahnt, was käme und riss das Zepter gleich wieder an sich als sie wieder verdutzt angesehen wurde. Sie schien das kein bisschen zu stören. "Wenn wir eine Virenprobe genommen und die Wohnung dekontaminiert haben, möchte ich Kontakt zu der Patientin haben." Fast wie selbstverständlich nickte die andere. "Ich werde sofort jemanden schicken, der sich auf die Suche nach dem Mädchen macht." "Und unser Freund hier ..." Yukas Stimme klang skeptisch, sie erachtete Azunagi nun mehr als je zuvor als Fremdkörper, betrachte ihn von oben bis unten und fühlte sich als hätte der Daimyô ihr seinen reichen Sohn als Praktikanten aufgezwungen. "Soll tun, was seine Aufgabe ist. Wenn wir in der Wohnung sind, dann darf er sich um die Probe kümmern." Ich mach' mir doch nicht in einem anderen Shinobi-Dorf die Hände schmutzig. Es fehlte nur noch, dass Yukas Mundwinkel nach oben zuckten, denn das war eine Aufgabe, die mit Schutzmaßnahmen von jedem Trottel bewältigt werden konnte. Irgendwas von irgendwo herunter kratzen, verpacken und dann die Box tragen. Für Letzteres hatte Azunagi jawohl schon mal genug Muskelmasse. "Sonst noch was? Dann schlage ich vor, dass wir uns nun ankleiden. Laien vor." Iriye trat zur Seite, um Azunagi aus dem Büro treten zu lassen, während sie und Yuka dann folgten. Schließlich stand der Gang in einen Vorraum für OP-Säle an, um sich dort die üblich grüne Montur, Handschuhe und Mundschutz anzuziehen, während dann Schwestern kamen, die mit einer Schicht aus grünem Chakra die Nähte und Lücken am gesamten Körper und der Kleidung versiegelten. Yuka fühlte sich fast wie Zuhause, während sie Azunagi unter dem Mundschutz fast amüsiert beobachtete, als er seine letzten Chakra-Schichten aufgedrückt bekam. Vielleicht bemerkte er ihren Blick. "Na? Vorfreude?"
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Sa Nov 22, 2014 7:21 pm

°oO(Untersuchung? Belästigung? Ha! Belästigend finde ich ihre Einstellung ja schon irgendwie. Aber ich glaube kaum, dass sie freiwillig Hand an meine Kronjuwelen gelegt hätte. Oder generell irgendwo an meinen Körper. Eher würde sie mit Salzsäure gurgeln. Trotzdem sollte ich hier vieleicht etwas andeutend angehen, ohne direkt Lügen zu verbreiten. Soll die Doktorin doch ruhig annehmen, die verehrte Katsuhika-dono-senpai-san-sama wäre eine perverse Lustdoktorin oder so. Von mir wird sies nicht direkt haben. Ich lehne mich einfach nur zurück und sehe zu, wie der verstörend gute Ruf dieser Kiri-Nin unter einigen Gerüchten zu leiden hat. Nicht direkt die feine feuerreichsche Art, aber he … ein bisschen Spaß muss sein. Besonders hier in diesen Schnarchvereinskrankenhaus.)

Die heimische Doktorin schien tatsächlich anzunehmen, Yuka hätte Azunagi irgendwie begrabbelt oder so. Verborgen hinterm ausdruckslosen Gesicht des Inuzuka wurden prompt finstere Pläne geschmiedet. Passierte bei ihm manchmal ganz automatisch und ohne dass er was dagegen tun konnte. Die Reaktion lies nicht lange auf sich warten. Azunagi schüttelte leicht den Kopf und antwortete, ebenfalls mit leicht erhobener Schalltunnel-Hand "Ich möchte nicht darüber reden." Perfekt. Diese Aussage konnte alles und auch nichts bedeuten. Hoffentlich fasste Frau Iriye es so auf, dass Azunagi das Geschehene unangenehm war. Dann musste man ja förmlich davon ausgehen, dass Yuka … handgreiflich geworden war. Und dann würde das Getuschel beginnen. Geschah der werten Doktorin aus dem Nebeldörfchen aber ganz recht, zumindest war dies seine Meinung.
Bevor Azunagi weitere finstere Pläne übelster Art aushecken konnte, hatte Madamé Spongehika offenbar genug Wissen aus den ärztlichen Berichten gesogen und war nun bereit zur Tat zu schreiten. Im Wesentlichen hatte Azunagi mehr ein halbes Ohr auf das folgende Doktorengefassel, vonwegen Medikation, irgendwelchen Proben und Dekontamination. War ihm relativ egal, was da so im speziellen vor sich ging. Die heimische Doktorin Iriye sprach einmal gar synchron mit der Kiri-Nin, was beeindruckend und erschreckend zu gleich war, aber nichts wirklich auffälliges. Azunagi würde den stummen Mitläufer mimen, bis alles vorbei war oder Yuka anfing Medikamente in ihrer sicherlich gefälschten Oberweite zu schmuggeln. Erst als es dann schon daran ging, diese obskure Schutzkleidung anzulegen wurde der Inuzuka wieder aktiv. Klar, sein Typ war gefragt, aber in der Stellenbeschreibung stand seines Wissens nach nicht eine Silbe danach, dass er tatsächlich mitarbeiten sollte. Gut, dass er hier schon einen Plan hatte, um sich aus der Affäre zu ziehen.
Es ging irgendeinen Klon-Gang des Krankenhauses entlang zu einem der irgendwie immer gleichaussehenden OP-Säle, wobei OP hier leider nicht für 'overpowered' stand. Dass wäre ja zu spannend gewesen. Dort angekommen begann man sogleich damit, den Inuzuka zu befummeln. Ja wirklich. Und man fummelte ihn in so einen ärztlichen Schutzanzug, Marke Supersicherweilseuchentauglich. °oO(Ähm, nööö. Denied!) Bevor man allzu viel von dem Zeug an seinen Prachtkörper tackern konnte, riss sich der Inuzuka los und erging sich in seiner ganz eigenen kleinen Standartprozedur um einen Klonkrieger zuerstellen. Sollte doch ein Klon-Azunagi dieses Zeug tragen. Schließlich war nirgendwo festgeschrieben, dass er höchstpersönlich was machen musste. Der echte Azunagi sah also zu, wie stattseiner sein höchst angepisst wirkender Klon in das Ganzkörperkondom gefummelt wurde. "Ich werde dir nie vergeben! Hörst du? NIE!" knurrte böse Klon-Wolfi, aber der Echte grinste nur breit. °oO(So ists brav, Knurri. Mach was ich nicht will, während ich am Rande des Geschehens ausharre. Läuft doch alles nach Plan. Tobirama-sama, ich liebe sie für die Erfindung dieser Jutsu-Art, hihi.)
Mit fast schon quietschfidelen Gedanken, aber relativ unbewegter Mine, ging der echte Azunagi nun rüber zu Yuka, die schon in ihrem eigenen Ganzkörperkondom steckte. "Vorfreude? Oh ja. Ich werde das Geschehen vor Ort genau im Auge behalten. Nur für den Fall, dass etwas unvorhergesehenes passiert. Man kann ja nie wissen." Vermutlich hatte er mit seiner Klon-Aktion Yuka einen Strich durch die Rechnung gemacht, ihn in eine ernsthaft unangenehme Situation zu bringen. Wobei, teilweise war es ihr ja gelungen. Sie würde zumindest einen Klon-Azunagi dabei haben, der dann wohl Schleppdepp spielen würde müssen. Aber das Original würde sich ja trotzdem in der Nähe aufhalten. Irgendwo im ungefährlichen Bereich, aber mit eine Kristallkugel bewaffnet und Yuka genau im Auge behaltend. Sie war damit schonmal gut abgesichert. Selbst wenn wer versuchen würde, Yuka in Konoha anzugreifen, wäre Azunagi mit Klon vor Ort und sich selbst auf sicherer Entfernung immernoch am nützlichsten, aber dass musste sie ja nicht so genau wissen. Wichtig war nur, dass Azunagi die Situation so schon viel besser gefiel. "Ach, weisen sie meinen Klon lieber ordentlich ein. Geht doch nichts über Informationen. Verhindert, dass man vor Ort durch den Fehler einer unqualifizierten Aushilfs-Iryokraft verseucht wird, hm?" Dass war einer der Gründe, warum sich Azunagi hier aus der Affäre zog. Seine Erfahrungen mit solchem Iryo-Tüddelkram tendierten gen null. Er mochte nicht gerade dumm sein, aber trotzdem bestand die Möglichkeit, dass er in der Quarantäne-Zone, in die es ja nun gehen sollte, irgendeinen Fehler machte. Fehler passierten nunmal und allein auf die Erklärungen von Iryos, die sowas jeden Tag machten und damit vermutlich für sie selbstverständliche Details ausließen, wollte er sich nicht verlassen.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   So Nov 23, 2014 1:48 pm

Jeder hatte so seine schmutzigen Geheimnisse, aber was Azunagi der Ärztin verkaufen wollte, indem er diese eine Aussage von sich gab, verunsicherte sie ziemlich. Gerade hatte sie sich noch beruhigt, dass sie vielleicht doch in die falsche Richtung gedacht hatte, dann kamen ihr alle Untersuchungen bei Männern in den Sinn, die diese selbst entweder aus Scham oder Angst mieden, diverse Abtastungsbereiche und sogar Medikationen, die betäubend wirken, um sich vergreifen zu können. Frau Iriye lief deutlich rot an, während sie einen Seitenblick auf Yuka warf, die sich fertig eingekleidet hatte. Sie würde Sicherheitsabstand halten. Und ihr zwar Respekt zollen, aber für Konoha zur Sicherheit wachsam sein. Sie flüsterte einer Schwester und einem Pfleger zu, die sie begleiten sollten: "Gebt bitte Acht auf Katsuhika-dono. Ich bin mir nicht sicher, was uns noch erwartet." Zaghaftes Nicken, Yuka bekam aber nicht mit, was Azunagi für eine Verschwörung gegen sie aufbaute. Wo dann endlich alle ihre grünen Halloween-Kostüme an hatten und zur Silent Hill-Party ... in das entsprechende Wohngebäude marschieren konnten, hatten sie endlich wieder Arm- und Beinfreiheit und konnten sprechen ohne einen Chakra leuchtenden Arm am Hals. Derweil verengten sich Yukas Augen bei Azunagis Andeutungen. Er schickte einen Klon vor, der Terz machte, weswegen das Mobbing gegen ihn größtenteils nicht fruchtete. Er würde sich in einem Kämmerlein verstecken und sie stalken, während der Bunshin für ihn ertrug, was sie ihm hatte aufbürden wollen. "Stimmt, man kann ja nie wissen", säuselte sie einfach leise und geheimnisvoll. Vielleicht verstand er das als Konoha-Nin zum ersten Mal als eine Art Drohung. Frau Iriye und das Personal jedenfalls waren nicht amüsiert über diese Andeutungen und schien sich geistig klar auf Azunagis Seite zu platzieren. Mit einem Fingerzeig marschierte Yuka anschließend mit den Leuten aus dem Vorraum für die OP-Bereiche, während ein Pfleger dem Kage Bunshin einen Kasten in die Hand drückte, der schlicht weiß mit Griff und Deckel war. Ohne Azunagi noch eines Blickes zu würdigen, marschierten sie davon, um in der Wohnung den Virus zu isolieren und die Quarantäne endlich aufheben zu können, während es auch nicht mehr lange, bis die Patientin selbst eintreffen sollte.

Timeskip von etwa einer Stunde

Das Getrippel von Füßen wurden lauter und lauter, als das Entseuchungskommando wieder ins Krankenhaus zurückkam. Der Aufenthalt in der Wohnung war nichts Besonderes gewesen. Yuka hatte die Leute umher gescheucht, sie alles säubern lassen und der Kage Bunshin von Azunagi hatte den gelbweißen Sporenteppich unter den Tapeten abkratzen dürfen, um eine Petrischale damit zu füllen. Diese Schale war nun verschlossen in dem weißen Behälter, den er hatte zurückschleppen dürfen. Ohne große Umwege ging es mit Frau Iriye, dem Kasten und Yuka direkt ins Labor in einen der abgesperrten Bereiche, sodass Klon-Azunagi auf dem Flur warten musste. Die Frauen waren drinnen, begannen mit außerirdisch wirkendem Werkzeug zu arbeiten, rührten Teleskope, Flüssigkeiten, Reagenzgläser, Lichter, Emulsionen und sonst was her, um mit Tests für den Virus anzufangen. Was nicht schon durchgeführt worden war, kam jetzt, manches brauchte wieder Zeit, als es sich entfaltet hatte, anderes war binnen weniger Minuten abgeschlossen und brachte neue Erkenntnisse. Für Azunagi sah das Ganze wahrscheinlich so aus als würden zwei Hexen in ihrer Höhle Tränke brauen. Am Ende der Experimente musste eine Laborratte herhalten, der eine bräunliche Suppe injiziert wurde. Nach genau 290 Sekunden aspirierte sie an ihrem eigenen Blut, da ihre Bronchien aus unerklärlichen Gründen platzten. Yuka belebte sie notdürftig wieder, was hieß, dass es sich um das Shikon no Jutsu im Kleintierformat handelte. Der Körper war kurz wieder funktionstüchtig, um einen Antivirus zu bekommen, um zu sehen, ob dieser funktionierte. Was allerdings ein Fehlschlag war, da der Zeitrahmen zu kurz angesetzt wurde. Irgendwann hörte Yuka damit auf, weil es nicht ihre Aufgabe war ein Gegenmittel zu finden. Nach allen Untersuchungsergebnissen schrieb Yuka einen hastigen Bericht zu Ende, verließ mit Frau Iriye das Labor, zog sich die medizinischen Klamotten vom Körper und marschierte mit Klon-Azunagi in das Büro der Ärztin, wo sie sich selbstgefällig einfach auf deren Stuhl setzte. Beinahe wie Tsunade-sama selbst stützte sie die Ellbogen auf die Tischplatte, faltete die Hände ineinander und verbarg ihr Gesicht dahinter. Ein wenig merkte man ihr die Arbeit an, dass sie von der Konzentration erschöpft war, aber keineswegs überlastet. "Wir haben es mit einem RNA-Virus der Arenaviridae zu tun. Mortalität bei Gesunden zwanzig Prozent, bei Schwangeren fünfzig. Und für alle Unqualifizierten: Das Lassa-Fieber." Ein bewusster Blick auf Azunagi folgte, doch dabei beließ Yuka es auch schon. Nun folgte erst einmal ihr Hoheitsgelaber, auch wenn sie ahnte, dass Azunagi das entweder nicht interessierte oder er es nicht kapierte. Doch es tat ihrem eigenen Ego gut und sie hinterließ in Konoha wenigstens den Eindruck, den fast alle Mediziner wegen ihres Instituts schon von ihr hatten ohne ihr Gesicht zu kennen. Die Blonde schloss lehrreich die Augen. "Die Patientin hat sich einen gefährlichen langen Zeitraum in ihrer kontaminierten Wohnung aufgehalten, aber durch die Isolierungsschichten an den Wänden wurde sie erst jetzt infiziert. Wahrscheinlich durch kontaminierte Lebensmittel oder Wundinfektion. Sie zeigte nicht alle Symptome, die für das Fieber typisch sind, weswegen ich von einer mutierten Form des Virions ausgehe. Sie hatte keine Exantheme und ihr Verdauungssystem war überraschend gering betroffen. Dafür spontane, kolikartige Bauchschmerzen, angeschwollene Lymphknoten, und am wichtigsten: Die zerstörten Bronchien. Der Virus hat die Permeabilität der Kapillaren erhöht, sodass über kurz oder lang die Gefäßwände geschädigt wurden. Solange, bis sie durch Druckunterschiede gerissen sind. Folge: Blut strömt ungehindert in die Lunge und der Betroffene erstickt, wenn er keine Hilfe bekommt. Die Sofort-Entfernung des betroffenen Lungenflügels war die richtige Entscheidung, da man die Bronchien nicht hätte retten können. Die Patientin litt demnach unter einer Pneumonie, hat diese allerdings verschwiegen, sonst wäre das alles früher entdeckt worden. Die Mutter der Patientin starb laut Akte vor sieben Jahren auch an einer Infektion während der Geburt ihres zweiten Kindes. Sunohara, Kotomi. 33 Jahre, eigentliche eine gesunde Kunoichi. Man kann davon ausgehen, dass es derselbe Virus war. Oder wissen Sie Dinge, die ich nicht weiß, Iriye-san?" Der Blick glitt anklagend in ihre Richtung. "Vor einiger Zeit hat der Vater der Patientin sich an uns gewendet und uns erzählt, dass er und seine Ehefrau damals die kontaminierte Wohnung für ihre Tochter gemietet hätten, damit sie nach Bestehen ihrer Chûnin-Prüfung als Geschenk dort einziehen könne. Die Besichtigung hat Sunohara-san damals schwanger alleine vollzogen. Dabei, so behauptet, ihr Mann, muss es zur Infektion gekommen sein. Aus Angst hat er all das aber verschwiegen, steht nun allerdings unter Strafe und akzeptiert diese auch." Endlich stand Yuka auf, schloss den handschriftlichen Bericht, kam um den Schreibtisch und lehnte sich an jenen, während sie Frau Iriye und Azunagi abwechselnd betrachtete. Sie wirkte für diesen Moment ernsthaft betroffen, sie hatte die Augenbrauen zusammengezogen und zwei Finger nachdenklich ans Kinn gelegt. "Klingt nach einem ziemlichen Drama, und das nur, weil irgendein Idiot wieder sein Maul nicht aufgekriegt hat. Wundert mich nicht, dass Mutter und Tochter wegen des Vaters so leiden mussten." Eine klare Andeutung in Richtung ihres Feminismus. Zwei Frauen, die ein Drama wegen der Verschwiegenheit eines Mannes erlitten hatten, waren für Yuka wieder ein Paradebeispiel zur Begründung ihres Hasses gegenüber dieser 'Rasse'. In dem Moment des eigenen Schweigens klopfte es allerdings schon zaghaft an der Tür, die Blicke erhoben sich und die Patientin trat ein.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   So Nov 23, 2014 2:02 pm

cf: Von irgendwo einige Tage später

Eigentlich hatte sie diesen gruseligen Leute lange und oft genug gesehen. Nun war wieder ein Iryônin zu ihr nach Hause gerannt, hatte geklopft, nach ihr verlangt und sie musste wieder zum Krankenhaus. Madokas Tante hatte sich schon wieder Sorgen gemacht, dass etwas Schlimmes passiert war, aber der Mann hatte sie halbwegs damit beruhigen können, dass es nichts gefährliches war, das auf ihre Nichte wartete. Diese hatte sich schnell straßentauglich angezogen, um nun endlich hier anzukommen und an ein Büro verwiesen zu werden, auf das sie wiederum mehr als eine halbe Stunde hatte warten müssen. So war das bei Ärzten aber ja immer. Man beeilte sich, um für einen Termin rechtzeitig da zu sein, wurde dann aber für eine quälend lange Zeit neben fremde Gesichter in einen engen Warteraum gezwungen. Nun durfte sie aber endlich ins Büro von Iriye-san, die sie nun schon ziemlich lange behandelt hatte, seit sie vor dem Hokage und Setsuna zusammengebrochen war. Ein Klopfen, dann öffnete sie einen Spalt breit die Tür und hielt den Kopf rein. Im ersten Moment hatte die Grünhaarige das Gefühl, dass sie eine Debatte von Dorfleitern störte. Alle waren über dreißig und sahen aus wie hochqualifizierte Ninjas, wovon sie im Traum niemals einer sein würde. Demnach war ihre Begrüßung auch holprig. "Eh- Ohayô. Jemand hat nach mir verlangt, Iriye-san?" Die zweifarbigen Augen glubschten die Ärztin etwas nervös an, während Madoka so in der Tür hing und sich nicht rein traute. Ihre Ärztin lächelte dann aber recht warm und machte eine Handbewegung, dass sie ruhig rein kommen sollte. Madoka stellte sich dann mit verschränkten Armen zwischen sie und Azunagi. Den erkannte sie aus flüchtigem Sehen wie so ziemlich alle anderen Ninjas ihres Dorfes aus dem Augenwinkel, lächelte ihn höflich an, verneigte sich kurz und hörte dann zu. "Das ist die Patientin, Sunohara, Madoka. Madoka, vor dir siehst du die Medizinerin und Forscherin Katsuhika, Yuka. Eingereist aus Kirigakure, um uns wegen deiner Krankheit zu helfen. Oh, und natürlich ihr ehrenwerter Begleiter, Inuzuka-san. Ich-" "Wow, freut mich die Bekanntschaft zu machen. Ihr könnt mich Madoka nennen." Spontan und locker war sie und behandelte Yuka auch so, selbst wenn diese sie gerade skeptisch und beinahe autoritär von oben herab ansah, da sie deutlich größer war. Noch kamen keine Worte von ihr. Madoka drehte sich auch noch erst einmal aus Neugier zu dem einzigen Mann in der Runde. "Azunagi-san? Ihr habt sie eskortiert? Ganz alleine?" Ein bewundernswertes Funkeln lag in ihren Augen, während sie zu ihm sogar noch mehr aufblicken musste, aber da sie um seinen Rang wusste, hatte sie sowieso Ehrfurcht vor ihm.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Fr Nov 28, 2014 10:10 pm

°oO(Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, diesen Beruf mit einem einigermaßen gesunden Verstand zu überleben? Mir jedenfalls reicht dieser eine Tag. Hab hier genug gesehen. Wie fühlt sich wohl ein Iryo, wenn er täglich mit solchem Virenkram zu tun hat? Sieht der im eigenen Heim überall potenzielle Brutstätten für Bakterien? Wird man da schnell zum Sauberkeitsfanatiker? Besser nicht drüber nachdenken. Sonst fange ich noch an, mir jedes Mal Sorgen zu machen, wenn Rinne-chan von ihrem Hundchen abgeschlabbert wird und dass kann ich mir echt nicht leisten. Zehn bis zwanzig Mal am Tag einen Herzkasper kriegen ...das überlebt doch keiner. Vieleicht muss man für den Job auch einfach eine ganz kranke Einstellung bezüglich Krankheitserregern haben. Vieleicht … stehen die Iryos ja auf so dreckiges Zeug. Hmh, garnicht mal so unwahrscheinlich. Anzugträger geben sich ja auch oft als elitär und überlegen aus und stehen insgeheim doch drauf, sich in einem muffigen Keller von einer Lederbraut auslöffeln zu lassen. Woa, bei den Kagen! Azu, lass deinen Denkapparat mal wieder richten, du driftest in Sphären ab in die nie ein Mensch abdriften sollte. Aber so gehts mir nunmal, wenn ich kritischst unterfordert bin.)

Ob Yuka angepisst oder erheitert war, als Azu statt sich selbst einen Klon in den Ring warf, lies sich nicht genau sagen. Ihr geheimnisvolles Herumgesäuel jedenfalls signalisierte zumindest, dass sie den ausgeworfenen Köder geschluckt hatte. Wobei … was heißt Köder? Er hatte keine wirklichen fiesen hinterhältigen Pläne. Sein einziger Plan war bereits aufgegangen, er hatte Yuka eine Reaktion entlockt. Der Rest des Personals nahm eher englischen, also 'not amused'-ten, Anstoß an den Worten. Azunagi persönlich hätte sich ja etwas mit mehr Pep gewünscht. Eine klare Drohung oder so. Selbst ein verächtliches Lachen wäre was gewesen, aber immerhin reagierte sie. Wäre langweilig gewesen, wenn sie es ignoriert hätte.
Bewaffnet, eingetütet und mit einem Prachtklon bestückt zog Yuka nun mit ihrer Gemeinschaft des Ringes Bakteriums los gen Mordor, oder wo auch immer sich jene Wohnung in Konoha auch befand. Der echte Azunagi zog nach, wenn auch mit etwas Abstand. Aus einer seiner Schriftrollen hatte er eine Kristallkugel gezaubert, welche er immer wieder zur kurzen Kontrolle der Situation verwendete. Als die ärtzliche Gemeinschaft die Wohnung erreicht hatte, setzte sich Azunagi auf ein Dach, etwa auf halbem Wege zwischen Krankenhaus und Wohnung. Dort hielt er Wache, diesmal mit dauerhaften Spannerjusu. Das Ergebnis: Yuka zog ihren Iryo-Shit durch und scheuchte Klon-Azu durch die Gegend. Irgendein gelbweißliches Zeug durfte er abkratzen. Was genau das war wollte der echte Azunagi garnicht wissen. Und er unterdrückte für einen Moment den Reflex, nach hause zu eilen und nachsehen, ob dort auch sowas unter der Tapete hauste.
Nach einem relativ ereignislosen Aufenthalt in der Horrorwohnung machte sich das Team auf den Weg zurück zum Krankenhaus. Selbstverfreilicht war Original-Azunagi vor ihnen dort. Er saß gemütlich auf einer Bank im Eingangsbereich, unablässig in seine Kristallkugel starrend. "Camillo fürchtet, Azunagi kriegt noch runde Augen von dem vielen fernsehen." "Hab ich doch schon." "Uh, Camillos Furcht war berechtigt. Vier zu drei für uns!" "Jaja." Nach der Rückkehr ins Krankenhaus machte sich die böse Hexe des Ostens umgehend auf in ihr Laboratorium. Ärztlich sahs dort ja schon aus, aber irgendwie hätten Azunagi noch ein paar eingelegte Gehirne in irgendeiner undefinierbaren grünen Flüssigkeit gefehlt, um die Situation abzurunden. Sowohl Klon-Azunagi, als auch Original-Azunagi, per Kristallsicht, sahen zu, wie Yuka an einer Ratte herumdoktorte, leider ohne irres Gelächter und “Es lebt! Es lebt!”-Phrasen.
Nach dem Herumexperimentieren stand die Rückkehr ins Büro an, wo Yuka ihre Senf zur Situation dazu gab. Es fielen einige Worte die Azunagi nicht verstand, worauf jener aber nicht weiter reagerte und schließlich gabs noch eine Prise Dramatik. Geschichten über böse Väter die ihre Weiber und Töchter wissentlich ins Verderben führen. Azunagi brauchte Yuka garnicht genauer zu kennen, er wusste bereits genug um der Katsuhika die Gedanken von der Stirn ablesen zu können. Klon-Azunagi enthielt sich brav eines Kommentars. Inwiefern der Mann nun schuldig zu sprechen war, war außerhalb seines Interesses. Hier ging es um andere Menschen, nichtmal welche innerhalb seines Bekanntenkreises und schon garnicht um welche, um die er auch nur eine Sekunde Sorge gehabt hätte.
Glücklicherweise kam nun auch schon eine kleine Ablenkung durch die Tür des Büros marschiert. Eine junge Frau, laut Iriye die Patientin, gab sich die Ehre und folgte damit einer Einladung zuvor genannter Doktorin. Dass sie Azunagi bewundernd ansah, offenbar erstaunt, dass ein Jônin eine so einfache Aufgabe hatte alleine übernehmen können, hätte er in jeder anderen Situation einfach ignoriert. Aber hier gerade war ihm, also Klon-Azunagi, irgendwie langweilig. Drum machte er sich die unglaubliche Mühe doch noch eine Reaktion zusammenzuschustern. "Jep, ganz alleine. Ich musste Drachen retten und Jungfrauen töten." "Wir sind doch nie allein. Er hat doch immernoch Camillo." "Gaaaanz alleine." "Camillos Fledermäuse haben für Ablenkung gesorgt!" "Ganz! Alleine!" Camillos Worte waren im Büro freilich nicht zu hören, da Camillo nach wie vor beim echten Azunagi im Eingangsbereich des Krankenhauses war. Er hörte aber zu, dass konnte er gut, und musste einfach auf die unverfrorenen Worte reagieren, die er aus dem Kristallkugelspion vernahm. Der echte Azunagi grinste sich eins "Schmoll jetzt nicht mich an, dass war mein Klon. Zählt nich!" "Tuts wohl! Verleugnung und Rufmord!" Im Büro hörte es sich freilich so an, was hätte Klon-Azunagi ganz besonders fest darauf hinweisen wollen, dass er es 'ganz' und 'alleine' gemacht hatte. Der Klon wusste, er wurde beobachtet. Darum sagte er Dinge, von denen er wusste, dass sie Camillo ärgerten. Sowas musste mal sein. Doch hatten seine Worte auch noch einen kleinen Nebeneffekt. Sie sollten als sachte Stichelei gen Yuka gedacht sein, immerhin spielte er auf den Räuberüberfall an, den Yuka zu verschulden hatte. Damit war sie wohl der 'Drache' den er gerettet hatte. Der Teil mit dem Töten von Jungfrauen stimmte zwar nicht so ganz, er hatte Den-Jungen-vormals-bekannt-als-Aki, auch bekannt als Natsu, ja verschohnt. Aber er zweifelte nicht daran, dass unter den diletantischen Räubern auch ein zwei Jungfrauen gewesen sein mussten. "Aber genug von meinen Heldentaten: Wie gehts weiter? Schneiden wir sie auf?" Er hätte sie gerne aufgeschnitten, nur meinte er mit 'sie' nicht so direkt Madoka. Wer stattdessen gemeint war konnte man sich ja zaunpfahlmäßig denken.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Mo Dez 08, 2014 11:46 am

Yukas Blick sprach Bände, als Azunagi die Frage stellte, die mit der schnittigen Schärfe von Klingen in Fleisch einher ging. Sie hatte sich gerade beruhigt und war sachlich bis sogar einfühlsam geworden, da zerbrach er ihre schöne Blase, die sie umgab, wo er keinerlei Stellenwert besaß, und rückte sich wieder ins Rampenlicht. Madoka schien ganz angetan von dem Inuzuka, während Yukas Fäuste sicher wieder ballten. Für geübte Augen war das schnell zu erkennen, Iriye sah hinunter auf die angespannten Hände und machte große Augen. Yuka winkelte im nächsten Moment wieder den rechten Arm an und wollte auf ihn losgehen. "Wir sind keine Pathologen, du Arschgesicht!" Der Ruf kam wie der Schrei einer Amazone aus tiefer Kehle, während Yuka den Schreibtisch hinter sich ließ und die Distanz zu Azunagi verringern wollte, aber die andere Ärztin fing die Iryônin ab, umklammerte ihren kurvigen Oberkörper und stemmte sich gegen die zitternde Faust, die nur eine halbe Armlänge vor Azunagis Gesicht schwebte. In den goldenen Augen der Frau schienen gerade nur Flammen zu tanzen, während Kiefer aufeinander mahlten. "Katsuhika-dono, bitte. Er hat doch nur gefragt." "Is' mir doch egal! Ich dulde solch bescheuerten Fragen weder in Bezug auf einen Patientin noch auf sonst wen! Denkt ihr etwa, er hat sich auf Madoka bezogen?!" Iriye drehte irritiert den Kopf zu Azunagi, seufzte und drückte Yuka zurück zum Schreibtisch. Sie schnaufte und ihr Gesicht war dieses Mal rot angelaufen. "Sprech dein letztes Gebet, Azunagi. Dein letztes!" Iriye seufzte erneut, verdrehte die Augen und kümmerte sich dieses Mal nicht um die erdrückende Präsenz der älteren Dame hinter sich. Sie wandte sich gleich an den Jônin ihres Dorfes und bedachte ihm mit einem mitfühlenden Blick, dass Yuka ihr unheimlich sei. "Da wir den Keim isoliert haben, wird die Wohnung nun dekontaminiert. Wir werden Madoka noch einige Medikamente geben, aber ab nun ist das Schlimmste überstanden. Eigentlich sind wir-" "Kommt nicht auf die Idee zu sagen, dass wir hier jetzt fertig sind." Wie denn auch? Sie würden doch ihren geliebten Hundemann vermissen, der so ansehnlich und rot leuchtend wie eine Zielscheibe mit ihr gerade diesen Raum teilte. "Ich bewege mich nicht aus diesem Dorf, bis ich nicht mit Madoka gesprochen habe. Alleine." Sie verschränkte die Arme, beobachtete das Mädchen kurz und dann glitt ihr Blick zu Azunagi, wo sie eine Augenbraue hob, herausfordernd oder fragend? "Wieso?" "Ganz einfach, Abschlussgespräch mit einer Patientin. Solltet Ihr kennen, Iriye-san. Ich wünsche ebenso, dass für dieses Gespräch die Beobachtung durch den Mammutbaum hinter Ihnen eingestellt wird. Ärztliche Schweigepflicht, Persönlichkeitsrechte der Patientin ... " Die Kollegin blickte unsicher zwischen den beiden hin und her. Ob sie sich ermächtigen durfte Azunagi aufzufordern Yuka während ihres Daseins in der Klinik nicht länger zu beobachten? Hier stand eh an jeder Ecke ein Pfleger, der die zwei beobachten konnte. Er konnte sich eine freie Minute gönnen, die zwei verstanden sich doch eh nicht. "Nun ja, ich muss bei der Klinikleitung um Erlaubnis fragen, aber- Es stellt sich kein Problem dar. Solange Ihr Euch im Krankenhaus aufhaltet, ist es wohl vertretbar, wenn... Azunagi sich eine Pause gönnt."
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Mo Dez 08, 2014 11:55 am

Ein Gentleman genießt und schweigt, aber Madoka war einfach eine Außenstehende der gesamten Situation. Die Patientin, aber ansonsten weder rangtechnisch in diese Diskussion involviert noch hatte sie Ahnung, was zwischen Azunagi und Yuka abging. Die Nebelbraut wurde zum Haifisch, sobald er nur eine Frage stellte, und der "Mammutbaum" schob Felsen nach, wenn es darum ging zu bestätigen, dass er etwas alleine geschafft hatte. Sie beobachtete sie, hin und her, wie sie fast ineinander übergingen, die Ärztin sich gegen die große Frau stemmte und Madoka letztlich befürchtete, dass sie noch ein schlimmeres Temperament hatte als sie selbst, wenn sie mit ihrer Rivalin Rinoka aneinander geriet. Nur sah sie nicht wirklich danach aus als wäre sie eine Taijutsuka. Ihren Schlag hätte Madoka mit der bloßen flachen Hand abhalten können. Sie war aber auch überrascht, dass Yuka mit ihr sprechen wollte, denn immerhin war die Leiterin des Ärzteteams Iriye-san, doch wer war sie sich dagegen zu stellen und es zu hinterfragen? Schaden konnte es nicht und sie war sogar etwas neugierig auf die Frau aus Kirigakure. Hinter einer rauen Schale verbarg sich vielleicht ein interessanter Mensch. Nach einer Weile sagte Madoka: "Um... Also wenn ihr zwei nicht vorhabt zu heiraten, so sehr wie ihr euch gegenseitig an den Hals wollt, würde ich auch gern mit Yuka sprechen. Oder einfach hören, was sie zu sagen hat." Wie ein engelsgleiches Mädchen glubschte Madoka die Erwachsenen an, als hätte sie gerade nichts Böses gesagt. Sie verschränkte die Arme hinter dem Rücken und lächelte Azunagi höchst töchterlich und bittend an. "Bitteee, Azunagi-san. Wir tun auch nichts Böses. Ich versprech's."
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Do Dez 11, 2014 10:40 pm

°oO(Putzig, wie die Fassade bröckelt. Der Drache kämpft sich ins Freie. Nur leider vollkommen überflüssig. Und töricht. Wäre mir danach, würde ich dies bereits als Angriff werten und sie hier und jetzt ruhigstellen. Könnte lustig werden, sich mit ihr zu kloppen. Ein Kerl, der keinen Taijutsu-Skill hat gegen eine Iryo, die vermutlich ebenso wenig drauf hat. Zwei Shinobi, ausgerüstet mit monströser Stärke, die sich zu Tode prügeln. Schade nur, dass ich den Domu-Vorteil habe. Und zumindest ein weeeeenig Inuzuka-Style habe. Nicht so viel wie man es in meinem Clan gern sähe, aber gewiss genug für unsere übellaunige Vulkangöttin. Aporpos Vulkangöttin und Feueropfer: Kann sie knicken. Alsob ich Madoka mit der alleine lassen würde … gerade nach solch einem Ausfall. Nein, nein, nein. Da war die Job-Beschreibung doch ein wenig zu eindeutig. Eskortiere die irre Leichenmacherin durch die Gegend und sorge dafür, dass sie weder unseren Schäfchen noch unseren Informatiönchen zu Leibe rückt. Alles was sie in einem stillen Kämmerchen, allein mit Madoka, benötigen würde, wäre ein Wahrheitsserum, ein wenig Zeit und anschließend irgendwas, um ihre Erinnerungen zu löschen oder so. Praktische Befragung, eilig, aber genug für meinen Geschmack. Vermeidenswert, glasklar.)

Yuka ging auf Azunagi los. So richtig. Also, fast 'so richtig'. Letztlich wurde doch noch vor der Visage des angeschnittenen Inuzukas angehalten und sich eines besseren besonnen. Jener Azunagi war immernoch ein Klon, amüsiert und äußerlich hochgradig professionell. So professionell man eben angesichts der jüngsten Vorkommnisse sein konnte. Seine Mine zeigte eine gewiss finstere Erregung, alsob er sich eine zünftige Prügelei gewünscht hätte. Oder nur eine Begründung, die Kiri-Nin in Gewahrsam zu nehmen und einem Verhörtrupp der Anbu zu überlassen. Gewiss, seine Mission war es, Yuka zu eskortieren. Hin und zurück, nur ohne Hobbit. Aber zum einen herrschte hier im Dorf immernoch die oberste Sicherheitsstufe, dank eines bombigen Anschlags und irgendwelchen Geschehnissen rund um eine Jinchuriki (Azunagi hatte es schon immer im Urin gehabt, dass diese dämonenbesessene Bande nur Schwierigkeiten machte!), und zum anderen waren sie immernoch Shinobi verschiedener Nationen und Dörfer. Sich auf dem Grund und Boden des anderen daneben zu benehmen zog nunmal empfindliche Strafen nach sich. Diplomatische Immunität besaßen irgendwelche Botschafter und Papierkrieger. Wenn Yuka Grund zur Sorge machte, wurde eben gehandelt. Da war sie letztlich selbst Schuld.
Als Yuka wieder im Sattel saß, wobei hier von rechtswegen her nicht gesagt werden kann, dass sie sich auch wieder eingekriegt hatte, wollte die werte Doktorin Iriye offensichtlich die Veranstaltung auflösen. Die Iryos hatten ihren Kram abgezogen, also warum nicht? Nun, die Katsuhika mit dem rotglühenden Gesicht hatte offenbar noch ein kleine Bombe parat. Ihr verlangte es nach einem Abschlussgespräch mit der Patientin. Und sie wollte, dass Azunagi seine Überwachung einstellte. Und sie wollte ein Gespräch unter vier Augen daraus machen. Die Ablehnung war von Klon-Azunagis Gesichts abzulesen, noch bevor der Kram mit der ärztlichen Schweigepflicht und den Rechten der Patientin überhaupt ausgesprochen worden war. Der echte Azunagi saß derweil mit seiner Kristallkugel da, immernoch das Geschehen beobachtend, und wusste nicht, ober angesichts des wahnwitzigen Vorhabens der Kiri-Nin lachen oder weinen sollte. Für wie groß hielt sie ihren Chancen, dass sie damit durchkam? Während beide Azunagis überlegten, welche clevere, fantabulöse und überhaupt nicht aus Scrubs geklaute cox-like Antwort sie Yuka um die Ohren hauen könnten, erhob Madoka, die Patientin, die Stimme und versuchte es auf die töchterliche, liebe und bittende Art bei Klon-Azunagi. Sie dachte sich dabei offensichtlich nichts böses. Eine potenziell psychisch instabile, leider sehr talentierte Kunoichi eines anderen Dorfes und eine kranke, naïve, leider wohl viel zu unerfahrene Chuunin Konohas in einem Raum? Madokas Worte stießen auf einen massiven fast zwei Meter messenden azunagiförmigen Granitblock und zerschellten in winzigste Bauteilchen. Wenn schon Azunagis eigene Töchter es schwer hatten, den Dackelblick bei ihm anzuwenden (Ein sinnloses Unterfangen sowohl bei ihm, als auch bei Shizuko), dann würde er hier erst recht nicht einknicken. Der Kommentar mit dem Heiraten wurde hier übrigens völlig übergangen. Azunagi war bereits verheiratet und würde er diesen Drachen ehelichen, würde Azunagi Seppuku begehen. Falls ihn Shizuko nicht vorher erwischte oder Yukas Männerkomplexe ihn zerfetzten.
"Es gibt so fürchterlich viele Wege ihr Ersuchen abzuschmettern, Katsuhika-san. Zunächst einmal: Mag sein, dass der Auftrag von der Krankenhausleitung ausging, aber das bedeutet nicht, dass sie mir gegenüber weisungsbefugt ist. Schon garnicht, wenn die zu eskortierende Person eine Kunoichi eines anderen Dorfes ist und in unserem gerade die oberste Alarmstufe herrscht. Mit ärztlicher Schweigepflicht und Privatsphäre brauchen sie mir auch nicht zu kommen. Die ist mir offengesagt egal, wenn ich dafür Madoka vor einem feindlichen Übergriff retten kann. Sowas kann man ja nie völlig ausschließen. Letztlich sehe ich keinen Grund, warum gerade sie, Katsuhika-san, dieses Abschlussgespräch führen sollten, wenn doch Iriye-san dies genauso gut erledigen könnte. Wenn sie sich aus diesem Gespräch noch irgendeinen Wissensgewinn erhoffen, können sie das ja danach untereinander, unter meiner Aufsicht, erörtern. Was die Mission angeht: Ihre Aufgabe ist der Virus, nicht Madoka. Meine Aufgabe sind sie, mit Stumpf und Stiel. Solange sie auf dem Boden Hi no Kunis sind. Hab ich ihnen sowas nicht schonmal gesagt? Mir wäre so, als hätte ich es mal erwähnt. Meine, ich hätte ihnen gesagt, dass ich ihnen nicht von der Seite weichen werde."
Der einäugige Blick des Inuzukas suchte Kontakt mit Doktor Iriye. Mit einer Handbewegung bedeutete er, sie solle sich doch bitte um Madoka kümmern. An jene gewandt meinte er schließlich noch "Etwas mehr Vorsicht und Misstrauen den … Fremden gegenüber stünde dir gut, Sunohara." Fast hätte er Feind gesagt, aber das hatte er noch abwandeln können. Sein Blick fixierte Madoka kurze Zeit, von oben herab und offenbar nicht allzu angetan davon, wie sie die Angelegenheit auf die leichte Schulter nahm. Sein grünes Auge bohrte sich ein wenig in ihre Augen, dann lies er es bleiben. Er hatte keine Zeit sich weiter mit ihr auseinander zu setzen, auch wenn er ihr gerne die eine oder andere Belehrung zukommen gelassen hätte.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Mo Dez 29, 2014 2:07 pm

Allmählich bekam Yuka wirklich Lust Azunagi mit irgendeiner Illusion zu quälen, die definitiv seinen Grad des Könnens überstieg, damit er ihr nicht länger im Weg stand und sie herumkommandierte. Da beide auf Konfrontationskurs gepolt waren, seit sie sich nur das erste Mal angesehen hatten, war die Bereitschaft dahingehend nie verblasst. Die Medic hatte sich lediglich an Vorschriften gehalten und bemüht, dass keine Probleme für ihre jeweiligen Dörfer aufkam, doch je mehr dieser Kerl darauf herumritt, dass sie aus Kirigakure war, desto mehr kotzte er sie auch an. Gerade Konoha, als gottverdammter Nabel der Welt, musste solche Worte ausspucken, wo doch hier am meisten die Chûnin-Prüfungen ausgetragen wurden, Durchgangsverkehr herrschte und der Weg in alle anderen Reiche am kürzesten war. Wenn einer das Recht hatte misstrauisch zu sein, dann waren es Randgebiete wie Mizu no Kuni. Wenn sich jemand in dieses Reich verirrte, dann gab es wirklich immer Grund zur Beobachtung. Somit verengten Yukas Augen sich deutlich und das entspannte das Gespräch kein bisschen. "Wenn ich Madoka irgendwas hätte tun wollen, hätte ich das schon lange vor den Augen der gesamten medizinischen Belegschaft tun können ohne, dass man mir je auf die Schliche gekommen wäre. Und das verhält sich mit dir genauso, du Großmaul. Mir ist scheiß egal, was in eurem Dorf vor sich geht. Ich will meine Arbeit machen, und wenn du glaubst, dass ich etwas plane, förderst du nicht gerade meine gute Laune. Ich kriege dann vielmehr Lust dir zu drohen und dich in deiner Skepsis zu bestätigen." Es stahl sich sogar ein selbstsicheres Grinsen auf Yukas Gesicht, das aber kurz darauf erlosch, als Frau Iriye dazwischen ging. Ihr schien die Situation völlig unbehaglich zu sein, sie wollte keinen Konflikt, aber sah sich von Azunagi auch daran erinnert, dass sie sich nicht von Yukas Forschungserfolg blenden lassen sollte. "Ich verbiete mir solche Andeutungen in diesem Krankenhaus, Katsuhika-dono. Ich verstehe Ihren Standpunkt, wenn es um Ihre Arbeit geht, doch ich halte mich an Azunagi, wenn Ihr anfangt unseren Shinobi zu drohen. Dann sind auch wir nicht länger Kollegen, sondern Ihr verlasst so schnell es geht diese Einrichtung." Es kostete sie deutlich Kraft sich so gegen jemanden zu richten. Im Blick der reifen Dame lag etwas zweifelndes, nicht nur an sich selbst, sondern an der Gesamtsituation. "Was ist es, was Ihr mit Madoka besprechen müsst? Ist es nichts, was ich übernehmen kann?" Yuka schwieg einen Moment und betrachtete in diesem Azunagi mit einem kalten, hasserfüllten Blick. Für sie war er an allem Schuld, und wenn es eine andere Eskorte gewesen wäre, hätte sie getrost das tun können, was in ihrem Kopf vorging, weil man entweder Bewunderung für sie übrig hatte oder Ehrfurcht. Aber kein Misstrauen wie ein Karnickel, das Angst bekam, dass an seinen Bau flutete. "Da es somit keinen Weg drum herum gibt- Ich möchte mit dem Mädchen über ihre Geschichte sprechen. Mehr interessiert mich nicht. Faktisch ist eindeutig wie es zu dem Fieber gekommen ist, aber ich will ihren Standpunkt noch einmal selbst hören." Verwirrt sah die Ärztin zwischen Madoka und Yuka hin und her. Sie wusste nicht, was die andere damit anfangen wollte. Es war etwas persönliches, das für sie keinen Wert besaß, aber dennoch schien ihr etwas an der Person Madoka zu liegen. "Ich glaube nicht, dass Sunohara-san so etwas wie psychologische Betreuung nötig hat. Selbst wenn, ist uns ihre Meinung dazu schon einmal deutlich gemacht worden." Yuka erhob sich daraufhin von dem Schreibtisch, strich sich mit der Hand über die Stirn und seufzte entnervt. "Habe ich gerade etwa diese beiden Wörter auch nur im entferntesten von mir gegeben? Nein. Ich will weder ihren Geist betätscheln, weil ich glaubte, sie hätte es nötig, noch irgendeinen informativen Gehalt für meine Heimat daraus schlagen. Wozu auch? Aus dieser Perspektive ist sie nur eine von vielen Konoha-Chûnin, die kaum etwas wichtiges zu bieten hat." Im selben Atemzug widmete Yuka sich wieder Azunagi, dieses Mal mit ernstem, eher geschäftsartigem Unterton. "Da ich dich nicht loswerde, meinetwegen, kleb mir am Arsch. Aber ich möchte dennoch mit Madoka sprechen. Es wird nur um ihre persönliche Geschichte wegen der Krankheit gehen, mich interessiert weder irgendwas an eurem System noch warum hier gerade so ein Chaos herrscht. Ich bin nicht einmal befugt deswegen Nachforschungen zu betreiben. Wenn du mir diese Gelegenheit bietest, biete ich euch im Gegenzug etwas ... von mir an." Nun wich der Blick direkt auf Madoka, wobei Yuka fast zu nah für ihr Wohlbefinden an sie herantrat und sie von oben herab musterte. "Man sieht dir an, dass du stark bist. Wenn man für Konoha abwägt, was für einen Profit ihr erhaltet, kann eigentlich keiner Nein sagen, außer du, wenn du das Angebot nicht annehmen willst. Ich schlage dir den Handel vor: Wenn du mir die Geschichte preisgibst, werde ich dir bei deinem Taijutsu helfen. Es würde mit nicht gerade geringen Chakrakosten für dich einher gehen, weil du kein Medizinchakra beherrschst, doch man kann jegliches Taijutsu damit in Verbindung bringen. Was heilt, kann auch töten. Ich würde dir einen Crashkurs im Schmieden von medizinischem Chakra geben und dir ein, zwei Grundkniffe eines Stils zeigen, der meinem eigenen Kopf entspringt. Und Konoha hat somit einen neuen Kampfstil auf seiner Seite. Ist das nicht nett von mir?"
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Mo Dez 29, 2014 2:18 pm

In dem Zeitrahmen, wo sich vor Madoka der Konflikt weiter und weiter aufbauschte, kam sie sich mehr und mehr wie ein unbeteiligter, deplatzierter Zuschauer vor. Auch wenn das Thema sie irgendwas mit einbezog, weil diese Frau von ihr hören wollte, was wohl vorgefallen war, blinzelte sie nur ein paar Mal, während sich die Parteien die Stirn boten. Klein zu kriegen war Yuka auf keinen Fall, obwohl hier drei Konoha-Nin gegenüber einer Kiri-Nin waren. So einen Stolz beizubehalten, beeindruckte Madoka schon irgendwo, aber gleichzeitig lastete Azunagis Stimme in ihrem Hinterkopf, dass sie gerade zu naiv war. Sie wäre wohl einladend in jedes Dorf marschiert, wenn sie dort einen Menschen wie diese Medizinerin getroffen hätte. Azunagi wollte nicht von ihr ablassen, da er in diesem Sinne für jegliche Konsequenzen den Kopf hätte hin halten müssen, Iriye saß irgendwo auf zwei Stühlen gleichzeitig und alle zogen am Ende an Madokas Fingern, bis Yuka direkt vor ihr stand und sie sich vorkam, als müsse sie nun alles entscheiden. Etwas verloren sah die Grünhaarige zu den Kollegen aus ihrem Dorf. Sie fragte sich, ob ihr Wort gerade überhaupt irgendeinen Wert besaß, da es die Gemüter zu spalten schien, dass jemand Fremdes hier solch eine Show abzog. Aber die Aussicht gefiel Madoka in dem Moment auch zu sehr, als irgendwen für sie entscheiden zu lassen. So schluckte sie einmal, atmete durch und sah zu Yuka hoch. "Ich wäre Euch sehr verbunden, wenn Ihr mir und Konoha dieses Angebot macht und uns dieses Wissen übermittelt. Ich werde gerne meine Geschichte erzählen, allerdings nichts anderes, das muss ich Azunagi und Iriye-san versprechen. Ich bin ein Buch mit sieben Siegeln, wovon Ihr nicht mehr als eines öffnen dürft und werdet. Und wenn Azunagi bei uns bleibt, dann kann auch nichts passieren. Die Karten liegen doch jetzt auf dem Tisch oder?"
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Mo Jan 12, 2015 10:56 pm

°oO(Diese Frau lässt mich immer mehr zweifeln, wie es um die Qualität der Shinobi Kiri-Gakures bestellt sein mag. Da muss man auch mal die Konsequenzen für die Zukunft mit in Betracht ziehen, wenn die heute schon so minderwertige Ware auf den Markt bringen. Iryo hin oder her, offene Drohungen auf einer diplomatisch nicht ganz unbedenklichen Mission sind nicht akzeptabel. Fürchte fast, wir werden uns in Zukunft auch noch von Kiri als ernstzunehmenden Konkurrenten verabschieden müssen. Die Nebelspucker folgen Iwa, Suna und Kumo noch in die Bedeutungslosigkeit. Zähle Zwergnester wie Taki und Kusa mal nicht dazu. Was bleibt ist dann wohl nurnoch Tsuki-Gakure, aber die sind neu auf dem Markt. Neu ist cool, aber nur wenn man schnell eine stabile Position erringt. Sei's wie es sei, das Monopol erringt Konoha irgendwann schon noch, nur frage ich mich da auch ein wenig, was danach kommt. Monopol und weiter? Nicht, dass wir am Ende wieder bei kleingeistigen Clankriegen ankommen, die Dörfer aufgelöst werden und einzelne Shinobi-Gruppen auf Anheuerung warten. Naja, vieleicht ists ja besser so. In einem Clan von Babybeinen an ausgebildete Shinobi dürften alle mal besser sein als so clanlose Spinner. … oh Gott, ich fange wieder mit dem Clangedenke an. Wah! Nix wie weg aus der Gedankengegend!)

Der echte Azunagi konnte sichs erlauben, gedanklich ein wenig abzuschweifen, sein Klon hatte vor Ort ja alles unter Kontrolle. Woher das Azunagi das wusste? Nun, der Klon war ja sein Klon! Besser gings nicht. Also alles Tuti-Paleti, oder so. Im Kreise der Quacksalber und Menschenflicker drohte derweil die Stimmung überzukochen. Yukas Gebärden riefen nicht gerade Begeisterungsstürme und Applaus hervor. Im Gegenteil. Doktorin Iryie bezog klar Position, und zwar auf der richtigen, also Azunagis Seite. °oO(So gehört sichs! Selbst im Angesicht des Idols wahrt man in Konoha einen klaren Kopf! Das ist mehr als ich wohl von dieser Hexenheilerin zu erwarten habe.) Für einen Moment trafen sich Yukas und Azunagis Blicke. Zwei Augen trafen eines. Purer Hass gegen grimmige Entschlossenheit. Der Klon vor Ort konnte ebenso gut wie das Original einschätzen, wann es an der Zeit war, loszuschlagen. Für handgreifliche Disziplinararbeit war aber, noch, kein Bedarf. Noch konnte hier logisch verfahren werden. Und verfahren musste die Situation wohl wahrlich für die werte Nebeldame sein, wenn sie nun einbrechen, nachgeben und schenken musste, nur um ihren Willen zu bekommen. Sie Haltung Azunagis lockerte sich ein wenig. Der bis dahin angespannte muskulöse Körper nahm eine etwas ruhigere Position an und signalisierte damit offen, dass Yuka mit ihrem Vorhaben langsam in die richtige Richtung driftete. "Camillo findet euch Menschen immernoch komisch." kams andernorts, beim echten Azunagi, vom Fledermausprinzen. "Nennt euch 'zivilisiert' und doch habt ihrs Messer immer griffbereit." Da musste der echte leise lachen. "'Besser Tiere' willst du damit wohl sagen?" "Nein, damit würde Camillo eher die Tiere beleidigen."
Bei den Damen und Herren, und Yuka, in Gegenwart des Klons war derweil das Stadium der offenliegenden Karten erreicht, wie Madokas es so schön ausgedrückt hatte. Klon-Azunagi nickte zustimmend. "Fein, fein. So lasse ich mich doch gerne überreden. Ein wenig Logik, ein wenig Einsicht und freundliche Überreichung von Präsentkörben. Unter der Auflage des unverfänglichen Gesprächshintergrunds und meiner Anwesenheit im Speziellen, stimme ich dem ganzen zu." Er wandte sich nun mit etwas erleichterter Mine zur Erzobersuprimen Chef-Doktorin Iryie "Können sie uns bitte das nächste leere Besprechszimmer zeigen? Schließlich sollte man keine Zeit verschwenden." Zeit war schließlich Geld. Und Azunagi hatte immernoch vor, die gute Yuka auf direktem Wege wieder nach hause zu geleiten, wenn das hier erstmal fertig war. Mission ist Mission. Und sicher beruhte der Wunsch, der schnellstmöglichen Bewältigung jener Mission, auf Gegenseitigkeit. Es brauchte keine ausgefeilten Menschenkenntnisse, wie Azunagi sie hatte, um zu erkennen, dass Yuka mehr als nur ein Problem mit ihm hatte. Und das bei Azunagi selbst auch ein paar Reibungspunkte vorhanden waren, lies sich nicht abstreiten. Blieb nur zu hoffen, dass Yuka und Azunagi, auf dem Weg zurück, nicht doch noch einfach über einander herfielen.
°oO(Bin mal gespannt, was für medizinische Tricks und Kniffe Dragon-chan unserer jungen Chûnin da eintrichtern will. Taijutsu mag nicht so mein sein, aber aus rein chakra-technischer Sicht könnts durchaus einen gewissen Unterhaltungs- und Lerngehalt aufweisen.)
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Mo Feb 09, 2015 9:29 pm

Endlich fand das Gespräch, oder vielmehr diese Diskussion, die Yuka einfach nur Sauerstoff raubte, ein Ende. Der Ärztin wurde ans Herz gelegt eine andere Örtlichkeit für das Angebot der Iryônin zu präsentieren, welche dies mit einem Blick quittierte. Sie seufzte nur kurz und sagte: "Na endlich der erste gemeinsame Nenner. Ich habe auch genug Zeit hier verschwendet." Iriye öffnete die Tür und entließ Madoka mit einem geduldigen Blick zuerst, während die Kiri-Nin Azunagi nochmals skeptisch betrachtete. Ihr war nicht ganz klar, was er wirklich tun würde, wenn er in ihrer Gegenwart war und sie mit einem Mädchen aus seiner Heimat trainierte. So gesehen konnte sie ja sonst was vor seinen Augen treiben, er würde es nicht mitkriegen, weil er wahrscheinlich ein Depp im Genjutsu war. So wie viele Shinobi. Kurz wurden die Augen gerollt, dann ging Yuka Madoka hinterher und die Reihe wurde von Azunagi vollendet. Iriye schloss die Tür zu ihrem Büro und brachte die Gruppe die Krankenhausflure entlang in einen Konferenzraum, in dem gerade nichts besprochen wurde. Es standen leere Kaffeebecher herum und auf zwei Tischen lagen noch Protokolle von irgendwelchen Patienten. Wesentlich komfortabler erschien dieser Raum in seinem bläulichen Ton und der gesteigerten Größe, aber für eine Verbesserung des Taijutsu war er immer noch ungeeignet. Zuerst würde Madoka wohl aber ihre Geschichte noch einmal preisgeben, sodass sie hier eine bequeme Atmosphäre hatten. Iriye ließ die Ninjas unter sich, verneigte sich und verabschiedete sich ohne große Worte. Wie es zum Außengelände ging, war ein Selbstläufer, den sie weder erwähnen noch erklären musste, sodass ihre Rolle auf dieser Bühne nun erst einmal vorbei war. Yuka zog sich nun das erste Mal ihren weißen Kittel aus, hängte ihn in gewohnter Manier über einen der Holzstühle und setzte sich mit überschlagenen Beinen und verschränkten Armen hin. Madoka nahm gegenüber von der U-förmigen Tischformation Platz. Sie wirkte etwas abgeschlagen als würde man sie anklagen, vor allem, weil sie wesentlich jünger war, aber so wirkten in Yukas Gegenwart ihrer Meinung nach alle. Außer Männer. Die waren sowieso für den Arsch. "Also bitte, ich höre. Fühl dich vollkommen frei anzufangen wo du magst und wie du magst. Du musst mir keine Details erzählen. Azunagi wird dich auch nicht unterbrechen." Das war keine Bitte, kein Befehl, auch kein Versprechen, sondern eine trockene Prognose, für die sie Garantie tragen würde, bis Madoka fertig war.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Di Feb 10, 2015 4:41 pm

Sie wirkte ein wenig wie die Vertrauenslehrerin auf der Akademie, wenn die kleinen Kinder Probleme untereinander hatten und sie nicht geklärt bekamen. Madoka hatte ein positives Bauchgefühl bei Yuka, aber fand ihre strenge Haltung gleichzeitig etwas komisch. Da sie aber nicht in der Position war dies zu beanstanden, horchte sie einfach nach der Bitte sich nun zu äußern, während der Holzstühl etwas ungemütlich in die Wirbelsäule drückte. So lehnte die Grünhaarige sich vor, stützte je eine Hand auf ein Knie und lächelte etwas matt. Das ging auch an Azunagi, der es nicht allzu leicht unter der Gegenwart dieses Drachens zu haben schien. "Naja, so aus dem Stegreif irgendwas zu erzählen, ist immer schwierig. Eigentlich kennt Ihr die Geschichte ja. Hm." Madoka rückte mit dem Stuhl an den Tisch vor sich, legte die Unterarme darauf und schaute auf die Platte, wobei sie einen Moment schwieg. "Angefangen hat die Misere schon, als meine Mutter noch gelebt hat. Mein Vater wollte mit ihr zusammen für meine bestandene Prüfung eine eigene Wohnung anmieten, dass ich einziehen konnte, sobald ich fertig war. Die Besichtigung hat meine Mutter gemacht, als sie schwanger war. Na ja, damals war sie schon ... kontaminiert, wie man so sagt. Wusste nur keiner. Sie hat sich auch mit dem Lassafieber angesteckt, es ist nur länger nicht ausgebrochen, bis sie dann bei der Geburt meiner Schwester daran gestorben ist. Zumindest glaubt man das, weil man keine Ursache gefunden hat. Jetzt sind wir ja alle schlauer, nicht?" Ein müdes Lächeln blieb auf Madokas Gesicht, während sie zu Yuka aufsah. "Mein Vater hat nichts gesagt. Aus Angst, Scham, ich hab keine Ahnung. Unsere Familie ist dann mehr oder weniger zerbrochen, alle haben sich in irgendwelche Dinge geflüchtet. Ich bin weiter meinen Weg gegangen und habe dann in dieser kranken Wohnung gelebt, bis eben alles passiert ist, was nun vorgefallen ist. Das Fieber ist ausgebrochen, hat mich ausgeknockt und mein Vater musste endlich zugeben, was er sonst versäumt hat. Es ist irgendwie besser geworden, aber auch nicht gut. Er hat eine Strafe bekommen und ich versuche mich auf mein Training zu konzentrieren, weil ich zu lange im Krankenhaus war. Als Taijutsuka Muskelmasse abzubauen ist das ekligste, was dir passieren kann. Na ja, und das war's. Oder fehlt was?" Es wurde lediglich der Kopf geschüttelt, die Geschichte aber auch nicht weiterhin kommentiert. War sie jetzt nur hier gewesen, um einmal Bericht zu erstatten? Anscheinend ja. Yuka stand nach einer Weile mit regungsloser Miene auf, machte einen Fingerzeig, dass die anderen ihr folgen sollten und ging ungefragt voran. Madoka zögerte, blieb noch sitzen und beobachtete sie beim Verlassen des Raumes überrascht, aber beeilte sich dann, schob den Stuhl nicht sehr elegant zurück und hastete zum Ausgang, während sie das blonde Haar nur noch um eine Ecke wehen sah. Zusammen mit Azunagi ging sie wieder die Flure entlang, strich sich dabei das Haar hinter die Ohren und frage ihn beiläufig: "Benimmt sie sich immer so komisch? Sagt nichts und geht einfach?" Eigentlich erwartete man doch irgendwie eine Unterhaltung oder irgendwas an Reaktion, wenn man jemandem etwas berichtete, doch Yuka schien alles mit sich selbst auszumachen und es mit niemandem teilen zu wollen.
Der Weg führte über die sterilen Flure nach draußen, sie gingen erst durch das Atrium, dann durch einen Nebengang hinaus aufs grüne Gelände, wo so einige Patienten und Besucher ihre Zeit verbrachten. Es gab Bänke, Blumen, einige Laubbäume und natürlich hübsche Gehwege, doch keiner war hier wirklich darauf vorbereitet in so etwas wie einem schönen Park eine Iryônin mit einer Taijutsuka trainieren zu sehen. Ohne sich zu genieren marschierte Yuka mit ernster Miene über den frisch gekürzten Rasen. Sie krempelte die Ärmel ihrer Bluse hoch, zog sich die Stilettos aus, legte beide auf dem Boden ab und wies Madoka an. "So, antreten, junge Dame. Intensivkurs heißt Faust aufs Auge." Madoka hüpfte ein wenig unbewusst verspielt über das satte Grün zu ihren Füßen, ließ allerdings ihre Schuhe an und berührte auch ihre Kleidung nicht, da diese irgendwie immer locker genug saß, um halbwegs gut agieren zu können. Sie stand zwei Meter vor ihrem kurzzeitigen Sensei aus Fernost, verschlang die Arme hinter dem Rücken und stierte sie neugierig an. Fast wie früher, als man etwas Neues lernte, das einen komplett fesselte. "Bin Bereit, Katsuhika-sama." "Ich werde dir zeigen, wie dein Taijutsu aussieht, wenn du den Stil, den ich dir beibringe, verfolgst und verfeinerst. Einverstanden?" Dass sie es Madoka am eigenen Leib zeigen wollte, erwähnte sie nicht direkt, doch meinte dies mit ihrer Frage nach dem Einverständnis. Vielleicht ahnte auch Azunagi dies nicht, doch das war ihr herzlich egal, was man an dem eisernen Blick der Blonden sah. Madoka nickte mit einem Schlucken. "In Ordnung." Dann nickte Yuka nochmals und hielt ihre Unterarme in die Höhe. Die Hände waren zu geraden, geschlossenen Flächen geformt, wobei sie anfingen grünlich zu glühen. Es war das typische Medizinchakra, das nun nach außen trat und eigentlich ein positives Bauchgefühl verursachte - wenn der Iryônin einem denn damit helfen wollte. Yuka ging gemächlich auf Madoka zu, die die Hände beäugte, aber nicht wusste, was auf sie zukam. Die Ältere war ihr schließlich so nahe, dass sie kaum noch wenige Zentimeter trennten. Danach ging alles relativ schnell. Ohne ein einziges Wort schlug Yuka der Chûnin mit der linken Hand gegen ihre Schläfe und boxte sie mit nicht zu verachtender Wucht mitten in ihren Bauch. Die Getroffene krümmte sich sofort vor Schmerz, ging auf ein Knie und hielt sich den Bauch, während Yuka sie für einen Augenblick einfach nur beobachtete. "Wenn du mich hörst, schau mich an." Eine simple Aufforderung, der sie nicht nachkommen konnte, da nur ein Keuchen aus ihr herauskam. Das war für Yuka das Zeichen, dass die beiden Techniken funktioniert hatten. Sie kniete sich gleich binnen der nächsten Sekunden neben das Mädchen ins Gras, zwang sie mit entsprechendem Druck sich hinzulegen und bettete den Kopf in ihrem Schoß. Auch wenn Madoka sich ein wenig wehrte, drückte Yuka ihr eine Hand auf die Augen, um sie abzudunkeln und die andere auf den Bauch, nachdem sie die Arme weggedrängt hatte. Wieder leuchteten die Hände der Ärztin grün auf, während sie komplett ruhig blieb. Einige Minuten später erholte auch Madoka sich, die nun fast regungslos am Boden bei Yuka lag, bis diese ihre Hände von ihr nahm und sie von oben herab ansah. "Was hast du gespürt?", fragte die Blonde. "Ich konnte nichts hören und ... hatte extrem starke Bauchkrämpfe. Habt Ihr das gemacht?" Yuka half dem Mädchen auf und sah sie nochmals eindringlich an, bevor sie beschloss, dass alles in Ordnung mit ihr war. Sie hatte trotz ihrer schlechten Verfassung durch diesen kleinen Angriff nun keine Schäden davon getragen. "Richtig erkannt. Meinen Angriff kannst du nicht als Taijutsu bezeichnen, aber so sähe es in etwa aus, wenn du mit den Kurai Jutsu, die ich dir beibringen kann, dein eigenes Taijutsu erweiterst. Dein Stil bleibt derselbe, genau wie deine Bewegung. Du musst sie lediglich mit medizinischem Chakra ergänzen, sodass jenes bei einem Treffer auf deinen Gegner übertragen wird. Du kämpfst damit impulsartig. Dein Gegner sieht nicht kommen, dass ihn ein Treffer deiner Fäuste oder Beine so derartig beeinflussen kann, wenn du nicht sofort mit dem grünen Chakra arbeitest. Behalte es dir immer ein wenig vor, bevor du dein gesamtes Potenzial zeigst. Wie ... eine Geisha. Sie miemt das schöne Wesen, doch kann dich später mit nur einem Senbon, den sie unter der Zunge trägt, erstechen." Ein selbstsicheres Lächeln spiegelte sich auf Yukas Lippen, während sie von Madoka Abstand nahm. "Wie ist es um deine Chakra-Kontrolle bestellt, Liebes?" "Es geht. Ich beherrsche ein paar elementarlose Sachen, aber beschränke mich sonst auf reinen Körperkampf." "Gut. Das bedeutet für dich, da du keine Erfahrung in der Medizin hast, dass dich die Entwicklung des grünen Chakras mehr Energie kosten wird. Der Verbrauch für diesen Kampfstil, ich nenne ihn manchmal gern Kurai Gôken, ist dann höher. Setze deine Attacken mit Bedacht ein, sodass du nicht zu schnell erschöpft bist. Hast du bis jetzt Fragen?" "Was habt Ihr genau mit meinem Körper gemacht? Ich dachte Iryônin heilen Menschen und Ninjas. Dieser Schmerz ..." Immer noch etwas überrumpelt berührte Madoka ihren Bauch und zog sich kurz später am Ohrläppchen, um sich zu vergewissern, dass sie kein Wasser da drinnen hatte. "Es ist zu kompliziert, aber merke dir diesen Satz: Was heilt, kann in höherer Dosis auch töten. Anders herum kann man Gifte auch für Behandlungen von Patienten einsetzen, nicht wahr? Nun ja, insgesamt gibt es sechs verschiedene Ziele, die du dir am Körper merken kannst. Ohr, Auge, Darm, Galle, den Zwillingsmuskel und das Herz. Ich habe deine Gehörgänge außer Gefecht gesetzt und die Peristaltik deines Dickdarms erhöht, sodass du diese Schmerzen hattest und mich nicht verstehen konntest. Die Ohren kannst du betäuben, die Augen so beeinflussen, dass der Gegner nicht scharf sehen kann und bei Lichteinfall geblendet wird, beim Darm verursachst du starke Krämpfe, bei der Galle bringst du die Säure zum Austreten und das Herz ist natürlich die Königsdisziplin. Diejenigen, die davon getroffen werden, stehen im frühen Stadium eines willentlichen Herzinfarkts. Sie haben Schmerzen im Brustkorb und wenn sie sich übernehmen, brauchst du nur noch zuschauen. Das wäre es eigentlich auch schon. Du musst nur lernen medizinisches Chakra einzusetzen." Yuka lächelte und holte aus dem Gras vor sich ein kleines Insekt hervor. Sie ließ es grün in ihrer Hand aufglühen, sodass es leblos wurde, ging wieder zu Madoka und ließ es in ihre Hand fallen. "Jage dein Chakra durch den kleinen Körper. Aber nicht, um ein Jutsu zu wirken oder um das fremde Chakra zu beeinflussen. Wir müssen den Schalter bei dir umlegen, dass du wenigstens ein bisschen was mitnehmen kannst."

Timeskip bis zur Abenddämmerung

Jutsus von Yuka:
 
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Di Feb 10, 2015 5:00 pm

Eigentlich bezahlte man ihr gute Gagen und musste sich auf lange Wartelisten eintragen, damit sie sich überhaupt Zeit nahm die Gegenwart einiger Menschen zu dulden. Ob es danach zu einem Gespräch kam oder gar zu einem Lehrgang, hing von Geschlecht und Sympathie ab, sodass Madoka wirklich eine Glückskarte gezogen hatte. Im erweiterten Sinn natürlich auch Konohagakure. Während die Stunden dahin siechten und der Himmel sich orange bis rötlich verfärbte, ließ Yuka das Mädchen hauptsächlich trainieren grünes Chakra auszubilden. Sie konnte natürlich nicht an einem Abend alles in sie herein stopfen und sie noch weniger dazu bringen ganz locker und frei dieses Chakra zu bilden, aber es war ein Erfolg, als sie die siebenundzwanzigste Grille endlich hatte wiederbeleben können. Zumindest zuckten die Beinchen kurz, bis das Viech wieder in ihren Händen verstarb. Die Grundlage hatte sie kapiert und es mangelte diesem Dorf bestimmt nicht an Iryônin, um das Mädel weiterhin zu unterstützen, doch das Wissen für diesen Stil hatte sie nun von der entscheidenden Partei bekommen, um bald an lebenden Objekten trainieren zu können - und sie in die Knie zu zwingen mit nur einem Treffer. Man hatte ihr zwischendurch sogar etwas zu essen und ihren Kittel gebracht, als einige Pfleger sie haben trainieren sehen. Die Außenanlage hatte sich auch zusehend geleert, nachdem Madoka durch Yukas kleinen Angriff zusammengebrochen war. Etwas müde war nun auch die Iryônin, während Madoka vom Eifer überführt wurde. Sie wollte gleich lernen wie man den Darmtritt oder -schlag vollführte, doch das konnte Yuka ihr nicht zeigen, da sie das Gôken an sich ja beherrschte und einfach ihre Kontrolle über das medizinische Chakra verbessern musste. "Meine Aufgabe ist hier beendet, Madoka. Ich habe dir den Stil erklärt, meinen Handel beglichen und nun auch die Mission beendet." Nach einem kleinen Seufzen und Blick in den Abendhimmel stahl sich ein kleines Lächeln in Yukas Gesicht. Sie wirkte irgendwie wehmütig, aber auch stolz. "Ich hoffe, dass du das Kurai Gôken in Ehren hältst. Nicht als Angebot von Kiri, sondern als Geschenk von mir als Mensch. In deiner Geschichte habe ich mich selbst wiedergefunden. Ein Mädchen, das zur Frau wird, und alleine kämpft. Egal wie hart der Kampf ist. Du verdienst mehr, Liebes. So viel mehr. Ich hoffe, dass diese Techniken dafür etwas beisteuern konnten." Yuka berührte Madoka zärtlich an der Schulter, drückte diese und drehte sich dann weg, um sich in abendlicher Langeweile mit ihrem Eskortmann zu beschäftigen. Der hatte in den letzten Stunden wohl nichts anderes zu tun gehabt als einfach nur zuzuhören, und aufzupassen, dass die Kiri-Nin nichts Doofes anstellte. Sie stemmte die Hände ruhig in die Hüften, blickte ihn an und war wieder ernst. "So, ich schätze unsere Zeit neigt sich dem Ende zu? Ich verbringe diese Nacht in Konoha und breche morgen in der Dämmerung wieder auf. Da du mir ja nicht von der Seite weichen sollst, musst du mein Touristenführer sein. Wo kann ich etwas essen, wo kriege ich einen guten Schlafplatz? Es sollte dir eine Motivation sein, dass sich unsere Wege morgen schon trennen."

Out: Wenn du magst, kannst du mit deinem Post einen Timeskip und tbc setzen, damit die zwei wieder zurück reisen und die Mission beendet werden kann.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Mi Feb 11, 2015 6:39 pm

°oO(Schätze es kann nicht schaden, wenn ich ein wenig auf Durchzug schalte. Die Leidensgeschichte dieses Mädchens interessiert mich nun wirklich kein Stück. Letztlich muss ich ja nur Dragon-chan im Auge behalten. Und jaaa … das heißt, ich werde niemanden unterbrechen. Elendes Terrorweib. Der wünsch' ich nen Kaktus als Lustspielzeug. Hrmpf … schätze es kann wirklich nicht schaden, während dieses Gesprächs etwas zu innerer Ruhe zu finden. Quasi ein Nickerchen im Oberstübchen abhalten. Wenns nachher ans Eingemachte im Training geht, will ich geistig topfit sein. Gibt genug Möglichkeiten für dieses Monster da irgendwelchen Scheiß abzuziehen und es als Trainingsmanöver zu tarnen. Aber nicht mit mir, Lady. Nicht. Mit. Mir! Und ich bete zu allen bekannten und unbekannten Göttern der Menschheit und aller Kuchiyose, dass dieses Training dann möglichst noch heute fertig wird. Habe keine Lust auch noch eine Nacht lang über dieses Vieh zu wachen!)

Nun, da man sich geeinigt hatte, begab man sich in einen überraschend konferenzlosen Konferenzraum und Yuka widmete sich erschreckend menschlich dem Drama, dass sich da Madokas Leben schimpfte. Der Drache aus dem Osten zog gar den Kittel aus, fast so als wolle sie damit andeuten, dass hier nicht die Ärztin Katsuhika lauschte, sondern die Frau, der Mensch, Yuka. Ein wenig wagte Azunagi anzuzweifeln, dass Yuka zu menschlichen Regungen fähig war. Andererseits musste er eingestehen, dass Yukas männerfeindliche Art zweifellos im Umkehrschluss bedeutete, dass sie dem weiblichen Geschlecht gegenüber sehr viel aufgeschlossener war. Misanthrop konnte man sie nicht nennen, immerhin ging ihr nur die Hälfte der Menschheit auf die Eierstöcke.
Während Madoka Yuka ihr Herz ausschüttete, lehnte sich Klon-Azunagi gelassen an eine Wand des Konferenzraumes, da ihm das Hinsetzen irgendwie zu gemütlich war und er sich immernoch auf seine Aufgabe, Yuka zu bewachen, konzentrieren musste. Er war ein Zeichen ständiger Überwachung, so sehr es Yuka auch gegen den Strich ging. Was jene aber nicht ahnen konnte war, das der echte Azunagi mittlerweile seine Überwachung per Kristallkugel eingestellt hatte. Würde etwas passieren, würden seine sensorischen Fähigkeiten schon ausreichen um es festzustellen. Außerdem war sein Klon ausreichend genug für eine simple Überwachung. Jener Klon hatte während der Besprechung von Madokas Leidensgeschichte beide Frauen im Raum stehts im Blick. Und in der Regel galt sein wachsamer einäugiger Blick Yuka.
Jene hatte ihren Vorrat an Menschlichkeit für heute aber wohl aufgebracht. Entweder das, oder Madokas Geschichte, der Azunagi kaum lauschte, war nicht gerade der Bringer. So oder so, Yuka wirkte weder 'not amused' noch sonstwie bewegt. Mit regungsloser Mine, Azunagi glaubte schon, sie hätte endlich diese leidige Angewohnheit, Emotionen zu zeigen, aufgegeben, bedeutete sie erfreulich stumm Azunagi und Madoka ihr zu folgen. Wahrlich, damit überraschte sie sowohl den Inuzuka, als auch die Sunohara, welche ihre Verwunderung sogleich in Frageform dem Inuzuka darbot. "Ich wünschte, dem wäre so." Es würde diese Mission so viel angenehmer machen. Für den Moment genoß Azunagi einfach mal die angenehme Ruhe, während sich das Gespann hinaus an die frische Luft begab, um dort das versprochene Taijutsu-Training zu beginnen. Zur Abwechslung mal gab Yuka Ruhe und knallte ihm keine verdeckten oder offenen Morddrohungen an die Rübe. Himmlisch!
So wie die Drei den Park des Krankenhauses erreichten, wurden sie vom echten Azunagi in Empfang genommen. Auf einen Fingerzeig entschwand nun der Klon-Azunagi und der echte übernahm die Live-Überwachung des Trainings. Und es wurde ein wahrlich spannungsgeladenes Training. Unter anderem, weil Azunagi den Eindruck hatte, Yuka würde ihren Hass auf Azunagi nun ein Stück weit an Madoka auslassen. Das war natürlich Ansichtssache, aber es machte die Angelegenheit doch ein wenig vergnüglicher. Weniger vergnüglich war natürlich die Tatsache, dass Yuka hier mehr als genug Möglichkeiten hatte, irgendwas fieses mit Madoka anzustellen. Daher forderte dieses Training volle Konzentration vom Inuzuka. Jede Bewegung, der Angriff, wurde im Stillen ausgewertet. Es konnte ja immer sein, dass Yuka sich plötzlich dazu entschloss, ernst zu machen. 'Immer wachsam!' war hier die Devise und Azunagi folgte dem.
Stunden später, so kam es Azunagi jedenfalls vor, wurde das Training endlich beendet. Der Inuzuka hatte sich stumm am Rand des Geschehens aufgehalten und unbeirrbar alles beobachtet. Er kam nicht umhin innerlich zuzugeben, dass er ein wenig geschafft vom dauerhaften konzentiert sein war. Vermutlich nur eine Begleiterscheinung seiner verhältnismäßigen langen Abstinenz zum Shinobidasein, nach Gyoushis Tod. Er war wohl immernoch hier und da ein wenig außer Form. Musste dringend behoben werden! Wahrlich, seine innere Erschöpfung schien schon soweit zu gehen, dass er sich einbildete, Yuka lächeln zu sehen. Yuka! Lächelnd! Einen Moment lang spielte Azunagi schon mit dem Gedanken, mal das gute alte Kai auszuprobieren, nur um zu checken ob man ihn nicht klammheimlich mit einem Genjutsu belegt hatte. Aber das Genjutsu, welches sowas bewerkstelligen konnte, wäre wohl glasklar über Azunagis Kai-Vermögen. Dem würde er sich wohl geschlagen geben müssen. Dann lächelte sie eben, was kratzte es ihn?
Zum Glück währte der Moment der lächelnden Yuka nicht lange. Kurz darauf wandte sie sich schon wieder an ihren aufgezwängten Bodyguard. "Wir brechen in der Morgendämmerung auf. So viel Zeit muss, leider, sein. Ich eskortiere sie wieder zurück nach Kiiro Minato, wie vereinbart. Für die Nacht werde ich uns in einem nahen Hotel unterbringen. Folgen sie mir." Grußlos wurden Madoka und das Krankenhaus  zurückgelassen und an der Hauptstraße ein Hotel aufgesucht. Wer wohl für die Kosten aufkam? Azunagi bestimmt nicht, der würde sich jeden Ryo zurückerstatten lassen. Reisekostenabrechnung und so weiter. Im Hotel würde Yuka jedenfalls alles bekommen was sie brauchte. Gutes Essen, wenngleich es keine Drachenopfer wie Jungfrauen, für sie geben würde, ein schwefelloses Bad, und eine weiche Schlafstätte, dem dem geruhsamen Aufenthalt auf einem Berg voller Gold in einem heimeligen Drachenhort, gewiss in nichts nachstand. Am nächsten Morgen wurde das Hotel dann frühstmöglich verlassen und dem Dorftor entgegen gestrebt. Der lang herbeigesehnte Abschied stand unmittelbar bevor.

(Wie gewünscht Timeskip zum nächsten Morgen)

(tbc: Kiiro Minato)
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Fudo Akari
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Di Mai 19, 2015 6:22 pm

War man länger unterwegs musste man bei der Rückkehr zuhause erst einmal Staub wischen oder den Kühlschrank befüllen – auch Akari war nach ihrer heilen Rückkehr beschäftigt gewesen, selbst wenn es nicht ganz so trivial gewesen war. Nach dem Kennenlernen von Sarutobi Ringo, war da die neue Teamzusammensetzung gewesen, gefolgt von dem Zurückdrängen des Siegels und dem Training mit einem befreundetem AMBU – langweilig war es nicht gewesen. Inzwischen waren Körper und Geist soweit wieder in Einklang und dies musste auch so sein, denn Akari wollte sich nun ernsthaft den Forschungen bezüglich des Giftzahns widmen.

====Lernpost: Dokuga (Giftzahn) 3/3 - 1500 Wörter  =======

Zunächst galt es erst einmal das Labor des Krankenhauses in ein geordnetes Chaos zu verwandeln, denn ihre mitgebrachten Transportschriftrollen beinhalteten eine gute Varietät des Waldes um die heißen Quellen von Amegakure. Sie schob sich vier Tische zusammen und stellte die Gerätschaften, welche später zur Analyse dienten, erst einmal weit weg. Dann fischte sie die erste Schriftrolle aus ihrem Rucksack und rollte sie auf der Arbeitsfläche aus, gefolgt vom erlösenden Seal erschienen sogleich Wurzeln, Pilze und Steine mit Algenresten, um das Material der Rolle erneut zu beschmutzen. Tatsächlich war die Schriftrolle derart versifft, das Akari ihr im Geiste einen Platz in einer Mülltonne reservierte. Sie begab sich anschließend an die unterschiedlichen Tischkanten und wiederholte die Prozedur mit unterschiedlichen Ergebnissen – eine Schriftrolle welche lediglich Blätter und Rindenreste beinhaltete mochte noch benutzbar sein. Es folgte ein genauerer Sortierungsprozess, denn ihre Fundstücke lagen teilweise durcheinander und in Abwesenheit eines Labors und wenig mehr als ihrer Grundausrüstung hatte sie diesen Waldüberresten keine bessere Behandlung zukommen lassen. Die Spreu vom Weizen zu trennen war der nächste Schritt, der gleichsam recht lange dauern sollte, denn Akari musste ihre Fundstücke mit den Zutaten des Dokuga abgleichen. Den Besuch in der Bibliothek musste sie auch diesmal nicht antreten, denn ein passendes Buch über Gifte befand sich im Biolabor. Sie blätterte in dem passenden Buch herum und starrte teils gelangweilt, teils höchst irritiert auf die Seiten, fast alles was sie benötigte musste chemisch erzeugt werden und nur wenige Grundzutaten waren überhaupt in ihrer Ausgangsform im Dorflager vorhanden und befanden sich zumeist im konservierten Zustand, sofern sie dahinter käme was auf ihrem Tisch nützlich war käme sie um eine Spende wohl nicht herum. Minuten wurden alsbald zu Stunden, doch es benötigte nur dreier solcher, dann wusste sie genau über welche Mittel sie verfügte und welche Zwischenschritte ihr noch fehlten, Destillate ließen sich eher schlecht aus der Luft fischen. Anschließend holte sie sich die Chemie-Grundausstattung zurück an den Tisch und begann etwas Baumrinde zu verkokeln, was sie seltsamerweise an Ringo erinnerte, doch als Laborantin ließe diese sich sicher nicht anstellen, obgleich die Sarutobi gewiss mehr über Verbrennungsprozesse wusste als ein Laborkittelträger. Die Überreste des Baumpanzers gelangten kurz darauf in eine Maschine – sie wusste fast gar nichts über das Ding, außer wo der Einschaltknopf war und Zutaten hinein- sowie Produkte herauskämen. Die Zwischenzeit nutzte sie um sich einigen der Pilzen zu widmen, darunter jener der bei Ayioma seine potente Wirkung entfaltet hatte – er hatte gewiss nicht das einzige Exemplar verzehrt. Einige waren schleimig, andere hochgiftig und dann fand sie aus ihr unerfindlichen Gründen einen Speisepilz, welchen sie schnell beiseitelegte und gedanklich mit den Worten ‚Abendbrot’ betitelte. Derweil waren die schleimigsten Bestandteile ihrer Forschung getrocknet und die Verarbeitung per Mörser zu einem Pulver ging recht schnell von der Hand. Die abschließende Panscherei an sich erforderte nur ein paar Minuten und zum Vorschein kam eine Paste. Mit den Aggregatzuständen herumzuspielen war nicht ganz so kompliziert, doch somit entwickelte sie langsam eine Ahnung für die Anwendungsform – es ließ sich auch einfach auf eine Klinge schmieren, denn es musste in eine Wunde gelangen. Ein Blick auf die ausgedruckte Komponentenliste eines Analysegerätes bestätigte ihr, dass auch ein geschwächtes Immunsystem genügte und somit fielen menschliche Versuchsteilnehmer schon mal völlig aus dem Raster. Sich selbst konnte sie ebenfalls nicht verwenden, es lag weniger daran das sie sich nicht vergiften wollte als an der Furcht vor den geringeren Konsequenzen, immerhin sollte sie weder direkt noch indirekt an ihrem Siegel manipulieren und Forscherin die sie war, hatte sie erst ganz am Ende an diese Regel gedacht. War dies ein Zeichen das sie mit der Giftmischerei aufhören sollte? Immerhin mixte sie hier nicht nur kompliziertes zusammen sondern auch potentiell tödliches und wenn sie ihren persönlichen Gipfel benennen sollte so hieß er vielleicht Dokuga – ganz davon abgesehen das sie im Labor des Krankenhauses forschte, war ja nicht gerade so das es hier keine Patienten gäbe. Ob sie mit einem Feldlabor gleich vor Ort hätte verbleiben sollen? Zumindest war solch ein mobiles Labor keine schlechte Idee, doch zur Sicherheit würde ihr nächstes Projekt wieder ein Fuuin sein.
Akari ging zu den anwesenden Labortieren und betrachtete sie neugierig, sollte sie nicht besser gleich am Gegenmittel forschen? Ein kleiner Vogel zwitscherte ihre seine Antwort entgegen und eine Maus quiekte wohl eine ähnliche Variante. Ihre Tierliebe war nicht übermäßig groß, doch absichtlich Leid zufügen wollte sie auch diesen Wesen nicht und sich wegen der entsprechenden Clans lediglich auf das Wohlwollen von Hunden, Katzen sowie Insekten zu beschränken wirkte sehr egoistisch. Aus einer Idee heraus gab sie den beiden Tieren etwas von der Paste in den jeweiligen Futternapf und in die Trinkvorrichtung, wo es sich vermengte, aber nicht direkt auflöste. Sie vermutete hierbei nicht das es sich um Feinschmecker handelte, doch beide Tierchen rümpften die Riechorgane über die grünliche Paste, die vermutlich nicht einmal optisch gesund wirkte. Die Maus konsumierte jedoch ihr Getränk und nahm auch etwas von dem Schleim zu sich – die Verabreichungsform war geklärt und nein sie würde dem Vogel keine Feder ausrupfen um ihr gematsche auf die entstandene Wunde aufzutragen. Stattdessen machte sie sich daran ein paar der gesammelten Beeren und Kräuter zu einem Tee zu verarbeiten, welcher mit einer Prise Salz weder giftig, dafür aber bitter war und der Forscherin höchst selbst als Getränk diente. Das Salz – sie wusste lediglich das es in den Tee gehörte und war gleichsam heilfroh kein Gas zu entwickeln, denn wüsste sie zufällig in dem einen Gebiet ebenfalls nicht bescheid konnte sie locker einen Bioalarm auslösen. Möglicherweise war dies der Grund wieso sie immer nach Neuem strebte oder neue Rezepturen für Altbekanntes, sie wollte Fehler machen um daran zu wachsen, doch natürlich sollten sie nicht fatal sein, schon gar nicht hier in ihrer Heimat.
Richtig spannend wurde es wieder bei der Erschaffung des Gegenmittels, welches sich gegen Ende zu einem Pulver entwickelte und die leicht schmierige Form ihres Giftes zu neutralisieren wusste. Gegen Mittag verließ sie das Labor und legte eine Pause ein, wobei sie ein paar Kollegen nach ihren Forschungsobjekten befragte und sich ein Versuchskaninchen, welches in einer Gegenmittel-Studie für eine Krankheit, welche offenbar in Kusa zum Problem zu werden drohte, erfolgreich auslieh. Das gewählte Kaninen war tatsächlich krank, es litt an Fieber und lediglich die mitgeführten Unterlagen verrieten ihr das diese Erkrankung weit von den Ergebnissen ihres eigenen Projektes entfernt lag. Von Ausleihen war wohl nun keine Rede mehr, sie konnte das Tier nicht in die Studie zurückführen, wenn sie ihr Experiment durchführte, also brachte sie es zurück und holte sich einen Hasen der Schnupfen hatte – die wohl einfachste Art eines geschwächten Immunsystems. Sie gab ihm Dokuga zu trinken, schloss es an entsprechende Aufzeichnungsgeräte an und nahm Blutproben. Pünktlich zum Abendessen betrachtete sie ihr geplantes Pilzragout und beschloss zuhause zu speisen.

Der neue Tag versprach schließlich ein paar erste Ergebnisse, dem Hasen ging es gut, aber er war kränklicher und sie brauchte kein analytisches Genie zu sein um abzuschätzen das er in drei Tagen dem Tode nahe sein könnte – zumindest laut Buchbeschreibung, doch wer war Akari um dies haarklein nachweisen zu müssen? Sie hatte Grenzen, sie war nicht nur Forscherin sondern auch Heilerin und diese zwei Disziplinen ergänzten sich ganz gut. Sie tüftelte den Rest des Tages daran wie sie dem Tierchen das Gegenmittel verabreichen sollte – am Ende kam eine Spritze zum Einsatz und freilich war das Tier kein Angsthase, zeigte es doch keine Furch vor der Nadel – ein echtes Versuchstier, es war kaum zu beneiden. Sie beobachtete anschließend die Besserung der Werte und brachte es zum Vorbesitzer zurück, welcher den Hasen seinerseits genauesten Gesundheitstests unterzog, immerhin waren Versuchstiere keine Einmalhandschuhe, die anschließend im Abfall landeten. Sofern sie ein Tier tötete versuchte sie es mit dem nötigen Respekt gehen zu lassen, doch auch diesen Luxus bot nur ein Labor, schon bei der Idee mit einem Feldlabor ließe sich der humane Gedanke nie umsetzen.
Bewaffnet mit einem weiteren Versuchstier, einer Eidechse, machte sie sich daran die Hauptübertragungsart in Form von verschiedenen Wunden zu überprüfen, dabei durfte sie auch vor einem Ferkel und Mehrschweinchen nicht halt machen, doch im Idealfall gelangte ihr Gift ohnehin nicht an den Menschen und wenn überhaupt dann lediglich nur an sogenannte Feinde. Sie fügte mit einem Messer den Tieren kleinere Wunden zu oder trug ihr Gift an offensichtlich selbst zugefügte Kratzspuren auf. Den Rest der Zeit beschäftigte sie sich damit ihre restlichen Fundstücke aus Amgekagure zu katalogisieren und nach entsprechenden Anwendungsgebieten einzuordnen. Das Labor wurde zusehends aufgeräumter und das Lager erhielt ein paar Pflanzenpräparate hinzu. Anschließend betrachtete sie die Wunden und sah das sich einige schneller infizierten als Andere, doch der tödliche Fiebereffekt trat wohl bei einer Kombination aus Wundbrand und geschwächtem Immunsystem auf – weitere Qualen konnte sie ihren Versuchstieren locker ersparen, sie besaß genügend Kreativität um sich die unterschiedlichsten Wunden vorzustellen und die Problematik einer traditionellen Behandlung, die eventuell das Gift im Organismus verteilen mochte. Das Dokuga war ein Gift der Klasse A und darum besorgte sie sich am Ende sogar einen Vorrat von kleinen Tiegeln mit Gefahrensymbol, denn wo auch immer sie dieses Gift aufbewahrte, es durfte nie verharmlost werden. Am Ende trug sie sich aus dem Buch der Laborbenutzung aus und schloss ab.  
======Lernpost Ende========
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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Fr Mai 06, 2016 10:24 pm

Cf: TimeSkip: Dorf Kodaika

2 Monate waren ins Land gezogen. 2 Monate, die für einen Mann von großer Bedeutung waren und ihn viel Zeit gaben über das Leben nachzudenken. Hokusai Tenzou war nach dem kurzen Aufenthalt in Kodaika direkt mit nach Tsukigakure genommen wurden. Die zwei Shinobi hatten sich dort vorbildlich um seine Gesundheit bemüht und ihn in ein Krankenhaus gebracht. Den Weg dorthin vernahm er nur in einem Schleier von Erinnerungen. Er wusste nur, dass er extrem müde damals war und sich schwer tat ein paar Schritte voran zu machen. Ohne die Hilfe der beiden wäre er vermutlich niemals dort angekommen. Ein Grund, warum man ihn nahelag erst einmal zu warten bis er sich wieder in der Lage sah sich bewegen zu können. Eine Nachricht nach Konohagakure schickte er allerdings nicht. Er hielt es für Schwachsinnig, weil er der festen Überzeugung war, bevor diese ankam, wäre er wieder auf den Beinen. Es kam jedoch etwas anders als erwartet. Seine Kräfte kamen nur sehr langsam zurück und der erste Versuch direkt nach ein paar Tagen das Krankenhaus zu verlassen, scheiterten. Sein Körper gab bereits am Tor von Tsukigakure auf und er landete der Länge nach in den Dreck. Grund für diese Schwäche war wohl nicht nur der aufgebrauchte Chakravorrat, sondern mehrere Verletzungen im Brust- und Schulterbereich. Jede Bewegung schmerzte und machte es ihn fast unmöglich mit hoch erhobenen Hauptes voran zu schreiten. Tenzou hasst es über alles! Sein Ego hatte sich bei dem Sturz ein paar Kanten abgerissen und er war nur äußerst widerwillig im Dorf geblieben. Nach etwa einen Monat entschloss er sich dann einen neuen Versuch zu starten. Diesmal begleiteten ihn sogar zwei Shinobi bis zur Grenze, die offensichtlich sicherstellen wollten, dass er nicht auf dem Weg verloren ging. Er verstand sich gut mit ihnen - was für seine Verhältnisse sehr merkwürdig war. Denn seine grimmige Art war manchmal etwas anstrengend. Jedoch schien der Vorfall etwas in ihm verändert zu haben. Er war über Hilfe dankbar. Denn ihm war bewusst geworden, dass er dem Tod diesmal fast die Hand schüttelte und ohne Hilfe aufgeschmissen wäre. Das zeigte sich durchaus in seinen Gesichtszügen und Handlungen. Geduldig hatte er den Ärzten folge geleistet und stellte sich als äußerst kooperativ zum Thema seines Vaters dar.

Nachdem er dann endlich die Grenze von Tsukigakure hinter sich gelassen hatte, ging es für ihn weiter durch viele verschiedene Regionen. Er hatte gar nicht im Kopf gehabt, dass er Konoha derartig weit hinter sich ließ. Durch sein immernoch angeschlagenen Gesundheitszustand dauerte die Reise fast weitere 3 Wochen. Immer wieder musste er Rast einlegen und schlief für seine Verhältnisse extrem viel. Vor Augen hielt er sich dabei, dass zu Hause seine Frau und Kinder warten würden. Seine Träume hingegen spielten verschiedene Szenarien ab. Oft stand er dabei vor dem Grab von Mayura. Manchmal gab es auch Situationen in denen sie ihm als Geist heimsuchte und er sich stets entschuldigte, dass er sie derartig angefahren hatte. Je länger er von ihr getrennt war, umso mehr spürte er die Auswirkungen dieser Ungewissheit. Sein Herz - er glaubte nie eins gehabt zu haben - schmerzte. Jeder Alptraum über ihren Tod, beunruhigte ihn so sehr, dass er nicht schlafen konnte. Zeitweise wachte er sogar auf, spürte eine einzelne Träne und redete sich ein, dass die Umgebung besonders staubig war! Die Abgeschiedenheit veränderte ihn. Vielleicht nicht augenscheinlich, aber menschlich.

Tenzou wusste nicht, wie lange er inzwischen unterwegs war, aber als er in der Ferne Konohagakure sah, schlug sein Herz extrem fest in seiner Brust. Es war eine Kombination aus Übelkeit, Schwindel, Angst und Aufregung. Seine Gedanken waren Zwiegespalten. Er musste sich wirklich dazu zwingen sich einzureden, dass seine Frau lebte. - Im übrigen hoffte er das auch von Shuichi, allerdings hatte sein Bruder nicht den Bonus den die Weißhaarige bei ihm besaß -. Tenzou atmete tief durch als er die Tore des Dorfes durchschritt und geradewegs zu den Dorfwachen steuerte. Er wusste, dass man sicher vom schlimmsten ausging, wodurch er sich erstmal bei der Dorfleitung zurückmelden wollte. Es stellte sich jedoch heraus, dass Daizen nicht im Büro anzufinden war, wodurch er ihm eine Nachricht zu kommen ließ. Er selbst steuerte danach nach Hause. Als er durch das Gartentour trat, hatte er ein Kloß im Hals und sein Herz schlug ihm fest gegen die Brust. Mit bebenden Händen blieb er vor der Tür stehen und musterte den überquellenden Briefkasten. Einen Schüssel hatte er nicht mehr. Einige Wertgegenstände waren auf der Reise verloren gegangen. Deswegen klopfte er an die Tür und lauschte. Stille. Tenzou verzog das Gesicht, umrundete das Haus und sah dort durch das Küchenfenster der Veranda nach drinnen. Es sah alles unberührt aus. Als er langsam an die Hintertür trat, erkannte er im Augenwinkel jedoch etwas anderes. Blinzelnd blieb er stehen, wischte mit der Hand den Staub von den Scheiben und erkannte die Saftpackung, die er vor gut 2 Monaten aus dem Kühlschrank gepackt hatte. Wegen der Aufbruchstimmung hatte er sie damals vergessen wegzuräumen, weil sie schlecht war. Inzwischen musste sie schon wegkriechen können, wenn sie noch immer da stand. Es beunruhigte ihn.

Nachdem Tenzou zu Hause sich Zugang durch ein Fenster verschaffte, wurde ihm bewusst, dass das Haus seit zwei Monaten nicht mehr betreten wurde. Abgesehen davon, dass das Kinderzimmer leer geräumt war. Ihre Töchter waren vermutlich bei Mayura. Immer wieder versuchte er sich einzureden, dass alles in Ordnung war und verließ wenig später mit einem Ersatzschlüssel das Haus. Verhältnismäßig war das Haus seiner Eltern näher dran als das der Hatake Schwester, wodurch sein zweiter Abstecher direkt zu ihnen ging. Bereits dort merkte er wieder, wie anstrengend alles für ihn war. Seine Schulter schmerzte mörderisch und fühlte sich an als hätte man ein heißes Eisen durchgesteckt. Mit einem genervten Seufzen blieb er vor der Tür stehen, klingelte und musterte sich selbst im Fenster. Sein Gesicht hatte zu der eigentlichen Narbe am Auge, zwei weitere dazu bekommen. Sie verliefen direkt unterhalb seines linken Auges entlang in dem das Juin vor sich hinschlummerte. Er atmete tief durch. Wie würde die Reaktion seiner Eltern ausfallen? Als die Tür langsam aufging, sah dort seine Mutter hinaus. Ihr Gesicht so bleich, wie Schnee. Sie wirkte entsetzt. Fast so als hätte sie einen Geist gesehen. Dicke Tränen rollten über ihre Wange. Dann trat sie auf ihn zu, schlang ihre zierlichen Arme um seinen Hals und zog ihn nach unten. Tenzou verzog das Gesicht weil er sich weit hinab bücken mussten und erwiderte die Umarmung. Obwohl er solche Situation hasste, schloss er die Augen und atmete tief durch.
"Ich bin da...", murmelte er leise und hörte das leise Schluchzen seiner Mutter. Obwohl er von ihr adoptiert wurde, schien sie wahrlich die Gefühle wie zu einem Sohn zu empfinden. Er hatte es erst erfahren als er anfing sich mehr mit seiner Familie auseinanderzusetzen. Wie sehr schätzte er inzwischen, dass er nicht mehr alleine war. Nachdem seine Mutter eine Zeitlang ihn festhielt, tauchte auf sein Vater auf. Der wohl irritiert war, warum er seine Frau weinen hörte. Als er Tenzou sah, standen auch ihm die Tränen in den Augen. Gleich daraufhin befand sich der 198 cm große Mann in einer Gruppenumarmung wieder, die ihn fast von den Füßen riss.
Er atmete tief durch und als er seine Augen nach einer Weile wieder öffnete, konnte er über die Schultern seiner Eltern die weißen Haare eines Mädchens erkennen. Mira stand in der Tür. Sie trug ein süßes Kleidchen. In der einen Hand hielt sie einen Teddybären, während sie mit der anderen ihr Kleidzipfel um den Finger wickelte. Tenzou löste sich von seinen Eltern - wobei er sie eher etwas beiseite drückte. Sie erkannten jedoch schnell, warum und ließ ihn frei. Als er nach drinnen trat, tappste das kleine Mädchen auf ihn zu. Sie konnte laufen? Wie ein Weltmeister! Was ihm wirklich sentimental werden ließ. Als sie hinfiel, war er mit schnellen Schritten bei ihr. Seine großen Hände griffen ihr vorsichtig unter die Schultern und er nahm sein Töchterchen auf die Arme. Die Kleine ließ ihren Teddybären los und schlang die Ärmchen um seinen Hals. Er war sich nicht sicher, ob die Kinder bereits erkennen konnten, ob ihr Vater vor ihn stand oder nicht. Allerdings war die Reaktion für ihn dennoch positiv. Sanft drückte er das Mädchen an sich und bekam von ihr einen Kuss auf die Wange gedrückt. Die Kleine hielt ihn fest, während er plötzlich zwei andere Finger an seiner Hose spüren konnte. Als er hinab sah, blickten ihn zwei große - Augen entgegen. Er erkannte die Augenfarbe von Mayura in ihnen wieder. Tenzou kniete sich hin und gab auch der Kleinen einen Kuss.
Ihm fehlten zugegeben die Worte um auszudrücken, dass er sich freute. Aber das brauchte er auch nicht.
"Was ist mit Mayura?", erkundigte er sich dann und sah über die Schulter. Sein Vater schloss gerade die Tür und der Gesichtsausdruck beider wirkte keinesfalls erfreut.

Tenzou betrat wie betäubt das Krankenhaus. Es war der nächste Morgen nachdem er wieder in Konohagakure ankam. Eigentlich hatte er nicht vorgehabt hier her zu kommen. Allerdings machten ihn die Schmerzen in der Schulter fast verrückt. Sein Vater hatte ihn gesagt, dass er es zumindest kontrollieren lassen sollte. Irgendwie fehlte ihm jedoch die Lust dazu. Die ganze Nacht über stand er am Bett der Mädchen, starrte auf sie hinab und fragte sich, wie alles weitergehen sollte. Die Information über Mayura waren zum einen Teil erfreulich... aber zum anderen Teil niederschmetternd. Seine Eltern wussten nicht genau, was mit ihr war. Allerdings erwähnten sie, dass sie sich nicht an ihre Familie erinnerte. Ihre Kinder durften ihre Mutter nicht sehen, weil es auch für die beiden belastend werden würde. So richtig aufschlussreich war die Erklärung jedoch nicht gewesen.
Müde war der Konohagakure Shinobi zur Anmeldung getrottet. Dort erklärte er warum er hier war und bekam einen ganzen Schwall an Papiere in die Hand gedrückt. Er setzte sich damit auf einen Warteplatz und füllte genervt jede einzelne Zeile aus. Wieder erinnerte er sich daran, wie Mayura hier mit ihm saß und er sich darüber beschwerte, dass man hier ständig Sachen ausfüllen musste. Sie hatte damals mit einem Lächeln ihm das Klemmbrett abgenommen und füllte für ihn alles aus. Damit kannte sie sich aus! Als Tenzou bei dem Bereich: Allergien ankam, verharrte er. Er dachte an die Situation und fragte sich, ob er für Mayura auch das Klemmbrett hätte ausfüllen können. Der Stift in seiner Hand bebte. Ihm fiel nicht ein, ob seine Ehefrau Allergien hatte. Erwähnte sie einmal etwas? Hatte er es vergessen? Tenzou starrte auf den nächsten Punkt. Erbkrankheiten. Wieder ein Punkt den er nicht beantworten konnte. Er fühlte sich derzeit, wie ein schlechter Ehemann, der nichts über seine Frau wusste. Das er all ihre Liebelingsessen auswendig kannte, fiel ihm derzeit gar nicht ein. Für Minuten saß er einfach dort, schweigend und ohne eine Reaktion bis man ihn aufforderte in das Behandlungszimmer 2 zu gehen. Tenzou hob mechanisch den Kopf, drückte sich dann langsam nach oben und gab das Klemmbrett vorne wieder ab. Dann betrat er den sterilen Raum, setzte sich auf die Liege und fuhr sich über die Stirn hinweg. Seine müden Augen musterten den Ring an seinem Finger, den er langsam abstreifte und drehte. Wie ging jetzt alles weiter?

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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   So Mai 08, 2016 11:08 am

cf: Zeitsprung

Es war ein Tag wie fast jeder Andere. Nein, nicht ganz. die letzten zwei Monate waren seltsam gewesen. Sie war im Krankenhaus aufgewacht und man hatte ihr erklärt, dass sie auf einer Mission schwer verletzt wurde und ins Koma gefallen war. Anscheinend war sie ein ganzes Jahr nicht bei Bewusstsein gewesen, vieles hatte sich in der Zwischenzeit tatsächlich auch geändert. Die wohl grösste Veränderung war die Tatsache, das ihr bester Freund Hayate gestorben war. Der Mensch, der ihr wohl am Nächsten gestanden hatte, war einfach so gestorben, während sie im Koma gelegen hatte - Das die Tatsache so nicht ganz korrekt war, wusste sie natürlich nicht.
Der Verlust von Hayate hatte sie sehr mitgenommen und sie hatte sich mehr oder weniger in die Arbeit gestürzt. Ihre Schwester hatte ihr dabei geholfen und ihr möglichst alles erklärt, wenn sie etwas aus der Zeit nicht wusste, die sie im Koma verbracht hatte.

Doch das Mayura eigentlich alles miterlebt hatte, wurde ihr verschwiegen und auch dass sie zwei Kinder und einen Ehemann hatte, wusste sie nicht. Sie hatte es durch ihren Gedächtnisverlust einfach vergessen und alle Beteiligten waren sich einig, würde sie Jemals etwas darüber erfahren, würde man nicht wissen, wie sie reagieren würde. Deswegen hielt man es vor ihr geheim.

Das jedoch Hayate gestorben war, war ebenfalls ein tiefer Einschnitt in Mayuras Leben gewesen. Sie dachte nicht an Selbstmord, das würde sie niemals tun. Sie war davon überzeugt, das ihr damaliger, bester Freund das von ihr erwartet, dass sie mit stetigem Blick in die Zukunft voranschreiten würde und genau das tat sie. Die Trauer suchte sie oft heim, doch sie schaffte es immer wieder, sich davon zu befreien. Die Arbeit und ihre Schwester halfen ihr da durch.
Durch den 'langen' Aufenthalt im Krankenhaus hatte man festgelegt, das Mayura vorerst nicht auf Missionen gehen sollte, weshalb sie nun seid zwei Monaten im Krankenhaus selbst arbeitete und verletzten und kranken Menschen half, wieder auf die Beine zu kommen. Es war ein schönes Gefühl, wenn man Jemandem helfen konnte und es machte Mayura neuen Mut. Neuen Mut für die Zukunft ... Die derzeit in Behandlungszimmer Nummer Zwei sass.
Die Weisshaarige bekam ein Klemmbrett in die Hand gedrückt und überflog für einen Moment die Dinge, die darauf niedergeschrieben wurden. Hokusai Tenzou. Einige persönlichen Daten folgten, bevor sie den Blick wieder von dem Zettel wandte und sich in das entsprechende Behandlungszimmer begab.

"Guten Tag.", sagte sie gut gelaunt, den tatsächlich war es ein Tag wie jeder Andere. Sie hatte die Trauer mehr oder weniger überwunden und hatte wieder zu ihrem alten Ich zurückgefunden, zumindest zu dem 'Ich', das Mayura selbst noch kannte.
Mayura legte das Klemmbrett auf einem Tischchen ab und betrachtete kurz den um einiges grösseren Mann. Für einen Moment hatte sie das Gefühl, ihn zu kennen. Diese Augen und diese grimmigen Gesichtszüge ... Von irgendwoher kannte sie sie und doch wollte ihr partout nicht einfallen woher. Aber im Grunde kein Wunder. Er war ebenfalls ein Konoha-Nin, mit Sicherheit hatte sie ihn irgendwann Mal auf einer Mission gesehen.
"Ich bin Hatake Mayura. Sie sind hier wegen einer Untersuchung.", sie hob mit zwei Fingern das obere Blatt vom Klemmbrett an um auf dem darunterliegenden lesen zu können, "Wegen Verletzungen auf einer Mission, lese ich hier, richtig? Die vermutlich noch nicht vollständig geheilt sind.", sie liess das Papier wieder los und sah wieder ihren Patienten an. Ein Lächeln lag auf ihren Lippen, doch sie sah Tenzou an, wie sie jeden ihrer Patienten betrachtete. Freundlich und höflich, nicht mehr und nicht weniger. Sie war der vollen Überzeugung diesen Mann nicht zu kennen.
"Wo genau ist diese Stelle? Beschreiben Sie mir bitte kurz die Schmerzen. Wie häufig treten sie auf, bei welchen Aktivitäten und wie stark sind sie.", fuhr sie dann ganz sachlich weiter, die Hände hatte sie in den Taschen ihres weissen Kittels verstaut, der ihre übrige Alltagskleidung verschluckt hatte. Der weisse Kittel lies sie in Kombination mit ihren weissen Haaren noch bleicher erscheinen, als sie es eigentlich war.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   So Mai 08, 2016 12:08 pm

Die Zeit in dem sterilen Raum verging quälend langsam. Tenzou bekam gar nicht mit, dass er fast 10 Minuten auf den behandelnden Arzt warten musste. Früher hätte er sich bereits nach 5 Minuten beschwert, aber heute fehlte ihm eindeutig die Muße dazu. So lustlos hatte er sich seit Jahren nicht mehr gefühlt. Zwischen seinen Fingern drehte er noch immer den goldenen Ring, der für ihn eine große Bedeutung hatte. Er erinnerte sich an den Moment, wo er Mayura den wahrscheinlich unromantischsten Heiratsantrag machte, den es gab. Zwar ergänzte er ihn später und ließ ihn vollkommen werden, aber trotzdem plagte ihn das Gefühl das er die Weißhaarige nicht genug würdigte. Es war nicht zum Alltag geworden, dass sie zusammenlebten. Für Tenzou war es nach wie vor besonders. Dennoch gab es Dinge, die vermutlich nicht ganz so perfekt liefen zwischen ihnen. Es war unglaublich viel passiert und mit der Zeit hatte er beobachtet, wie Mayura sich veränderte. Das tat ihm im Nachhinein Leid. Er hätte am liebsten mit seiner Frau darüber gesprochen, um sie zu fragen, ob sie es bereute mit ihm zusammenzuleben. Nur damit sie ihm das schlechte Gewissen nahm. Jetzt war es jedoch zu spät. Mayura erinnerte sich nicht. Ob das besser so war oder nicht, konnte er nicht sagen. Dafür waren seine Gedanken zu durcheinander.

Erst als er eine Stimme vernahm, wurde er aus seiner Starre gerissen. Noch immer hatte dieser ruhige klang der Frau eine bemerkenswerte Wirkung auf ihn. Sein Herz schlug plötzlich schneller, als er aufsah, glaubte er ein Messer ins Herz gerammt zubekommen, wodurch er sogar etwas zusammenzuckte. Das eine sehende Auge richtete sich auf das Gesicht von Mayura, musterten ihre makellosen Züge und er fragte sich, wie es sein konnte, dass sie ihn nicht erkannte. Tenzou unterdrückte den Drang einfach aufzustehen, sie in den Arm zu nehmen und ihr zusagen, dass es ihr Leid tat, wie alles verlief. So viele Szenarien war er im Kopf durchgegangen – auch wenn alle irgendwie gleich endeten, aber dennoch gab es keine Szenarium für das hier. Eine Frau, die sich nicht an ihn erinnerte. Der Körper von Tenzou schien sich derzeit nicht schlüssig zu sein, wie er reagieren sollte. In seiner Magengegend spürte er einen Anflug von Freude. Offensichtlich hatte sein Gehirn zwar realisiert, dass seine Frau gar kein Plan hatte, wer er war, aber sein Körper schien das völlig egal zu sein. Im nächsten Moment wurde die Freude wieder von Trauer getrübt und gleich danach spürte er auch eine gewisse Wut. Wut natürlich nicht auf Mayura, sondern auf seinen Vater – der war für die Situation verantwortlich!
Während der Mann von seinen merkwürdigen Gefühlen ziemlich aus der Fassung gebracht wurde, starrte er die Frau einfach nur an. Er wirkte als hätte er einen Geist gesehen. Normalerweise veränderten sich seine Gesichtszüge in der Nähe von Mayura immer deutlich. Sie hatte wirklich starke Auswirkungen auf seinen Charakter gehabt. Diesmal blieb es jedoch aus und man konnte bald schon einen dunklen Ton in seinen Augen erkennen. Seine Lippen pressten sich schmal zusammen und seine Augenbrauen lagen tiefer, wodurch er wirklich böse dreinsah. Warum hatte er nicht daran gedacht, dass er ausgerechnet hier auf Mayura treffen konnte?

Tenzou räusperte sich leise und steckte seinen Ring zurück an den Finger. Er wusste gar kein Stück, wie er mit der Situation umgehen sollte. Normalerweise hatte er für alles eine Lösung, aber diesmal fehlte sie ihm. Nachdem ihm auffiel, wie unhöflich es war einen Menschen so anzustarren, wandte er die Augen aus dem Fenster heraus. Eine Entschuldigung blieb aus. Irgendwie erweckte er ziemlich stark den Eindruck etwas verstört zu sein.
„…“, seine Lippen öffneten sich zwar, aber als er sprach, musste er sich erstmal räuspern. „Ja.“ Das war zunächst das einzige Wort das er hervorbrachte. Mit einer Hand fuhr er sich kurz über die Stirn und er drehte seinen Kopf langsam zurück zu ihr.
„Es war eine Mission. Ich wurde daraufhin in Tsukigakure behandelt, das war etwa vor… “, erklärte er dann und brach mitten in seinem Satz einfach ab. Als seine Augen sich in ihre bohrten, wurde ihm bewusst, dass sie ihn wirklich nicht erkannte. Er kannte den Unterschied zwischen den Blick, den Mayura ihm immer schenkte und dem Blick den er gerade sah. Unweigerlich wurde ihm schlecht dabei und seine Gesichtsfarbe verflüchtigte sich noch etwas weiter.
Er öffnete den Mund und schloss ihn dann wieder. Seine Hände falteten sich zusammen und er blickte hinab auf seinen Ring. Vielleicht sollte er auch einfach mit dem Gedanken umgehen lernen, dass vor ihn nicht Mayura stand – sondern eine andere Frau, die ihr einfach ähnlich sah?
„Tut mir Leid, dass ich Sie ständig anstarre“, presste er dann hervor und blickte sie wieder flüchtig an. „Sie… sie sehen jemand sehr ähnlich.“ Tenzou atmete tief durch und versuchte sich wieder auf die eigentliche Frage von Mayura zu konzentrieren. Es fiel ihm wirklich schwer. „Der Schmerz liegt hauptsächlich im Oberkörper. Sobald meine Schulter anfängt zu schmerzen, scheint sie auszustrahlen in den Rippenbereich. In letzter Zeit ist das täglich der Fall. Es ist wie ein… Pochen?“ Er griff an sein T-Shirt, wollte es ausziehen, aber er verharrte. Gehörte sich sowas überhaupt? Warum fragte er sich so etwas? Früher hatte er sich sogar auf der Veranda ausgezogen und da wurde er oft von der Nachbarin beobachtet! Tenzou zögerte kurz und ließ es dann bleiben. Normalerweise hatte er sich ohne weiteres von Mayura behandeln lassen, jedoch weigerte sich oft anderen Ärzten gegenüber. Sein Misstrauen war in der Hinsicht ziemlich groß! Zumindest aber seine rechte Schulter hätte er ansehen lassen müssen. Dort war eine sternförmige Vernarbung oberhalb seines Herzens, die sich ebenso auf seinem Rücken zeigte. Ein Pfeil – oder Holzbolzen – hatte ihn dort getroffen. Er war direkt durch die Schulter geschlagen und hinten wieder ausgetreten, wodurch dieser sein Schulterblatt durchdrungen hatte. Das ganze wurde zwar behandelt, aber bereitete ihn dennoch Probleme.
„Schreiben Sie mir einfach ein Schmerzmittel auf“, sagte er dann und seine Stimme klang etwas gröber als er eigentlich wollte. „Das geht mit Sicherheit auch so.“ Seine typische Standardaussage, wenn er hier im Krankenhaus landete. Missmutig sah er wieder nach draußen und musterte dort das wunderbare Wetter. Es hätte ihn irgendwie mehr gefallen, wenn es regnen würde.

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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Fr Mai 13, 2016 11:14 am

Natürlich war ihr aufgefallen, das dieser Mann sie immer Mal wieder angestarrt hatte, aber das hatte Mayura  mehr oder weniger gekonnt ignoriert. Wenn sie bei ihrer Arbeit war, machte sie dies professionell, da würde auch ein dreinstarrender Fremder sie nicht aus dem Konzept bringen. Er bejahte ihre Frage und erklärte weiter, dass seine Verletzunge zudem in Tsukigakure behandelt wurden. Sie wusste nicht, wie es medizintechnisch dort aussah. Ob es in diesem Land gute Ärzte gab oder nicht. Sie wusste nur, dass es viele Gerüchte gab, die besagten, dass die Tsukikage ganz gute Heilkünste besass. Dass sie eben jener Frau bereits einmal begegnet war, war Mayura, wie so vieles, natürlich ebenfalls entfallen. Sie beobachtete den Mann vor ihr und behielt ihre Hände im weissen Kittel. Er schien irgendwie etwas verwirrt zu sein. Machte den Mund auf und schloss ihn dann wieder ohne etwas zu sagen. Er starrte sie andauernd an und in seinen Augen konnte sie die Verwirrung sehen. Sie stand ihm dick ins Gesicht geschrieben, auch wenn die Grimmigkeit mehr und mehr Überhand zu nehmen schien. Aber was brachte ihn so aus der Fassung? Hatte sie etwa etwas im Gesicht? Aus Reflex eben wegen dieses Gedankens rieb sie sich kurz mit dem Handrücken über die Nasenspitze und über die rechte Wange. Sie fühlte nichts ... Und kurz darauf erklärte ihr Patient dann auch, warum er sie so dermassen fixierte. Sie sah jemandem ähnlich. Mayura lächelte leicht und machte eine wegwerfende Handbewegung. "Achso, schon in Ordnung.", erklärte sie dann und nickte leicht, "Wem sehe ich den ähnlich, wenn ich fragen darf? Habe ich hier im Dorf etwa einen Zwilling?"
Dann beschrieb er die Schmerzen näher und auch den Ort, an welchem sie ihn peinigten. Und er fügte die Standartaussage hinzu, die harte Männer so gerne verwendeten. Nur ein Schmerzmittel, alles andere war unnötig. Mayura presstek urz ihre Lippen aufeinander und schüttelte leicht den Kopf. Das war wiedereinmal typisch Mann und ja, da war er leider nicht der Einzige, der solche Verletzungen gerne unterschätzte und dachte, dass allein seine Männlichkeit ihn davor bewahren würde, daran im schlimmsten Falle zu sterben. Wenn die Wunde sich erneut entzündet hatte, konnte das nämlich sehr wohl der Fall sein.
"Ich muss mir diese Stelle ansehen. Ich bin mir sicher, Schmerzmittel sind nützlich, aber das behebt nicht das Problem, sondern hilft nur gegen die Symptome die wir wahrnehmen. Wenn Sie das ignorieren und einfach mit haufenweise Schmerzmittel unterdrücken, kann sich das später rächen. Es kann sich entzünden zum Beispiel. Ich sollte es mir also wirklich nochmal ansehen. Ihr Schmerzmittel bekommen sie aber natürlich, versprochen.", erklärte sie freundlich aber bestimmt. Es war wichtig, den Patienten vor Augen zu führen, dass man nicht leichtfertig mit alten Verletzungen umgehen sollte, die noch immer so dermassen Schmerzen bereiteten. Das konnte doch nur ein Zeichen dafür sein, dass da noch immer etwas nicht in Ordnung war.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Fr Mai 13, 2016 8:08 pm

Die Augen des Mannes verharrten immer wieder auf dem Gesicht seiner Ehefrau, so als würde sie jeden Augenblick einen AHA-Moment erleben. Er wusste, wie sie in solchen Momenten aussah und empfand es immer als amüsant - ja fast schon süß, wenn sie sich vor die Stirn schlug und erklärte, dass sie auf dem Schlauch stand. Aber diese Reaktion blieb aus. Auf seine Worte, dass sie jemand ähnlich sah, spürte er, wie ein dicker Kloß in seinem Hals entstand. Es war als würde er mit einer völlig fremden Person sprechen! Tenzou räusperte sich leise und blickte seitlich kurz aus dem Fenster. Für Sekunden musste er um Fassung ringen. Noch nie im Leben war er derartig neben der Spur.
"Wem? Sie sehen meiner ... Frau sehr ähnlich. Wie aus dem Gesicht geschnitten...", flüsterte er sehr leise und man konnte am dunklen Klang seiner Stimme hören, dass irgendetwas schreckliches mit dieser Erinnerung zusammenhing. Tenzou erinnerte sich an das Bild als sich Mayura gegen Shuichi warf um wieder zu ihm zukommen, wodurch er kurz mit den Fingern über seine Stirn streifte und tief durchatmete. "Wie auch immer... deswegen bin ich ja nicht hier." Er versuchte ein Lächeln zu zeigen. "Sie haben sicherlich ebenso einen Ehemann oder?", harkte er dann nach in der Hoffnung, dass sie sich vielleicht im dunklen daran erinnern würde. Tenzou wusste überhaupt nicht, warum oder wieso sich Mayura an nichts erinnerte. Er war sich nicht einmal im klaren, ob es überhaupt gesund war das sie sich wieder erinnern würde. Langsam verschlang er seine Finger ineinander und musterte sie, während er die Iryounin darüber aufklärte, was für Schmerzen ihn plagten. Irgendwie hielt er es auch für nötig zu erwähnen, dass sie ihm einfach ein Schmerzmittel aufschreiben sollte. Unteranderen weil es ihn schrecklich quälte zu sehen das sich seine Ehefrau kein Stück an ihn erinneren konnte. Es war einwenig so als würde jemand ständig ein Messer in sein Herz rammen und es herum drehen. Mayura hingegen beruhte darauf, dass sie die Verletzung sehen wollte, wodurch er tief durchatmete und langsam nickte. Er erhob sich von der Liege und trat ein paar Schritte beiseite. Dann zog er langsam seine Jacke aus, hing sie über einen Stuhl und griff vorsichtig nach seinem T-Shirt. Er wirkte in seinen Bewegungen eingeschränkt und bedacht. Offensichtlich gab es ein paar Bewegungsabläufe, die ihn Schmerzen bereiteten. Als er den Stoff seines Shirts über seinen Kopf zog, stieß er leise die Luft hervor und rieb sich mit den Fingern langsam über die Schulter hinweg. Auf seiner rechten Schulter konnte man deutlich die Narbe sehen, die sich dort bildete, oberhalb einer anderen Narbe, die sternförmig auf seiner rechten Brustseite saß. Er wusste, dass Mayura sich auf Zehnspitzen stellen musste, um zu sehen was mit seiner Schulter war, wodurch er sich langsam wieder auf die Liege setzte.
"Es ist die rechte Schulter." Wieder blickte er zurück auf seinen Ehering und drehte ihn an seinem Finger. Wie konnte er es schaffen, dass Mayura sich wieder an ihn erinnerte? Vielleicht konnte er ihr etwas von seinen Erinnerungen erzählen? Wie würde es wirken, wenn sie ihn für wildfremd hielt? Sollte er ihr einfach sagen, dass sie ein Teil seines Lebens war? Sie würde ihn für verrückt erklären!
"Mögen Sie Rosen?", fragte er dann langsam, fast schwerfällig und blickte weiterhin seine Hand an. "Weiße Rosen? Meine Frau mochte sie... ich habe Ihr extra welche in den Garten gepflanzt... was ziemlich lästig war. Ich musste unglaublich viele Bücher durchwälzen, um zu sehen wie man sich um solches Zeug kümmert." Tenzou biss sich auf die Unterlippe. Er war gar nicht der Typ dafür solch emotionales Zeug zu reden, aber er wollte nicht aufgeben ihre Erinnerungen zu wecken. War es wirklich zu spät dafür?

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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Mo Mai 16, 2016 5:37 pm

Mayura beobachtete den Patienten für einen Moment stillschweigend. In seinem Blick lag Trauer, das war unverkennbar und auch in seinen Bewegungsabläufen war zu erkennen, das er sich nicht wohlfühlte. Vor allem als sie ihn fragte, wem sie den ähnlich sah. Er antwortete zwar, seinen Worten war jedoch deutlich anzuhören, dass er nicht gerne darüber sprach. Mayura beschloss, nicht weiter nachzufragen. Sollte er von sich aus etwas erzählen wollen, würde er dies tun, andernfalls wollte er wohl sowieso lieber seine Ruhe. Sie hatte schon vieles als Ärztin erlebt und konnte mit solchen Situationen deswegen ziemlich gut umgehen, oder zumindest glaubte sie dies.
Er sammelte sich wieder etwas, während Mayura noch einmal kurz die Unterlagen studierte, um ihm etwas Zeit zu geben. Als er fragte, ob sie einen Ehemann hätte, sah sie auf und legte die Stirn in Falten. Sie hob ihre linke Hand und zeigte sie ihm, mit dem Handrücken gegen ihn gewandt, alle fünf Finger gespreizt. "Nein, ich bin unverheiratet.", den tatsächlich sass dort kein Ring an ihrem Ringfinger. Wenn man jedoch ganz genau hinsah, mochte man noch die leichte Blässe erkennen, wo der Ring das ganze letzte Jahr über gewesen war. Doch das hatte Mayura nicht gesehen, wenn man nicht wusste, wonach man suchte, würde man es wohl auch nicht erkennen.
Mayura lächelte leicht und war froh, dass Tenzou nicht weiter darauf beharrte, nur Medikamente zu bekommen. Sie musste immerhin garantieren können, das ihr Patient alles bekam was notwendig war, wenn er solch eine Verletzung hatte. Und genau deshalb musste sie sie anschauen, um überhaupt die Situation einschätzen zu können.

Ganz wie verlangt zog sich der Mann seine Sachen am Oberkörper aus und setzte sich dann wieder auf die Liege. Es überraschte die Weisshaarige leicht, dass er so vorausschauend war und sich gleich wieder hinsetzte. Den meisten Leuten, die einiges grösser waren als sie, musste sie es sagen. So nicht Tenzou.
"Also gut.", sagte sie dann und trat hinter ihn um sich die Wunde besser anschauen zu können. Sie untersuchte sie genau, drückte ab und an prüfend auf einige nahegelegenen Stellen nahe an der Verletzung und machte sich innerlich Notizen, die sie dnan später zu Blatt bringen würde.
Ihr Patient währenddessen begann von Rosen zu sprechen. Er fragte sie, ob sie weisse Rosen mochte und tatsächlich traf er damit genau ins Schwarze. Für einen Augenblick hielt sie inne und fragte sich, ob das eben nur ein Zufallstreffer war oder ob er womöglich sie kannte, sie ihn aber nicht. Ein Stalker vielleicht ...?!
Nein das war nicht möglich, vor allem konnte sie ihn anhand solch mangelnder Beweise nicht falsch beurteilen. Mit Sicherheit war es einfach nur ein grosser Zufall. Sie lächelte also leicht.
"Ja, ich mag weisse Rosen. Tatsächlich sind sie mir die Liebsten. Ihre Frau hat einen guten Geschmack. Und sie kann sich wirklich glücklich schätzen einen solch aufmerksamen Mann zu haben, der extra darüber Bücher liest.", sie lachte kurz und herzlich auf, "Das würde wohl auch nicht jeder machen."
Mayura untersuchte noch einen Moment die Stelle, bevor sie sich wieder von ihm abwandte und zum Klemmbrett ging. Ohne den Blick vom Papier zu wenden sagte sie: "Sie können sich wieder anziehen.", und kaum hatte sie es ausgesprochen, machte sie sich mit dem Stief einige Notizen. Die, die sie sich zuvor bereits im Kopf zurecht gelegt hatte.
"Die Verletzung sieht nicht gut aus. Darf ich fragen wie sie entstanden ist? Sie sollten unbedingt ruhen. Ich verschreibe Ihnen einen Monat Urlaub. Die Obrigkeit wird sich zwar mit Sicherheit nicht freuen, wenn sie solange dienstuntauglich sind, aber mit solchen Verletzungen sollte man nicht leichtfertig umgehen.", sie sah vom Klemmbrett auf und steckte ihre Hände wieder in die Taschen des Kittels.
Sie erklärte ihm, was er zutun hatte, um sich möglichst zu schonen und verschrieb ihm auch unterstützende Salben und natürlich auch das versprochene Schmerzmittel. Als sie damit fertig war, sah sie ihm direkt in die Augen und fragte: "Haben Sie noch irgendwelche Fragen?"
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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Mo Mai 16, 2016 9:17 pm

Es war wie in einem Alptraum aus dem Tenzou nicht erwachen wollte. Mayura wirkte nicht einmal ansatzweise so als könnte sie sich an ihn erinnern. Ihre Mimik und Gestik wirkte freundlich, aber keinesfalls zu persönlich. Er kannte sie inzwischen gut genug um zu unterscheiden, ob sie mit einem Fremden sprach oder mit einer ihr bekannten Person. Selbst die Frage nach einem Ehemann, verneint sie und zeigte ihr dazu noch ihre fünf ausgestreckten Finger. Tenzous Mimik wirkte in etwa so als hätte man ihn ein paar Mal ins Gesicht geschlagen. Seine Augen musterten ihren Ringfinger an dem er glaubte einen Abdruck zu erkennen - oder bildete er sich all das nur ein? Er versuchte gefasst zu wirken und seine Gedanken damit abzulenken sich auf die Behandlung zu konzentrieren. Nachdem er sich sein T-Shirt über den Kopf zog, setzte er sich gemächlich zurück auf die Liege. Schon instinktiv wusste er, dass Mayura ansonsten keinen Blick auf seine Schulter werfen konnte. Automatisch erinnerte er sich an viele Situation an denen sie ihm aufforderte sich hinzusetzen, damit sie sich irgendetwas ansehen konnte, was sie für "kritisch" empfand. Tenzou hatte ihr dann immer gesagt, es wäre alles in Ordnung, aber sie gab in den seltestens Fällen einfach so auf.
Als Mayura hinter ihm trat, warf er einen kurzen Blick über die Schulter und sah dann erneut auf seine Hände zurück. Ihre Finger berührten seine Haut und er schloss für Sekunden die Augen, um sich zu wünschen, dass sie jetzt in diesem Augenblick zu Hause waren. Der Gedanke beruhigte ihn für wenige Sekunden. Als er einen leichten Druck an seiner Schulter spürte, richtete er sich plötzlich etwas gerade auf um somit dem Schmerz zu entfliehen, der wie Feuer durch seinen Körper jagte.
"Ma.... äh", stieß er hervor und öffnete seine Augen. Der Satz blieb ihm halb im Hals hängen als er die sterile Umgebung des Krankenhauses sah. Eigentlich hatte er 'Mayura!' sagen wollen, wobei sein Verstand rechtzeitig einschritt und ihm daran hinderte weiter zu sprechen. Tenzou verdeckte seine Worte mit einem leisen husten. Gleich danach versuchte er die Frau von diesen Worten abzulenken und über Rosen zu sprechen. Er wusste, dass sie weiße Rosen mochte. Damals pflanzte er sie extra für sie ein. Eine Erinnerung die ihm gut im Verstand heften blieb. Aber auch das bewirkte bei ihr nichts. Sie lachte lediglich und erklärte, dass wohl nicht jeder so etwas machen würde. Ja - das stimmte. Tenzou hatte vieles für sie gemacht, obwohl es kein bisschen zu ihm passte. Vieles das gerade keine Relevanz mehr besaß.
Die Weißhaarige wandte sich wieder dem Klemmbrett zu und Tenzou blickte sie für Sekunden einfach nur an. Er spürte, wie ihm die Augen etwas wässrig wurden und wie eine verlorene einzelne Träne sich einen Weg über seine Wange suchte. Erst als Mayura - fixiert auf ihr Klemmbrett - sagte das er sich wieder anziehen durfte, riss er sich aus der Starre. Rasch erhob er sich, wandte ihr den Rücken zu und zog sein Hemd über den Kopf. Mit seinem Ärmel wischte er sich über das Gesicht, rief sich innerlich zu Stärke und atmete tief durch die Nase. Als er sich umwandte, konnte man nichts mehr von dieser kurzen Reaktion sehen. Er setzte sich auf die Liege zurück und stützte seine Arme neben dem Körper ab. Die Hoffnung, dass die Frau sich an etwas erinnerte, starb immer mehr.
"Es war ein Holzbolzen. Ich kann von Glück reden, dass ich normalerweise Schutzkleidung trage, auch wenn es nur halb so gut gehalten hat", erklärte er und fuhr sich nachdenklich mit den Fingern über die Schulter hinweg. "Es war in einem Kuchiyosereich", führte er dann weiter fort und hob seine Augen etwas. Ob sie sich daran erinnern konnte? Das Szenarium spielte sich kurz in seinem Kopf ab. "Wir wollten dort jemand verfolgen... wenig später wurden wir überrascht und gerieten in einen Kampf." Tenzou wusste, dass es merkwürdig klingen würde, die ganze Geschichte zu erzählen - einer augenscheinlich völlig fremden Person. Er sah zurück auf seinen Ehering und drehte ihn leicht zwischen den Fingern. "Ich habe den anderen versucht die Flucht zu ermöglichen. Meinem Bruder und meiner Frau." Wieder sah er kurz auf, versuchte zu erkennen, ob sich dort in den Gesichszügen von Mayura etwas regte. Erneut herrschte Stille und er konnte sehen, dass diese schmerzliche Erinnerung an dem er sie zuletzt sah, nichts in ihr auslöste. Sein Blick schlug zu Boden. Seine Mimik entwickelte sich zu einer emotionslosen Fratze, die für Sekunden ihre Menschlichkeit zu verlieren schien. Er hörte ihr zu, lauschte den Worte darüber, dass er ein Monat Urlaub haben würde. 1 Monat? "Urlaub ist nicht von nöten. Ich werde den Monat im Innendienst verbringen", säuselte er leise und drückte sich von der Liege. Es klang fast schon wie ein Befehl. Ein Tonfall, den er früher sehr oft anschlug, wenn ihn die Entscheidung von jemand anderes nicht passte. Natürlich bekam er daraufhin eine Erklärung dazu, wie er sich zu verhalten hatte. Er nahm es hin. In seinem inneren herrschte derzeit eine merkwürdige leere. Das konnte alles nicht sein?
Tenzou wurde wieder aus den Gedanken gerissen und er sah bei der Frage von Mayura in ihre Richtung. Inzwischen stand er mit einer Salbe und einem Schmerzmittel an Ort und Stelle. Er öffnete seinen Mund und schloss ihn dann langsam. Was sollte er sagen? Er konnte das Gespräch nicht einfach so in die Länge ziehen.
"Soll ich wiederkommen?", fragte er dann, auch wenn er sich irgendwie wünschte, dass er es nicht musste.

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BeitragThema: Re: Krankenhaus von Konoha   Di Mai 17, 2016 11:54 am

Mayura hatte den Versprecher nicht bemerkt. Sie war zu sehr auf ihre Arbeit konzentriert. Erst als es um das Thema Rosen ging, hörte sie ihm wieder aufmerksamer zu und antwortete auch auf seine Fragen. Es kam ihr etwas seltsam vor, dass ein Wildfremder sie fragte, ob sie weisse Rosen mochte und dann auch noch so sehr ins Schwarze traf mit seiner Frage, dennoch schob sie es auf seine Trauer. Etwas bedrückte ihn und das sah sie ihm an. Es lag vermutlich in Zusammenhang mit seiner Frau. Irgendetwas war passiert. War sie gestorben? Schwer verletzt worden? Oder irgendetwas anderes schlimmes? Sie wollte es sich lieber nicht vorstellen. Sie konnte durchaus nachvollziehen wie schwer es war, einen geliebten Menschen zu verlieren, ihr war es selbst erst vor Kurzem passiert, selbst wenn dies nun ein Jahr her war, so war es für Mayura wegen des Komas so, als wäre es erst vor wenigen Wochen passiert. Nachts lag sie deswegen manchmal wach und ab und an fing sie einfach an zu weinen, still und stumm, in Gedanken bei Hayate.
Sie konnte also durchaus nachvollziehen, wie schwer es Tenzou haben musste, wenn er ebenfalls solch einen harten Schicksalsschlag erlitten hatte ... Die Weisshaarige konnte ja nicht ahnen, dass es für ihn tatsächlich noch schlimmer gekommen war und das sie im Grunde genommen verantwortlich für diese Trauer war.

Ihr Patient zog sich wieder an und erklärte kurz woher diese Verletzung stammte. Eine Mission hatte ihn also ins Kuchiyosereich geführt und dort musste irgendetwas schief gelaufen sein. Und dann erwähnte Tenzou im Zusammenhang mit diesem Auftrag auch seine Frau und Mayura wusste sofort, dass es dieser Augenblick war, der ihm so viel Trauer bescherte. Sollte sie nachfragen, was passierte? Sollte sie ihm etwas Trost spenden? Es tat Mayura im Herzen weh, Jemanden so sehr leiden zu sehen, selbst wenn es eine fremde Person war. Aber womöglich wollte er auch lieber nicht darüber sprechen? Sie entschied sich, nicht nach zu fragen. Wahrscheinlich wollte er es sowieso nicht, dass sie ihn darüber ausfragte.
Den kurz darauf entschied er sich keinen Monat Urlaub zu nehmen sondern vielmehr im Innendienst zu arbeiten. Mayura verzog das Gesicht. Es gab zwei Sorten Menschen: Diejenigen, die immer mehr Urlaub wollten oder diejenigen, die nie Urlaub wollten. Beide waren sie schlimme Patienten, nie konnte man es ihnen recht machen.
"Dann verordne ich Ihnen mindestens eine Woche Urlaub. Es ist in Ordnung wenn sie danach im Innendienst arbeiten, aber die Wunde braucht Zeit. Auch im Innendienst werden sie belastet. Mit Sicherheit nicht so stark wie auf einer Mission, dennoch ... Das ist eine ärztliche Verordnung, daran müssen Sie sich halten.", erklärte sie und fügte dann etwas kleinnlaut hinzu, "tut mir leid."
Als er dann fragte, ob er wiederkommen sollte, nickte sie und lächelte wieder leicht. "Ja. Wenn Sie irgendwelche Probleme mit der Wunde haben, kommen Sie bitte einfach sofort. Sollte alles gut laufen, möchte ich sie spätestens in einer Woche wiedersehen. Nach dem ihr Urlaub endet.", beim letzten Satz zwinkerte sie ihm kurz zu. Mayura nahm das Klemmbrett vom Tisch, damit wäre wohl die heutige Sitzung mit ihrem neuen Patienten beendet, dennoch brannte ihr die Frage auf der Zunge, was mit seiner Frau passiert war und weil sie so ein verdammt neugieriger Mensch war, war es für sie verdammt schwierig, die Frage nicht zu stellen.
Und deswegen stellte sie sie kurzerhand doch: "Sie müssen auf die Frage nicht antworten, wenn Sie nicht wollen, aber erlauben Sie mir zu fragen, was mit Ihrer Frau und Ihrem Bruder passiert ist? Sie erwähnten, dass Sie ihnen die Flucht ermöglichen wollten ...", ihr Lächeln war verschwunden, ehrliches Mitleid lag in ihren Augen und sie wirkte nun weniger formell, weniger wie eine Ärztin, vielmehr eben wie ein Mensch, der ehrliche Anteilnahme am Leid nehmen wollte. Aber ob dieser Mann das auch wollte ...?
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